Neuste Beiträge aus: GM Chapter 11 folgt - Fakten und Diskussion
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schrieb am 08.06.09 22:07:20
Antwort auf Beitrag Nr.:
37.348.036 von BUNCIA am 08.06.09
22:02:24Hey, "die Welt dreht durch, drehen Sie mit" war
mein Spruch.
Und da ich mitdrehen will, bin ich gegen jede Vernunft bei 47 Cent
mit 4500 Stück eingestiegen und habe jetzt erstmal ein Stop-loss
von 69,9 Cent drin, den ich morgen aber anheben werde.
Mal schaue, wie der Wahnsinn weitergeht. Wahrscheinlich wird GM
jetzt noch bis 2$ hochgezockt und dann muss man abwarten, wie es
weitergeht nach einer - wahrscheinlich ziemlich heftigen -
Korrektur
schrieb am 08.06.09 22:02:24
schrieb am 08.06.09 21:58:57
Antwort auf Beitrag Nr.:
37.284.839 von trade-trade am 29.05.09
19:16:35wie kann ich die "neuen" aktien von gm also
gmgmq kaufen ohne gefahr zu laufen, dass ich die alten kaufe oder
ist das nicht möglich?
danke
schrieb am 05.06.09 21:08:08
Antwort auf Beitrag Nr.:
37.298.044 von Richy am 01.06.09
20:29:33GM insolvent verwirrt
Aktien wertlos: verwirrt
Kurs 58 Cent und 40% höher als heute morgen? verwirrt
Drehen jetzt alle durch? Worauf wird denn jetzt gewettet?
Auf den Investor der GM mitsamt den Schulden übernimmt und dem
Staat die Anteile abkauft, oder was geht hier ab? verwirrt
Langsam denke ich mir nur noch: Die Welt dreht durch - drehen Sie
mit!!!
Wertlos?
Glaub doch nicht alles, was man in Börsenboards erzählt, hier sind
noch mehrere 100% drin.
Was wenn die USA sich mit über 70% Marktanteil auf diesem Niveau
einkaufen? wäre allemal billiger als neu Aktien zu drucken!
schrieb am 02.06.09 15:20:34
AKTIEN NEW YORK/Ausblick: Leichte Verluste - GM,
Kapitalerhöhungen bei Banken
(Agenturmeldung)
NEW YORK (awp international) ? Nach den deutlichen Vortagsgewinnen
dürften die US-Börsen am Dienstag mit leichten Verlusten in den
Handel starten. Nach dem Start könnten noch Daten zu schwebenden
Hausverkäufen für Bewegung sorgen. Gegen 14.55 Uhr lag der Future
auf den Dow Jones 0,16 Prozent tiefer. Am Montag war der
US-Leitindex um 2,60 Prozent auf 8.721,44 Zähler gestiegen. Der
Future auf den NASDAQ-100 fiel um 0,19 Prozent, nachdem der
technologielastige...
Fenster schliessen NEW YORK (awp international) ? Nach den
deutlichen Vortagsgewinnen dürften die US-Börsen am Dienstag mit
leichten Verlusten in den Handel starten. Nach dem Start könnten
noch Daten zu schwebenden Hausverkäufen für Bewegung sorgen.
Gegen 14.55 Uhr lag der Future auf den Dow Jones 0,16 Prozent
tiefer. Am Montag war der US-Leitindex um 2,60 Prozent auf 8.721,44
Zähler gestiegen. Der Future auf den NASDAQ-100 fiel um 0,19
Prozent, nachdem der technologielastige Auswahlindex am Vortag 2,89
Prozent auf 1.477,12 Punkt gewonnen hatte.
General Motors (GM) bleiben auch nach dem Insolvenzantrag vom
Vortag im Fokus der Anleger. Der Autobauer hat einen Käufer für
seine Geländewagenmarke Hummer gefunden. Eine entsprechende
vorläufige Kaufvereinbarung sei unterzeichnet worden, gab GM am
Dienstag bekannt. Den Namen des Käufers und den Preis nannte GM
aber vorerst nicht. Der zweitgrösste US-Autobauer Ford will indes
von den schweren Turbulenzen der Rivalen GM und Chrysler
profitieren und Marktanteile gewinnen.
schrieb am 02.06.09 10:43:59
US-Gericht genehmigt Milliarden für General Motors
(4) 2. Juni 2009, 06:30 Uhr
Grünes Licht für eine Geldspritze an den US-Autobauer General
Motors (GM). Ein Insolvenz-Gericht hat die Finanzhilfe der
US-Regierung in Höhe von 15 Milliarden Dollar genehmigt. Zudem hat
GM wohl einen Käufer für die Geländewagen-Marke Hummer gefunden.
