Beitrag schreiben
Beliebteste Beiträge
Ansicht
-
Umgekehrte Sortierung (neuste zuerst)
-
Die letzten 30 Beiträge
-
500 Beiträge pro Seite
[ Seite: 1, 2, 3 … 20, 21, 22 … 61, 62, 63, neuster Beitrag ]
schrieb am 02.01.09 19:28:19
Zudem dürfte eine solche Politik dem Dollar nicht gut
bekommen...
aber nur, solange in anderen Hartwährungsländern nicht ebenfalls
mit drastischen Zinssenkungen reagiert wird.
schrieb am 02.01.09 21:07:54
Antwort auf Beitrag Nr.:
36.294.530 von marcpeters am 02.01.09
19:28:19..Problem, welches ich sehe ist, das die
Kohle aus den maroden Hypotheken doch nur diejenigen verloren
haben, die diese Titel zuletzt noch besaßen oder noch besitzen.
Dort ist reales, werthaltiges Geld verloren aber nicht "vernichtet"
worden, denn die "werthaltige Kohle" besitzt nur ein
anderer.
Das habe ich nicht verstanden.
Wie ist es eigentlich abgelaufen?
Der alte Greenspan hatte die Zinsen dramatisch gesenkt und die
Banken haben dies unter Ermangelung geeigneter und volumenmäßig
ausreichender Kapitalgeschäfte für sich nutzen wollen.
Abgezielt wurde auf die damals noch sichersten Bankgeschäfte der
Welt. Es waren hypothekenverbriefte Bankgeschäfte. Der erste
entscheidende Fehler war, die Kreditvergabekriterien fast kriminell
zu senken, ja fast abzuschaffen. Mit dem zweiten gravierenden
Fehler, nämlich weithin die Kreditvergabe mit einem skandalösen
Bonussystem zu verknüpfen, war das Unheil geboren.
Kreditverkäufer handelten nicht mehr nach banktechnischen
Kriterien, sondern nur noch unter dem Motto: Jeder von mir
vergebene Kredit, ist bares Geld in meiner Tasche"
Als dann 2 Jahre später in den USA die Zinsen wieder steigen
mußten, kam es reihenweise zu Kreditilgungsausfällen.
Plötzlich hatten die Banken Häuser ohne Ende und keiner wollte
die.
Dies ist bis heute so.
Die Banken hatten also Geld verliehen, was sich mehr oder weniger
in Luft auflöste und somit sich Banken an den Rand des Ruins
brachten.
Die FED zahlt nun gutes Geld für die wertlosen
Hypothekenverpflichtungen.
Es geschieht nichts weiter, als die Auslagerung von real verlorenem
aber buchtechnisch noch in voller Höhe vorhandenem Geld.
Die FED reinigt das Geldsystem, ohne selbst in Gefahr geraten zu
können.
sofern das Geldvermögen aus den Krisenpapieren tatsächlich
"vernichtet" ist. Das ist es aber meiner Ansicht nach
nicht.
Wieso nicht?
Würdest Du das näher erklären können?
Nach meiner Meinung sind Zentralbanken kein Bestandteil des
Geldumlaufsystemes. Sie regulieren von aus außen in das Geldsystem
hinein.
schrieb am 02.01.09 22:40:40
@Plus :
Die Bank vergibt 200.000 USD Kredit an einen Habenichts zum Erwerb
eines Hauses. Der vorherige Besitzer des Hauses erhält das Geld
oder eben irgendjemand für ein Grundstück...danach die
Firmen/Handwerker/Baustoffhersteller die auf dem Grundstück die
Hütte hochziehen. Diese Marktteilnehmer haben doch wohl
"werthaltige Dollars" erhalten. Was die dann damit machen ist doch
egal...sie haben sie bekommen. Der Habenichts erhält ein Jahr
später auf die für 200.000 $ erworbene Hütte nochmals 25.000 $
Kredit weil der Wert gestiegen ist. Er kauft sich einen schicken
Chevy dafür. Auch dieses Geld besteht aus realen Dollars ...ist
also werthaltig. Habenichts hat den neuen Chevy ...Autohändler bzw.
Chevrolet hat die Kohle.
Nun ist der "Hype" vorbei ...Immopreise fallen rapide...Habenichts
kann nicht mehr zahlen und zieht aus. Als Sicherheit für die
kreditvergebenen Mittel bleibt der US-Bank nur die stark
wertgeminderte Hütte (wenn ich richtig informiert bin braucht
Habenichts nach dortigem Recht noch nicht einmal seinen Chevy
abzugeben...Bank hat nur Anrecht auf Gegenwert des Hauses).
