schrieb am 14.10.10 14:41:38
Extra-Gebühr weiter im Trend
[07:00, 08.10.10]
Von Brigitte Watermann
Auch ING-DiBa erhebt nun eine Extra-Gebühr für Aufträge über das
elektronische Handelssystem Xetra - und schließt sich damit einem
Markttrend an.
Damit gibt es hierzulande kaum noch einen größeren Broker, der für
Aufträge über die elektronische Börsenplattform Xetra oder über die
Regionalbörsen nicht noch eine Extragebühr gegenüber
außerbörslichen Orders verlangt.
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Die Lage erinnert an die Billigfliegerszene: Optisch zwar günstige
Ticketgebühren. Aber: Steuern und Kerosinzuschläge kommen noch oben
drauf – und, schon ist der Flug nicht mehr ganz so billig wie es
zunächst den Anschein hatte.
So ähnlich ist es auch bei den in Deutschland aktiven
Onlinebrokern. Die Orderstaffel ist mittlerweile längst nur noch
ein Faktor unter mehreren, der darüber entscheidet, wie viel ein
Kunde letzten Endes für einen Wertpapierauftrag bezahlt. Die
eigentliche Orderstaffel wird dabei meist optisch so günstig wir
möglich gehalten.
Variable oder pauschale Zusatzgebühr
Allein auf die Preisstaffel sollten Broker-Kunden also nicht
schauen. Vor allem den Börsenplatzgebühren sollte genauere
Beachtung geschenkt werden. Sie werden entweder in Form einer
Pauschale erhoben oder aber als auftragsabhängige variable Kosten
an die Kunden weitergegeben.
Für die Pauschalvariante etwa haben sich die großen Anbieter wie
comdirect, Cortal, Consors, DAB bank und jetzt eben auch ING-DiBa
vollumfänglich entschieden. Die Höhe der Parkett- und Xetragebühren
schwankt zwar von Broker zu Broker, aber Xetra-Gebühren schlagen
meist ab 0,95 Cent aufwärts zu Buche, bei den Parkettgebühren sind
es in aller Regel 1,50 Euro, manchmal aber auch deutlich mehr.
ING-DiBa verlangt nun eine Xetra-Gebühr von 1,25 Euro, die
Parkettgebühr von 2,50 Euro wird bereits seit Herbst 2008 erhoben.
„Wir verdienen da wirklich nichts dran“, beteuert ein Sprecher.
Andere Broker wie flatex leiten die Börsengebühren, die ihnen
berechnet werden, einfach an die Kunden weiter – allerdings mit der
Folge, dass es für die Kunden nicht so einfach ist, bei
Auftragserteilung die Höhe der tatsächlichen Gebührenbelastung zu
kalkulieren. So kostet eine 5000 Euro-Order bei flatex zwar nur
günstige fünf Euro an Orderspesen. Inklusive Nebenkosten werden
daraus dann mindestens 6,80 Euro je nach Börsenplatz. Auch die
Targobank hat bei Einführung ihres neuen Preismodells im September
die variable Variante gewählt. Ihr Argument gegen das
Pauschalpreismodell lautet: Gerade bei niedrigen Orders seien die
Pauschalgebühren oft höher, als die tatsächlich entstandenen
Kosten.
Kosten vermeiden lachenlachen
Kunden können den Zusatzgebühren allerdings entgehen, wenn sie ihre
Aufträge außerbörslich etwa mit den Emittenten von Derivaten
abwickeln, oder Handelsplattformen wie Tradegate anstelle von Xetra
ansteuern.
Der Preis ist nicht allein entscheidend Zwinkern
Bei den verschiedenen Varianten von Zusatzgebühren bleibt
Brokerage-Kunden, die auf der Suche nach einem neuen Anbieter sind,
weiterhin nichts anderes übrig, als sich in die Preismodelle zu
vertiefen und zu schauen, welcher Anbieter abgestimmt auf das
eigene Orderprofil besonders günstig ist. Doch der Preis ist es
nicht allein. Denn was nützt ein günstiger Preis, wenn das
Leistungsangebot des Brokers nicht zu den eigenen
Handelsbedürfnissen passt. Gut vergleichen bleibt also Pflicht.
QUELLE: Börse-online.de
schrieb am 21.10.10 08:58:34
Kunden können den Zusatzgebühren allerdings entgehen, wenn sie ihre
Aufträge außerbörslich etwa mit den Emittenten von Derivaten
abwickeln, oder Handelsplattformen wie Tradegate anstelle von Xetra
ansteuern.
schrieb am 02.03.11 09:48:01
Seit gestern steht nun auch 1822 direkt in der Kundenliste von
Tradegate.
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