Novartis gehört zu den größten Pharmakonzernen weltweit. Daher
handelt es sich hier ganz im Kontrast zu den Biotechs um eine sehr
gemächliche, aber dennoch stetige Kursentweckling.
Normalerweise hat man bei Pharamwerten das Risiko größerer
Rückschläge, die mitunter sehr heftig ausfallen können, wenn
Produktentwicklungen sich verschieben oder ganz aufgegeben
werden.
Dieses branchentypische Risiko zerstört den Charme defensiver
Investments innerhalb des Sektors. Novartis verfügt hier allerdings
über eine Sonderstellung. Die Quantität der Neuentwicklungen ist so
enorm, dass einzelne unerwartete Rückschläge nur bedingt auf den
Aktienkurs durchschlagen. Darüber hinaus scheint auch die Qualität
zu stimmen. Vielen Präperaten traut man zu, dass sie sich schnell
zu Blockbustern nach Markteinführung entwickeln werden.
Große Pharmakonzerne in Nordamerika können längst nicht über ein so
komfortables Polster an Neuentwicklungen berichten.
Novartis ist ausserdem der zweitgrößte Hersteller von sogenannten
Nachahmermedikamtenten (Generika). 2004 wurde von den Brüdern
Strüngmann Hexal samt Schwesterfirma Eon Labs gekauft. Im letzten
Jahr (2006) wurde der US-Impfstoff- und Diagnostikhersteller Chiron
übernommen. Chiron hatte seit Jahren Probleme bei der Produktion
und es wurde sogar vorübergehend von den Behörden ein
Produktionsstop verhängt. Zum Zeitpunkt der Übernahme dachte man,
ein Neuanfang wäre sofort möglich.... allerdings traten weiterhin
Restrukturierungskosten auf. Dies sollte 2007 kaum noch eine Rolle
spielen.
Chiron hatte mit Schering (heute Bayer) einen Vertrag über das
MS-Medikament Betaseron. Durch die Übernhame von Novartis tritt
eine Vertragsoption in Kraft. Von dieser Option wird sich Bayer
vermutlich teuer freikaufen müssen.
Die Eigenkapitalquote von Novartis ist im grünen Bereich. Der
Patentschutz für die wichtigsten Medikamente besteht auch über das
Jahr 2007 hinaus.
Am 18.01. gibt es erstmal Jahreszahlen für 2006:
http://www.novartis.com/downloads_new/investors/Novartis_Inv…
Die letzten Quartalszahlen haben Novartis mit Schwung auf ein neues
52-Wochen-Hoch katapultiert.
Ich habe im Jahr 2005 zu 39/40 € gekauft. Tatsächlich weißt es die
schlechteste Performance in meinem Langfristdepot auf. Was mich
nicht davon abhielt bei Schwäche nachzukaufen. Man kauft sich hier
Sicherheit.
Ich rechne für die künftigen Jahre mit einer
Performance der Aktie von über 8% pro Jahr. Die Gewinne sollten
12-15% pro Jahr zulegen können.
Letzter Kurs: 45,55 € [Kleinanlegerfreundlich. Normalerweise
notiert der Wert in Schweizer Franken]
Am 16.Januar 2008 sollten wir also bei mindestens 49,19 notieren.
Abgesehen von größeren exogenen oder endogenen Schocks
Die deutsche Pharmabude Merck hat überigends angekündigt sein
Generikageschäft verkaufen zu wollen.
mfg
Steve!