Habenichts geht zur Bank...knallt den Hausschlüssel auf den Tresen
und verabschiedet sich.
Also haben Banken und all die Investoren, die den verbrieften Müll
gekauft haben verloren. All die anderen, die vorher in Zeiten des
Booms reale Kohle aus diesen Krediten gesehen haben sind die
Gewinner. Möglich, das es den meisten inzwischen auch schlecht
geht, wg. der Absatzkrise. Aber man kann nicht unbedingt sagen, das
die ganze Hypothekenkohle, die nun nicht mehr zurückgezahlt werden
kann, "vernichtete" Kohle ist. Dafür müsste sie sich ja wirklich in
Luft aufgelöst haben.
schrieb am 03.01.09 08:17:36
#196
> ... mit einem Hilfspaket in Höhe von 1000 Mrd.
$
Oh, man verliert sogar schon die Scheu vor der Billion. Wenn die
USA die wissenschaftlich-mathematische Billion verwenden würden,
merken die Amis das gar nicht und wundern sich, warum der Staat
plötzlich so "wenig" Geld braucht (anstatt Tausenden Milliarden nur
ein paar Billionen). Siehe Wiki zu Zahlennamen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zahlennamen#Unterschied_Europa.….
Die Frage ist doch: woher soll das Geld herkommen? Können die USA
wirklich so viel Geld "drucken" wie sie wollen?
Letztendlich führt das zu einer steigenden Inflation. Das geht
schneller, wenn der Dollar freien Wechselkursen unterworfen ist und
dieser somit rasch an Wert verliert oder langsamer, wenn
Fantasiewechselkurse die ganze Welt zum Puffer (Dollarklo)
machen.
Ich denke, dass die USA schon viele Jahre auf Kredit gelebt haben
und dass sich die in der Weltwirtschaftskrise bisher zahlenden
Länder dies ganz einfach nicht mehr leisten können.
schrieb am 03.01.09 22:55:50
US-Rezession
Gouverneure fordern 1000-Milliarden-Hilfe
Wer bietet mehr? Der gewählte US-Präsident Obama will die
US-Konjunktur mit voraussichtlich mehr 700 Mrd. $ stützen - doch
das reicht einer Reihe von US-Gouverneuren noch nicht: Sie peilen
die Marke von 1000 Mrd. $ an.
http://www.ftd.de/politik/international/:US-Rezession-Gouver…
Quelle: FTD
schrieb am 06.01.09 09:49:53
Statistiken belegen eine historische Zäsur der
US-Geldpolitik
Rainer Sommer 05.01.2009
Die 1,355 Billionen Dollar an zusätzlichen Fed-Dollars des
Vorjahres brachten der Realwirtschaft nur 307,5 Mrd. USD an neuen
Krediten ein
Das abgelaufene Jahr war von monetären Umwälzungen geprägt, die
zweifellos als historische Zäsur in die Geschichtsbücher eingehen
werden. Schon im April hatte Paul Volker, der letzte "konservative"
Notenbankchef der USA, der vorübergehend als nächster
Finanzminister im Gespräch war, der Fed vorgeworfen (1), den "Point
of no Return" überschritten zu haben. Das sei einerseits durch
Kredite außerhalb des Geschäftsbankensektors an die
Investmentbanken der Wall Street erfolgt; zudem habe die Fed das
eherne Prinzip durchbrochen, im Fall eines Bank-run zwar unbegrenzt
Notenbankgeld zur Verfügung zu stellen, dies aber ausschließlich
gegen erstklassige Sicherheiten.
Was die zweifelhaften Sicherheiten im Eigenbestand der Fed angeht,
empörte Volker sich im Frühjahr freilich nur über die Kleinigkeit
von rund 28,8 Mrd. USD, die die Fed im Zuge der Übernahme von Bear
Sterns durch JP Morgan in die Bücher bekommen hatte. Inzwischen hat
sich dieser Bestand durch die Rettung von AIG mehr als
verdreifacht. Immerhin ist Volkers Problem des Moral Hazard, dass
durch die staatliche Rettung von Bear Sterns nur die ohnehin zu
hohe Risikoneigung verstärkt werde, inzwischen verringert. Denn die
einst so stolzen Investmentbanken, deren Manager sich noch für 2006
mehr als 30 Mrd. US$ an Boni auszahlen ließen, sind inzwischen
entweder insolvent, wurden durch Notübernahmen gerettet oder sind
zu normale Geschäftsbanken konvertiert.
