Westfalen-Blatt Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Finanztransaktionssteuer

    Nachrichtenagentur: news aktuell
     |  22.01.2013, 20:16  |  258  |  1
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    Bielefeld (ots) - Die Finanztransaktionssteuer kommt! Richtig so.
    Die Entscheidung dürfte Banken ärgern, ist aber ein wichtiges Signal
    an alle EU-Bürger. Und zwar aus moralischen Gründen. Nur so wird
    glaubhaft, dass die Politik jene Branche mit in die Verantwortung
    nimmt, die die Krise mit ausgelöst hat. Viele Menschen verstehen
    nicht, warum die Staatengemeinschaft marode Banken einerseits mit
    Milliarden Euro Steuergelder retten musste, andererseits aber die
    Finanzbranche nicht mit einer Steuer belasten wollte. Gerade der
    Hochfrequenzhandel an den Börsen, der massive Kursausschläge auslösen
    kann, muss durch eine Steuer eingedämmt werden. Es ist klar, dass die
    Kreditwirtschaft nicht müde wird, vor »erheblichen Risiken« zu
    warnen, weil Banken ihre Geschäfte in Mitglied-staaten ohne
    Finanzsteuer verlagern. Das ist in der Tat möglich. Aber ist es auch
    wahrscheinlich? Auch dass London nicht mitmacht, ist unbestritten ein
    Mangel. Gleichwohl kann die Finanzsteuer Milliarden Einnahmen
    erzielen, die sinnvoll einzusetzen wären - etwa zur Bekämpfung der
    Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa.

    Originaltext: Westfalen-Blatt
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    Andreas Kolesch
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    Kommentare

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    xxtsc
    schrieb am 22.01.13 20:27:30
    Wieder ein Beispiel, wie die Menschen in diesem Land verarscht werden. Der Finanzmarkt (wer immer das sei) und die Banken werden mit einer Finanztransaktionssteuer belastet. Schön und gut, aber wer zahlt letzlich diese Steuer. Natürlich der Endkunde, also Otto Normalverbraucher.

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    Westfalen-Blatt Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Finanztransaktionssteuer

    Bielefeld (ots) - Die Finanztransaktionssteuer kommt! Richtig so.
    Die Entscheidung dürfte Banken ärgern, ist aber ein wichtiges Signal
    an alle EU-Bürger. Und zwar aus moralischen Gründen. Nur so wird
    glaubhaft, dass die Politik jene Branche mit in die Verantwortung
    nimmt, die die Krise mit ausgelöst hat. Viele Menschen verstehen
    nicht, warum die Staatengemeinschaft marode Banken einerseits mit
    Milliarden Euro Steuergelder retten musste, andererseits aber die
    Finanzbranche nicht mit einer Steuer belasten wollte. Gerade der
    Hochfrequenzhandel an den Börsen, der massive Kursausschläge auslösen
    kann, muss durch eine Steuer eingedämmt werden. Es ist klar, dass die
    Kreditwirtschaft nicht müde wird, vor »erheblichen Risiken« zu
    warnen, weil Banken ihre Geschäfte in Mitglied-staaten ohne
    Finanzsteuer verlagern. Das ist in der Tat möglich. Aber ist es auch
    wahrscheinlich? Auch dass London nicht mitmacht, ist unbestritten ein
    Mangel. Gleichwohl kann die Finanzsteuer Milliarden Einnahmen
    erzielen, die sinnvoll einzusetzen wären - etwa zur Bekämpfung der
    Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa.

    Originaltext: Westfalen-Blatt
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