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eurokrise - ursachen und lösungen (Seite 2)

eröffnet am 02.05.12 20:50:31 von
valueplantation

neuester Beitrag 04.05.12 18:18:45 von
valueplantation
Beiträge: 20
ID: 1.174.018
Aufrufe heute: 0
Gesamt: 1.763


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oscarello
schrieb am 03.05.12 14:53:21
Beitrag Nr. 11 (43.115.743)
Zitat von valueplantationRede von Dr Andreas Dombret
Member of the Executive Board of the Deutsche Bundesbank

Frankfurt am Main
3 May 2012
Europe's Solution for Too-Big-To-Fail


http://www.bundesbank.de/download/presse/reden/2012/20120503…

dort wird immerhin ein ansatz propagiert:

2.2 Establishment of a designated resolution authority for financial institutions

One end of the rope forming the Gordian knot involves the institutional set-up for national resolution regimes. In adopting the Key Attributes, the G20 states committed to establish a designated resolution authority for financial institutions so that the particularities of crisis situations in the financial sector, such as the danger of runs on banks, can be taken into consideration. This new authority will be given a strong mandate. In particular, its tasks will be to

promote financial stability,
ensure continuity of systemically important financial services,
protect depositors, although this could be done – as in Germany – in coordination with the deposit guarantee schemes,
seek to minimise the overall costs of resolution in home and host jurisdictions and
duly consider the potential impact of resolution actions on financial stability in other countries.

To fulfil its role, the resolution authority will be equipped with far-reaching instruments. For example, it will be able to

remove senior management and replace it with an administrator to take control of the firm,
transfer or sell assets and liabilities to a third party or a bridge bank and
impose a moratorium with a suspension of payments to unsecured creditors.

Implementing the Key Attributes will lead to a gradual alignment of the national legal frameworks for resolution regimes. I am convinced that this will most certainly have a positive impact on financial stability.


viel rteden und nichts sagen, sowas kommt an! Auch hier!
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stupidgame
schrieb am 03.05.12 17:59:59
Beitrag Nr. 12 (43.116.846)
Zitat von valueplantationWir haben gar keine Eurokrise!

interessanter ansatz. :cool:
in der psychologie nennt man das wohl verdrängung.
ich kenne eine ganze menge von leuten, die mit den scheuklappen bestens leben bis eben alles zusammenbricht.

du solltest dich vielleicht besser informieren bevor du in die tasten greifst. total credit market debt fällt nicht, auch nicht seit lehman.


Du hast hier sicher einige Sachen falsch verstanden. Mit "Wir haben keine Eurokrise" meine ich, die Krise beschränkt sich lange nicht nur auf Euroland. Sondern betrifft darüber hinaus auch eine große Anzahl anderer Länder. Das der Focus immer wieder auf den Euro gerichtet ist, isr einmal medial gesteuert und zum zweiten zum großen Teil von den Angelsachsen gerne so gewollt. Man schwächt den Wettbewerber und lenkt von den eigenen Scheinereien ab.

Nochmal zum Toal Credit Market Debt. Im Normalfall - wie z.B. auch bei dem Haushaltsdefizit - wird die Zahl relativ zum BIP dargestellt. Und da schaut es so aus:http://www.economagic.com/em-cgi/data.exe/var/togdp-totalcre…

Übrigens mit pseudokommunistischen Rezepten aus der Mottenkste oder dem dümmlichen: "Die da oben, wir hier unten" löst man bestimmt diese Probleme.:(
Das taugt höchstens für die Prol-Stammtische. Aber es gibt halt immer genug Leute, die einfache Wahrheiten und einfache Lösungen wollen, weil ihnen die Fähigkeit zum komplexen Denken fehlt und sie kaum in der Lage sind, die Welt zu verstehen.

MfG.
s.

