Hallo zusammen,
die Euromicron AG ist seit Februar nicht mehr am Neuen Markt,
sondern am geregelten Markt notiert.
Es macht deshalb Sinn, die Diskussion hier im WO-Board vom Neuen
Markt, in den Bereich Nebenwerte zu verschieben.
Mit den Zahlen zum GJ 2002 hat die euromicron AG bewiesen, dass man
auch in schwierigen Jahren, ein gutes Ergebnis abliefern kann.
Diese Zahlen und ein positiver Ausblick für das laufende Jahr, hat
die Aktie in den letzten Tagen aus einem fast einjährigen Schlaf
gerissen und einige charttechnische Widerstände durchstoßen.
================================================================================
Pressemeldung zum Geschäftsjahr 2002:
euromicron AG schließt das "Kampfjahr" 2002 in
schwierigstem Umfeld erfolgreich ab
- Eigenkapitalquote erneut deutlich verbessert
- Konzern-EBIT deutlich gesteigert
- 1. Stufe der Strategischen Neuausrichtung abgeschlossen
- Kostenstruktur verbessert – Synergien genutzt
Frankfurt am Main, den 5. Juni 2003 – Unter erheblich
verschlechterten Konjunkturbedingungen, einer rückläufigen
Nachfrage und verschärften Wettbewerbsbedingungen konnte die
euromicron AG das Geschäftsjahr 2002 dennoch erfolgreich
abschließen. Wie der Vorstandsvorsitzende, Dr. Willibald Späth, den
Aktionären auf der Hauptversammlung in Frankfurt erläuterte, muss
zwar insbesondere bedingt durch die Unternehmensverkäufe ein Minus
von 20,2 Prozent auf 147,2 Millionen Euro beim Gesamtumsatz für
2002 ausgewiesen werden. Die Steigerung des Gesamt EBIT um 6,7
Prozent auf 17,1 Millionen Euro sowie ein Jahresüberschuss von 11,7
Millionen Euro verdeutlichen jedoch einen erfolgreichen
Geschäftsverlauf des Spezialisten für Netzwerktechnologie.
"Die gesamtwirtschaftliche Situation zusammen mit den laufenden
strukturellen Veränderungen der euromicron-Gruppe waren im
vergangenen Jahr für uns eine besonders große Herausforderung. 2002
war geprägt von einer geringen Investitionsbereitschaft des
Marktes, von generell verhaltenem Geschäft, einem starken
Preisdruck und darunter leidenden Margen", erläuterte der
Vorstandsvorsitzende.
In Anbetracht der beschriebenen, nicht beeinflussbaren
Rahmenbedingungen hat sich die euromicron AG auf ihre
wirtschaftlich solide und konservative Strategie konzentriert und
konnte sich mit dieser Politik äußerst zufrieden stellend
entwickeln. Vor allem wurde die Umwandlung in einen
zukunftsorientierten Technologiekonzern konsequent fortgesetzt. Mit
Zukäufen und Aufstockungen der gehaltenen Anteile im
Kerngeschäftsfeld Netzwerktechnologie und mit der Realisierung der
geplanten Verkäufe in den Segmenten Energiemanagement und
Beteiligungen wurde im Geschäftsjahr 2002 die erste Stufe der
strategischen Neuausrichtung nahezu abgeschlossen und wichtige
Ziele für die euromicron-Gruppe erreicht. Späth nannte exemplarisch
den Erwerb der Pfeiffer GmbH, ein spezialisiertes IT-Systemhaus für
Informations-, Kommunikations- und Elektrotechnik, die die Präsenz
der euromicron-Gruppe im südwestdeutschen Raum stärken wird. Auch
die Erschließung und Realisierung von Synergieeffekten innerhalb
des Kerngeschäftsfeldes konnten vorangetrieben werden.