Im Frühjahr war zudem noch nicht die Rede davon, dass die Fed bald
auch den Unternehmenssektor direkt finanzieren werde. Aber nachdem
auf die erste globale Blase das erste globale "Deleveraging"
folgte, wurde die Fed für immer weitere Teile des Finanzsektors
sowohl zum "Lender of first resort" als auch zum wichtigsten
Darlehensnehmer, der seit kurzem auf die Einlagen der
Geschäftsbanken sogar Zinsen zahlte.
Das zeigt sich am eindrucksvollsten in der Nutzung der diversen
Diskont-Fazilitäten, bei denen Banken gegen Übereignung von
Sicherheiten unbegrenzt Kredite aufnehmen können. So waren zum
Jahreswechsel bei den Geschäftsbanken 450,2 Mrd. US$ über die Term
Auction Facility ausständig; 332,4 Mrd. USD entfielen auf die
Commercial Paper Funding Facility, die Schuldverschreibungen von
Industrieunternehmen aufkauft. 38,5 Mrd. gingen an die
Broker/Dealer und über die "money market mutual fund liquidity
facility” wurden weitere 23,8 Mrd. direkt in Geldmarktfonds
geschleust.
Sehr verwegen zeigte sich die Fed auch im Management ihrer Aktiva,
wo sie vor einem Jahr noch rund 740 Mrd. USD an US-Staatspapieren
verbucht hatte. Ein Jahr später, bei fast verdreifachter
Bilanzsumme, entfielen samt der im Sommer verstaatlichten
Hypothekenagenturen Fannie Mae und Freddie Mac nur noch rund 500
Mrd. US$ auf Staatspapiere, womit die traditionell als erstklassig
geltenden Assets, auf die sich die Fed bisher beschränkt hatte,
inklusive der nominell zwölf Milliarden an Goldreserven zuletzt,
weniger als ein Viertel des Fed-Vermögens ausmachten, nach mehr als
zwei Dritteln noch vor einem Jahr.
Was die Fed nun in erster Linie in den Büchern hat, sind einerseits
Kredite aus den neuen Fazilitäten, über deren Besicherung die Fed
zwar nicht detailliert Auskunft gibt, aber behauptet, adäquate
Sicherheitsabschläge zu verlangen. Das sei auch angeraten, denn in
einigen der Fazilitäten werden auch Non-recours-Loans vergeben, bei
denen der Kreditnehmer statt zu tilgen auch einfach die
Sicherheiten verfallen lassen kann.
Die Papiere mit den größten Verlustpotentialen finden sich ohnehin
in drei mit "Maiden Lane" bezeichneten Fed-Vehikeln. Diese halten
die nominell 73 Mrd. USD an derzeit nicht marktfähigen Papieren,
die durch die Pleiten von Bear Sterns und AIG zur Fed gelangt sind
und wofür die Fed nun alle Risiken trägt.
Diese enorme Ausweitung der monetären Basis wurde freilich nur
bedingt in Kredite umgesetzt. So beläuft sich ( H.4.1 Factors
Affecting Reserve Balances (2)) der von der Fed vergebene Kredit
aktuell auf insgesamt 2,246 Billionen Dollar, nach 891,7 Mrd. US$
noch vor einem Jahr. Obwohl ein Großteil dieser Expansion aber in
der 2. Jahreshälfte erfolgt ist, haben die Kredite, wie die
aktuelle Z1-Flow of Funds Statistik (3) zeigt, im 3. Quartal
insgesamt nur noch um 587 Mrd. Dollar zugenommen.Denn die Haushalte
hatten bevor die Finanzkrise so richtig zuschlagen konnte, erstmals
seit mehr als 40 Jahren begonnen, ihre Schulden um 64 Mrd. USD (0,8
Prozent) auf 13,914 Billionen US$ zurückzufahren (alle Z1 -
Veränderungen anualisiert und auf Jahresbasis). Dafür waren vor
allem die Hypothekarkredite verantwortlich, die um 2,4 Prozent auf
10,542 Billionen US$ zurückgingen, während die Konsumkredite noch
um immerhin 1,2 Prozent auf 2,615 Billionen US$ anstiegen.
Dass es überhaupt noch zu einer deutlichen Kreditexpansion gekommen
ist, hat vor allem die Bundesregierung zu verantworten, die ihre
Kreditaufnahmen um 39,2 Prozent auf 5,823 Billionen US$ ausgeweitet
hat. Auch die Schulden des Finanzsektors zeigten mit 7,2 Prozent
eine recht robuste Expansion auf 16,903 Billionen US$, während der
Unternehmenssektor seine Gesamtverschuldung im 3.Quartal noch um
2,9 Prozent auf von 11,011 Billionen US$ steigern konnte.
