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Passiv Anlegen

Diskussionsstatistik
eröffnet am 04.02.10 13:59:37
von
neuster Beitrag 04.11.10 07:55:42
von

Anzahl Beiträge: 59
Aufrufe gesamt: 2.653
Aufrufe heute: 0
Diskussionsnr.: 1.155.742

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[ Seite: 123456neuster Beitrag ]

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PortfolioStrategie
schrieb am 04.02.10 13:59:37
Beitrag Nr.1 
(38.879.529)
Antwort
Zitat
Dieser Thread beschäftigt sich endlich mit passiven Kapitalanlagen im Allgemeinen.

Passives Investieren = In ganze (Teil-)Märkte investieren, wie alle Aktien in Europa, in der Welt, in alle €-Anleihen oder alle Industrie-Rohstoffe oder alle REIT-Immobilien. Anlagemöglichkeiten sind ETFs, ETCs oder Zertifikate oder selbst die Märkte im Depot nachbauen.

Passives Investieren ist das Gegenteil von dem Versuch Wertpapiere zu identifizieren, die besser als der Durchschnitt abschneiden werden (= aktive Strategien).

Themen hier sind:

- Warum sollte jemand überhaupt passiv investieren?
- Daten über Renditen von passiven vs. aktiven Strategien
- Test von aktiven Strategien und warum sie funktionieren oder nicht
- Produkte für passives Investieren
- Makroökonimische Risiken, Inflationserwartung
- Bewertungsniveaus von Märkten (KGV des S&P 500 hoch oder gering)
- Prognose der Renditen von ganzen Märkten (z.B. Dividendenrendite des Stoxx 600 Index)

Was hälst du davon?

Hier mal ein erster Beitrag:

http://www.wallstreet-online.de/nachrichten/nachricht/288952…
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schrieb am 04.02.10 15:29:45
Beitrag Nr.2 
(38.880.335)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.879.529 von PortfolioStrategie am 04.02.10 13:59:37Produkte:

971663
A0DPW0
986932

Zielrendite 8% p.a.
Avatar
PortfolioStrategie
schrieb am 04.02.10 20:01:17
Beitrag Nr.3 
(38.883.526)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.880.335 von Vivian664 am 04.02.10 15:29:45Die Produkte, die du nennst sind keine ETFs.

Offenbar nennst du diese herkömmlichen Fonds, weil sie in einem bestimmten historischen Zeitraum unter mehreren Fonds am besten abgeschnitten haben.

Willst du damit sagen, dass es aktive Strategien gibt, mit denen man den Markt schlagen kann?

Wenn ja, dann hier eine Veranschaulichung, warum diese Fonds nur aus Zufall gut sein können:

Es gibt ca. 3 Mio. Aktionäre in Deutschland. Die Hälfte der Anlagevolumen wird in einem Jahr besser, die andere Hälfte schlechter als der Durschnitt abschneiden. Im nächsten Jahr wird von der besseren Hälfte wiederum die Hälfte besser als der Durchschnitt abschneiden. Also nach 2 Jahren haben bereits ein Viertel der Anleger besser in beiden Jahren besser als der Durchschnitt abgeschnitten. Wenn man diese Überlegung weiterführt, haben nach 10 Jahren 0,3 % in jedem der 10 Jahre den durchschnitt geschlagen. Das wären dann fast 9.000 Aktionäre. 9.000 Aktionäre haben also eine fantastisch tolle Performance im gesamten 10-Jahres-Zeitraum erzielt, aber auch nur durch Zufall.

Weshalb also sollen gerade bei diesen historisch besten Fonds überlegene Strategie dahinterstecken?
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schrieb am 04.02.10 21:31:58
Beitrag Nr.4 
(38.884.386)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.883.526 von PortfolioStrategie am 04.02.10 20:01:17Wie berechnen sich die 0,3 Prozent? Sind es wirklich so viel?

Und wie ist die fantastisch tolle Performance in diesem Zusammenhang gemeint? Wenn der Durchschnitt -10 Prozent beträgt, dann liegen auch diejenigen über Durchschnitt, die "lediglich" -9,99 Prozent erzielt haben. Das wäre ja nicht so toll...

Gruß

Silberpfeil
Avatar
schrieb am 04.02.10 21:55:10
Beitrag Nr.5 
(38.884.689)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.883.526 von PortfolioStrategie am 04.02.10 20:01:17
Da sieht man mal wieder, dass man, wenn man schon so drauf klopft, die Statistiken auch (richtig)anwenden muss. Wenn man sie denn so auslegt, dass sie in die eigenen Theorien passen, dann wird´s natürlich wertlos.


