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Prozeßkostenfonds Juragent IV
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schrieb am 26.09.05 09:56:37
Hallo,
wer hat Erfahrung mit den Vorläufern von Juragent-Fonds ?
Prospektierte und reale Ausschüttung?
Transparenz? ...usw.
schrieb am 26.09.05 20:08:21
bin zwar nirgens beteiligt aber vor kurzem gelesen, dass die ganze
steuerliche Konstruktion vom Finanzamt schwer angezweifelt wird...
schrieb am 27.09.05 01:07:15
Hier ein Artikel zum Thema "Pozesskostenfonds":
"Fiskus geht weiter gegen Steuersparmodelle vor
Prozesskostenfonds-Verluste vor Gericht
Der Fiskus setzt sein rigides Vorgehen gegen Steuersparmodelle
fort. Jüngstes Opfer sind Prozesskostenfonds.
Diese Gesellschaften finanzieren Gerichtsverfahren, in denen es um
Geld geht. Gewinnt der gesponserte Kläger, bekommt der Fonds einen
Teil des Geldes. Lukrative Klagen suchen Initiatoren wie Juragent
oder Prozessgarant aus und erhalten dafür vorab ein Honorar.
Diese Anfangskosten, denen noch keine Erträge gegenüberstehen,
sollten Anlegern laut Plan der Initiatoren steuermindernde Verluste
von 80 bis 90 Prozent ihrer Einlage bescheren.
Doch daraus wird nichts. Laut Oberfinanzdirektion Münster müssen
die Kosten als Aktiva in der Bilanz angesetzt und über die meist
sechsjährige Laufzeit der Fonds abgeschrieben werden (auf
Bundesebene abgestimmte Verfügung vom 22. Juli 2005, S 2170 - 118 -
St 12 - 33).
Das heißt: Die hohen Anfangsverluste sind passé. Anleger müssen gar
damit rechnen, dass ihr Finanzamt nach einer Prüfung des Fonds
bereits erhaltene Steuererstattungen zurück will.
Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 34 vom 18.08.2005 Seite 087"
Gruss
Tachometer47
schrieb am 27.09.05 10:23:34
Juragent sollte diese Steuerproblem so schnell wie möglich
klären!
Da nicht auszuschließen ist, dass einige Anleger den PKF
aufgrund der Steuerabschreibung zeichnen, wäre es ein
Desaster, wenn diese Anleger unter Umständen die Steuer-
erstattung zurückzahlen müßten.
Eigentlich, nach meiner Meinung, sollte die Juragent jetzt
in den Zeichnungsunterlagen auf dieses Problem hinweisen,
sonst könnten doch noch, falls das OFD Recht haben sollte,
Regressansprüche seitens der Anleger auf Juragent zukommen.
Auch eine Stellungnahme auf der Juragenthomepage wäre mal
angebracht.
Der PKF bleibt auch ohne Steuerabschreibung ein höchst
attraktives Produkt. Durch dieses Steuer-Hickhack könnte
aber dennoch ein kleiner, schlechter "Beigeschmack"
entstehen.
Grüße!
schrieb am 27.09.05 10:49:39
Die Juragent weist selbstverständlich auf die Sichtweise der OFD
Münster im Prospekt hin.
Dass die PKFs eine wirtschaftlich interessante Investition für
einen Anleger seien kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Gut
für den Initiator, die Juragent AG ist das leicht verdientes und in
den Hintern geschobenes Geld - für die macht die Emission der PKFs
wirtschaftlich sicher Sinn
Wenn jemand an die Idee der Prozessfinanzierung "glaubt", dann
empfiehlt sich -wenn überhaupt- eher die Investition in die
Juragent AG selbst als in die Prozesskostenfonds der Juragent
AG.
Grüße K1
schrieb am 27.09.05 22:05:32
K1:
Für dich einmal eine Beispielrechnung betreffend PKFIII:
-Volumen: ca. 31 Mio Euro
-Daraus ergibt sich ein Streitwert von ca. 300 Mio.
-Davon werden konservative 60% der Prozesse gewonnen=180 Mio.
-30% davon bekommt die Juragent=ca.54 Mio.für den Fonds
-von den 54 Mio. gehen 10% an die Juragent AG, verbleiben
ca. 49 Mio. für den Fonds(Gesamtertrag PKF III)
Um den Erlöszuwachs zu berechnen,gehe ich folgend vor:
49 Mio-31 Mio= 18 Mio.(entspricht ca. 58% Erlöszuwachs).
58% durch die Laufzeit von 5 Jahren= 11,6 % Durchschnitts-
ertrag pro Jahr.
Werden 65% der Prozesse gewonnen, ergibt sich eine Durch-
schnittsrendite von ca. 14% pro Jahr.
Für beide Seiten (AG, Fonds) ist das eine hoch interessante
Sache!
Bitte teile mir mit, welcher geschlossener Fonds ähnliche
Renditen erwirtschaftet.
Grüße!
schrieb am 27.09.05 23:52:56
@Munichpower
Deine "Beispielrechnung" krankt an einer Vielzahl von Fehlern und
ausserdem an unrealistischen Annahmen. Beispiele:
- Die Zeitspanne zwischen Fondsstart und Rückfluss aus einem
möglichen Prozessgewinn ist unrealistisch kurz kalkuliert (habe ich
vor Jahren schon kritisiert). Mittlerweile bestätigt sich diese
Fehleinschätzung seitens Juragent an den nicht eingehaltenen
Zeitspannen bei den eigenfinanzierten Prozessen sowie den noch
nicht erfolgten Rückflüssen der ersten PKFs.
- Die Annahme einer dauerhaft erreichbaren Gewinnanteilsqoute von
30% erscheint mir in anbetracht der Tatsache, dass die Konkurrenz
bis teilweise 20% heruntergeht eher unwahrscheinlich. Welchen Hebel
die Qoute auf das Gesamtergebnis hat brauche ich wohl nicht
erklären.
Grüße K1
schrieb am 28.09.05 09:02:45
@K1
die hatten wohl ne gute roadshow
Gruß Jo1
schrieb am 28.09.05 09:41:44
K1:
Nur als Hinweis: Der PKF 1 wurde erst Ende 2003 geschlossen. Nach
eineinhalb Jahren schon ein
Rückfluss zu erwarten, finde ich schon ein wenig
abwegig. Die Juragent hat, bezüglich der Laufzeiten
von den Prozessen , dazugelernt und bei der Auswahl,
nach meiner Meinung, darauf reagiert.
Zu Punkt 2:
Welche anderen Anbieter sind das denn?
Ich möchte mal behaupten, dass keine andere Firma ein
so geniales Prüfungskonzept bei den Prozessen vorlegen
kann, wie die Juragent (wie z.B Prüfung der Prozess-
anfragen durch Richter a.D.-um nur ein Punkt zu nennen).
Dies spiegelt sich auch bei den Erfolgen nieder. Momentan
ist der Prozentsatz der gewonnenen Prozessen(in der AG und
bei den Fonds) bei über 80 Prozent.
Grüße!
schrieb am 28.09.05 09:51:20
Nachtrag zu Punkt 2:
Wenn ich ein Prozess zu finanzieren hätte, würde ich mich
an einen großen Anbieter hinwenden. Sollte nämlich der
kleine Anbieter während des Prozesses pleite gehen, so
würde ich eventuell auf einen großen Teil der Prozesskosten sitzen
bleiben. Da würde ich gerne auf
die 10 Prozent verzichten-das Risiko wäre mir zu hoch.
Nur mal eine Meinung von mir.
Grüße!
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