Neu auf wallstreet:online?
Jetzt registrieren | Login
x
Benutzername:

Passwort:

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?
 
Seite 1 von 11

Was ist Risiko ? ( in Verbindung von Investments.)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 04.11.03 10:21:46
von
neuster Beitrag 13.03.08 17:45:34
von

Anzahl Beiträge: 105
Aufrufe gesamt: 11.447
Aufrufe heute: 0
Diskussionsnr.: 792.405
Beitrag schreiben
Ansicht

[ Seite: 12391011neuster Beitrag ]

Avatar
schrieb am 04.11.03 10:21:46
Beitrag Nr.1 
(11.225.150)
Antwort
Zitat
Vorweg nehmen Sie sich Zeit alles durchzulesen !
************************************************

Was ist Risiko ?
Was kann man sich darunter vorstellen ?

Hier vorweg meine Deffination: Unter dem Begriff Risiko verstehen wir als unabhägige Berater, die wir im Interesse unserer Mandaten handeln, zum Einem das Risiko der Kosten bei einem Investment (Ausgabeaufschlag und laufende Kosten) und zum anderen die Inflationsrate nicht zu erwirtschaften.

Bei einigen Investments, die nicht mit Kapitalgarantien ausgestattet sind, besteht das Risiko eines Totalverlustes, doch unter der Betrachtung der Zeitkomponente, kann man dieses ausschließen.

Wer z.B. beim Börsencrash von 1929 einen Kursverlust von 90% zu verzeichnen hatte, benötigte etwa 50 Jahre, um den temporären Verlust auszugleichen. Die gleiche Situation hatten wir im Herbst 2000, als der Trendbruch bei einigen Technologie Titeln ebenfalls zu 80-90% Kursverlust führte, wenn man nicht vorher ausgestiegen war und seinen Verlust auf 20-30% begrenzt hatte.

Fazit: Risiko ist das bewusste eingehen der Möglichkeit eines Verlustes im Negativfall. Man hat jedoch die Möglichkeit diese Schwankungen mit Investments zu nutzen, die dieses können und unter Beweis stellen, oder die Verluste unkontrolliert größer werden zu lassen, wobei man wieder viel Zeit benötigt, um diesen auszugleichen.

Etwa 80% der Kapitalanleger machen sich zu wenig Gedanken darrüber, wieviel Zeit man einer Kaptialanlage geben muss, wenn man nach dem Prinzip kaufen und halten vorgeht. Zudem fehlt diesen auch oft die notwendige Zeit und das fundierte Wissen, um sich ihre Investitionen sinnvoll auszuwählen und den Markt ständig zu beobachten.


Dazu passend ein Auszug aus einem Fortrag von Markowitz (Dienstag, 11. Februar 2003)

