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Club-Besteuerung nach 2009

Diskussionsstatistik
eröffnet am 25.04.07 08:45:08
von
neuster Beitrag 18.05.09 13:26:55
von

Anzahl Beiträge: 27
Aufrufe gesamt: 10.792
Aufrufe heute: 5
Diskussionsnr.: 1.126.435
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[ Seite: 123neuster Beitrag ]

Avatar
schrieb am 25.04.07 08:45:08
Beitrag Nr.1 
(28.981.939)
Antwort
Zitat
Hat sich jemand schon mal Gedanken zur 25%-Pauschalsteuer ab 2009 gemacht? Wenn die Bank dann beim Verkauf 25% des Gewinns ans Finanzamt abführt, würden ja Clubmitglieder, die in einer Phase aussteigen, in der keine/wenige Verkäufe erfolgten, an einer positiven Wertentwicklung teilhaben, ohne aber Steuern zahlen zu müssen. Die 25% würden bei den zum Schluss verbliebenen Mitgliedern hängen bleiben - oder mache ich da einen Denkfehler bzw. wie lösen Fonds das Problem?
Avatar
schrieb am 25.04.07 09:03:16
Beitrag Nr.2 
(28.982.215)
Antwort
Zitat
guten morgrn,
das wird doch sicher so sein, das man die gewinne/verluste in der einkommensteuer so angibt wie auch jetzt!!!
das ist sicher anders als bei den dividenden,
stell dir vor du kauft eine aktie zu 1000EUR und verkauft
dann zu 900EUR - ich glaube nicht das die banken anfangen verluste gegen gewinne und kosten für jeden trade auszurechnen!?
oder sehe ich das falsch?:confused:
Avatar
schrieb am 03.05.07 15:31:42
Beitrag Nr.3 
(29.113.690)
Antwort
Zitat
Ich denke, das siehst Du falsch. Wenn Du künftig eine Aktie für 100 Euro kaufst und sie auf 200 steigt, wird ja die Bank errechnen, dass Du 100 Euro Gewinn gemacht hast und 25 Euro direkt ans Finanzamt überweisen, 175 an Dich. Das Problem bei Clubs wird nur sein, dass ja Mitglieder zwischendurch ein- und aussteigen: Wenn also die Aktie im ersten Jahr um 100 Euro steigt und dann 3 Jahre nicht mehr, werden beim Verkauf nach 4 Jahren 25 Euro Steuer fällig. Ist aber ein Mitglied bereits nach 2 Jahren ausgestiegen, hat es die Performance mitgenommen (und ausbezahlt bekommen); die 25 Euro müssen dann die nach 4 Jahren verbliebenen Mitglieder übernehmen...
Avatar
schrieb am 11.06.07 12:24:06
Beitrag Nr.4 
(29.818.265)
Antwort
Zitat
Das Problem ließe sich folgendermaßen lösen: Wenn ein Mitglied austritt, wird die offene Steuerschuld für das Depot des Clubs ermittelt. Dann wird der Anteil des ausscheidenden Mitgliedes berechnet und bei der Auszahlung in Abzug gebracht.
Ich denke das aber die Club-Software das übernehmen wird. Ich werde mal bei unserem Anbieter anfragen.
Avatar
schrieb am 27.06.07 20:18:35
Beitrag Nr.5 
(30.355.600)
Antwort
Zitat
....wäre denn ein 2., im Januar 2009 eröffnetes Depot eine Lösung?
Im 1. Depot werden dann ab Januar 2009 keine Anteile mehr verbucht!
So lassen sich auch Ein u Austritte besser rechnen!!

Nur so ein Gedanke.

Gruß
Les_Flics
Avatar
schrieb am 28.06.07 10:37:07
Beitrag Nr.6 
(30.363.072)
Antwort
Zitat
Wann das Depot eröffnet wird, dürfte keine Rolle spielen; das betrifft ja auch Ein- und Austritte nach 2009. Das Problem entsteht künftig bei jeder Ein- oder Auszahlung eines Mitgliedes. Ich vermute mal, dass man bei einer monatlichen Ermittlung der Anteilswerte auch monatlich den Gewinn und Verlust jeder einzelnen Aktie errechnen müsste, "virtuell" 25% des Gewinns abziehen und dann nur noch dieses Ergebnis als Clubergebnis ausweisen könnte (und natürlich auch bei einer Auszahlung auszahlen könnte). Wer das nicht macht, baut ein Schneeballsystem auf, oder wie seht Ihr das?
Avatar
schrieb am 22.08.07 12:23:23
Beitrag Nr.7 
(31.252.926)
Antwort
Zitat
Das Problem liese sich wie folgt lösen:

Der Club wird analog einem Investmentfonds von der Steuer freigestellt und jeder versteuert individuell beim Verkauf der Anteile. In diesem Fall muß der Club die Steuer an das Finanzamt abführen. Eine andere Lösung wäre unpraktikabel aus den vorher genannten Gründen, zuml ja nicht dirket mit Einstieg neue Aktien gekauft werden. Es ist ja ein vorhandenes depot da und die Einlage wird erst mal in Liquidität gesteckt und dann sinnvoll investiert.
Avatar
schrieb am 26.11.07 20:37:55
Beitrag Nr.8 
(32.574.510)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 29.818.265 von nicclub am 11.06.07 12:24:06@ nicclub
Hast Du in der Zwischenzeit von Eurem Software-Anbieter gehört,
wie die Probleme ab 2009 abwicklungstechnisch gelöst werden können?

Avatar
schrieb am 11.02.08 19:04:00
Beitrag Nr.9 
(33.333.529)
Antwort
Zitat
Details zur Abgeltungssteuer siehe u.a.
http://de.wikipedia.org/wiki/Abgeltungsteuer

Für die Abrechnung im Investmentclub:
Zinsen, Dividenen usw. machen sich nicht in einer veränderten Abrechnung bemerkbar (weil die Abgeltungssteuer bei Eintritt des z.B. Dividendentermins abgezogen wird).
Kursgewinne verlangen eine veränderte Abrechnung: Weil die Kursgewinne von Tag zu Tag anfallen, aber die Abgeltungssteuer erst bei Verkauf abgezogen wird, muß bei Auszahlungen an Gesellschafter die anteilige Abgeltungssteuer, die bei einem Verkauf anfallen würde, abgezogen werden. Vereinfacht ausgedrückt gilt für Wertpapiere, die vor dem 1.1.2009 gekauft werden, die alte Regelung.

Unsere selbstprogrammierte Software erfasst bisher nur den Gesamtdepotwert (Wert Depot + Wert Konto). Ab 2009 muß die Abrechnungssoftware jede einzelne Position im Depot erfassen und für jede einzelne Position im Depot z.B. eine Checkbox Abgeltungssteuer[X] anbieten. Bei Positionen, die nicht der Abgeltungssteuer unterliegen(z.b. Kauf vor 1.1.2009), wird der aktuelle Kurs genommen. Bei Abgeltungssteuer-Positionen wird vom Kursgewinn die Abgeltungssteuer rechnerisch abgezogen. Nur dieser verminderte Kursgewinn geht in die jeweilige Ermittlung der Anteilswerte ein.

Neben der Abrechnung ändert sich nichts, es müssen insbesondere keine 'Rückstellungen' in irgendeiner Form gebildet werden. Solange Kursgewinne da sind, kann die Abgeltungssteuer daraus gezahlt werden. Wenn sich die Kursgewinne in Luft auflösen, muß bei Verkauf auch keine Abgeltungssteuer mehr gezahlt werden.

Offene Fragen: Sollte von den Abgeltungssteuer-Kursgewinn-Positionen die Abgeltungssteuer-Kursverlust-Positionen abgezogen werden? - Ich denke nicht, weil die Kursverluste vielleicht erst nach den Kursgewinnen realisiert werden...

Wenn jemand Denkfehler entdeckt oder Verbesserungsvorschläge hat, wäre ich für eine Anmerkung sehr dankbar.
Ich habe eine Mail an den DSW geschrieben... wenn ich Informationen erhalte, werde ich sie posten.

Avatar
schrieb am 14.02.08 11:20:33
Beitrag Nr.10 
(33.365.156)
Antwort
Zitat
bei Lenz+Partner (market maker, Software auch zur Investmentclub-Verwaltung) wissen sie scheinbar auch noch nichts Genaues:
"Vielen Dank für Ihre Anfrage.Leider kann ich Ihnen noch keine genauen Informationen bezüglich des Updates für die Abgeltungsteuer mitteilen."

[ Seite: 123neuster Beitrag ]

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