Gute Nachrichten gibt es auch von Ford.
Ein amerikanisches Gericht hat eine sofortige Finanzspritze der
US-Regierung für den insolventen Autobauer General Motors in Höhe
von 15 Milliarden Dollar (rund 10 Milliarden Euro) genehmigt. GM
hatte Insolvenz angemeldet, mit der jetzt für die kommenden drei
Wochen genehmigten Summe soll unter gerichtlicher Aufsicht die
Restrukturierung vorangetrieben werden.
Das Gericht genehmigte außerdem vorläufig eine Gesamtsumme von 33,3
Milliarden Dollar für das Unternehmen. Endgültig soll darüber am
25. Juni entschieden werden. Eine Anhörung zu den Verkäufen von
GM-Tochterunternehmen und Konzernteilen wurde für den 30. Juni
angesetzt.
schrieb am 02.06.09 10:14:56
Frage: was ist bezüglich der Anleihegläubiger, z.B. Kenn Nr.
894450, 894451 vorgesehen ?
schrieb am 02.06.09 09:53:45
politische einmischung bei gm, viele investoren möchten nicht leer
ausgehen.
zudem hält der staat selbst die mehrheit an aktien, einfach so
abschreiben lassen möchte dies auch die government nicht.
nur natürlich sind das meine annahmen. man weiss nie was kommt...
schrieb am 01.06.09 22:09:27
Antwort auf Beitrag Nr.:
37.298.459 von trade-trade am 01.06.09
21:39:22Was führt dich zu der neuen Vermutung...?
schrieb am 01.06.09 21:39:22
aber keine regel ohne ausnahme, also kann gut möglich sein dass es
nun doch alles so bleibt wie es war...
schrieb am 01.06.09 21:29:33
Chapter 11 unsausweichlich
Ohne Regierungsmittel ist ein Gang in die kontrollierte Insolvenz
unausweichlich. Chapter 11 heißt dann nichts anderes wie einen
radikalen Schnitt zu machen und mehr oder weniger neu anzufangen.
Ein Unternehmen, das nach Chapter 11 Insolvenz beantragt, strebt
eine Restrukturierung seiner Schulden sowie seines Kapitals und
anderweitiger finanzieller Verpflichtungen an. Dank Chapter 11
werden zudem die Gläubiger daran gehindert, rechtliche Schritte
gegen den Schuldner zu unternehmen. GM würde also Zeit gewinnen, um
neue Finanzmittel einzuwerben – etwa über eine DIP-Finanzierung vom
Staat, um das Tagesgeschäft aufrecht zu halten. In der Regel werden
die Gläubigeransprüche ganz oder teilweise in Eigenkapital
umgewandelt, die Schulden werden also in neue Aktien mit anderer
ISIN/WKN umgewandelt. Die bestenden Aktionäre müssen dann in der
Regel auf ihre Rechte verzichten. Im Falle von GM würde der Wert
des Eigenkapitals gegen Null gehen, bestehende Aktionäre damit leer
ausgehen, da die alten Aktien nichts mehr wert sind.
Was passiert nach Chapter 11?
Wenn Chapter 11 erst einmal beschlossen ist, wird es nach der
finanziellen Restrukturieurung der Gläubigeransprüche an die
Reorganisation des Unternehmens gehen. Die Reduktion der
Kapazitäten erfolgt dabei schon fast im Rahmen eines natürlichen
Prozesses. Da weniger Kunden Autos eines insolventen Unternehmens
kaufen dürfte, werden sich die Volumen drastisch reduzieren. Das
dürfte in einer Größenordnung von 30 bis 50 Prozent passieren. Es
ist zudem anzunehmen, dass einige Sparten aufgegeben werden müssen,
etwa Buick, Pontiac, GMC und Saab und GM schließlich mit den
Kernmarken Chevrolet, Saturn und Cadillac weitergeführt wird.