.....Markowitz ging in seiner Arbeit davon aus, dass sich Korrelationen im
Zeitablauf ändern.Wenn die Wall Street seine Theorie nutzt, dann geht
sie nicht davon aus. Stattdessen sagen die Analysten ihren Kunden,
dass sie ein Portfolio mit solchen oder solchen fixen Korrelationen
aufbauen sollten. Sie warten ab, bis ihre Korrelations-Studien
widerlegt werden, und ändern dann die Korrelationsverhältnisse. Zu
diesem Zeitpunkt haben manche Kunden schon ihr letztes Hemd verloren...........
.....Zuerst sagte Markowitz, dass die Welt Street diversen Institutionen
bei der Diversifizierung geholfen hätte. Allerdings kaum er dann auf
den Punkt, dass die Wall Street seine Theorie dazu genutzt hätte, um
eine "Kaufen-und-Liegenlassen"-Politik zu rechtfertigen - die den
Kleinanlegern nicht helfen würde.
Er meinte: "Ach, es hängt alles
davon ab, welche Annahmen über die zukünftigen Renditen man benutzt."
Und da liegt der Hase im Pfeffer. Die Wall Street und die Fonds nutzen
verschiedene Studien, die von relativ hohen erwarteten Renditen beim
Aktienmarkt ausgehen. Deshalb sollte man möglichst voll investiert
sein. Viele Fonds rechnen mit 12 % erwarteter Rendite mit Aktien.
In den USA haben wir ein Sprichwort: Es gibt Lügen, verdammte Lügen
und Statistiken. Wenn man die Performance der vergangenen Jahre als
eine Richtschnur nimmt, um die Performance der kommenden Dekade zu
prognostizieren, dann hängt alles davon ab, wann man die Untersuchung
beginnen und wann man sie enden lässt. Man kann natürlich wie Roger
Ibbotson von der Universität Yale eine Studie über einen
70-Jahres-Zeitraum erstellen - aber sie ist nutzlos, weil niemand von
uns 70 Jahre lang in einen Indexfonds investieren wird. Außerdem ist
eine solche Studie irreführend, weil sie suggeriert, dass es eine
statistische Beziehung zwischen einer 70-Jahres-Periode der
Vergangenheit und einer 10-Jahres-Periode in der Zukunft gibt.
Aber auch wenn man "Äpfel mit Äpfeln" vergleicht, hat man Probleme.
Nehmen Sie zum Beispiel irgendwelche 2 Jahre der letzten 100 Jahre
beim Dow Jones, in denen die durchschnittlichen
Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGVs) in etwa gleich waren. Und dann sehen
Sie sich die Renditen an, die in diesen Jahren mit Aktien erzielt werden konnte.
Das Ergebnis zeit, dass dann alle möglichen,
abweichenden Renditen drin waren. Man kann dann natürlich einen
Durchschnittwert bilden - aber das ist irreführend.
Wenn man sich die Daten ansieht, dann fällt auf, dass der Faktor, der
die zukünftigen Renditen bestimmt, der Startzeitpunkt ist. Wenn man zu
Beginn einer Periode investiert, in der die KGVs fallen (sekundären
Bärenmärkten), dann wird man in der nächsten Dekade bestenfalls +/-
Null herauskommen. Wenn man zu Beginn einer Periode investiert, in der
die KGVs steigen, dann wird man sehr gute Renditen erzielen können.
Man kann dann durchaus 10 % und mehr pro Jahr verdienen, für einen
relativ langen Zeitraum.
Leider befinden wir uns jetzt gerade in einer Periode, in der die KGVs
fallen.
(( anmerkung von mir ! noch mal das sagte er als die diesen Jahres !!!!! in der zwischen zeit sind die KGVs wieder explodiert !!!!!!)) Das ist eine Entwicklung, die noch einige Jahre brauchen wird,
bis sie beendet ist. Das bedeutet, dass die Investoren derzeit keine
Investment-Strategien nutzen sollten, die in den letzten 2 Dekaden
funktionierten. Sie können keine "Kaufen-und-Liegenlassen"-
Indexfonds
kaufen, und auch die meisten Aktienfonds kommen nicht in Frage, wenn
man Gewinne machen will. Sie müssen danach streben, absolute Gewinne
zu erzielen.
Was bedeutet das? Nun, das bedeutet, dass bedeutet, dass
die Portfolios der Anleger langsamer wachsen werden, als es ihnen
gefallen wird. Die Ära von plus 12 %-15 % pro Jahr ist vorbei. Wenn
man höhere Gewinne will, dann muss man jetzt höhere Risiken auf sich
nehmen. Aber in dieser Dekade ist die Übernahme von Risiken nicht
gerade hip. Die laufende Dekade ist eher eine Dekade des Vermeidens
von Risiken.

******

Fazit: (was ich daraus schließe) die korrelation wird immer größer - Renditen sind von bestimmten Zyklen des Wirtschaftlichen auf und abschwunges abhängig -gradmesser ist das KGV - die "Kaufen-und-Liegenlassen" - Strategie ist vorerst gestorben !


alle Artikel kann man unter

http://securaway.com/investment/ in der Rubrik "Was ist Risiko" finden wenn man die "Risikoseite" runterscrollt findet man die Artikel

Was Markowitz meint
Wie misst man Risiko
Wie misst man Risiko und Renditeerwartungen 1925 -2000
Risiken lauern überall
Avatar
schrieb am 04.11.03 10:59:30
Beitrag Nr.2 
(11.225.592)
Antwort
Zitat
Lieber oegeat,

Du liegst mit Deiner Einschätzung sicher nicht völlig falsch, aber einer Detailprüfung halten Deine Aussagen nicht stand:

Wenn eine Anlage ein Totalverlustrisiko hat, dann hat Sie ein Totalverlustrisiko. Egal ob 1 Monat, 1 Jahr, 10 Jahre, 100 Jahre.
Wenn das Geld weg ist, ist es weg - auch wenn Deine Kunden noch so lange warten, bleibt es weg.

Nun zu dem ortografish föllig velerhaften Fortrag:

Wie unterscheide ich den eine Phase in der die KGV langfristig steigen von einer Phase in der die KGV`s langfristig fallen?

Im Moment steigen die KGV`s wie Du schreibst. Soll ich also investieren? Oder fallen sie gerade langfristig? Wer soll das auseinanderhalten?

