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Deutsche Euroshop AG

eröffnet am 29.11.02 20:32:12 von
Kollektor

neuester Beitrag 21.03.14 10:36:08 von
Mietzi543
Beiträge: 346
ID: 667.251
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Gesamt: 54.398


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Kollektor
schrieb am 29.11.02 20:32:12
Beitrag Nr. 1 (7.976.332)
Die Deutsche EuroShop AG erschließt sich über ihre Beteiligungen ein Immobilienportfolio bestehend aus zehn Shoppingcentern in Deutschland, Frankreich, Italien und Ungarn. Die strategische Ausrichtung der Deutsche EuroShop AG sieht den direkten oder indirekten Erwerb weiterer, vorwiegend einzelhandelsgenutzter Immobilien in Europa vor.

Datails findet man unter der Homepage http://www.deutsche-euroshop.de/

Die Aktie feierte vor zwei Jahren ihr Börsendebüt zu einem Ausgabepreis von 38,50 €. Seitdem hat sie rund 20 % an Wert verloren und notiert nahe dem All time low.

EuroShop schüttet eine steuerfreie Dividende von 1,92 € aus, was einer Nachsteuerdivdende von 6,4 % entspricht. Das bedeutet eine Vorsteuerrendite von 9,14 % wenn man 30 % Steuern ( Zinsabschlagsteuer ) bezahlt.

Das aktuelle KGV beträgt 19,27 und ist nicht zu teuer für eine Immobilienaktie.

Für Langfristanleger eine gute Möglichkeit zur Diversifikation des Depots.

Es gibt keine neueren Analysen. Ich stelle deshalb einige ältere Beiträge hier rein.

CONRAD HINRICH DONNER BANK Deutsche Euroshop halten Datum: 01.08.2002
Die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank bewerten die Aktie der Deutsche Euroshop AG mit "halten". (WKN 748020) Obwohl die Beteiligungs- und Zinserträge im Geschäftsjahr 2001 mit 19,4 Mio. Euro um 23% unter Plan lagen hätten, habe ein operatives Ergebnis in Höhe von knapp 18,1 Mio. Euro (+65,6% gegenüber Vorjahr) erwirtschaftet werden können. Die Planabweichungen seien nach Vorstandsaussagen darauf zurückzuführen, dass ein maßgeblicher Teil der Überschüsse aus den Beteiligungen erst in 2002 ertragswirksam werde und dass Kosteneinsparungen aus abgeschlossenen Baumaßnahmen erst im laufenden Geschäftsjahr wirksam würden. Für 2002 rechne Vorstand Jürgen Wundrack mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses von mindestens 20%. Dabei sollen wie in 2001 der Bilanzgewinn 30 Mio. Euro und die Dividende 1,92 Euro je Aktie betragen. Immobilienaktien würden sich in turbulenten Börsenzeiten durch vergleichsweise geringe Kursschwankungen auszeichnen. Somit eigne sich die Euroshop-Aktie als defensives Investment zur Depotbeimischung. Ein Risikofaktor für die Kursentwicklung sei eine mögliche Börsenplatzierung des Aktienpakets der Deutschen Bank. Zudem sei das Kurspotenzial aufgrund der hohen Bewertung (KGV ´03e: 28,7) begrenzt. Andererseits könnte der dadurch maßgeblich erhöhte Free-float den derzeitigen Nischenwert verstärkt in den Fokus der Anleger rücken. Zudem scheine der Kurs durch die hohe Dividende, welche nach Aussagen des Vorstandes steuerfrei vereinnahmt werden könne, nach unten weitestgehend abgesichert. Die Analysten der Conrad Hinrich Donner Bank stufen die Aktie der Deutsche Euroshop AG mit "halten" ein.

