03.01.2011, 14:50
Unternehmenswert bei 50 Mrd. Dollar
Facebook-Hype kennt keine Grenzen
Es hat nur sechs Jahre gedauert: Facebook ist eines der
wertvollsten Unternehmen der Welt. Investoren sind begeistert von
dem Online-Netzwerk - während Kritiker schon die nächste
Dotcom-Blase wachsen sehen.
Die US-Großbank Goldman Sachs und die russische
Internet-Beteiligungsgruppe Digital Sky Technologies haben einem
Zeitungsbericht zufolge 500 Mio. Dollar in Facebook investiert. Von
Goldman seien 450 Mio. Dollar gekommen, berichtete die "New York
Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Digital Sky Technologies habe zusätzlich zu den bereits
investierten rund 500 Mio. Dollar weitere 50 Mio. Dollar in das
Netzwerk eingebracht.
Facebook ist 50 Mrd. Dollar wert. Das ist...
Facebook ist 50 Mrd. Dollar wert. Das ist...
unterbewertet gerechtfertigt überbewertet total verrückt
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Damit werde das von Mark Zuckerberg gegründete US-Unternehmen jetzt
mit 50 Mrd. Dollar bewertet. Der Betrag errechnet sich aus dem
Preis, den private Anleger auf dem Sekundärmarkt bereit sind, für
Anteile an der Firma zu zahlen. Facebook ist nicht börsengelistet,
sonst wäre der Wert der Online-Firma aus der Zahl der Aktien und
deren offiziellem Kurs ersichtlich. Facebook wurde 2004 entwickelt
- unter anderem von Zuckerberg, der damals noch Student an der
amerikanischen Elite-Uni Harvard war.
Immer mehr institutionelle Anleger und Wagniskapitalgeber sind an
Teilen der neuen Generation Internetunternehmen interessiert. Dem
Bericht zufolge plant Goldman ein Anlagevehikel, mit dessen Hilfe
entsprechende Kunden direkt in Facebook investieren können. Zudem
könne die US-Bank bis zu 75 Mio. Dollar ihrer Facebook-Anlage an
Digital Sky, dem Betreiber von Mail.ru, verkaufen. Die Russen
gehören schon länger zu den wichtigen Anteilseignern.
Als Teil der Abmachung werde Goldman Sachs zudem weitere 1,5 Mrd.
Dollar von verschiedenen Geldgebern einsammeln, hieß es in der "New
York Times". Damit habe sich das Unternehmen eine starke Position
für den Facebook-Börsengang verschafft - für Banken ein lukratives
Geschäft. Weder Facebook noch Digital Sky oder Goldman nahmen zu
den Presseberichten Stellung.
Facebook setzt mit seiner aktuellen Bewertung neue Maßstäbe. Zum
Vergleich: Der Suchmaschinenkonzern Google wurde nach seinem
Börsengang im August 2004 mit rund 27 Mrd. Dollar taxiert.
Facebooks Wert übersteigt damit aktuell auch den von Ebay , Yahoo
oder Time Warner .
Facebook-Chef Mark Zuckerberg hält 24 Prozent an dem Unternehmen
Facebook-Chef Mark Zuckerberg hält 24 Prozent an dem
Unternehmen
Die - nicht an den Börsen gelisteten - Online-Unternehmen erleben
derzeit einen Hype, der manche Kritiker an die Dotcom-Blase zur
Jahrtausendwende erinnert. So schwoll der Wert der führenden elf
Internetunternehmen in Privatbesitz seit Ende Juni um insgesamt 54
Prozent an, ging Ende Dezember aus Daten der New Yorker
Wertpapierfirma Nyppex hervor.
Anteilsscheine dieser Firmen werden privat gehandelt. Niemand weiß,
wie groß dieser Sekundärmarkt. Klar ist nur, dass er schnell
wächst.
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Die US-Wertpapieraufsicht SEC ist besorgt, ob - auch für privat
gehandelte Papiere geltende - Transparenzregeln eingehalten werden.
Solche Startups unterliegen gewissen Veröffentlichungspflichten,
wenn sie mehr als 500 Anteilseigner aufzuweisen haben - selbst wenn
sie keinen Börsengang beantragt haben.
Die Behörde untersucht neuerdings den Handel mit Aktien nicht
gelisteter Unternehmen wie den Onlinediensten Facebook und Twitter.
Laut Medienberichten forderte die SEC von etlichen Marktteilnehmern
Informationen, unter anderem dazu, wie die Anteilsscheine der
Firmen bewertet werden.
Damit stoßen die Aufseher in ein bisher kaum reguliertes Feld vor.
Die Nachfrage nach den Papieren an kleinen, privaten Börsen legte
über das vergangene Jahr stark zu, da viele Akteure Anteile an den
schnell wachsenden Firmen haben wollen. Fonds werden aufgelegt, die
es einzelnen und institutionellen Investoren erleichtern sollen, in
diese Unternehmen zu investieren.
http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:unternehmenswer…