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Bausparvertrag mittels Darlehen "auffüllen"

eröffnet am 27.02.16 11:15:17 von
Linga

neuester Beitrag 07.03.16 17:16:15 von
honigbaer


Avatar
Linga
27.02.16 11:15:17
Beitrag Nr. 1
Guten Morgen,

ich möchte gerne meinen Bausparer (bei Schwäbisch Hall) mittels eines Darlehens (50kEUR) auffüllen um schneller die Zuteilung zu erreichen und das teure Kombidarlehen umzuschulden.

Laut der Sparda-Beraterin muss der Bausparer aus nachgewiesenem Eigenkapital bespart werden. Ist diese Aussage korrekt? oder möchte man mich nur hinhalten damit ich möglichst lange das teure Kombidarlehen bediene?

Freue mich über euer Feedback / Erfahrungen dazu.

Herzlichen Dank
Linga
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bluechip56
27.02.16 11:28:32
Beitrag Nr. 2
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.851.770 von Linga am 27.02.16 11:15:17Die Zuteilung schneller erreichen? Was soll das bringen? Und frag mal Deinen Vers. Vertreter ob man die 7 Jahre Wartezeit starkt verkürzen kann.

Baudarlehen kann man jetzt schon für 15 Jahre festmachen. Soweit ich das bei Dir sehe reicht Dein Bauspardarlehen im ersten Rang z.B. für einen Hausbau/Kauf nicht aus.

In der Vergangenheit waren Bauspardarlehen nur gut in einer hohen Zinsphase jenseits von 6-7%.
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Linga
27.02.16 11:34:57
Beitrag Nr. 3
Antwort auf Beitrag Nr.: 51.851.833 von bluechip56 am 27.02.16 11:28:32
Zitat von bluechip56Die Zuteilung schneller erreichen? Was soll das bringen? Und frag mal Deinen Vers. Vertreter ob man die 7 Jahre Wartezeit starkt verkürzen kann.

Baudarlehen kann man jetzt schon für 15 Jahre festmachen. Soweit ich das bei Dir sehe reicht Dein Bauspardarlehen im ersten Rang z.B. für einen Hausbau/Kauf nicht aus.

In der Vergangenheit waren Bauspardarlehen nur gut in einer hohen Zinsphase jenseits von 6-7%.


Der Bausparer wurde 2008 abgeschlossen im Zuge eines Kombidarlehens (120kEUR) abgeschlossen. Sobald der Bausparer in die Zuteilung kommt kann ich das momentan sehr hohe Kombindarlehen (4,5% pa effektiv) ablösen und müsste nur noch das günstigere Darlehen über die 50kEUR bedienen. Für mich ergibt sich damit eine Zinsersparnis.
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alzwo
27.02.16 13:05:11
Beitrag Nr. 4
Linga,
ja, das waren und sind diese idiotischen Kombi-Darlehen mit Tilgungsaussetzung. Man zahlt zwar jährlich den gleichen Betrag zurück, aber 1 bis 2 Jahre länger. Auf die Laufzeit achtet der Kunde nicht. Er ist froh, wenn er die Rate stemmen kann.

Es ist Quatsch, daß man keinen Kredit aufnehmen darf, um in einen BSV einzuzahlen. Wohl darf man keinen Kredit aufnehmen, um die WB-Prämie zu erlangen. Immer diese Schräg-Informationen.

Vielleicht gibt dir ein Verwandter oder Bekannter ein Darlehen zu 3,0%. Heutzutage ist das ja schon ein ordentlicher Zinssatz. Das Bekannten-Darlehen zahlst du in den BSV ein. Allerdings zahlst du bis zur Zuteilung zusätzlich Zinsen an den Bekannten.

Es schadet nicht, wenn der BSV dann fast vollgespart ist. 3,6% p.a. effektiv nimmt bestimmt die Bausparkasse. Wenn das Bauspardarlehen klein ist, verzichtet die Bspkasse evtl auf Grundbucheintrag. Erspart auch etwas.