Aktie wertlos
Das Eigenkapital und damit auch die Aktie von GM sind aufgrund der
Schuldenlast faktisch wertlos. Vor einem Einstieg ist daher
dringend abzuraten, auch wenn einen Restrukturierung auf lange
Sicht Erfolg versprechen könnte. Frühestens ist daran nach der
finanziellen Restrukturierung zu denken, wenn neue Aktien des
restrukturierten Unternehmens gehandelt werden.
schrieb am 01.06.09 20:43:06
habe gerade von Unternehmen gelesen die es aus chapter 11 heraus
geschafft haben und wieder profitabel wurden...
worldcom oder continental airlines, frontier airlines, die große
Frage ist doch aber ob es schonmal einen fall gab bei dem die
altaktionäre vor chapter 11 immernoch diengleichen Aktien hatten
und vor allem ob diese nach chapter 11 noch werhaltig waren????
schrieb am 01.06.09 20:38:12
Antwort auf Beitrag Nr.:
37.298.078 von BUNCIA am 01.06.09
20:33:20ich glaube 0,3 Cent wäre wahrscheinlich der
fairere Kurs.
GM wird nicht verschwinden, weil der Staat drin ist. Aber wenn
Obama die Aktionäre leer ausgehen lassen will, für was bezahlt man
dann noch diese Kurse???
schrieb am 01.06.09 20:34:21
Im Moment kann man Börse am besten so definieren:
Jeden Tag ein neuer Präzendenzfall!
schrieb am 01.06.09 20:33:20
Antwort auf Beitrag Nr.:
37.298.044 von Richy am 01.06.09
20:29:33und Morgen 0,30 Cent
Die Welt dreht durch - drehen Sie mit!!!
schrieb am 01.06.09 20:32:26
Antwort auf Beitrag Nr.:
37.298.044 von Richy am 01.06.09
20:29:33Da haste nicht Unrecht! Man wunder sich beinahe
über nix mehr!
Da hier aber offenbar von höchster Stelle operiert wird, scheint es
tatsächlich eine völlig unvorhersagbare Angelegenheit...
schrieb am 01.06.09 20:29:33
Antwort auf Beitrag Nr.:
37.297.926 von trade-trade am 01.06.09
20:13:40GM insolvent

Aktien wertlos:

Kurs 58 Cent und 40% höher als heute morgen?

Drehen jetzt alle durch? Worauf wird denn jetzt gewettet?
Auf den Investor der GM mitsamt den Schulden übernimmt und dem
Staat die Anteile abkauft, oder was geht hier ab?
Langsam denke ich mir nur noch: Die Welt dreht durch - drehen Sie
mit!!!
schrieb am 01.06.09 20:13:40
US-Präsident Barack Obama glaubt trotz der Zahlungsunfähigkeit an
die Zukunft des Herstellers. Der Plan zur Umstrukturierung sei
"glaubhaft und vielversprechend", sagte Obama in Washington. Es sei
absolut zuversichtlich, dass GM bei gutem Management "einer neuen
Generation von Amerikanern helfen werde, ihre Träume zu
verwirklichen".
Die Aktie reagierte mit kräftigen Ausschlägen. GM-Titel pendelten
in New York zeitweise zwischen Plus 35 Prozent und einem Abschlag
von 64 Prozent.
Kursinformationen + Charts
GENERAL MOTORS CORP. REGISTERED SHARES DL 1,666 FIAT S.P.A. AZIONI
NOM. EO 5 DAIMLER AG NAMENS-AKTIEN O.N.
0,82 USD 9,33 % [0,07]
1T 5T 1M 3M 6M 1J 5J
GENERAL MOTORS.. 0,82 USD 9,33 %
FIAT S.P.A. AZ.. 7,62 EUR 1,87 %
DAIMLER AG NAM.. 28,03 EUR 8,41 %
Die Entscheidung über die Zukunft von GM liegt nun in der Hand des
Insolvenzrichters, für das Verfahren wird eine Dauer von 60 bis 90
Tagen angepeilt. GM solle schnell und dauerhaft saniert werden,
sagte Konzernchef Fritz Henderson: "Der neue GM-Konzern soll aus
den stärksten Teilen unseres bisherigen Unternehmens gebaut
werden", betonte er. "Das ist nicht das Ende von GM, sondern der
Start eines neuen und besseren Kapitels." Die Kunden bat er um eine
neue Chance für den Hersteller: "Der GM-Konzern, der zu viele von
Ihnen enttäuscht hat, ist Geschichte."
Henderson begrüßte auch die Lösung für Opel. Dies sei vor dem
Insolvenzantrag von GM in den USA sehr wichtig gewesen: "Wir wären
sonst nicht sicher gewesen, was im Insolvenzverfahren hätte
passieren können." Die Unterstützung der Bundesregierung sei sehr
hilfreich. Opel wird über ein Treuhandmodell von der US-Insolvenz
abgeschirmt. GM gibt zudem die Mehrheit an der bisherigen Tochter
an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna und russische
Partner ab.