"Die Verkaufsverhandlungen für die restlichen
Industriebeteiligungen wurden intensiv betrieben, wobei wir mit
größter Sorgfalt darauf achten, ertragsstarke Unternehmen nur bei
entsprechend guten Angeboten zu verkaufen. Wir möchten sogar soweit
gehen, diese Unternehmen nur zu verkaufen, wenn wir entsprechend
gute Netzwerkunternehmen akquirieren können. Mit dieser
Unternehmenspolitik erhalten wir die Substanz der euromicron AG,
sichern deren Zukunft und machen die AG wie auch die einzelnen
Teilbereiche attraktiv für neue Investoren", erläutert der
euromicron-Chef die konsequente Unternehmenspolitik.
Neben den strategischen Schwerpunkten galt das Augenmerk
insbesondere der Geschäftsentwicklung in den Konzerngesellschaften
und der Absicherung und Steigerung deren nachhaltiger Rentabilität
und Ertragskraft. Auch die zielgerichtete Reinvestition der
liquiden Mittel sowie der weitere Abbau der Fremdmittel und damit
die Steigerung der Kapitalbasis wurden konsequent verfolgt. Dies
belegt die erneute Steigerung der Eigenkapitalquote der AG auf
nunmehr 64,2 Prozent. "Dies verschafft der euromicron AG auf dem
Kapitalmarkt eine noch stärkere Position, eröffnet uns weiterhin
günstige Finanzierungsmöglichkeiten und sichert eine
risikominimierte Umsetzung unserer Strategie", so Späth.
Der Vorschlag an die Hauptversammlungsteilnehmer, keine Dividende
auszuschütten, wurde zwar nicht mit Begeisterung aufgenommen,
letztlich aber mit großer Mehrheit beschlossen und der im
Jahresabschluss ausgewiesene Bilanzgewinn wurde auf neue Rechnung
vorgetragen. "Der Beschluss dient der weiteren Stärkung der
Kapitalkraft und Widerstandsfähigkeit der euromicron AG mit Blick
auf beabsichtigte Zukäufe von Beteiligungen einerseits, der
Rückführung von Verbindlichkeiten des Konzerns andererseits und zur
Absicherung diverser, unvorhersehbarer Risiken aus der Banken- und
Kapitalgeberwelt vor dem Hintergrund der allgemeinen negativen
Börsenentwicklungen", überzeugte Späth die überwiegende Mehrheit
der Aktionäre.
Auch den Weggang vom Neuen Markt und das Listing im Geregelten
Markt seit dem 03. Februar 2003 erläuterte der Vorstandsvorsitzende
den anwesenden Aktionären. Bereits im laufenden Geschäftsjahr wird
durch die Entscheidung eine nicht unerhebliche Kostenreduktion
erwartet. Späth versicherte jedoch den Aktionären, auch weiterhin
über die bestehenden Publikationspflichten hinaus transparent und
offen zu kommunizieren.
Späth stuft die Netzwerk- und Lichtwellenleitertechnologie nach wie
vor als Zukunftstechnologie ein, die nach Ansicht von Experten über
eine mittelfristige Sicht ein stetiges Wachstum aufweisen wird.
"Mit dem Ausbau dieses Kerngeschäfts zum einen und mit dem Führen
von wirtschaftlich und strategisch interessanten
Industriebeteiligungen zum anderen tragen wir dieser Erwartung
Rechnung und werden die erfolgreiche Entwicklung der euromicron AG
weiter ausbauen können", blickt der Vorstandsvorsitzende
optimistisch in die Zukunft.
Sämtliche Tagesordnungspunkte der Hauptversammlung wurden mit
großer Mehrheit beschlossen, Vorstand und Aufsichtsrat wurden
entlastet und die Hauptversammlung endete mit interessanten und
fundierten Diskussionen und Gesprächen.
Statt Quartalszahlen:
euromicron berichtet die Geschäftszahlen der ersten vier Monate
2003
In dem im Anschluss an die Hauptversammlung gelaufenen Diskussionen
und Gesprächen informierte der Vorstand die Aktionäre,
Aktionärsvertreter, Banken, Analysten und Journalisten über die
aktuellen Quartalszahlen: Statt der bislang bis zum Ende Mai
vorzulegenden Quartalszahlen berichteten Späth und Bernardi über
die noch aktuelleren Zahlen der Geschäftsentwicklung vom 1. Januar
bis zum 30. April 2003.
