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Kann man den Sterbegeld Beitrag von der Steuer absetzen?


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Antwort auf Beitrag Nr.: 52.076.381 von Patrieck am 29.03.16 17:34:32Deine Beiträge zur Sterbegeldversicherung kannst du bei der Veranlagung zur Einkommensteuer im Rahmen der Höchstbeiträge für Vorsorgeaufwendungen (§ 10 Abs. 4 EStG) von der Steuer absetzen.

Leistungen aus der Sterbegeldversicherung, die aufgrund deines Todes erbracht werden, sind in vollem Umfang einkommenssteuerfrei, evtl. erbschafts- oder schenkungssteuerpflichtig.


Quelle: Google

:D
Da bei den sonstigen Vorsorgeaufwendungen nur noch 1.900 Euro (inkl. Krankenversicherung, mindestens aber die Kosten der Krankenversicherung) abziehbar sind, ist dieser Betrag meist durch die Krankenversicherung und andere Haftpflichtversicherungen ausgeschöpft und es ergibt sich kein Steuereffekt.

Außerdem dürfte nur der reine Risikobeitrag abziehbar sein. Bei der üblichen Gestaltung als Kapitalversicherung in Verbindung mit einer Risikolebensversicherung, also Sparvertrag, dürfte bei Abschluss ab 2005 nur eine Berücksichtigung als Altersvorsorgevertrag in Betracht kommen, also Beiträge mit (88%) abziehbar, Erträge steuerpflichtig. Oder sehe ich das falsch?
Ich glaube, das ist ein Vorurteil, das bis 2012 seine Berechtigung hatte, denn bei den kleinen Summen der Sterbegeldversicherungen fielen die Kosten überproportional ins Gewicht, so dass sich selbst hohe Garantiezinsen der Lebensversicherungen, die es früher noch gab, kaum auswirkten. Also war eine reine Risikoversicherung plus Sparbuch vernünftiger.

Seit 2012 müssen aber Männer und Frauen tariflich gleich eingestuft werden, folglich zahlen Frauen in der Lebensversicherung extrem überteuerte Beiträge und Männer kommen äußerst günstig weg, im Vergleich zu ihrem viel höheren Sterberisiko. Gerade lese ich noch "ROUNDUP: Arme sterben früher - Regionale Unterschiede in Deutschland groß", dass in Pirmasens die Lebenserwartung ganze 8 Jahre niedriger ist, als in dem Landkreis mit der jeweils höchsten Lebenserwartung in Deutschland.

Also wenn jemand regional und durch Männlichkeit stark sterbegefährdet ist, müsste sich eigentlich jede Art von Risikolebensversicherung lohnen. Das Thema kam neulich auch im Zusammenhang mit den Risikolebensversicherungen bei Bausparfinanzierungen auf. Seit 2012 kann man da für Männer nicht mehr so pauschal sagen, das lohne sich nicht.
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.077.155 von honigbaer am 29.03.16 18:55:39
Zitat von honigbaer.... Bei der üblichen Gestaltung als Kapitalversicherung in Verbindung mit einer Risikolebensversicherung, also Sparvertrag, dürfte bei Abschluss ab 2005 nur eine Berücksichtigung als Altersvorsorgevertrag in Betracht kommen, also Beiträge mit (88%) abziehbar, Erträge steuerpflichtig. Oder sehe ich das falsch?


Ja, das war dann falsch. Bei den Lebensversicherungen ab 2005 abgeschlossen gibt es keine Möglichkeit zum Abzug als Vorsorgeaufwendung, sondern nur die steuerliche Begünstigung der Versteuerung von Erträgen zum halben Steuersatz, wenn 12 Jahre Laufzeit erreicht werden und die Auszahlung nach dem 62. Lebensjahr erfolgt.


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