Die Schlussfolgerungen sind IMO noch vielmehr falsch.

Gruß
Popeye
Avatar
PortfolioStrategie
schrieb am 04.02.10 22:44:47
Beitrag Nr.6 
(38.885.238)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.884.386 von Silberpfeil1 am 04.02.10 21:31:58Auf 0,3 % kommt man durch 1 x 0,5 x 0,5 x 0,5 x 0,5 x 0,5 x 0,5 x 0,5 x 0,5 x 0,5 x 0,5.

Mit toller Performance ist gemeint, dass jedem einzelnen Jahr der 10-Jahres-Zeitraums die Performance über dem Durchschnitt liegt. Das fände ich schon toll. Auch wenn der Renditevorteil nur gering ist.

Avatar
PortfolioStrategie
schrieb am 04.02.10 22:48:29
Beitrag Nr.7 
(38.885.273)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.884.689 von Popeye82 am 04.02.10 21:55:10Ich versteh' gar nicht, was du ausdrücken willst.
Avatar
schrieb am 06.02.10 06:26:44
Beitrag Nr.8 
(38.895.374)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.885.273 von PortfolioStrategie am 04.02.10 22:48:29
Ich verstehe es doch jetzt richtig, dass sie rausarbeiten, "beweisen", wollen(wobei auf letzterem der Schwerpunkt liegt:laugh:;) ), dass man den Markt als Normalanleger(oder sogar ganz allgemein) "eh´ nicht schlagen kann", bzw. die Chance verschwindend gering ist -richtig??


Dann kann ich anführen was daran falsch ist -möchte aber nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen. :laugh: ;)

Gruß
Popeye
Avatar
schrieb am 06.02.10 08:25:28
Beitrag Nr.9 
(38.895.437)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.885.273 von PortfolioStrategie am 04.02.10 22:48:29
Abgesehen davon ist mir nicht ganz klar was an der Aussage: "Die Schlussfolgerungen sind IMO (noch vielmehr)falsch." nicht zu verstehen ist.

Gruß
Popeye
Avatar
PortfolioStrategie
schrieb am 06.02.10 14:45:10
Beitrag Nr.10 
(38.896.410)
Antwort
Zitat
Hallo Popeye,

ich verstand nicht welche Schlussfolgerungen falsch sind und was "IMO" bedeutet. Aber, das ist wohl nicht so wichtig. Wichtig ist eher das:

Ja, ich will darstellen, dass aktive Anlagestrategien kaum den Markt schlagen.

Neulich ist mir mal wieder sehr deutlich geworden, wie gering die Möglichkeiten sind, den Markt zu schlagen: Das Wort "Anomalie" sprang mir ins Auge...

"Anomalie" bedeutet etwas ungewöhnliches, was normalerweise nicht auftreten sollte. "Anomalie" wird in der Fachliteratur verwendet zur Bezeichnung der Möglichkeit systematisch höhere Renditen als der Marktdurchschnitt zu erzielen.

Hunderte Forscher sind damit beschäftigt, herauszufinden wie man hohe Rendite erzielen kann, und, publizieren dann bei Erfolg etwas wie "Do Stock Prices Fully Reflect Information in Accruals and Cash Flow About Future Earnings?" in Accounting Review, Ausgabe Spring 1996.

In dem Artikel geht darum, dass der Verkauf von Aktien von Unternehmen, deren Gewinn einen hohen Anteil bestimmter Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten, zu Überrenditen von ca. 5 % innerhalb eines Jahres nach Veröffentlichung der Geschäftszahlen führt.

Was man daraus schlussfolgern kann:

1. Es gibt tatsächlich Möglichkeiten, den Markt zu schlagen.
2. Es ist extrem kompliziert eine solche Strategie umzusetzen: Man muss sich mit den Bestandteilen von Gewinnen von Unternehmen auskennen und diese für sehr viele Aktien erfassen und auswerten.
3. Man braucht die Möglichkeit von Leerverkäufen dieser Aktien.

==> Der Privatanleger wird das nie machen. Und Institutionelle sind ebenfalls daran gescheitert (nicht unbedingt bei der Umsetzung, sondern weil Investoren in entsprechende Fonds die resultierende extreme Volatilität nicht aushielten und ihre Anteil immer wieder verkauften nach einem großen Rückgang).

Zurück zum Wort "Anomalie": Allein aus der Verwendung durch ALLE, die sich auskennen, wird deutlich, dass über dem Durchschnitt liegende Renditen (risikoangepaßt und nicht nur Zufall) kaum auftreten.

Ist da draußen jemand, der mir sagt, wie ich super Rendite erzielen kann?

Gruß, CS

[ Seite: 123456neuster Beitrag ]

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