GELDBRIEF Deutsche EuroShop kaufen Datum: 18.07.2002
Die Experten vom "Geldbrief" empfehlen den Kauf von Aktien der Deutschen EuroShop AG . (WKN 748020) Gerade in schwierigen Börsenzeiten seien Immobilienaktien ein idealer Baustein für ein konservativ strukturiertes Wertpapierdepot. Die Ausschüttungen bei der Deutschen EuroShop AG seien konstruktionsbedingt völlig steuerfrei und das für mindestens 10 Jahre. Bei der nächsten Ausschüttung im Juni 2003 werden wahrscheinlichen wieder steuerfrei 1,92 Euro fließen. Bei Kursen um 33,50 entspreche dies einer Nettodividende von 5,7 Prozent! Die unternehmerische Führung liege bei der Deutschen Grundbesitz Management GmbH, einer 100%igen Tochter der Deutschen Bank. Das Unternehmen investiere ausschließlich in ertragsstarke europäische Einkaufcenter. Exzellente Innenstadtlagen und etablierte Standorte in citynahen Bereichen gewährleisten ein hohes Maß an Sicherheit. Umsatzstarke Standorte in Bestlagen, zahlungskräftige und umsatzstarke Mieter und ein professionelles Management stehen für Erfolg auch in Krisenzeiten. Komme nach Jahren der Stagnation der Einzelhandel endlich wieder einmal in Schwung, werden bedingt durch steigende Umsatzmieten die Aktionäre der Deutschen EuroShop AG in hohem Maße profitieren. Ferner dürfte der zunehmende Wettbewerb um die besten Standorte für Einkaufcenter europaweit zu weiter steigenden Kaufpreisen führen. Auch von dieser Seite bestehe Kursphantasie. Zudem vertrete der Vorstand die Meinung, dass der derzeitige Aktienkurs den inneren Wert des Unternehmens nicht widerspiegele. Einzigster Wermutstropfen ist der niedrige Streubesitz von lediglich 30 Prozent. Investoren sollten zwischen Kursen von 33,50 und 35 Euro ordern. Das Kursziel für die Aktien der Deutschen EuroShop AG beziffern die Experten vom "Geldbrief" auf 42 Euro.

AUSTRIA BÖRSENBRIEF-ONLINE Deutsche Euroshop solide Anlage Datum: 24.06.2002
Nach Ansicht der Experten vom "Austria Börsenbrief-online" ist die Aktie der Deutschen Euroshop AG eine solide Anlage für schwierige Zeiten. (WKN 748020) Die Aktien der Deutschen Euroshop seien bisher nicht der große Brüller gewesen. Das Papier sei kaum bekannt und der Kurs habe gemessen am Ausgabepreis von 38,40 Euro zur Erstnotiz Anfang 2001 verloren. Verglichen mit der negativen Entwicklung am Gesamtmarkt sei das Minus von 12% jedoch moderat ausgefallen. Das relativ träge Kursverhalten erkläre sich mit dem Tätigkeitsfeld der Gesellschaft. Denn bei der Deutschen Euroshop AG handele es sich um eine Immobilien AG, die ausschließlich in europäische Einkaufszentren investiere. Mit einem halben Dutzend Mitarbeiter würden mit einem hohen Vermietungsbestand von 99 Prozent sieben der bisher neun geplanten Shopping-Mails betrieben. Nach einem Bilanzgewinn von 30 Mio. Euro solle das operative Ergebnis im Jahr 2002 um 22 Prozent steigen. Dadurch winke den Aktionären wie schon im Jahr zuvor eine Dividende von 1,92 Euro. Die sich daraus ergebende Dividendenrendite von brutto 5,7% könne sich angesichts der schwierigen Börsenlage sehen lassen. Zumal sie mit der Chance auf langfristig kleinere Kursgewinne gepaart sei. Daher sehen die Aktienexperten vom "Austria Börsenbrief" in der Aktie der Deutschen Euroshop AG eine solide Anlage für schwierige Zeiten.

Nach der erfreulich positiven Ad hoc vom 28. 11. 2002 habe ich meinen Bestand vorsichtig aufgestockt.

Wer eine EuroShop im Depot hat, erwartet keinen Kursverdoppler sondern eine solide Dividendenanlage. Mein Depot besteht aus 70 % Anleihen und da weiß ich die Dividende zu schätzen. Das Risiko, dass die Dividende leiden könnte, schätze ich sehr gering ein.

Ich habe den Thread eröffnet als Forum für alle EuroShop-Aktionäre und freue mich auf lebhafte, auch kontroverse aber stets freundschaftliche und faire Diskussionen.

Gruß Kollektor
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Taxpayer
schrieb am 08.12.02 20:57:06
Beitrag Nr. 2 (8.044.194)
Hallo Kollektor,

endlich mal jemand, mit dem man sich über Euroshop unterhalten kann. M.E. liegt das Problem bei der fehlenden Bekanntheit des Unternehmens (geringer Streubesitz: die Großaktionäre freuen sich über stetigen Geldfluß).