Der Hersteller soll künftig schon in die Gewinnzone fahren, wenn in
den USA - wie etwa für 2009 erwartet - lediglich zehn Millionen
Autos aller Hersteller pro Jahr verkauft werden. Bislang lag die
Schwelle bei 16 Millionen. Mit General Motors und dem Rivalen
Chrysler sind binnen eines Monats zwei der drei großen
US-Hersteller in die Pleite gerast.
Nun wird der GM radikal umgekrempelt: Laut Regierung sollen elf
Werke geschlossen und drei weitere nicht mehr genutzt werden.
Berichten zufolge sollen erneut Zehntausende Stellen wegfallen -
auf weit unter 100.000 allein in Nordamerika. Vor zehn Jahren gab
es noch mehr als doppelt so viele.
Die Zahl der US-Marken wird auf vier halbiert - es bleiben GMC,
Chevrolet, Cadillac, Buick. Für die schwedische GM-Tochter Saab gab
es zuletzt noch zwei bis drei mögliche Käufer. Auch der
Geländewagenbauer Hummer und die US-Marke Saturn sollen verkauft
werden, Pontiac muss sterben.
Die US-Regierung übernimmt rund 60 Prozent an dem Konzern, Kanada
12 Prozent. Die Autogewerkschaft UAW erhält für
Milliarden-Zugeständnisse knapp 18 Prozent an GM. Die Chancen für
ein Überleben stiegen am Wochenende in fast letzter Minute durch
eine Einigung mit den Zehntausenden Gläubigern. Für den Verzicht
auf 27 Mrd. $ an Schulden sollen die Kreditgeber zehn Prozent am
neuen Konzern bekommen, später können es bis zu 25 Prozent
werden.
GM-Chef Fritz Henderson steht ein schwieriges Verfahren
bevorDennoch bleibt noch ein riesiger Finanzierungsbedarf: Die
US-Regierung springt mit weiteren rund 30 Mrd. $ ein, um die
Insolvenz zu stemmen, Kanada ist mit knapp 10 Mrd. $ dabei. Damit
haben die US-Steuerzahler rund 50 Mrd. $ in GM gepumpt.
Obama warnte, dass auf die Beschäftigten angesichts weiterer
Jobverluste und Werksschließungen neue Opfer zukämen. "Ich will
nicht vorgeben, dass die harten Zeiten vorüber sind", unterstrich
er. "Ein schlankere GM zu bauen wird seinen Preis haben. Es wird
schmerzhaft für viele Amerikaner sein, die sich über Generationen
auf General Motors verlassen haben."
Die Insolvenz von GM ist der komplizierteste Bankrott eines
Industrieunternehmens der US-Geschichte überhaupt. Der Hersteller
unterhält in fast 30 Ländern mehr als 140 Standorte und hat 2008
mehr als acht Millionen Fahrzeuge abgesetzt. Der Konzern kauft
jährlich für 94 Mrd. $ bei Zulieferern ein, die ohne GM vor einer
düsteren Zukunft stehen. Von Anfang 2005 hat GM ein Minus von
insgesamt 88 Mrd. $ eingefahren. Allein in den ersten drei Monaten
dieses Jahres klaffte ein 6 Mrd. $ großes Loch - es war der achte
Quartalsverlust in Folge.
schrieb am 01.06.09 20:12:24
Artikelauszug
************************
http://www.finanzen.net/nachricht/ROUNDUP_2_Stunde_Null_fuer…
VERBLEIBENDE AKTIONÄRE GEHEN LEER AUS
Der amerikanische Steuerzahler springt mit weiteren rund 30
Milliarden Dollar ein, um die Insolvenz zu finanzieren, Kanada ist
mit knapp 10 Milliarden dabei. Damit haben die US-Steuerzahler rund
50 Milliarden (35 Mrd Euro) in GM gepumpt.
Die verbliebenen
Aktionäre gehen unterdessen praktisch leer aus.
Obama betonte erneut die Absicht seiner Regierung, die Anteile
nicht länger als nötig zu halten. "Unser Ziel ist, GM wieder auf
die Beine zu helfen, uns zurückzuhalten und uns schnell wieder
zurückzuziehen", sagte der Präsident. "Wir werden zurückhaltende
Anteilseigner sein, weil das der einzige Weg für GM zum Erfolg
ist."
Von Anfang 2005 bis heute hat GM ein Minus von insgesamt 88
Milliarden Dollar eingefahren. Allein in den ersten drei Monaten
dieses Jahres klaffte ein sechs Milliarden Dollar großes Loch - es
war der achte Quartalsverlust in Folge.
