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    Sangui - Perle im Biotechsektor bald 1ooo % ? (Seite 997)

    eröffnet am 12.05.04 20:12:51 von
    wolf4920032000

    neuester Beitrag 24.10.14 22:04:51 von
    geldmanager
    Beiträge: 70.806
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    Aufrufe heute: 3.905
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    Avatar
    mfs260151
    schrieb am 08.06.05 07:43:26
    Beitrag Nr. 9.961 (16.832.298)
    @wolf,
    danke wolf, vor allem für deine tolle formulierung: viele sind bereits steuerfrei.
    -auch ich bin steuerfrei.
    mfs
    Avatar
    Liedermann
    schrieb am 08.06.05 09:03:35
    Beitrag Nr. 9.962 (16.832.786)
    hallo!

    um sangui ist es ziemlich ruhig geworden, sowohl an der börse hamburg als auch hier an bord. :look::look:

    damit wir nicht einschlafen vielleicht mal folgendes szenario vorstellen!:eek:

    green cross corp kauft die restlichen 1,6 mio. aktien von sangui und man kommt überein, green cross corp. als strategischen partner aufzunehmen. dazu werden weitere z. b. 20 mio. aktien ausgegeben (z. b. stk. kurs 0,2 €)= 4.000.000 € diese werden widerum von green cross erworben somit hätte green cross eine interessante beteiligung an sangui.

    für beide partner würden sich erhebliche vorteile ergeben:

    green cross:

    - sangui unternimmt die weitere entwicklung und forschung im bereich des künstlichen blutes. die ergebnisse könnten verwendung finden in ihre eigene forschung und entwicklung.
    desweiteren bekommt green cross ein standbein (forschungsbezogen) in europa.
    - strategisch bzw. mittelfristig betrachtet eine finanziell interessante "anlage" (die ersten fertigen produkte und erste vertriebserfolge (z. b. beese, wunderkind, später wundspray ,....) liegen vor.
    - nutzung des vorliegendes know how sangui biotech
    ....

    sangui biotech:

    - gesicherte finanzielle basis zur fortführung des laufendes geschäftes
    -
    - verstärkte fortführung des sicherlich sehr interessanten blutersatzes
    - entwicklung weiterer produkte
    - vertrieb der gegenwärtigen produkte
    - darüber hinaus stärkere verhandlungsbasis gegenüber gegenwärtigen und zukünftigen vertriebspartnern
    - kontakteröffnung "asien"

    und, und ...


    eure meinung

    liedermann
    Avatar
    muederJoe
    schrieb am 08.06.05 14:20:44
    Beitrag Nr. 9.963 (16.836.764)
    Wäre ja alles nicht schlecht,

    bis auf des sächsischen genitivs. :laugh: :laugh: :laugh: :D :cool:
    Avatar
    traumstrand
    schrieb am 08.06.05 14:37:39
    Beitrag Nr. 9.964 (16.836.953)
    @ liedermann

    Die Thesen find ich auch gut - mal sehen, was der Prof aushandeln kann. Der nächste Quartalsbericht wird uns wohl ein wenig schlauer machen. Vielleicht kriegen wir dann auch schon mal eine Idee, wieviel Mercatura an Sangui für die Faltenglättungswunderpaste zahlen muß.

    Gruß, ts.
    Avatar
    Liedermann
    schrieb am 08.06.05 16:12:48
    Beitrag Nr. 9.965 (16.838.373)
    herr prof. barnikol ist aktiv:

    Beschreibung zu WO2005046717


    <Desc/Clms Page number 1>


    Verwendung hyperpolymererHämoglobine zur Behandlung eines Lungenödems Beschreibung Gegenstand vorliegender Erfindung Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung hypo-onkotischer, wässriger Lösungen molekular-disperser chemisch modifizierter, hoch-molekular vernetzter Hämoglobine, sogenannter Hämoglobin-Hyperpolymere, zur Herstellung von Mitteln, zur symptomatischen, primär lebensrettenden Behandlung akuter Lun- genödeme. Die Verabreichung erfolgt insbesondereintravasal. Überraschender Weise kann eine additve Verabreichung vorgenommen werden, da erfindungsgemäss der kolloid-osmotische (= onkotische) Druck des Blutes nur wenig erhöht und das Blutvolumen deshalb kaum vergrössert wird. Die erfindungsgemässe Anwendung bzw. Verabreichung ist somit (fast) Volumen- neutral bezogen auf das Blut, in das die Injizierung vorgenommen wird. Somit wird erstmals ein hyperpolymeres Hämoglobin-Derivat therapeutisch als Blut- Additiv zur Behandlung eines Lungenödems eingesetzt.

    Hintergrund der Erfindung1. Künstliche Sauerstoffträger KünstlicheSauerstoffträger/-transporter sind eine äusserst heterogene Gruppe von Stoffen. Ihre namensgebenden Charakteristika sind ihre Fähigkeit, Sauerstoff in Form des molekularen Disauerstoffes(02) reversibel zu binden oder in sich zu lösen-damit haben sie eine prinzipielle Eigenschaft mit demnatürlichen Sauerstoffträger/-transporter im Blut, dem Hämoglobin (RoterBlutfarbstof, das in den Erythrozyten (Roten Blutzellen) vorkommt, gemein- sowie ihr potentielle Verwendbarkeit als intravasal (i. d. R. also intravenös) zu applizierende Pharmazeutika oder in sonstigen biomedizinischen Anwendun- gen.

