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Bundesagentur-Chef Weise rechnet mit sinkenden Einkommen - ´kein Job-Boom´

Autor: dpa-AFX
 |  20.01.2011, 14:16  |  899 Aufrufe  |   0  | 
FRANKFURT - Die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland bleibt nach Ansicht der Bundesagentur für Arbeit (BA) auch 2011 unsicher. ´Bei den Arbeitsplätzen im verarbeitenden Gewerbe haben wir das Vorkrisenniveau trotz des Aufschwungs noch nicht wieder erreicht´, sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise laut einem Vorabbericht vom Donnerstag ´Spiegel Online´. Der Strukturwandel in der Industrie habe sich durch die vergangene Wirtschaftskrise sogar verschärft. ´Es wird keinen Job-Boom in der Breite geben.´

Der Behördenchef sieht dem Blatt zufolge sogar die Gefahr, dass die Erfolge auf dem Jobmarkt durch die Euro-Krise zunichte gemacht werden können. Wenn aus den Euro-Ländern, in die Deutschland exportiert, keine Impulse mehr kämen, ´wird es schwierig´. Als Folge des Strukturwandels rechnet Weise mit sinkenden Einkommen. ´Tendenziell dürften die Löhne niedriger ausfallen.´

Auch die neue Dienstleistungsfreiheit für osteuropäische EU-Länder ab dem 1. Mai sorgt den Agenturchef. Dann können Firmen etwa aus Polen und Tschechien ihre Dienste zu osteuropäischen Konditionen in Deutschland anbieten. Weise warnt vor einem Preisverfall - allerdings ausgelöst von deutscher Seite: ´Wir beobachten, dass deutsche Zeitarbeitsunternehmen Niederlassungen in Polen oder in anderen Ländern gründen.´ Jetzt sei die Politik gefragt, zu handeln. Einen Mindestlohn hält er für eine denkbare Lösung./jha/jsl
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