
Zitat von MacrocosmonautIch gehe davon aus, dass das gesamte Immobiolienvermögen als Sicherheit für die Banken hinterlegt worden ist - ähnlich wie seinerzeit bei Acandor die Warenhäuser, Cook usw.
Im Rahmen einer Insolvenz, weil die Kredite nicht zurückgezahlt werden können dürften diese an die Banken fallen - der Aktionäre zieht dafür die Insolvenzkarte.
Wenn Banker wäre hätte ich mir Kredite in diesem Volumen so besichern lassen.
Die Zinsen für die Schulden zahlen die Aktionäre und am Ende werden die Kredite zur Zahlung fällig gestellt und im Rahmen eines Insolvenzverfahrens die Masse an die Banken übereignet.
Ich gehe davon aus, dass die Immobilien der Gagfah bei diesen Dimensionen an Schulden de facto den Banken gehören.
Im Rahmen einer Insolvenz dürften die Aktionäre leer ausgehen. Allerdings dürft der US-Hedgefunds vor einer Insolvenz noch aus dem Wert verabschieden. Das Aktienrückkaufprogramm dient meiner Meinung nach nur dazu den unbedarften Kleinaktionär hinters Licht zu führen. Abzukassieren - und ihm total überteurte Aktien ohne intrinsischen Wert aufs Auge zu drücken.
Ein Unternehmen wie Gagfah mit solchen Schuldenbergen muss erstmal die Kapitalkosten verdienen. Dafür wird der grösste Teil der Mieteinnahmen drauf gehen - der Rest für Instandhaltung und Wartung - ob da noch was zur Tilgung oder Erneuerung übrig bleibt wage ich zu bezweifeln.
Bei ca. 5.50 Euro lag der Kurs in Silbgramm ebenfalls bei rund 0.38 Silbergramm.
Die Schulden in Silberäquivalente umzurechnen dürfte in etwa bei 250 Millionen Unzen Silber liegen - das ist mehr als die gesamte Silberjahresproduktion.
Kurzum - Gagfah ist Insolvenzgefährdet - der Immobilienwert dürfte gegenwärtig noch nicht einmal ausreichen um die Schulden zu bedienen. Ich glaube auch nicht, dass nach einer Währungsreform, die Schulden weg sein werden - die werden wahrscheinlich ebenfalls weiterlaufen.
Ich gehe davon aus, dass die Banken sich alles unter den Nagel reissen werden wollen. Dazu werden die Aktionäre vorher nochmal für die Kredite blechen müssen - und zwar gewaltig. Die Finanzbranche kassier dann wahrscheinlich zweimal ab.
Bei rund 5 Milliarden Schulden wird man demnächst wahrscheinlich noch nicht einmal eine Umschuldung finanzieren können. Bei griechischen Verhältnissen erst recht nicht. Bei Zinsätzen im zweistelligen Bereich wird Gagfah wahrscheinlich direkt in den Konkurs gehen. Wären die Schulden nicht so hoch, würde ich eine andere Sicht der Dinge vertreten - aber da wie gesagt wahrscheinlich der Immobilienbestand als Sicherheit dient wird dies ein Problem für Gagfahaktionäre sein, die glauben sie hielten entsprechende Anteile an den Immobilien, was ich aber bezweifle. Ich denke nicht, dass die Banken ohne Sicherheiten agieren werden - und die Sicherheiten werden eingezogen, wenn Gagfah nicht zurückzahlen kann. Ein gutes Geschäft für die Kreditgeber ein sehr riskantes für die Aktionäre.
Viel Glück.
M.
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