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Borealis
schrieb am 03.05.12 19:26:57
Beitrag Nr. 13 (43.117.232)
"Die da oben, wir hier unten" stammt mit Sicherheit nicht aus der kommunistischen Ecke. Die würden niemanden anerkennen, der "da oben" meint, sich über sie erheben zu können.
Und die würden sich selber auch nicht "unten" verorten, sondern an den Schalthebeln des Wirtschaftsgetriebes, das sie, wenn erforderlich auch völlig zum Stillstand bringen können.
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valueplantation
schrieb am 03.05.12 20:16:58
Beitrag Nr. 14 (43.117.487)
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.116.846 von stupidgame am 03.05.12 17:59:59Mit "Wir haben keine Eurokrise" meine ich, die Krise beschränkt sich lange nicht nur auf Euroland. :rolleyes:

dann wollen wir mal hoffen, das dies nur an deinen mangelnden kommunikationsfähigkeiten liegt. vielleicht solltest du dich darauf konzentrieren, das zu schreiben, was du meinst. ;)

die mediale kampagne der angelsachsen ist mir keineswegs entgangen. auch was sie damit bezwecken, ist klar. es geht um die rettung und sanierung von teils kriminellen versagern; banken, die aus purer gier ihre sorgfaltspflicht und das risikomanagement über bord geworfen haben. kriminell waren die hypothekenkredite und die damit verbundenen versicherungsgeschäfte. dabei waren die bailouts auch der europäischer institute - allen voran der hyporealestate - eine blaupause für das, was derzeit am bondmarkt gespielt wird.
bis heute hat man in europa dagegen kein rezept gefunden. die ezb, ursprünglich zuständig für preisstabilität, ist dabei zu einer bad bank geworden, die man jetzt via esm melken will. das argument, das vom kanzleramt bis zu den "proll-stammtischen" herhalten muss lautet: "wollt ihr, dass das ganze system zusammenbricht..nein? dann zahlt!". diese geschichte wurde und wird in europa immer von den gleichen korrupten gestalten erzählt. ackkermann und asmussen vorn dabei.

die eurokrise, um die es hier gehen soll, resultiert zwar teilweise aus der globalen krise, hat aber auch systemische ursachen. zum beispiel die länder, die niemals in die währungsunion hätten aufgenommen werden dürfen. oder die möglichkeit dieser länder, ihre defizite über kredite zu finanzieren, für die keine marktfähigen sicherheiten gestellt werden (was zunehmend zum problem deutschlands wird). das sind schwachstellen, die dringend behoben werden müssen weil bei andauernder austerität seitens unserer politiker die eurokrise das potential hat, europa in schutt und asche zu legen.

hoffe, du hast das jetzt verstanden und wenn du ansätze zu der sicherlich komplexen problematik liefern kannst, die darüber hinaus gehen, darauf hinzuweisen, dass sie komplex sind, dann bist du herzlich willkommen.
schwachsinnige kommentare wie "postkommunistische rezepte" usw. kannst du dir sparen.
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valueplantation
schrieb am 04.05.12 10:34:12
Beitrag Nr. 15 (43.119.661)
hier mal ein hervorragender blog für leute die englisch lesen können:
http://simonthorpesideas.blogspot.de/

thorpes ideen und vorschläge gehen alle in die richtige richtung, nämlich die banken auszuhebeln und dafür zu sorgen, dass geld wieder dort landet, wo es erarbeitet wird.
einer davon gefällt mir besonders gut. er schlägt vor, eine flat rate transaktions-steuer auf alle finanztransaktionen zu erheben, die die meisten anderen steuern ersetzen soll.

http://hal.archives-ouvertes.fr/hal-00530144/en/

leider finde ich keine deutsche übersetzung.
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oscarello
schrieb am 04.05.12 13:50:16
Beitrag Nr. 16 (43.120.671)
Zitat von valueplantationhier mal ein hervorragender blog für leute die englisch lesen können:
http://simonthorpesideas.blogspot.de/

thorpes ideen und vorschläge gehen alle in die richtige richtung, nämlich die banken auszuhebeln und dafür zu sorgen, dass geld wieder dort landet, wo es erarbeitet wird.
einer davon gefällt mir besonders gut. er schlägt vor, eine flat rate transaktions-steuer auf alle finanztransaktionen zu erheben, die die meisten anderen steuern ersetzen soll.

http://hal.archives-ouvertes.fr/hal-00530144/en/

leider finde ich keine deutsche übersetzung.


