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Negativzinsen Sparkassen denken offenbar über Negativzinsen nach - Folgt der nächste Tabubruch?

27.02.2015, 11:18  |  30540   |   |   

Die Sparkassen haben ein Problem. Das Problem heißt Negativzinsen. Seit die Europäische Zentralbank (EZB) im vergangenen Jahr das Tabu gebrochen und Negativzinsen auf Bankeneinlagen eingeführt hat, versinkt die heile Zinswelt im Chaos: Sparen wird zur Bankrotterklärung und für Banken werden die Einlagen ihrer Kunden zum Verlustgeschäft.

Daran haben vor allem die Sparkassen mächtig zu knabbern, immerhin horten die Kunden bei ihnen so viel Geld wie bei keinem anderen deutschen Geldinstitut. Umgekehrt bedeutet das, dass die Negativzinsen die Sparkassen besonders hart treffen. Doch wie wollen sie künftig profitabel sein, wenn die Konten ihrer Kunden mehr und mehr zur Belastung werden?

Andere Institute folgen dem Weg der EZB und greifen ebenfalls zu Negativzinsen. Die Deutsche Skatbank führte im Oktober 2014 als erste deutsche Bank einen Strafzins auf Tagesgeldkonto ein (Siehe: Sparer entsetzt – Strafzinsen auf Spareinlagen). Kurz darauf folgten die DZ Bank und die Commerzbank (siehe hier und hier). Zugleich warnte die Deutsche Bank, Strafzinsen auf Sparkonten würden bald Realität werden.

Die Sparkassen versuchten indes zu beschwichtigen und erklärten Strafzinsen für tabu. Negativzinsen auf Spareinlagen werde es bei den Sparkassen nicht geben, erklärte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, Georg Fahrenschon (wallstreet:online berichtete).

Aber so tabu scheinen Negativzinsen wohl doch nicht zu sein. Informationen des „Handelsblatts“ zufolge sollen die Sorgen inzwischen so groß sein, dass  negative Einlagezinsen für private Kunden intern bereits diskutiert werden.

„Fahrlässig, solche Optionen nicht auszuloten“

„Wenn die EZB den Leitzins weiter niedrig hält, führt kein Weg daran vorbei“, zitiert das Blatt einen namentlich nicht genannten Sparkassen-Chef. Ein anderer fügte hinzu, es sei fahrlässig, solche Optionen nicht auszuloten.

Dass die Niedrigzins-Phase wohl noch über Jahre andauern wird, scheint allen klar. Michael Emrich, Präsident des ostdeutschen Sparkassenverbunds OSV, versucht trotzdem zu beschwichtigen. „Das stehen wir noch eine Weile durch. Wir müssen nicht chaotisch und kurzfristig reagieren“, sagte er gegenüber dem „Handelsblatt“.

Negativzinsen ausgerechnet bei den Sparkassen? Es wäre wohl ein massiver Imageverlust, den die Sparkassen unbedingt vermeiden wollen. Sie setzen deshalb zunächst darauf, an anderen Stellschrauben zu drehen. Beispiel Peter Schneider, Präsident des Sparkassenverbandes Baden-Württemberg: Schneider forderte jüngst, der Staat solle eine Staatsprämie zahlen (Siehe: Sparkassen-Chef: „Die Sparer sind die Dummen“ – Staat soll Sparprämie zahlen!).

Wertpapier: Deutsche Bank


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Kommentare

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Ines43
02.03.15 10:57:24
Negativ-Zinsen?

Als Aktionär werde ich dem Draghi mal einen Dankesbrief schreiben.

Bin mittlweile Fan von Draghi, obwohl ich eigentlich erklärter
Euro-Gegner immer war und immer noch bin.
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oscarello
01.03.15 17:51:25
nun mal langsam mit den jungen Pferden....

es gibt ja auf der Passivseite einer Bankbilanz
nicht nur Spareinlagen mit ges.Kündigungsfrist
und sonst nichts....sondern,
wenn Negativzinsen muss man das ganzheitlich sehen...
z.b. sog.Bonussparverträge abgeschlossen
vor 15 Jahren und so ...hier müssen die Sparkassen
einen Bonus von bis zu 50% zahlen und dieser Bonus
hängt nicht von der Zinspolitik ab.
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sleupendriewer_
01.03.15 13:05:50
wer den unterschied zwischen dem gshäftsmodell von prokon und energiekontor nicht erfassen kann, sollte sich sicherlich mal fragen lassen, inwieweit er/sie geschäfatfähig ist und warum so eine unselbstständigkeit vom staat alimentiert werden sollte. evolution ist doch survival of the fittest - oder haben wir das etwa abgeschafft ?
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unnerfrangge
01.03.15 10:04:30
Wer klar denkt spricht&schreibt klar!(Stast,Spekulationsrist,Randbedingungen,besser Staat,Spek.frist,Rahmenbedingungen).Das Pushen einer "windigen" Firma,als All-In-Geldanlage,zeugt auch nicht gerade von übermässigem Intellekt!Nachfragen bei Prokonanlegern würden sicherlich bewusstseinserweiternd wirken!
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sleupendriewer_
01.03.15 00:52:21
Staatsprämie - so ein Bullshit - solange es dividendenstarke Firmen wie Energiekontor mit kgve 2015ff deutlich < 10 gibt, die zudem für Windkraftprojekte mit abgesicherten Cashflows entsprechend durch SUbstanz besicherte Anleihen begeben, gibt es kaum einen Grund, weshalb hier der Stast aktiv werden sollte - das einzige wäre die Wiedereinführung der Spekulationsrist für private Anleger.

Der Rest ist auschliesslich das Problem der Sparkassen, die so Liquidität verlieren werden - nu das nennt man dann wohl eine marktwirtschaftliche Reaktion auf die derzeitigen Randbedingungen ...

Disclaimer

Negativzinsen Sparkassen denken offenbar über Negativzinsen nach - Folgt der nächste Tabubruch?

Die Sparkassen haben ein Problem. Das Problem heißt Negativzinsen. Seit die Europäische Zentralbank (EZB) im vergangenen Jahr das Tabu gebrochen und Negativzinsen auf Bankeneinlagen eingeführt hat, versinkt die heile Zinswelt im Chaos: Sparen wird zur Bankrotterklärung und für Banken werden die Einlagen ihrer Kunden zum Verlustgeschäft.

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