Ich finde diese Falschaussagen hier einfach hahnebüchend. Hier werden Anleger in riskante Terminmarktgeschäfte getrieben und gleichzeitig wird suggeriert, dass dies erstens mehr oder weniger risikolos ist, wenn man nur lange genug anlegt (=völliger Quatsch) und zweitens wird noch suggeriert, dass dies die einzig sinnvolle Anlagealternative wäre.

Ich kann nur jedem Investor, der aufgrund solcher Falschaussagen in solche Anlagen (die als Beimischung durchaus Ihren Sinn haben können, aber eben als Beimischung) investiert, raten diese Aussagen zu dokumentieren und bei Verlust entsprechend zu verwerten.

"Ist es eigentlich schön, wenn man keine Ahnung von einem Thema hat?"
Avatar
schrieb am 04.11.03 11:19:54
Beitrag Nr.3 
(11.225.821)
Antwort
Zitat
Sorry oegat, aber wenn mir ein unabhängiger Berater mit ner Deffination kommt, wird er ganz sicher nicht mein unabhängiger Berater... :rolleyes: Habe deshalb auch genau dort aufgehört zu lesen :D Trotzdem danke für die vielen Wörter!

10.000.000
Avatar
schrieb am 04.11.03 11:20:18
Beitrag Nr.4 
(11.225.834)
Antwort
Zitat
kann nur jedem vermittler und/oder anlageberater empfehlen den leitfaden "beraterhaftung" strategien und instrumente der schadenverhütung und haftungsvermeidung zu besorgen.
dieses aktuelle werk vom votum e.v. kostet inkl. porto runde 11 euro und ist zu beziehen über den -verband unabhängiger finanzdienstleistungs-unternehmen in europa e.v. (info@votum-verband.de)
mit solchen aussagen wie von oegeat immer wieder geäußert würde wohl jeder vermittler voll in der haftung und im vollem schadenersatz grundsätzlich stehen.:cry:
Avatar
schrieb am 04.11.03 11:29:27
Beitrag Nr.5 
(11.225.934)
Antwort
Zitat
"....Wenn eine Anlage ein Totalverlustrisiko hat, dann hat Sie ein Totalverlustrisiko..." das ist klar -
"...Egal ob 1 Monat, 1 Jahr, 10 Jahre, 100 Jahre.
Wenn das Geld weg ist, ist es weg - auch wenn Deine Kunden noch so lange warten, bleibt es weg..." das ist auch klar aus dem zusammenhang ist ersichtlich das es sich um bei dem anschleißenden Vergleich um Aktienfonds handelte -bzw um die allgemeine Börsenentwicklung !

"....Wie unterscheide ich den eine Phase in der die KGV langfristig steigen von einer Phase in der die KGV`s langfristig fallen?..."

dazu zeigte er einen Chart in welchen das KGV zu sehen war und argumentierte das erst bei einem erreichen der Marke von 15 bzw deutlich darunter die Wahrscheinlichkeit am höchsten sei einen nachhaltigen Aufschwung zu sehen .....

der Chart ist zwar unvollständig doch das ist egal denn man ging sogar auf 45 rauf und im Frühjahr aud 28 und ist jetzt bei 35 ! - Fazit das Kretärium die 15 zu erreichen wurde nicht erfüllt ... daher ist auch die Kursbewegung nicht nachhaltig ! und daher für einen Langfristigen Anleger (12 Jahre eine Dekade abzuraten)

aktuelles P/E ist hier abzurufen

http://bigcharts.marketwatch.com/quickchart/quickchart.asp?s…

" Ist es eigentlich schön, wenn man keine Ahnung von einem Thema hat?"

bezogen auf das KGV ist nun zu erkenen das Sie "..keine Ahnung vom Thema haben..." oder wollen Sie behaupten das Sie merh Wissen und auch es Einschätzen können wie Markowitz ?

hier noch eine Aussage http://securaway.com/presse/

Eine neue Wirtschaftsblase entsteht

John Templeton – sagt, dass man aus US-Aktien, dem Dollar und überschüssigen US-Immobilien rausgehen sollte

"..." Ich erinnere mich nicht, dass die Fondsmanager schon einmal so bullish positioniert waren" , betont Faber. Dann zitiert er
James Montier: " Der US-Aktienmarkt ist immer noch äußerst teuer. Der S&P 500 hat ( ...) ein KGV von 30."..."
Avatar
schrieb am 04.11.03 11:58:15
Beitrag Nr.6 
(11.226.261)
Antwort
Zitat
Der US-Aktienmarkt ist laut Deiner Grafik schon seit 1991 zu teuer. Dummerweise haben die Anleger seitdem ihr Kapital mehr als verdreifacht! Ohne Dividenden!

