....zumindest meiner Ansicht. Die Gründe zähle ich auf:
Seit bekannt werden der möglichen Fusion der beiden Börsen NYSE und
Frankfurt, haben die Anleger gezeigt, was sie davon halten.
Die Pläne der Übernahme sind nicht gut angekommen. Die Angst als
Juniorpartner in das Geschäft zu gehen, sind meiner Ansicht nach
der Grund für den massiven Kursverfall.
Operative Gründe kann ich nicht finden.
http://www.dowjones.de/site/2012/01/scheitern-der-b%C3%B6rse…
Operativ brummt das Geschäft in Frankfurt. So stiegen die
Umsätze im abgelaufenen Jahr auf der Handelsplattform Xetra um 30
Prozent, an der Terminbörse stieg das Handelsvolumen um 8 Prozent
an. Die auf Xetra gehandelten Derivate auf Bundesanleihen gehören
zu den liquidesten Kontrakten auf der Welt. Auch die Eurokrise ist
gut fürs Geschäft: sie hat für ein steigendes Interesse in den
Kontrakten auf Staatsanleihen Italiens, des drittgrößten Schuldners
der Welt, geführt.
Alles gute Argumente für die Aktie der Deutschen Börse. Mit den
gestiegenen Handelsvolumina und neuen Produkten rechnet Andreas
Plaesier vom Bankhaus Warburg mit einer starken Entwicklung im Cash
Flow - der Kennziffer, welche finanziellen Mittel das Unternehmen
aus dem laufenden Geschäft erwirtschaften kann. Davon sollten auch
die Aktionäre profitieren. Eine Anhebung der Dividende oder ein
erneuter Aktienrückkauf sind zwei Möglichkeiten, wie die Deutsche
Börse ihre Aktionäre am Erfolg beteiligen kann.
nach den Veröffentlichungen der Deutschen Börse lief das 3.QT wie
folgt.
19. Oktober 2011
Die Deutsche Börse AG hat am Mittwoch vorläufige Geschäftszahlen
für das dritte Quartal 2011 veröffentlicht. Die Umsatzerlöse verbesserten sich gegenüber dem
Vorjahresquartal um rund 20 Prozent auf rund 605 Mio. EUR (Q3/2010:
504,3 Mio. EUR). Zusätzlich zu den Umsatzerlösen flossen der Gruppe
Nettozinserträge aus dem Bankgeschäft in Höhe von rund 20 Mio. EUR
(Q3/2010: 15,8 Mio. EUR) und sonstige betriebliche Erträge in Höhe
von ebenfalls rund 20 Mio. EUR zu (Q3/2010: 11,7 Mio.
EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten
einen Buchgewinn in Höhe von rund 5 Mio. EUR aus der Veräußerung
einer Beteiligung.
Mit rund 250 Mio. EUR lagen die operativen Kosten im dritten
Quartal 2011 über dem Vorjahr (Q3/2010: 235,4 Mio. EUR). Der
Anstieg ist maßgeblich bedingt durch rund 25 Mio. EUR Kosten im
Zusammenhang mit dem geplanten Zusammenschluss mit NYSE Euronext.
Bereinigt um Kosten im Zusammenhang mit dem geplanten
Zusammenschluss und um Kosten für Effizienzprogramme, lagen die
operativen Kosten bei ungefähr 225 Mio. EUR (Q3/2010 bereinigt:
222,5 Mio. EUR).
Folglich lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der
Deutschen Börse bei rund 330 Mio. EUR (Q3/2010: 244,1 Mio. EUR).
Bereinigt um Kosten im Zusammenhang mit dem geplanten
Zusammenschluss und Kosten für Effizienzprogramme belief sich das
EBIT auf 355 Mio. EUR (Q3/2010 bereinigt: 257,4 Mio. EUR).
Das Finanzergebnis im dritten Quartal 2011 enthält einen Ertrag von
rund 94 Mio. EUR. Dieser nicht zahlungswirksame und nicht
steuerwirksame Ertrag stammt aus der Marktbewertung der
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Aktienkomponente der am
7. Juni 2011 bekanntgegebenen Vereinbarung mit der SIX Group, die
Eurex vollständig zu übernehmen. Die Verbindlichkeit wird mit dem
Aktienkurs der Deutsche Börse schwanken bis die Verbindlichkeit
beglichen ist und wird daher weiterhin zu Ertragsvolatilität
führen.
Somit stieg der Konzern-Periodenüberschuss für das dritte
Quartal 2011 um rund 95 Prozent auf ungefähr 315 Mio. EUR (Q3/2010:
161,3 Mio. EUR). Bereinigt um Kosten im Zusammenhang mit dem
geplanten Zusammenschluss, Kosten für Effizienzprogramme und den
Ertrag im Zusammenhang mit der Vereinbarung mit SIX Group,
belief sich der Konzern-Periodenüberschuss auf rund 245 Mio.
EUR, ein Anstieg von ungefähr 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr
(Q3/2010 bereinigt: 171,0 Mio. EUR). Im dritten Quartal 2011
lag der gewichtete Durchschnitt der ausstehenden Aktien bei 186,0
Mio. Diese vorläufigen Zahlen sind ungeprüft und stehen unter dem
Vorbehalt der Aufstellung des Quartalsabschlusses.
Ende der Ad-hoc Meldung
ISIN DE0005810055, DE000A1KRND6
http://deutsche-boerse.com/dbag/dispatch/de/listcontent/gdb_…
Eins ist klar. Das operative Geschäft der Deutschen Börse läuft
bestens. Volatile Zeiten wie jetzt, sorgen für mehr Umsätze. Die
kommende Transaktion wird erst in paar Monaten, wenn überhaupt
(glaube eher schon) die Voluminas einschränken.
Eine Sorge bleibt den Anlegern allerdings. Sollte die
Finanztransaktionsteuer kommen, dürften sich die höheren
Transaktionskosten bei den Marktteilnehmern in niedrigeren
Handelsumsätzen niederschlagen. Plaesier geht in einer
Beispielrechnung davon aus, dass 40 bis 50 Prozent der Umsätze von
"Handelsmaschinen" generiert werden und davon wiederum die Hälfte
dem Hochfrequenzhandel zuzurechnen sei. Sollte eine europäische
Transaktionssteuer auf Umsätze in Aktien, Anleihen und Derivate
eingeführt werden, würde sein Kursziel von 55 Euro auf dann 49 Euro
gesenkt.
http://www.dowjones.de/site/2012/01/scheitern-der-b%C3%B6rse…
Die Kursziele so gut wie alle mit deutlichen Abständen zu dem
jetzigen Kurs versehen.
http://www.finanzen.net/Kursziele/Deutsche_Boerse
Gewinne von 10-20% halte ich nach der heutigen Meldung für durchaus
plausibel. Der Kurs hat nachgegeben, das operative Geschäft steigt.
Wenn man bedenkt, das der Kurs zur Verkündung der nun gescheiterten
Übernahme deutlich höher stand als jetzt, dann sind noch höhere
Steigerungen zu erwarten.