Zum Verhängnis wurden GM in den vergangenen Jahren weit zu hohe
Kosten und eine verfehlte Modellpolitik. Viel zu lange setzte der
Traditionskonzern fast ausschließlich auf bullige Geländewagen und
spritfressende Limousinen. Die Konkurrenz vor allem asiatischer
Hersteller wie Toyota und Honda wurde völlig unterschätzt
schrieb am 01.06.09 20:08:33
rauf und runter wie auf hoher see
schrieb am 01.06.09 17:23:02
RT 0,9$
Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich!
schrieb am 01.06.09 16:03:14
scheint weiterhin zu fallen...
bleibt interessant und die chapter 11 ist nun def.
schrieb am 01.06.09 15:25:50
General Motors beantragt Insolvenz
Detroit, MI (aktiencheck.de AG) - Der angeschlagene US-Autobauer
General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) hat als
letzten Ausweg die Insolvenz beantragt.
Wie der einst weltgrößte Automobilkonzern am Montag mitteilte, hat
er einen entsprechenden Antrag bei einem Insolvenzgericht in New
York eingereicht und damit Gläubigerschutz nach Chapter 11
beantragt. Hierbei handelt es sich um das größte
Gläubigerschutz-Verfahren in der US-Geschichte.
Damit soll der Weg für eine Sanierung freigemacht werden. Der
Konzern wird dabei vorübergehend mehrheitlich verstaatlicht. So
wird die US-Regierung für eine Finanzhilfe von 50 Mrd. Dollar ?
wovon bereits 20 Mrd. Dollar geflossen sind - 72 Prozent der
Unternehmensanteile übernehmen. Nach dem Willen Washingtons soll
das Insolvenzverfahren bereits in 60 bis 90 Tagen abgeschlossen
sein.
Am Wochenende hatten Gläubiger und Gewerkschaften große
Zugeständnisse gemacht, wofür sie Anteile am neuen Konzern
erhalten.
Die Aktie von General Motors notierte zuletzt bei 0,75 Dollar.
schrieb am 01.06.09 15:21:06
UPDATE: Für General Motors schlägt die Stunde der Wahrheit
(NEU: Aussagen der US-Regierung, weitere Einzelheiten, Hintergrund,
Chrysler)
-Von Christine Benders-Rüger Dow Jones Newswires
NEW YORK/WASHINGTON (Dow Jones)--Für den einst weltgrößten
Automobilhersteller General Motors (GM) nähert sich am Montag die
Stunde der Wahrheit und ein bitterer Moment für die
US-Automobilindustrie. Nach den letzten Vorbereitungen wird GM als
letzte Überlebenschance einen Antrag auf geordnete Insolvenz nach
Chapter 11 des US-Insolvenzrechts stellen. Das
Gläubigerschutzverfahren von GM wäre nach Einschätzung von
Beobachtern das bislang komplizierteste und in seiner Art größte in
der US-Geschichte. Ziel des Verfahrens ist, dass sich das
hochverschuldete Unternehmen unter Beteiligung der US-Regierung
umstrukturiert und gesundschrumpft. Dabei ist es vor dem Zugriff
der Gläubiger geschützt.
Ranghohe Vertreter der US-Regierung haben am Sonntagabend in
Washington bestätigt, dass GM am Montag in New York Insolvenz
anmelden werde. Informierte Personen sagten, GM werde um 8.00 Uhr
Ortszeit (14.00 Uhr MESZ) den Antrag auf geordnete Insolvenz beim
Konkursgericht in New York (Southern District) stellen.
US-Präsident Barack Obama will sich um 11.55 Ortszeit zu GM äußern,
danach wird sich der GM-CEO gegen 12.15 Ortszeit an die Presse
wenden.
Die US-Regierung hatte dem Konzern mit Sitz in Detroit bis zum 1.
Juni ein Ultimatum gestellt: Die Konzernführung sollte entweder
einen Sanierungsplan vorlegen oder das Unternehmen würde in die
geordnete Insolvenz geführt. Die US-Regierung soll nun 60% der
GM-Anteile übernehmen, sagte ein Regierungsvertreter in Washington.
12% werden von Kanada übernommen und weitere 17,5% von einem
Treuhandfonds der Arbeitergewerkschaft UAW. Den Rest erhalten die
Gläubiger von GM.
Den US-Regierungsangaben zufolge wird GM aus Washington
Finanzhilfen von 30,1 Mrd USD für die Restrukturierung im Rahmen
des Insolvenzverfahrens erhalten, Kanada wird demnach 9,5 Mrd USD
beisteuern. Damit würden sich die US-Regierungshilfen für GM auf
insgesamt 50 Mrd USD belaufen, nachdem zuvor bereits 20 Mrd USD
gezahlt worden waren.