Gelandet sind die Fed-Kredite hingegen als Einlagen bei der Fed,
als "Fed-Balances". Diese dienen den Banken, um damit ihren
gegenseitigen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und ihre
Mindestreservepflichten ("required reserves") zu erfüllen. Vor
einem Jahr hatte die Fed gerade einmal 13,4 Mrd. USD an bei ihr
veranlagten Reserven angegeben, zuletzt waren es stattliche 884
Mrd. USD - so dass von der Ausweitung der Fed-Finanzierungen des
Vorjahres um mehr als 1,355 Billionen Dollar nur insgesamt 307,5
Mrd. USD für neue Kredite an die Realwirtschaft übrig blieben.
Links
(1)
http://econclubny.org/files/Transcript_Volcker_April_2008.pdf#PDF
(2) http://www.federalreserve.gov/releases/h41/Current/
(3) http://www.federalreserve.gov/releases/z1/Current/z1.pdf
Telepolis Artikel-URL:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29471/1.html
Copyright © Heise Zeitschriften Verlag
schrieb am 06.01.09 16:18:49
ISM-Index über Erwartungen
Datum 06.01.2009 -
Uhrzeit 16:01 (© BörseGo AG 2000-2009, Autor:
Hoyer Christian, Redakteur, © GodmodeTrader -
http://www.godmode-trader.de/)
Washington (BoerseGo.de) - Der vom Institute
for Supply Management ermittelte ISM-Index für das
nicht-verarbeitende Gewerbe liegt im Dezember bei 40,6 Punkten.
Volkswirte haben mit einem Rückgang gegenüber dem Vormonatsniveau
von 37,3 Punkten auf 36,5 Zähler gerechnet.
schrieb am 06.01.09 16:19:58
US-Auftragseingänge unter
Erwartungen
Datum 06.01.2009 - Uhrzeit 16:01 (© BörseGo AG
2000-2009, Autor: Hoyer Christian, Redakteur, © GodmodeTrader -
http://www.godmode-trader.de/)
Washington (BoerseGo.de) – Laut dem Census
Bureau, dem amerikanischen Amt für Bevölkerungsstatistik, sind im
November die Auftragseingänge der US-Industrie um 4,6 Prozent
gesunken, Volkswirte sind von einem Rückgang von 2,3 Prozent
ausgegangen.
schrieb am 06.01.09 16:21:16
Anstehende Hausverkäufe unter
Erwartungen
Datum 06.01.2009 - Uhrzeit 16:03 (© BörseGo AG
2000-2009, Autor: Hoyer Christian, Redakteur, © GodmodeTrader -
http://www.godmode-trader.de/)
New York (BoerseGo.de) - Gemäß der National Association of Realtors
ist die Anzahl der anstehenden Hausverkäufe im
November um 4,0 Prozent gesunken, was unter den Erwartungen der
Volkswirte von einem Rückgang von 1,0 Prozent liegt.[/red]
schrieb am 06.01.09 16:25:38
US-Regierung hilft GM mit weiterem Milliardenkredit
Dienstag, 6. Januar 2009, 12:00 Uhr
Washington/Frankfurt (Reuters) - Die US-Regierung greift dem
angeschlagenen Autobauer General Motors (GM) mit weiteren
Milliardenhilfen unter die Arme.
Mitte Januar erhält das Unternehmen nach Angaben des
Finanzministeriums zugesagte Kredite in Höhe von 5,4 Milliarden
Dollar. Vor wenigen Tagen hatte GM bereits vier Milliarden Dollar
bekommen. Auf die deutsche Konzerntochter Opel habe dies zunächst
keine Auswirkungen, sagte ein Opel-Sprecher am Dienstag. "Wir sind
in der gleichen Situation wie vor einigen Wochen." Das
Rüsselsheimer Unternehmen sei liquide und spreche weiterhin mit der
Bundesregierung über eine Bürgschaft. Diese hatte Opel für den Fall
beantragt, dass sich die Lage bei GM verschlechtert und Opel sich
nicht mehr über den US-Konzern finanzieren kann.
Die Kredite für GM stammen aus dem insgesamt 700 Milliarden Dollar
schweren Rettungsprogramm für die Finanzbranche. US-Präsident Bush
hatte den US-Autokonzernen kurz vor Weihnachten Hilfen von bis zu
17,4 Milliarden Dollar zugesagt, davon 9,4 Milliarden Dollar für
GM. Zusätzlich bekommt der Konzern über seine Finanzsparte GMAC
sowie vom Land Kanada Milliarden-Hilfen.
© Thomson Reuters 2009 Alle Rechte
vorbehalten.