Risiken sehe ich nur in der anhaltenden Konsumflaute in Deutschland. Unter diesem Blickwinkel ist der Deal in Ungarn echt zu begrüßen. Was in Deutschland aber momentan abgeht wie eine Rakete ist die ALtmarktgalerie in Dresden. Da ist ständig die Hölle los und gekauft wird bis zum abwinken ... aber es ist halt nur eine Beteiligung von vielen.

Was ich aber gar nicht gut finde, ist daß der gesamte Bilanzgewinn als Dividende ausgezahlt werden soll. Ein paar Reserven sollte man schon haben ...

Bin derzeit noch nicht investiert, beobachte die Aktie aber schon eine Weile ... mal sehen

Gruß
taxpayer
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Kollektor
schrieb am 08.12.02 22:49:18
Beitrag Nr. 3 (8.044.774)
Hallo Taxpayer,

ich wartete auch erstmal lange bis jemand einen Thread zu Euroshop aufmacht bis ich es dann schließlich selbst getan habe.

Euroshop hat immerhin eine Marktkapitalisierung von 450 Millionen Euro, das ist MDAX-Niveau.

Da Euroshop einen sehr hohen und langfristig sicheren Vermietungsgrad hat, sind die Einnahmen relativ gut zu prognostizieren. Die Mieten sind gestaffelt und erhöhen sich jedes Jahr. Deshalb ist es auch möglich, den gesamten Bilanzgewinn auszuzahlen. Was mich anfangs störte war, dass der operative Gewinn niedriger als der Bilanzgewinn ist. Aber das Modell geht aufgrund der gestaffelten Einnahmen auf. In den nächsten drei bis fünf Jahren übersteigt der operative Gewinn den jetzigen Bilanzgewinn und dann ist auch mit höheren Ausschüttungen zu rechnen.

Ich finde die Konstruktion Aktie statt geschlossenem Immobilienfond genial.

Natürlich gibt es hier auch Risiken, dass es Mietausfälle und/oder teure Renovierungen gibt. Mir erscheint eine Investition in Euroshop rentabler als in Anleihen, besonders in steuerlicher Sicht. Bei nachgebenden Kursen kaufe ich nach.

Wie in meinem ersten Posting schon gesagt, halte ich 70 % meines Geldes in Anleihen und Cash. Dazu noch 3 Windparkbeteiligungen und nur 15 % Aktien. Ich besitze auch direkt eine vermietete Immobilie und die wirft eine geringere Rendite ab als Euroshop.

Mit meinem konservativen Anlagemix bin ich bisher gut durch die Kapitalmarktturbulenzen gekommen und schätze sehr prognostizierbare und sichere Renditen. So kam ich schließlich auch auf Euroshop.

Ein kleiner Wermutstropfen für mich ist allerdings, dass ich die nächste Dividende bereits mit Kursrückgängen bezahlt habe :(

Gruß Kollektor
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althor
schrieb am 20.12.02 17:17:16
Beitrag Nr. 4 (8.151.172)
@ taxpayer
„Was ich aber gar nicht gut finde, ist daß der gesamte Bilanzgewinn als Dividende ausgezahlt werden soll.“

Der Bilanzgewinn ist bei Euroshop erheblich größer als der Jahresüberschuß, da aus den Rücklagen der fehlende Teil entnommen wird, um die Dividende von 1,92 € zu bezahlen.
Weil da noch einiges zu holen ist und der cash-flow die Ausschüttungen hergibt, halte ich das vorerst nicht für bedenklich. Die 1,92 sollten also noch ein paar Jährchen kommen. Im NWJ stand sogar et-was von Garantiedividende, habe dafür jedoch keine Bestätigung gefunden.
Mit Prognosen, wonach in 3-5 jahren der operative Gewinn den bisherigen Standartbilanzgewinn von 30 Mio übersteigen soll, wäre ich sehr vorsichtig.

Bei 30€ hatte die Hinrich Donner Bank idiotischerweise ein Stop loss empfohlen .

Daher wohl die günstige Einstieggelegenheit bei 28 und darunter.
33 € sollten bis zur HV noch drin sein, also 10 % ohne großes Risiko.
Spätestens bei 34-36 würde ich aber Gewinne realisieren und auf eine günstige Wiedereinstiegsgele-genheit hoffen.