Wenn überhaupt kein Grundbucheintrag vorhanden ist, bekommst du evtl ein Bank-Darlehen zu 2,5% und kannst das Bekannten-Darlehen ablösen.
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honigbaer
27.02.16 15:20:52
Beitrag Nr. 5
So dumm muss ein TA Darlehen nicht sein. Was die Schwaebisch-Hall derzeit anbietet, 1,1% für 10 Jahre Sollzins und 0,1% Darlehenszins, kostet zwar im Endeffekt so 1,35% (wenn man den Bausparvertrag nach 10 Jahren abschreibt), ist aber günstiger als die 15jährigen Darlehen der Banken, und nur die bieten ja eine vergleichbare Zinssicherheit.

Dass die Vertriebspartner gehalten sind, nicht mit billigen Darlehen die Ablösung teurer Altkredite zu beschleunigen, ist ja verständlich. Eine Anfrage wegen eines kleinen Renovierungskredits (ggfs auch bei der Konkurrenz, ohne die geplante Einzahlung TA Darlehen anzusprechen) wäre hingegen vermutlich schnell bewilligt worden. Die werben ja alle mit "bis 30.000 ohne Grundschuld". Geld von privat geht natürlich auch.

Wie lange wird es denn benötigt und wie ist der Habenzins / Tarif im laufenden Vertrag?
BS und Zinssumme.
44 Punkte reichen zur Zuteilung und bei 50% Besparung verrechnet man sich leicht, weil Leistungsfaktor ja auch noch von 0,8 auf 1,0 steigt (bei Auffüllung von 40 auf 50% der Bausparsumme). (Geht also schneller als man denkt.)
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honigbaer
27.02.16 15:43:15
Beitrag Nr. 6
Ist das "Kombidarlehen" wirklich ein Vorausdarlehen bis zur Zuteilung?
Normalerweise wurde das doch eher mit 8 oder 10 Jahren Zinsbindung verkauft und beim Sparvertrag so, dass dieser am Ende der Zinsbindung noch nicht zuteilungsreif ist.
Bei 120.000 BS müssten nach 7 Jahren 20-30 TEuro Guthaben da sein, auffüllen auf mehr als 60.000 beschleunigt die Zuteilung ja kaum. Also fehlen doch keine 50.000. Und ein neues Darlehen (60.000) wird doch sicher billiger sein, als das Darlehen (50.000) aus dem Bausparer?
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alzwo
27.02.16 17:29:00
Beitrag Nr. 7
honigbaer,
doch, doch, diese Darlehen mit TA sind idiotisch. Für das nicht kleiner werdende Fest-Darlehen zahlt man ständig Zinsen. Auf das Bausparguthaben erhält man (durch die Abschlußgebühr noch dezimierte) viel niedrigere Zinsen. Das erkennen auch Idioten und fragen: „Wo soll da ein Vorteil für mich sein?“

Nun kommt die Leimung: „Nach ca 8 Jahren wird das Fest-Darlehen abgelöst durch die Bausparsumme. Der Zins für das Bauspardarlehen ist niedriger als der Zins für das Fest-Darlehen.“ „Alles klar, dann mach ich das.“

Verschwiegen wird: Bei einem Darlehen mit laufender Tilgung ist die Restschuld nach 8 Jahren schon viel kleiner geworden. Ein Vergleich bei gleichen Monatsbeträgen ist über die Laufzeit möglich. Da läuft die Variante mit TA immer länger. Man muß also mehr zurückzahlen.
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honigbaer
27.02.16 18:29:53
Beitrag Nr. 8
Die Argumentation ist ja nachvollziehbar, nur geht mit sinkenden Zinsen eben auch der Nachteil, den ich erleide, indem ich während des laufenden Darlehens gleichzeitig Bausparguthaben unterhalte, gegen null. Und das Meodell beinhaltet ja eine Option, die darin besteht, nach Ablauf der Zinsbindung das Bauspardarlehen jederzeit zu tilgen, bzw die ganze Finanzierung neu zu vereinbaren ODER das Bauspardarlehen zu garantiertem Zins zu nutzen. Letztlich bedeutet diese Sicherheit der Anschlussfinanzierung (typische Laufzeit des Bauspardarlehens ist ja meist etwa 10 Jahre bei vollständiger Tilgung über diese Zeit), dass ich bei meinem Anfangsdarlehen eine etwa 5 Jahre kürzere Zinsbindung wählen kann. Und wenn die Lage am Markt so wie jetzt ist, spart da etwa 0,5% Zins, die man in die Tilgung stecken kann.

