dass die Schweiz grössere Goldreserven hat, bedeutet noch lange
nicht, dass die Währung goldgedeckt ist.
Eine Pflicht der Schweizer Notenbank, die Währung mit Gold zu
hinterlegen, gibt es definitiv nicht (mehr), was ja auch aus dem
NZZ-Artikel hervorgeht.
Und man muss sich auch mal vom Gedanken lösen, dass die gesamte
Schweiz nun eine einzige grosse Bank ist (obwohl der Gedanke nicht
ganz falsch ist

)
Auch die Schweiz hat eine Volkswirtschaft mit Exportaufgaben, auch
wenn man die Grössenordnung nun nicht grad mit einer exportlastigen
Volkswirtschaft wie der BRDeutschland vergleichen kann.
Ein überstarker sFr würde aber nun zum totalen Kollabs des Exports
führen.
Allerdings gibt es genug Gründe, anzunehmen, dass der sFr zumindest
mittelfristig und verglichen mit €uro und vor allem dem usDollar,
wohl eher eine härtere Währung bleiben wird.
Dazu braucht es nicht zwingend eine Golddeckung.
Wie das langfristig aussieht, weiss kein Mensch sicher zu
sagen.
Viel wird nämlich davon abhängen, wie resistent sich CH gegen
gewisse Begehrlichkeiten der Länder der Eurozone zeigen wird, z.B
was das Bankgeheimnis anbetrifft.
Sollte die Schweiz da irgendmal mal wackeln, könnte es mit der
Sicherheit des sFr ganz schnell vorbei sein.
Die Stärke dieser Währung beruht ja nun mal auch ohne Golddeckung
auf der Tatsache, dass es seit Jahrzehnten kräftige Kapitalzuflüsse
in das Hoheitsgebiet der Schweiz gibt.