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Club-Besteuerung nach 2009
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schrieb am 25.04.07 08:45:08
Hat sich jemand schon mal Gedanken zur 25%-Pauschalsteuer ab 2009
gemacht? Wenn die Bank dann beim Verkauf 25% des Gewinns ans
Finanzamt abführt, würden ja Clubmitglieder, die in einer Phase
aussteigen, in der keine/wenige Verkäufe erfolgten, an einer
positiven Wertentwicklung teilhaben, ohne aber Steuern zahlen zu
müssen. Die 25% würden bei den zum Schluss verbliebenen Mitgliedern
hängen bleiben - oder mache ich da einen Denkfehler bzw. wie lösen
Fonds das Problem?
schrieb am 25.04.07 09:03:16
guten morgrn,
das wird doch sicher so sein, das man die gewinne/verluste in der
einkommensteuer so angibt wie auch jetzt!!!
das ist sicher anders als bei den dividenden,
stell dir vor du kauft eine aktie zu 1000EUR und verkauft
dann zu 900EUR - ich glaube nicht das die banken anfangen verluste
gegen gewinne und kosten für jeden trade auszurechnen!?
oder sehe ich das falsch?
schrieb am 03.05.07 15:31:42
Ich denke, das siehst Du falsch. Wenn Du künftig eine Aktie für 100
Euro kaufst und sie auf 200 steigt, wird ja die Bank errechnen,
dass Du 100 Euro Gewinn gemacht hast und 25 Euro direkt ans
Finanzamt überweisen, 175 an Dich. Das Problem bei Clubs wird nur
sein, dass ja Mitglieder zwischendurch ein- und aussteigen: Wenn
also die Aktie im ersten Jahr um 100 Euro steigt und dann 3 Jahre
nicht mehr, werden beim Verkauf nach 4 Jahren 25 Euro Steuer
fällig. Ist aber ein Mitglied bereits nach 2 Jahren ausgestiegen,
hat es die Performance mitgenommen (und ausbezahlt bekommen); die
25 Euro müssen dann die nach 4 Jahren verbliebenen Mitglieder
übernehmen...
schrieb am 11.06.07 12:24:06
Das Problem ließe sich folgendermaßen lösen: Wenn ein Mitglied
austritt, wird die offene Steuerschuld für das Depot des Clubs
ermittelt. Dann wird der Anteil des ausscheidenden Mitgliedes
berechnet und bei der Auszahlung in Abzug gebracht.
Ich denke das aber die Club-Software das übernehmen wird. Ich werde
mal bei unserem Anbieter anfragen.
schrieb am 27.06.07 20:18:35
....wäre denn ein 2., im Januar 2009 eröffnetes Depot eine
Lösung?
Im 1. Depot werden dann ab Januar 2009 keine Anteile mehr
verbucht!
So lassen sich auch Ein u Austritte besser rechnen!!
Nur so ein Gedanke.
Gruß
Les_Flics
schrieb am 28.06.07 10:37:07
Wann das Depot eröffnet wird, dürfte keine Rolle spielen; das
betrifft ja auch Ein- und Austritte nach 2009. Das Problem entsteht
künftig bei jeder Ein- oder Auszahlung eines Mitgliedes. Ich
vermute mal, dass man bei einer monatlichen Ermittlung der
Anteilswerte auch monatlich den Gewinn und Verlust jeder einzelnen
Aktie errechnen müsste, "virtuell" 25% des Gewinns abziehen und
dann nur noch dieses Ergebnis als Clubergebnis ausweisen könnte
(und natürlich auch bei einer Auszahlung auszahlen könnte). Wer das
nicht macht, baut ein Schneeballsystem auf, oder wie seht Ihr das?
schrieb am 22.08.07 12:23:23
Das Problem liese sich wie folgt lösen:
Der Club wird analog einem Investmentfonds von der Steuer
freigestellt und jeder versteuert individuell beim Verkauf der
Anteile. In diesem Fall muß der Club die Steuer an das Finanzamt
abführen. Eine andere Lösung wäre unpraktikabel aus den vorher
genannten Gründen, zuml ja nicht dirket mit Einstieg neue Aktien
gekauft werden. Es ist ja ein vorhandenes depot da und die Einlage
wird erst mal in Liquidität gesteckt und dann sinnvoll investiert.
schrieb am 26.11.07 20:37:55
Antwort auf Beitrag Nr.:
29.818.265 von nicclub am 11.06.07
12:24:06@ nicclub
Hast Du in der Zwischenzeit von Eurem Software-Anbieter gehört,
wie die Probleme ab 2009 abwicklungstechnisch gelöst werden
können?
schrieb am 11.02.08 19:04:00
Details zur Abgeltungssteuer siehe u.a.
http://de.wikipedia.org/wiki/Abgeltungsteuer
Für die Abrechnung im Investmentclub:
Zinsen, Dividenen usw. machen sich nicht in einer veränderten
Abrechnung bemerkbar (weil die Abgeltungssteuer bei Eintritt des
z.B. Dividendentermins abgezogen wird).
Kursgewinne verlangen eine veränderte Abrechnung: Weil die
Kursgewinne von Tag zu Tag anfallen, aber die Abgeltungssteuer erst
bei Verkauf abgezogen wird, muß bei Auszahlungen an Gesellschafter
die anteilige Abgeltungssteuer, die bei einem Verkauf anfallen
würde, abgezogen werden. Vereinfacht ausgedrückt gilt für
Wertpapiere, die vor dem 1.1.2009 gekauft werden, die alte
Regelung.
Unsere selbstprogrammierte Software erfasst bisher nur den
Gesamtdepotwert (Wert Depot + Wert Konto). Ab 2009 muß die
Abrechnungssoftware jede einzelne Position im Depot erfassen und
für jede einzelne Position im Depot z.B. eine Checkbox
Abgeltungssteuer[X] anbieten. Bei Positionen, die nicht der
Abgeltungssteuer unterliegen(z.b. Kauf vor 1.1.2009), wird der
aktuelle Kurs genommen. Bei Abgeltungssteuer-Positionen wird vom
Kursgewinn die Abgeltungssteuer rechnerisch abgezogen. Nur dieser
verminderte Kursgewinn geht in die jeweilige Ermittlung der
Anteilswerte ein.
Neben der Abrechnung ändert sich nichts, es müssen insbesondere
keine 'Rückstellungen' in irgendeiner Form gebildet werden. Solange
Kursgewinne da sind, kann die Abgeltungssteuer daraus gezahlt
werden. Wenn sich die Kursgewinne in Luft auflösen, muß bei Verkauf
auch keine Abgeltungssteuer mehr gezahlt werden.
Offene Fragen: Sollte von den
Abgeltungssteuer-Kursgewinn-Positionen die
Abgeltungssteuer-Kursverlust-Positionen abgezogen werden? - Ich
denke nicht, weil die Kursverluste vielleicht erst nach den
Kursgewinnen realisiert werden...
Wenn jemand Denkfehler entdeckt oder Verbesserungsvorschläge hat,
wäre ich für eine Anmerkung sehr dankbar.
Ich habe eine Mail an den DSW geschrieben... wenn ich Informationen
erhalte, werde ich sie posten.
schrieb am 14.02.08 11:20:33
bei Lenz+Partner (market maker, Software auch zur
Investmentclub-Verwaltung) wissen sie scheinbar auch noch nichts
Genaues:
"Vielen Dank für Ihre Anfrage.Leider kann ich Ihnen noch keine
genauen Informationen bezüglich des Updates für die Abgeltungsteuer
mitteilen."
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