"Damit kommen wir unserer Ankündigung nach, auch am Geregelten
Markt transparent, offen und dennoch kostenbewusst zu
kommunizieren", so der Vorstandsvorsitzende.
Späth konnte den Anwesenden mitteilen, dass trotz eines rund 10
Prozent niedrigeren Konzernumsatzes in den ersten vier Monaten des
Geschäftsjahres 2003 ein höheres Ergebnis als im Vorjahr erzielt
werden konnte. So wurden von Januar bis April 2003 38,4 Mio. Euro
(Vorjahr: 43,1 Mio. Euro) erwirtschaftet, das Ergebnis vor
Ertragssteuern (EBT) fiel allerdings mit 0,7 Mio. Euro höher aus
als in den ersten vier Monaten des Vorjahres, in dem ein EBT von
0,1 Mio. Euro ausgewiesen wurde.
Der Auftragseingang liegt per 30. April 2003 mit 41,2 Mio. Euro
rund 3 Prozent über dem des Vorjahresvergleichszeitraums (40,0 Mio.
Euro). Sehr erfreulich sei damit der Auftragbestand, der mit 45,6
Mio. Euro 25,3 Prozent über dem des Vergleichszeitraums von 2002
(36,4 Mio. Euro) lag.
Deutliche Unterschiede macht Späth beim Konzernumsatz innerhalb der
Gesellschaften der euromicron AG aus. So haben sich einige der
Töchter planmäßig, einige sogar über Plan entwickelt. Die
Gesellschaften, die in der Dollar-Region engagiert sind, konnten
hingegen u.a. wegen des hohen Euro-Kurses ihre Ziele nicht
erreichen. Ebenso die Tochtergesellschaften, die im immer noch
stagnierenden Projekt- und Systemgeschäft tätig sind. "Die
erfreuliche EBT-Entwicklung ist auf die zahlreichen
ertragssteigernden Maßnahmen zurückzuführen", so Späth.
Dennoch lässt Späth keinen Zweifel daran, dass auch das Jahr 2003
aufgrund der nach wie vor stagnierenden Gesamtwirtschaft hohe
Risiken für die Entwicklung birgt.
Der Vorstandsvorsitzende kündigte an, auch künftig für alle
Interessierten aktuelle und transparente Investor Relations-Arbeit
leisten zu wollen und fordert die Aktionäre auf, den direkten
Kontakt mit der AG noch stärker zu nutzen.
==============================================================================
Über die Aussichten zum laufenden Geschäftsjahr hat sich Vorstand
Dr. Späth sehr positiv im Interview beim Börsenradio geäußert.
Interview vom 05.06.2003 mit Herrn Dr. Willibald Späth,
Vorstandsvorsitzender der EUROMICRON AG
Nachdem die positiven Zahlen zum Geschäftsjahr 2002 für die
Aktionäre bereits im Voraus bekannt waren, war die Stimmung zur
Hauptversammlung der Euromicron AG überwiegend gut. Dr. Willibald
Späth, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens spricht im Interview
über die Zahlen des vergangenen und des laufenden Jahres.
http://www.brn-ag.de/vonuns_db2.htm
===============================================================================
Hinter dem Erfolg der euromicron AG stehen in erster Linie die
Vorstände:
![]()
Dr. Willibald Späth
Vorsitzender des Vorstands
Strategie
Akquisition
Finanzen
Öffentlichkeitsarbeit
Investorenbeziehung
![]()
Dr. Edgar Bernardi
Vorstand
Produkte
Markt
Technologie
Operation
WPKN: 566 000
Kurs: ca. 9 €
Aktienanzahl: 4,66 Mio. Stück
Marktkapitalisierung: ca. 42 Mio. €
home-page:
http://www.euromicron.de
Gruß Substanzsucher