mein Gott, was ist das für ein Krampf:Finanztransaktionssteuern sollen
andere Steuern ersetzen. Somit auch die Lohnsteuer usw.Haupteinnahmequelle
eines Staates ist neben der USt auch die LSt bzw.EKSt,nicht blos eine Zockersteuer
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valueplantation
schrieb am 04.05.12 14:07:31
Beitrag Nr. 17 (43.120.748)
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.120.671 von oscarello am 04.05.12 13:50:16was findest du daran krampfhaft? das wäre vermutlich das gerechteste system überhaupt weil es keine schlupflöcher gäbe. hat ja nichts mit zockersteuer zu tun wenn z.b jede finanzielle transaktion, jeder kauf mit 1% besteuert werden würde, inkl. gehälter, erben usw. quasi eine umsatzsteuer auf alles. man müsste das mal durchrechnen. vermutlich würde das zu einem totalen boom führen wenn die leute plötzlich wieder geld in den taschen hätten.
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oscarello
schrieb am 04.05.12 14:29:17
Beitrag Nr. 18 (43.120.876)
Zitat von valueplantationwas findest du daran krampfhaft? das wäre vermutlich das gerechteste system überhaupt weil es keine schlupflöcher gäbe. hat ja nichts mit zockersteuer zu tun wenn z.b jede finanzielle transaktion, jeder kauf mit 1% besteuert werden würde, inkl. gehälter, erben usw. quasi eine umsatzsteuer auf alles. man müsste das mal durchrechnen. vermutlich würde das zu einem totalen boom führen wenn die leute plötzlich wieder geld in den taschen hätten.


USt 1%, Lohnsteuer 0%, Einkommensteuer 0%,Erbschaftssteuer 0%,usw.
VWL 1.Semester: Jeder Staat braucht Einnahmen (und erzähle mir nicht
dass eine "Transaktionssteuer" v.1% dies alles "erübrigen"würde.!!:keks:
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valueplantation
schrieb am 04.05.12 16:34:30
Beitrag Nr. 19 (43.121.650)
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.120.876 von oscarello am 04.05.12 14:29:17ich sagte 1% auf alles. wie gesagt, man müsste das mal durchrechnen. und natürlich ginge das nur auf internationaler basis wenn z.b. die g20 länder eine solche lösung einführen würden.
gemessen an den volumina allein an den grossen börsen wäre das machbar, auch dann wenn sich die zahl der transaktionen drastisch verringern würden. glaubt man dem thesenpapier, fallen allein in deutschland p.a. transaktionen ihv. 1500 billionen usd an. das wäre ein steueraufkommen von > 10 billionen euro.
umsätze aller steuern jetzt liegen bei 1,25 billionen euro

ich fasse mal ein paar vorteile eines solchen ftt-systems zusammen:
- ftt ist fair, jeder wäre unabhängig von seinem status oder seines vermögens gleichemassen von der 1%steuer betroffen. wer nichts hat, zahlt nichts. es zahlen diejenigen, die zahlen können. private verschuldung und zum himmel schreiend ungerechte umverteilungsprogramme wären nicht möglich.
- ftt ist leicht und preiswert zu implementieren, die programme der banken sind eh schon darauf ausgerichtet, steuern direkt an den staat weiterzuleiten und bräuchten nur leicht modifiziert werden, digitalisierung machts möglich
- ftt wäre quasi unumgehbar, steuerparadiese wären obsolet, dadurch würde viel geparktes geld in die wirtschaft fließen
- ftt würde einen fairen wettbewerb gewährleisten, die ganzen steuerlich bedingten und wirtschaftlich schwachsinnigen tricksereien (z.b. verlegungen von standorten usw.) der großen konzerne würden keinen sinn mehr machen, wettbewerbsvorteile aufgrund von purer grösse würden sich verringern
- abschaffung von einkommensteuer wäre ein anreiz, viele unternehmen vermeiden aus steuerlichen gründen gewinne. dazu hätten sie keinen grund mehr. auch für private leute wäre die perspektive, das was sie erarbeiten zu 99% in der tasche zu haben, ein großer anreiz.

dieses modell würde vermutlich funktionieren. und es zeigt, was die heutigen steuermodelle der allermeisten staaten eigentlich sind: eine melkmaschine zulasten der massen und zum nutzen der oberen 1% also genau das gegenteil von dem, was sie eigentlich sein sollen, nämlch gemeinnützig.
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valueplantation
schrieb am 04.05.12 18:18:45
Beitrag Nr. 20 (43.122.222)
es gibt den herrn thorpe auch auf youtube.
in 13 minuten erklärt er das system.





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