GM und die US-Regierung hatten am Wochenende bereits nach einem
verbesserten Angebot eine Einigung mit der Mehrheit der
Anleihen-Gläubiger erzielt. Auch mit der US-Gewerkschaft UAW ist GM
zu einer Einigung gekommen. Damit hat GM jetzt die Chance auf ein
beschleunigtes Insolvenzverfahren.
Je mehr Gläubiger die US-Regierung und GM vor Beginn des
Insolvenzverfahrens auf eine Linie gebracht haben, desto höher sind
die Chancen des Konzerns auf einen schnellen Abschluss des
Insolvenzverfahrens. Die Gläubiger könnten sich dann einer
Restrukturierung von GM während des Gläubigerschutzes nicht mehr
widersetzen. Wie ein Sprecher des Gläubiger-Komitees am Sonntag
sagte, stehen die insgesamt 975 Investoren, die dem verbesserten
Angebot zugestimmt haben, für 54% der 27 Mrd USD GM-Schulden. Die
Mehrheit der GM-Gläubiger hat damit einen Schuldenverzicht im
Austausch gegen Aktien abgesegnet.
Ein Regierungsvertreter sagte am Sonntagabend, dass GM wohl nur 60
bis 90 Tage im Gläubigerschutz verweilen dürfte. Bei GM werde
"Paragraph 363" des US-Insolvenzrechts durchlaufen. Nach den
Richtlinien des US-Insolvenzrechts können Unternehmen oder
Unternehmensteile, die unter Gläubigerschutz nach Chapter 11 des
US-Insolvenzrechts stehen, in so genannten "Verkäufen nach
Paragraph 363" frei von Belastungen an Käufer übertragen werden.
Dies ermöglicht der Gesellschaft de facto eine Spaltung in eine
"Good Company" und eine "Bad Company".
Bei GM bedeutet dies, dass Marken wie Chevrolet und Cadillac - die
als überlebensfähig gelten - die Insolvenz rasch wieder verlassen
sollen. Andere wie etwa Hummer, Saturn und die schwedische Tochter
Saab dürften dagegen abgestoßen werden. Die Marke Pontiac wird
wahrscheinlich aufgegeben. Informierte Personen sagten bereits am
Wochenende, GM habe einen Käufer für die Marke Hummer gefunden.
Die US-Regierung hat in den vergangenen Tagen die Öffentlichkeit
auf eine Insolvenz von GM vorbereitet. Ohne eine Staatsbeteiligung
droht GM nach den Worten von Präsident Obama die komplette
Zerschlagung. In einem am Samstag auf dem Sender NBC ausgestrahlten
Interview sagte er: "Meine Präferenz wäre es gewesen, da ganz
draußen zu bleiben. Das würde aber die Liquidation und den Bankrott
bedeuten, bei dem eine großen Institution mit wichtiger Bedeutung
für unsere Wirtschaft in Scherben liegt." Deswegen gebe es bei GM
keine Alternative zu einer Staatsbeteiligung.
In der vergangenen Woche hatte Robert Gibbs, Sprecher des Weißen
Hauses, den Fall des insolventen US-Automobilherstellers Chrysler
als ein "hoffnungsvolles Beispiel" für General Motors dargestellt.
Kern des Verfahrens ist die weitreichende Entschuldung von Chrysler
durch das Abtrennen defizitärer Konzernteile. Der werthaltige Rest
soll Fiat übertragen werden, die Chrysler künftig als Großaktionär
operativ führen soll.
Nach den jüngsten Nachrichten hat Chrysler nun auch gute Aussichten
nach nur einem Monat den Gläubigerschutz nach Chapter 11 wieder
verlassen zu können. Der am US-Konkursgericht zuständige Richter
Arthur Gonzalez habe den Verkauf des US-Kerngeschäfts von Chrysler
an eine von Fiat angeführte Investorengruppe erlaubt, berichtet die
Tageszeitung "New York Times" (NYT) am Montag. Damit könne Chrysler
nun die geplante Allianz mit dem italienischen Automobilhersteller
Fiat eingehen.
Beobachter warnen allerdings davor, GM mit Chrysler zu vergleichen.
