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    LYNAS - auf dem Weg zu einem Rohstoffproduzent von Hightech-Rohstoffen

    eröffnet am 09.02.07 13:14:18 von
    JoJo49

    neuester Beitrag 20.10.14 00:31:27 von
    Juppes13
    Beiträge: 45.216
    ID: 1.110.967
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    In dieser Diskussion gibt es 11 Top-Beiträge. Zur Top-Ansicht wechseln
    Avatar
    JoJo49
    schrieb am 09.02.07 13:14:18
    Beitrag Nr. 1 (27.545.550)
    Die Lynas Corp. ist seit 1986 in Australien börsennotiert. Laut eigenen Angaben besitzt Lynas in Mount Weld (West-Australien) die weltweit größte Lagerstätte " seltener Erden"
    LYNAS CORP. LTD. REGISTERED SHARES O.N. (871899) AU000000LYC6

    Eine besonders ergiebige Lagerstätte, die vom Unternehmen Lynas Corporation erschlossen wird, ist das Mt. Weld-Projekt in West-Australien. Lynas Corporation (Börsenkürzel: LYC.AX) ist in den letzten Zügen der Entwicklung der Mt Weld Mine, wird jedoch die Produktion nach Malaysia verlagern, um die aktuellen chinesischen Exportzölle von 10 % zu vermeiden. Da China mittlerweile die Produktion zurückgefahren hat, sind die durchschnittlichen Preisanstiege von über 60 % bei den "Seltenen Elementen" kein Zufall.

    Das Mt Weld-Projekt von Lynas mit nachgewiesenen Reserven von über 2 Millionen Tonnen kann die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage in den nächsten Jahren schließen. Geht man von zukünftigen Preisen von etwa 10 bis 15 USD/kg REO aus, so dürften die bisherigen Reserven von Lynas bei einem Reinheitsanteil von konservativ geschätzten 15 bis 20 % alleine 2 Milliarden USD wert sein. Bei noch höheren Reinheitsgraden und Preisen um 20 bis 25 USD könnten die Lynas-Reserven sogar bis zu 5 Milliarden USD wert sein. Dies allein würde Aktienkurse von etwa 3 bis 5 AUD (aktuell 0.6 AUD) in diesem Wert rechtfertigen. Wenn es keine Verzögerungen gibt, sollte Lynas bereits ab dem Jahr 2010 etwa 10.000 Tonnen pro Jahr, d.h. 10 % der weltweiten Nachfrage liefern können. Bis zum Jahr 2015 könnte dieser Anteil auf über 15 % ansteigen.

    Die Mt. Weld Lagerstätten (ca 25 % Lanthanoxide, cac. 45 % Ceroxide sowie 20 % Neodymoxide) sind die weltweit größte Fundstätte von "Seltenen Elementen", wobei diese sogar in der Lage wären über einen Zeitraum von 30 Jahren 20 % der weltweiten Nachfrage zu decken. Somit dürfte Lynas in den nächsten Jahren in der Spitze etwa 75 bis 100 Millionen USD pro Jahr verdienen. Aktuell beträgt die Börsenkapitalisierung etwa 190 Millionen USD. Dies entspräche, wenn der heutige Kurs herangezogen wird, in etwa einem Kurs-/-Gewinn-Verhältnis von 1,4 bis 2,7. Besonders interessant an der Strategie von Lynas ist, dass das Unternehmen die vertikale Integration vorantreibt. Es will nicht nur als einer der weltweit größten Lieferanten, sondern auch als Weiterverarbeiter auftreten. Zur Absicherung dieser Strategie hat Lynas einen langfristigen Liefervertrag mit dem französischen Spezialchemieunternehmen Rhodia abgeschlossen.

    "Seltene Elemente" werden oft als Nebenprodukt von schweren Sänden gefunden, die Titan beinhalten, was vor allem in Australien der Fall ist. Zusätzliches Potential dürfte Lynas deshalb das Crown Polymetallic Resource-Projekt im Mt. Welt-Abbaugebiet geben, enthält es doch große Ansammlungen von Niob (Legierungszusatz für rostfreie Stähle, Einsatz in der Nukleartechnik), Tantal (Einsatz in Kondensatoren), Zirkonium (Einsatz im Reaktorbau und bei Brennstoffzellen) sowie Titan (Einsatz im Flugzeugbau).