Zudem habe ich nicht Markowitz kritisiert sondern oegeat.

(Anmerkung: Markowitz hat den Nobelpreis übrigens nicht für die Binsenweisheit mit den steigenden und fallenden KGV`s bekommen.)

Und dann das Zitat von Faber!
Marc Faber war schon immer ein Bär! 1990 genauso wie 1995, 1998, 2000, 2003. Ein paar mal lag er richtig, ein paar mal falsch.

"Kaufen und halten" hat derzeit ein eher schlechtes Chance/Risiko-Verhältnis. Damit enden aber unsere Übereinstimmungen!
Avatar
schrieb am 04.11.03 12:35:29
Beitrag Nr.7 
(11.226.803)
Antwort
Zitat
"....Markowitz hat den Nobelpreis übrigens nicht für die Binsenweisheit mit den steigenden und fallenden KGV`s bekommen...."


das sagte er aber im Vortrag ! zum Faber ...dies war in einem gesüräch mit J. Tempo...

du solltest die PDF´s genau lesen - und nicht die Aussagen durch einander würfeln.

zu dem auch hier "....laut Deiner Grafik schon seit 1991 zu teuer. Dummerweise haben die Anleger seitdem ihr Kapital mehr als verdreifacht! Ohne Dividenden!..."

Markow.. dea KGV soll ansteigend sein doch ausgehend von einem KGV das begründet- fair ist -also 15 laut seiner Grafik ..oder wesendlich darunter !

gehirrnen Sie zu erst wer was wie gesagt hat und reißen Sie nicht Zitate aus dem zusammenhang - bzw deren Schlußfolgerungen drehen Sie nicht um.

Zuerst sagte Markowitz, da sollten Sie dann gaaaaz langsam und am besten laut lesen ! :mad: Seite 2 hier der direkte Link http://mitglied.lycos.de/trendlinie/pdfs-presse/risiko/was-m…

noch mal lesen oder noch besser drucken Sie alle Seiten auch die der CrediSuiss also alles aus - und dann lesen Sie es - vielleicht unterstreichen Sie sogar bestimmte Passagen .... und versuchen Sie mir nicht laufend an Bein zu binkeln ! :p :mad:
Avatar
schrieb am 04.11.03 14:59:33
Beitrag Nr.8 
(11.228.748)
Antwort
Zitat
die beurteilung des kgv ohne inbetrachtnahme des zinsniveaus ist völlig wertlos !!!!!!!!!!!!!!!!!!
Avatar
schrieb am 04.11.03 15:10:57
Beitrag Nr.9 
(11.228.953)
Antwort
Zitat
kala... erzähl das Marko ... und John Templeton ! (siehe Zitate von oben)

scheinbar bist viel klüger wie die beiden Herrn .... ist dein Bankkonnto auch so prall gefüllt ? :D

noch was es ist erstaunlich 2000 setzte man auch die beurteilung durch das KGV ausser kraft und Argumentierte mit dem UGV - UmsatzGewinnVerhältniss.

Kommt jetzt das ZGV ZinsGewinnVerhältniss ? (ala Kala..)

alle die auf den neuen Schmafu vertrauen werden eine Zeitlang glücklich sein doch so wie 2000 endete es für die Mehrzahl bitter !

Jeder kann selbst entscheiden .......
Avatar
schrieb am 04.11.03 17:59:20
Beitrag Nr.10 
(11.231.223)
Antwort
Zitat
@oegeat

1.bei niedrigen zinsen fließt eben mehr kapital schon allein aus psychologischen gründen in die aktienmärkt und umgekehrt in die anleihemärkte das wissen die beide herr selber.

2.was hat mein depotvolumen mit dem depotvolumen der beiden herrn zu tun. schick mal schnell eine antwort rüber du elendiger feigling!

3.niemals wurde das kgv ausser kraft gesetzt- du dummer junge.
kuv und auch die cashburn-rate wierd eben dort angewandt wo man das kgv nicht anwenden kann, und 2000 gabs eben sehr viele unternehmen davon.ich werde es gar nicht versuchen es dir zu erklären, weil wenn ein hedgefondverkaüfer aus P/L- put/long macht, hat es keinen sinn.

du liest eben sehr viel und verstehst eben sehr wenig!

[ Seite: 12391011neuster Beitrag ]

Beitrag zu dieser Diskussion schreiben
    Quereinstieg bei Seite: [1] 2 3 4 5 6 10 11