GM habe mehr als viermal so viele Mitarbeiter (235.000) wie
Chrysler und noch fast ein Dutzend Marken im Konzern im Vergleich
zu drei bei Chrysler. Zudem habe GM mehr wirtschaftliches Gewicht
mit nationalen und internationalen Folgen für hunderttausende
Arbeitsplätze unter anderem bei den Zulieferern. Auch müsse GM die
Krise alleine meistern, während Chrysler einen Allianzpartner
gefunden habe.
General Motors war über 100 Jahre der Stolz der
US-Automobilindustrie und weltweit einer der mächtigsten
Industriekonzerne. Am 16. September 2008 feierte GM den 100.
Geburtstag. In den 1960er-Jahren bestimmte GM den Automobilmarkt:
Jedes zweite in den USA zugelassene Fahrzeug kam aus einer der mehr
als 100 GM-Fabriken. Nach erfolgreichen Jahren begann in den 70er
Jahren mit der Ölkrise, dem Aufstieg der japanischen Marken und der
verfehlten Modellpolitik der langsame, aber stetige Niedergang von
GM und den anderen US-Automobilherstellern.
Die SUVs, Minivans, Geländewagen und Pickup-Trucks sowie die
legendären Pritschenwagen, all die Klassiker der
US-Automobilindustrie sind in den vergangenen Jahren immer mehr zu
Ladenhütern geworden und haben viel Geld bei den Konzernen
verbrannt. Immer mehr Amerikaner kauften und kaufen stattdessen
japanische Kleinwagen der Hersteller Toyota oder Nissan oder
europäische Marken wie Mini.
Zudem drückten GM besonders die hohen Arbeitskosten und sonstige
Zuwendungen an die Mitarbeiter. GM bot früher die besten
Sozialleistungen und noch nie da gewesene Vergünstigungen, von
Familien- und Kindergeld über eine Krankenversicherung für
sämtliche Familienmitglieder bis hin zu einer großzügigen
Pensionsregelung. Damit hob der Konzern eine ganze Generation in
den USA in den Mittelstand. Zu verdanken hatten die GM-Mitarbeiter
die vielen Vergünstigungen der mächtigen US-Gewerkschaft "United
Auto Workers" (UAW).
Sie hatte die Privilegien mit Druck und Streiks in Zeiten der Blüte
errungen, und in Zeiten der Krise nicht mehr hergegeben. Das war
nach Einschätzung von Beobachtern neben der verfehlten
Modellpolitik ein weiterer Sargnagel für GM. Am Freitag haben die
Mitglieder der UAW einem neuen Tarifvertrag mit GM zugestimmt.
Mit der Insolvenz von GM dürfte die Aktie des Unternehmens
automatisch aus dem Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA)
fallen. "Sollte das Unternehmen insolvent werden, dann müssten wir
aktiv werden", so John Prestbo, Executive Director von Dow Jones
Indexes. GM war seit 1925 in dem Index vertreten. Die Aktien von GM
haben in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 95% ihres Wertes
eingebüßt. Am Montag verliert die GM-Aktie gegen 10.10 Uhr im
Frankfurter Handel rund 12%.
schrieb am 01.06.09 15:20:02
insolvenz bedeutet nicht konkurs für diejenigen die es noch nicht
geschnallt haben
schrieb am 31.05.09 21:02:30
Na, glaubt Ihr endlich ,was ich seit zwei Jahren
vorhersage?
GM hat fertig !
schrieb am 31.05.09 20:04:09
Antwort auf Beitrag Nr.:
37.291.295 von Kroetenschlucker am
31.05.09 17:28:04Nachricht
US-Präsident Obama gibt am Montag GM-Insolvenzantrag bekannt -
CNN
WASHINGTON (Dow Jones)--Der US-Präsident Barack Obama wird am
Montag den Insolvenzantrag von General Motors (GM) bekannt geben.
Dies berichtet der Fernsehsender "Cable News Network" (CNN) auf der
Internetseite am Sonntag unter Berufung auf zwei informierte
Personen. Ein Verfahren nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts
(geordnete Insolvenz) von GM wäre nach Einschätzung von Beobachtern
das bisher bei weitem komplizierteste und in seiner Art größte in
der US-Geschichte.
Webseite: http://www.cnn.com DJG/DJN/cbr Besuchen Sie auch unsere
Webseite http://www.dowjones.de
(END) Dow Jones Newswires
May 31, 2009 12:42 ET (16:42 GMT)
© 2009 Dow Jones & Company, Inc.
