schrieb am 02.08.11 11:23:27
Nicht nur Spekulation.
Sondern auch und vor allen Dingen:
Der Einfluß der Ölmultis an den Preisen im Terminmarkt und dadurch
indirekte Erhöhung des physischen Preises für Öl.
schrieb am 01.08.11 11:21:14
ölpreis ist im anstieg, bedarf da; erneuerbare vernachlässigt,
systematisch die kurse und die atmosphäre gedrückt. Ja, dann setzen
die großspekus auf öl, weil kkws doch schwer zu rechtfertigen sind
schrieb am 30.07.11 12:02:44
Hallo!
Erstmal vielen Dank für die Antworten.
@ Silberpfeil: Das ist in der Tat eine gute Ergänzung! Danke.
@ Gebirge: Danke für den Einwand. Diese Behauptung fußt soweit auf
folgenden Berichten:
IMF World Economic Outlook, April 2011
Hier die Zusammenfassung für Öl auf "The Economist":
http://www.economist.com/blogs/freeexchange/2011/04/energy_prices
--> Siehe Figure 3.8
IEA Medium-Term Oil & Gas Markets 2011
http://omrpublic.iea.org/
"Today’s global market balance shows that supply flexibility –
upstream spare capacity and OECD
inventories – has diminished. The bull run evident since autumn
2010 therefore looks in large part to
be justified by supply and demand fundamentals."
Weiterhin schreibt die BGR ähnliches:
"Durch die rasche wirtschaftliche Entwicklung in Ländern außerhalb
der OECD ist in den letzten Jahren die globale Nachfrage in einem
unerwarteten Ausmaß angestiegen, so dass die Ersatzkapazität
schrumpfte.
Diese geringe Ersatzkapazität wird als ein möglicher Grund für die
steigenden Preise der
vergangenen Jahre bis 2008 angesehen"
http://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Energie/Produkte/energierohstoffe_2009.html?nn=1542330
Ich denke worauf sie anspielen ist der Einfluss der Spekulation.
Ist das korrekt? Das dieser natürlich große kurzfristige
Preisvolatilität erzeugen kann ist bekannt! Dennoch orientieren
sich Anleger für die Spekulation doch auch an Indikatoren wie der
Ersatzkapazität oder?
Gruß, Chris
schrieb am 29.07.11 11:07:22
Aber dazu müsste ja jemand Eier in der Hose haben !!!
schrieb am 29.07.11 11:04:41
In den letzten Jahren ist sie durch die vermehrte Nachfrage der
Schwellenländer immer weiter gesunken und wird als möglicher Grund
für die steigenden Preise seit der Jahrtausendwende
angesehen.
Wie kommst Du darauf?
Das stimmt so nicht, weil gleichzeitig die Förderkapazitäten massiv
angehoben worden sind und weil bei dem momentanen Ölpreis, die
Förderung von Ölsand längst schon wieder profitabel ist.
Nur es macht (fast) keiner.
Warum?
Weil es nur darum geht, dass seit der Jahrtausendwende die großen
Ölkonzerne vermehrt an Terminbörsen "Papieröl" handeln, um damit
einen höheren Umsatz für das physische Produkt zu erzeugen.
Weiterhin wurde seit der Jahrtausendwende der Deckungsbeitrag immer
weiter "optimiert".
Gleichwohl hat man Preissteigerungen durch erhöhte Transportkosten
begründet, wobei man die erhöhten Transportkosten durch höhere
Ölpreise selbst erzeugt hat.
Diese Liste könnte man wesentlich verlängern.
Vielleicht solltest Du mal unter dem Gesichtspunkt der Erhöhung des
Einflusses der Öllieferanten die Preissteigerungen betrachten und
nicht nur den abgedroschenen, nicht stimmenden Satz "weil die
Schwellenländer bla bla bla ...".
Du glaubst mir nicht?
Dann sieh dir die Gewinnsteigerungen der großen Ölkonzerne der
letzten Jahre an.
Dann reden wir weiter.
schrieb am 28.07.11 23:25:37
Liest sich flüssig und nachvollziehbar.
Eine kleine redaktionelle Anmerkung hätte ich:
"Den Händlern verschaffen die Börsen eine Absicherung gegen
zukünftige Preisschwankungen beim Handel mit realer, physischer
Ware."
Hier würde ich weiter gehen bzw. "Händler" genauer konkretisieren.
Dies können u. a. unterschiedlichste Unternehmen sein wie
Produzenten als auch Bezieher von Rohstoffen als
Produktionsfaktoren.
Nicht vergessen: Die eine obligatorische Fußnote.
Gruß
Silberpfeil
schrieb am 28.07.11 19:02:08
Hallo Community!
Ich versuche zurzeit einen Artikel über die Preisentwicklung auf
den Energierohstoffmärkten zu schreiben (also Erdöl, Erdgas, Kohle
und Kernbrennstoffe).
Ich frage mich, ob meine bisherigen Ausführungen soweit korrekt
sind, oder maßgeblich nur für Erdöl der Fall sind. Eventuell sind
auch tieferliegende Fehler enthalten. Ich würde mich freuen, falls
Jemand über meinen bisherigen Ansatz drüber lesen könnte:
Der Energiemarkt gliedert sich in den OTC-Handel („Over the
Counter“) und den Börsenhandel. Der OTC-Handel ist ein
außerbörslicher ungeregelter Handel zwischen Lieferanten und
Abnehmern, bei dem Verträge bilateral individuell angepasst werden.
Es ist ein Handel mit physischer Ware, der sowohl kurzfristige
Spotgeschäfte als auch durch Termingeschäfte, bei denen die
Geschäftsabwicklung zu einem in der Zukunft vereinbarten Zeitpunkt
geschieht, beinhaltet. Die Preise orientieren sich an den Kursen
der großen Börsen für Energieträger wie der New York Mercantile
Exchange oder der Intercontinental Exchange in London. Dort werden
hauptsächlich Terminkontrakte in standardisierter Form von Futures
abgeschlossen. Den Händlern verschaffen die Börsen eine Absicherung
gegen zukünftige Preisschwankungen beim Handel mit realer,
physischer Ware. Diese Strategie wird als „Hedging“ bezeichnet. Die
Mehrheit der Börsenakteure (rund 90 Prozent) versucht allerdings
durch Abschätzungen zukünftiger Preisentwicklungen kurzfristig
Gewinne zu erzielen. Diese Spekulationen bieten dem Markt eine
größere Liquidität und übernehmen Risiken welche die
Hedging-Strategie abgeben möchte. Grundsätzlich werden die
Marktpreise durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage
bestimmt. Entscheidungen werden aufgrund zukünftig vermuteter
Entwicklungen getroffen, die kurz- und mittelfristige Beurteilung
des Marktes ist von ausschlaggebender Bedeutung. Im Fall von Erdöl
ist beispielsweise die Entwicklung der Ersatzkapazität als
Bewertungsindikator zu nennen. Sie beschreibt die Differenz der
weltweiten Förderkapazität und der Produktion. In den letzten
Jahren ist sie durch die vermehrte Nachfrage der Schwellenländer
immer weiter gesunken und wird als möglicher Grund für die
steigenden Preise seit der Jahrtausendwende angesehen.
Vielen vielen Dank. Beste Grüße, Chris
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