    Hightech-Rohstoffe

    Im United States Geological Survey (USGS) wird hervorgehoben, dass "Seltene Elemente" einer der kritischen Schlüsselfaktoren für die Hightech-Industrien sind. Wenn die Nachfrage wie erwartet mehr als 10 % steigen sollte, so könnte es eine ernsthafte Knappheit geben, die die Weltmarktpreise für REEs deutlich ansteigen lassen wird.

    Abhängigkeit der Hightech-Industrien von "Seltenen Elementen"
    Artur P. Schmidt 09.02.2007

    Australien greift Chinas heimliches Rohstoff-Monopol an
    Auch wenn viele meinen, die Rohstoffhausse sei zu Ende, so lässt sich heute schon prognostizieren, dass die verstärkte Nachfrage aus China und Indien in zahlreichen Commodity-Marktsegmenten zu starken Knappheiten führen wird. Von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen hat China in den letzten beiden Jahrzehnten eine führende Position im Bereich der "Seltenen Elemente", den sogenannten "Rare Earth Elements" (REE), aufgebaut.

    Globale Produktion von "Seltenen Element"-Oxiden. Grafik: USGS


    "Seltene Elemente", auch Lanthanoide (Lanthanähnliche) genannt, ist eine Gruppenbezeichnung ähnlicher Elemente mit den Atomnummern 57 bis 71, zu denen das Lanthan und die 14 im Periodensystem folgenden Elemente Cer, Praseodym, Neodym, Promethium, Samarium, Europium, Gadolinium, Terbium, Dysprosium, Holmium, Erbium, Thulium, Ytterbium und Lutetium zählen. Obwohl die 15 "Seltenen Elemente" meistens zusammen auftreten, werden diese in zwei Gruppen unterteilt: die leichten und mittelschweren (Atomnummern 57 bis 64) und die schweren (Atomnummern 65 bis 71) Elemente. Zu den Lanthaniden werden auch noch die Atomnummern 21 (Scandium) sowie 39 (Yttrium) gezählt. Der Gehalt an "Seltenen Elemente" wird ausgedrückt durch den Begriff "Rear-Earth-Oxide" (REO) oder "Total Rare Earth Oxide" (TREO).

    Die Lanthanoide sind silbrig-glänzende, relativ weiche und reaktionsfreudige Metalle. An der Luft oxidieren sie schnell und werden matt. Im Wasser erfolgt die Zersetzung mehr oder weniger schnell unter Freisetzung von Wasserstoffgas. Wegen ihren ähnlichen physikalischen und chemischen Eigenschaften treten die "Seltenen Elemente" und Yttrium meist gemeinsam in der Natur auf. Der Begriff "Erden" bezieht sich hierbei auf die jeweiligen Oxide. Während das betroffene Element die Endung "-ium" erhielt, wurde für das zugehörige Oxid die Endung "-ia" verwendet (Beispiel: Element "Yttrium", das zugehörige Oxid wurde "Yttria" genannt, zu deutsch "Yttererde"). Die häufigsten und ökonomisch wichtigsten lanthanoidführenden Minerale sind: Monazit, Xenotim, Bastnäsit, Parisit, Allanit, Synchysit, Ancylit sowie Cerianit. Die weltweite Produktion von "Seltenen Elementen" beträgt etwa 100.000 Tonnen Rare Earth Oxyde (REO) pro Jahr. Von Yttrium wird jährlich nur etwa 2,500 Tonnen Yttrium Oxid (Y2O3) produziert.

    Hightech-Rohstoffe

    Im United States Geological Survey (USGS) wird hervorgehoben, dass "Seltene Elemente" einer der kritischen Schlüsselfaktoren für die Hightech-Industrien sind. Wenn die Nachfrage wie erwartet mehr als 10 % steigen sollte, so könnte es eine ernsthafte Knappheit geben, die die Weltmarktpreise für REEs deutlich ansteigen lassen wird.