Die Tricks der Banken gehen derzeit eher so, 15jährige Zinsbindung mit 4% Tilgung verkaufen für 1,6% statt 1,1%, was 10jährige Darlehen kosten. Durch die Tilgung ist da die Laufzeit natürlich viel kürzer und der Zins überhöht.

Was S-Hall aktuell anbietet, 1,1% Darlehenszins für 10 Jahre und 3,3% jährlich für den Bausparvertrag, da ist das Enddarlehen doch ca. 67% und im Mittel sind es 83,5%. Also das ganze wird im Vergleich zum 10jährigen Darlehen mit 3,3% Tilgung nur 0,2% teurer, bietet aber im Anschluss nochmal 5 Jahre Zinssicherheit zu glaub etwa 2,4% (2,15 nominal) als Option.

Ganz toll wird das, wenn ich nach 10 Jahren sage, ich will mein TA Darlehen komplett neu. Dann habe ich 10 Jahre lang ein Darlehen ohne Tilgung gehabt, das mir keine Bank gegeben hätte. Und einen zuteilungsreifen Bausparvertrag habe ich übrig, den kann ich nachrangig schon für den nächsten Hauskauf einsetzen. So kommen dann auch die Kinder ins Eigenheim, wenn man welche hat.
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alzwo
27.02.16 18:31:14
Beitrag Nr. 9
honigbaer,
bei einer Bekannten war vor ca 6 Jahren die Zinsbindung abgelaufen. ETW. Restschuld unter € 20.000,- . Neues Darlehen mit 6% p.a. und TA bei gleichzeitigem Abschluß eines BSV in der Restschuld-Höhe. Man hatte ihr angedeutet (nicht versprochen), daß nach 8 Jahren der BSV zugeteilt wird und den Festkredit ablöst.

Die mtl Rate betrug € 368,- (268,- ? weiß nicht mehr so genau) inklusive einer Restschuldversicherung im Todesfall. Nach Zuteilung sollte es mit der selben mtl Rate weiterlaufen. Wie lange - war unklar. Ich hatte ihr abgeraten, aber sie hatte schon alles unterschrieben.
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honigbaer
27.02.16 19:21:39
Beitrag Nr. 10
Vor 6 Jahren war der Marktzins für 5jährige Finanzierungen etwa 3,5 und für 10järige Zinsbindung etwa 4,5%. Wieso sollte man da 6% Zins für 8 Jahre vereinbaren? Wobei die Banken sich durchaus mal zieren, so ein 20.000 Euro Darlehen zu vergeben, ist ja mehr Papierkrieg als Zins.

2008 konnten die 5- und 10jährigen Hypothekendarlehen aber durchaus auch 5% und mehr kosten, so dass die von Linga genannten 4,5% jedenfalls billiger als der Marktzins für normale Tilgungsdarlehen waren. (Hab jetzt bei Interhyp nach den historischen Zinsen geschaut.)

Wenn schon muss man doch eher umgekehrt argumentieren. Es ist nicht die niedrige Rate, die zu den TA Darlehen verführt, sondern der neidrigere Zins. Der ist aber wegen der teuren und hohen, dafür Zinsssicherheit garantierenden Tilgung über den Bausparvertrag, gar nicht viel günstiger. 10 Jahre fest mit 1% Tilgung wird bei der Rate immer billiger sein, als 10 Jahre fest mit 3,3% Tilgung als TA-Kombimodell.

Die Restschuldversicherungen muss man ja nicht nehmen.
Für ohne Gesundheitsprüfung sind die vielleicht nichtmal so teuer, aber das wäre wohl ein Thema für sich.


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