Aktuelle Kurse
schrieb am 31.05.09 17:28:04
Antwort auf Beitrag Nr.:
37.290.896 von ichwilleureknete am
31.05.09 14:55:52Traumtänzer und nochmal 80
milliarden reinstecken
nein, das vernünftigste ist eine geordnete insolvenz mit guter und
schlechter gm
alles andere wäre verrückt
schrieb am 31.05.09 14:55:52
Antwort auf Beitrag Nr.:
37.290.834 von trade-trade am 31.05.09
14:34:31heute war auch auf n-tv das gespräch das die
insolvenz als letzte instanz in erwägung gezogen wird

der staat kann gm auch ohne eine insolvenz helfen

und alles weitere regeln

warten wir es ab ich werde morgen sehen
schrieb am 31.05.09 14:34:31
US-Präsident Barack Obama schickt General Motors auf die letzte
Reise: Anderes als eine Insolvenz wäre fatal, sagt er in einem
Interview. Der Staat bleibt am Autoriesen beteiligt, um die
Gesundschrumpfung voranzutreiben.
Ohne eine Beteiligung des Staates am US-Autohersteller General
Motors (GM) würde nach den Worten von US-Präsident Barack Obama nur
die Zerschlagung des Traditionsunternehmen übrigbleiben. «Ich würde
am liebsten ganz draussen bleiben», sagte Obama in einem Interview
des Senders NBC.
Der Konzern selber bereitet sich unterdessen offenbar auf seine
letzte Fahrt vor. Obama erklärte weiter, ein Rückzug des Staates
«würde aber die Liquidation, den Bankrott bedeuten, bei dem eine
enorme Institution mit riesiger Bedeutung für unsere Wirtschaft in
Scherben liegen würde.» Es gebe daher keine Alternative zu einer
Mehrheitsbeteiligung des Staates, die aber unter 72 Prozent liegen
werde.
Opel-Rettung ein positiver Schritt
Im weiteren begrüsste die US-Regierung die Einigung über eine
vorläufige Rettung der GM-Tochter Opel. Die Übereinkunft sei ein
positiver Schritt für die Autobranche, sagte ein hochrangiger
Regierungsvertreter. Die Führung der Opel-Mutter General Motors
(GM) trifft unterdessen offenbar letzte Vorbereitungen für den als
unvermeidlich geltenden Weg in die Insolvenz. Einzelheiten der
Beratungen am Samstag wurden nicht bekannt.
Blitz-Insolvenz vorgesehen
Der einst weltgrösste Automobilbauer teilte lediglich mit,
Konzernchef Fritz Henderson werde sich am Montag in New York
öffentlich äussern. Es wird erwartet, dass dann auch US-Präsident
Barack Obama den Gang des Unternehmens in die Insolvenz offiziell
bekanntgeben wird. Laut Medienberichten ist eine «Blitz-Insolvenz»
von 60 bis 90 Tagen vorgesehen. Das gut 100 Jahre alte Unternehmen
soll zunächst praktisch verstaatlicht werden und sich - geschützt
vor dem Zugriff der Gläubiger - gesundschrumpfen.
Die Staatshilfen werden auf insgesamt 50 Milliarden Dollar
veranschlagt. Die Einigung mit Opel sowie die jüngste Zustimmung
der mächtigen Autogewerkschaft UAW zu drastischen Einschnitten
gelten als wichtige Voraussetzung, um die Insolvenz zu erleichtern.
Zudem stimmten bisher insgesamt 35 Prozent der Gläubiger zu, auf
ihre Gelder zu verzichten und sich stattdessen mit Anteilen am
«neuen GM» zufriedenzugeben.
GM schuldet 27 Milliarden Dollar
Eine Frist für die Zustimmung weiterer Gläubiger verstrich am
Samstag, ohne dass ein Ergebnis bekanntgegeben wurden. Insgesamt
schuldet GM Zehntausenden Gläubigern 27 Milliarden Dollar. Das
gerichtliche Gläubigerschutz-Verfahren wäre das grösste seiner Art
in der US-Geschichte. Der Staat soll zunächst 72 Prozent der
GM-Anteile übernehmen. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen,
die die Risiken betonen. «Es ist eine grosse Unsicherheit, ob das
Unternehmen gut laufen wird. Der potenziell grösste Verlierer ist
unglücklicherweise der US-Steuerzahler», sagte Professor Edward
Altmann (New York) der Finanzagentur Bloomberg.
Auch das Weisse Haus signalisierte, dass es eine Insolvenz als
letzte Überlebenschance für das Traditionsunternehmen ins Auge
fasst. Das Beispiel des Autobauers Chrysler - der vor einem Monat
in die Insolvenz ging - «ist ein hoffnungsvolles Beispiel für
General Motors», sagte Regierungssprecher Robert Gibbs.
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