    "Seltene Elemente" spielen eine Schlüsselrolle für die Elektronikindustrie (Magnetische Kühlung), die Telekommunikation (Glasfaserkabel), die Mikrosystemtechnik (hochfeste Präzisionsbauteile), den Automobilbau (Hybridantriebe), den Umweltschutz (Emissionskontrolle) sowie die Petrochemie (Prozesskatalysatoren). Eine besonders hohe Nachfrage wird nach Cerium in Automobilkatalysatoren und Lathanum in NiMH-Batterien erwartet. Aber auch die Nachfrage von "Seltenen Elementen" beim Einsatz von Phosphor, Glasfasern und Keramiken dürfte die Preise weltweit nach oben treiben. Viele Komponenten wie Batterien, Magneten, Bildschirme werden durch "Seltene Elemente" immer leistungsfähiger und wirken hierbei nachfrageerhöhend.

    Was viele "Seltene Elemente" so schwer und teuer abbaubar macht ist, dass diese oftmals zusammen mit strahlendem Material auftreten. Deshalb sind die Preise so verschieden. Während Cerium Oxid etwa 1,6 USD per kg kostet, liegen die Preise für Terbium Oxid bei über 400 USD pro kg.

    Seltene Elemente", die sogenannten "Rare Earth Elements" (REE)
    Globale Produktion von "Seltenen Element"-Oxiden. Grafik: USGS

    Seltene Elemente Oxide. Bild: USDA


    Die Abhängigkeit vieler Industrieländer, vor allem den USA, von REEs aus China ist heute nahezu perfekt, insbesondere da die USA nur in Kalifornien (Mountain Pass) und in Wyoming (Bear Lodge) über nennenswerte Reserven verfügen, die dort vom Unternehmen Rare Element Resources (Börsenkürzel: RES.V) abgebaut werden. Während sich die USA im Jahr 1990 noch selbst mit "Seltenen Rohstoffen" versorgen konnte, ist das Land heute zu 90 % von Importen aus China abhängig.

    Sich vom chinesischen Quasi-Monopol zu befreien, ist deshalb nur möglich, wenn alternative Anbieter, die über nennenswerte Reserven verfügen, wie Lynas und Arafura, schnellstmöglich in die Abbauphase übergehen. Mit bisher nachgewiesenen Reserven von über 2 Millionen Tonnen kann Lynas zu einer ernsthaften Konkurrenz für die Chinesen avancieren. Wenn es keine Verzögerungen gibt, sollte Lynas Corporation bereits ab dem Jahr 2010 etwa 10.000 Tonnen pro Jahr, d.h. 10 % der weltweiten Nachfrage liefern können. Der andere Key Player Arafura Resources verfügt ebenfalls über erheblichen Reserven an "Seltenen Elementen".


    Damit möchte ich hier einen noch ungepushten Explorer mit einem m.E. enormen Potentional zur Diskussion stellen.

    Allen Anlegern ein schönes Wochenende und weiterhin viel Erfolg,

    Gruß JoJo:)
    7 Antworten
    Avatar
    JoJo49
    schrieb am 09.02.07 13:27:55
    Beitrag Nr. 2 (27.545.858)
    Avatar
    KOOGas
    schrieb am 09.02.07 15:49:09
    Beitrag Nr. 3 (27.549.079)
    Ich glaube nachdem ich die Woche bei Forsys eingestiegen bin, werde ich jetzt Arafura und Lynas noch hinterherschiessen... Sieht doch alles recht vielversprechend aus
    3 Antworten
    Avatar
    JoJo49
    schrieb am 09.02.07 16:03:50
    Beitrag Nr. 4 (27.549.504)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 27.549.079 von KOOGas am 09.02.07 15:49:09;) - vor allen Dingen stehen wir hier erst am Anfang...

    Forsys kann m.E. bei dementspechenden News noch bis 10-12 Euro laufen, dann ist der Wert m.M. nach erst mal ausgereitzt.

