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Das irische Beispiel
Besonders grotesk ist das im Fall Irland. Dort geriet die Regierung
keineswegs wegen übermäßiger Ausgaben für Subventionen oder
Personal in Finanznot. Das Land war bis 2007 stets ein
Musterschüler in der Euro-Zone. Allerdings erfuhr Irland eine wilde
Immobilien-Blase, ähnlich wie die USA und Spanien. Und die wurde
überwiegend von ausländischen Anlegern finanziert, vor allem aus
Deutschland. Als dann Tausende von Gebäuden nicht mehr verkäuflich
oder vermietbar waren, gerieten die aufgeblähten vier irischen
Großbanken in Schieflage. Daraufhin folgte die irische Regierung im
Herbst 2008 den Vorgaben der großen EU-Partner und sprach
kurzerhand eine Regierungsgarantie für alle Bankschulden aus – eine
Dummheit von historischem Ausmaß.
Denn diese umfassten mehr als 100 Prozent der jährlichen
Wirtschaftleistung. Ein knappes Drittel davon, 45 Milliarden Euro,
musste die irische Staatskasse auch bereits bezahlen. Nur darum ist
der irische Staat überschuldet. Seitdem nun auch Irland „gerettet“
wird, bedeutet das im Kern: Die irische Regierung leiht sich bei
den deutschen Steuerzahlern Geld, das dann gleich an die deutschen
Gläubiger irischer Banken ausgezahlt wird. Um wen es dabei geht,
illustrierte eine durchgesickerte Liste der Kreditgeber der Anglo
Irish Bank.
Darin stehen vom Allianz-Konzern über die
Deutsche-Bank-Fondsgesellschaft DWS und die Landesbank
Baden-Württemberg bis zur Union Investmentgesellschaft der
Raiffeisenbanken all die üblichen Verdächtigen, die auch schon von
der Bankenrettung profitierten. Sie alle haben mit ihren
Investitionen bei Irlands Banken zum Aufbau der irischen
Immobilienblase beigetragen. Doch für die Verluste, so wollen es
ihre beamteten Lobbyisten in den Finanzministerien von Paris und
Berlin, sollen allein Irlands Steuerzahler bluten. Und wenn die
nicht mehr zahlen können, müssen eben die aus der ganzen Euro-Zone
ran. ...
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/spekulieren-…
Pleitebanken muss man in die kontrollierte Insolvenz schicken und
aus erhaltenswerten Elementen macht man eine gute Staatsbank.
Das eigentliche Problem sind die Privatbanken/-versicherungen ...
nur gut, wenn die (zugunsten einer Staatsbank) verschwinden. Um so
besser, wenn das dann eine Kettenreaktion gibt, denn dann sind die
Privatbanken/-versicherungen in ganz Europa (zugunsten von
Staatsbanken) beseitigt.
Ein Staat muss gerettet werden. Privatbanken/-versicherungen müssen
über eine kontrollierte Insolvenz verstaatlicht werden und zwar
möglichst kostengünstig für den Staat. Privatbanken saugen das Volk
aus und das Geld fehlt dem Staat. Die Politiker müssen das endlich
mal kapieren und eine Abschaffung der Privatbanken anstreben.
(alles imho)