Grüße Althor
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IR_EuroShop
schrieb am 02.01.03 16:40:32
Beitrag Nr. 5 (8.208.700)
Sehr geehrte Interessenten der Deutsche EuroShop AG:

Als Investor Relations-Abteilung der Deutsche EuroShop AG möchten wir uns in diesen Thread nicht einmischen, dennoch stellen wir anheim für weitere Informationen zum Unternehmen jederzeit per Telefon 040 - 41 35 79 20, per E-Mail ir@deutsche-euroshop.de oder im Internet unter http://www.deutsche-euroshop.de Ihnen zur Verfügung zu stehen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Deutsche EuroShop AG
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Kollektor
schrieb am 02.01.03 19:48:06
Beitrag Nr. 6 (8.210.428)
Sehr geehrte Damen und Herren von der Investor-Relations-abteilung der Deutsche Euroshop AG,

mit Freude nehme(n) ich ( wir ) Ihr Angebot zur Kenntnis. Es ist übrigens das erste Mal, dass ich so eine Stellungnahme und Hilfeangebot eines Unternehmens in einem Aktienboard wahrgenommen habe.

Ich ( wir ) lade(n) Sie gerne ein zur weiteren Teilnahme ein an diesem Thread. Niemend hier wird das als Einmischung empfinden, es zeigt doch die Verbundenheit eines Unternehmens mit seinen Aktionären. Nach meinen Erfahrungen lesen auch einige "wichtige" Investoren hier in dem Forum mit, besonders dann wenn sie vor Entscheidungen oder einem "Anlagenotstand" ( wohin mit dem ganzen Geld, aber Sicherheit zuerst...) stehen.

Mit besonders freundlichen Grüßen

Kollektor
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Kollektor
schrieb am 02.01.03 20:15:15
Beitrag Nr. 7 (8.210.633)
Zwar in der Sache unwesentlich, aber man sollte sich seine Postings sorgfältiger durchlesen, bevor man sie abschickt: Es heißt richtig:

1. EuroShop AG
2. Investor-Relations-Abteilung
3. Niemand...

Gruß Kollektor ( sehr schlampig heute )
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Kollektor
schrieb am 03.01.03 11:30:12
Beitrag Nr. 8 (8.214.893)
Die Homepage der Deutschen EuroShop AG wurde im Dezember 2002 überarbeitet und aktualisiert. Der neue Aktionärsbrief ist sehr informativ:

http://www.deutsche-euroshop.de/ -> Aktie -> Berichte

Ein paar Stichworte neben dem Geschäftsverlauf:

- Liquidität 72 Millionen Euro, die 2003 investiert werden und ab 2004 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 30 Millionen Euro sicherstellen sollen.

- die Aufnahme in den Prime Standard der Deutschen Börse AG wird angestrebt.

- Die IR wird ausgebaut. In Zukunft soll eine vierteljährliche Kurzberichterstattung erfolgen.

Gruß
Kollektor
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Kollektor
schrieb am 24.01.03 22:59:44
Beitrag Nr. 9 (8.411.173)
Mir ist aufgefallen, dass seit wenigen Tagen auch über XETRA ganztägig gehandelt wird.

Positiv ist der zwar erwartete, aber jetzt nochmal bestätigte stabile Kursverlauf angesichts desolater Börsen. Der Kurs orientiert sich als Dividendentitel stark am Zinsniveau und etwas an den allgemeinen Gewerbeimmoblienpreisen. In meinem Portfolio steht die Deutsche EuroShop direkt zwischen Daimler und Dt. Post und da fällt das besonders auf ( Die Depotgewichtung stieg bei mir von 9,1 % auf 11,8 % seit Jahresanfang, obwohl ich keine EuroShop hinzugekauft habe :eek::) )

Auf jeden Fall herrscht im Gegensatz zu den meisten DAX-Werten keinerlei Verkaufsdruck seitens institutioneller Anleger.

Ein erfolgreiches Börsenjahr gerade auch mit EuroShop wünscht

Kollektor
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Kollektor
schrieb am 08.02.03 23:40:56
Beitrag Nr. 10 (8.552.486)


Die blaue Linie ist der Dax.

Schönes Wochenende und Gruß :)

Kollektor