    Hier in Australien stehen die Player erst noch vor der House, denn die Chinesen/Inder haben einen gewaltigen Hunger nach diesen Rohstoffen und wenn man bedenkt das die australische Regierung erst Ende letzten Jahres mit den Chinesen dementsprechende Lieferabkommen abgeschlossen hat dann erkennt man was hier noch möglich ist.

    Gruß JoJo:)
    Avatar
    deNick
    schrieb am 09.02.07 18:22:05
    Beitrag Nr. 5 (27.553.815)
    Ein interessanter Wert.

    Nur: "Wenn alles klappt soll 2010 abgebaut werden." Denkt ihr, dass bis dahin News erscheinen können die den Kurs erheblich hochtreiben?
    Avatar
    JoJo49
    schrieb am 09.02.07 19:16:30
    Beitrag Nr. 6 (27.554.992)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 27.553.815 von deNick am 09.02.07 18:22:05m.E. sind die aussichtsreichen Rohstoffexplorer gegenüber den Kanadischen unterbewertet obwohl allein wegen der Lage (z.B. zu China/Indien) und Infrastuktur das schon nicht nachfollziehbar ist.

    Diese Werte sind außerhalb von Australien weitgehend unbekannt und daher (außer in Fachkreisen) unbeachtet.

    Wie schnell sich das ändern kann sieht man z.B. an Palladin (Australien) oder Forsys (Kanada) und welches Entwicklungspotentional sich dann bietet.

    Beides sind auch Explorer die frühstens 2009/2010 in Produktion gehen können wenn bis dahin keine Übernahme stattfindet, was bei diesem Potentional und damit verbundenem Bekanntheitsgrad immer wieder passieren kann.

    Lynas und Arafura wird daher m.E. bald in den Fokus institutionella Anleger auf Grund ihrer ergiebige Lagerstätte von "Seltenen Element" rücken und was sich dann für Aussichten für uns Anleger eröffnen kann und sollte sich jeder selber ausrechnen.

    Gruß JoJo:)
    Avatar
    PENNYUS
    schrieb am 10.02.07 21:46:56
    Beitrag Nr. 7 (27.593.846)
    Schön, dass es zu der Aktie jetzt einen Thread gibt, werde hier bei liquiden Mitteln auch eine Position aufbauen. Ich denke Lynas, Orkosilver und OTL, evtl noch LV werden bis 2010-2011 ganz beträchtliche Wertsteigerungen aufweisen.
    Avatar
    Elliott
    schrieb am 11.02.07 21:30:40
    Beitrag Nr. 8 (27.640.424)
    Hallo zusammen,

    kann mir jemand sagen ob das Geld bis zur geplanten Förderung 2011 auch reicht? Oder wird es noch einige Finanzierungsrunden geben müssen?

    hier ein Link zum Geschäftsbericht (kann leider zu wenig englisch)

    http://www.lynascorp.com/content/upload/files/PDFs/AnnualReport2006.pdf

    Danke Elliott
    Avatar
    sunbeamer
    schrieb am 13.02.07 00:14:25
    Beitrag Nr. 9 (27.671.688)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 27.545.550 von JoJo49 am 09.02.07 13:14:18Sicher sehe ich das Ganze zu einfach, aber folgendes fällt doch erst Mal auf: Bei ARU bekomme ich für eine Mkap von 85 MIO US Reserven im Wert von ca 6 MRD USD und bei Lynas Reserven im WERT von 2-5 MRD USD für eine Mkap von 190 Mio USD.So betrachtet fällt eine Entscheidung (natürlich für ARU) nicht schwer. Kann mir jemand erläutern, was für ein Investment bei Lynas spricht?
    Avatar
    Art Bechstein
    schrieb am 13.02.07 07:32:22
    Beitrag Nr. 10 (27.672.200)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 27.671.688 von sunbeamer am 13.02.07 00:14:25- Produkionsnähe
    - Steuerfreiheit in Malaysia
    - high grades
    - weiteres vielversprechendes Projekt