    <Desc/Clms Page number 2>



    (Eine umfassende Übersicht (Stand der Technik) in : RIESS J. G. :"Oxygen Car- riers ("Blood Substitutes") -Raison d`Etre, Chemistry, and Some Physiology", Chemical Reviews 101 (2001) :2797-2919 ; eine Übersicht zu vielen Hämoglobin-Derivaten in : VANDEGRIFF K. D. :"Haemoglobin-based Oxygen Carriers", Expert Opinions onInvestigational Drugs 9 (2000) : 1967-1984) Die bekannten Sauerstoffträger unterscheiden sich sowohl hinsichtlich ihrer Beschaffenheit als auch der dadurch bedingten physikochemischen Eigen- schaften und ihrer Verwendbarkeit.

    So sindPerfluorocarbone mit und in wässrigen Lösungen, wie bspw. dem Blutplasma, nicht mischbar bzw. darin nicht lösbar. Sie können aber in Form fein disperser (mittels Emulgatoren stabilisierter) Tröpfchen darin emulgiert werden. Ebenfalls emulgiert oder suspendiert werden mit natürlichen oder künstlichenSauerstoffträgern gefüllte Liposomen. Hierbei handelt es sich um mit einer Phospholipid-Doppelschicht-Membran umgebene Vesikel (künstliche Zellen oder auch künstliche Erythrozyten).

    Frei in der wässrigen Phase (bspw. im Plasma) gelöst werden können Hämo- globine, ihre durch chemische Modifikation erhältlichen Derivate, sowie isolierte und notwendigerweise chemisch modifizierte Häm-Gruppen.

    Der molekulare strukturelle Aufbau künstlicher Sauerstoffträger bedingt deren Art der Verabreichung, insbesondere, ob sie als ein Ersatz fehlendes Blut substituieren können, oder ob sie in vorhandenes Blut als Zusatz addiert werden können. Bisher beschriebene Produkte haben einen Sauerstoff- transportierendenPlasmaersatz zum Ziel, also eine Plasmaersatz-Flüssigkeit zum Auffüllen des durch eine akute Blutung oder Blutentnahme teil-entleerten Blutgefässsystems, die gegenüber den bekannten (nicht Sauerstoff transportierenden) Plasmaersatzmitteln darüber hinaus auch eine weitere wesentliche Funktion des Blutes, nämlich die desSauerstofftransports, restituiert.

    Perfluorocarbone und Liposomen lösen sich nicht im wässrigen Blutplasma, sie besitzen und erfüllen als deutlich getrennte, eigene, emulgierte oder sus- pendierte Phase ein gewisses Volumen, und erscheinen deshalb zum genann- ten Zweck alsSauerstoff-transportierender Plasmaersatzmittel prinzipiell

    <Desc/Clms Page number 3>

    geeignet, nicht dagegen als ein Zusatz in das Blut, da sie dessen Volumen zwangsläufig vergrössern.

    Um als Ersatz fehlenden Blutes geeignet zu sein, müssen Sauerstoff-trans- portierendePlasmaersatzmittel aus frei in einer wässrigen Phase gelösten Hämoglobinen, oder ihren durch chemische Modifikationen erhaltenen Deri- vaten, sowohl in etwa isoton (die Tonizität ist ein relatives Mass für den osmo- tischen Druck) als auch isonkotisch (= iso-onkotisch, die Onkosie ist ein Mass für den onkotischen (= kolloid-osmotischen) Druck) mit dem Blutplasma sein. Zur Erzielung einer Isotonie befinden sich solche künstlichen Sauerstoffträger i. d.

    R. gelöst in einer Elektrolytlösung, die dem Blutplasma-Elektrolyten ähnelt.

    Iso-Onkosie in pharmazeutischen Zubereitungen bisher entwickelter (und publizierter) Hämoglobin-Derivate als künstliche Sauerstoffträger bedingen diese selbst. Ihr molekulares Design entspricht der klinischen Anforderung nach einer Isonkosie, die durch eine hinreichende Anzahl onkotisch wirksa-mer Wirkstoffmoleküle realisiert wird.

    Daher werden derartige, frei gelöste Hämoglobinderivate auch ganz besonders zur Anwendung bei (stärkeren)Blutverlusten vorgeschlagen. Für medizinische Indikationen ohne einenBlutverlust sind sie nur sehr bedingt (nämlich von der Menge/Dosis her äusserst begrenzt) einsetzbar, da sie aufgrund ihrer genannten Eigenschaften das Blutvolumen zwingend um das Volumen ihrer injizierten oder infundierten pharmazeutischen Zubereitung vergrössern.

    2.Hämoglobin-Hyperpolymere Sollen künstliche Sauerstoffträger zur Behandlung eines Sauerstoffmangels als Additive eingesetzt werden, so sollten diese einen ausreichend geringen kolloid osmotischen Druck aufweisen(vgl.Barnikol W. K. R., et al. (1996) :"Hyper- polymere Hämoglobine als künstliche Sauerstoffträger-Ein innovativer Ansatz der medizinischen Entwicklung", Therapiewoche 46 : 811-815). Sie sind kon- zipiert, um als künstliche Sauerstoffträger die Sauerstoff-Transportkapazität vorhandenen Blutes zu erhöhen, wenn keinBlutverlust zu ersetzen ist. Damit Hämoglobin-Hyperpolymere nach Injektion oder Infusion das Volumen des zirkulierenden Blutes nicht bleibend vergrössern (sondern vielmehr das Wasser

    <Desc/Clms Page number 4>

    und die Salze ihrer Zubereitung möglichst umfänglich über die Nieren wieder ausgeschieden werden), muss die onkotisch wirksame Anzahl an Wirkstoff- molekülen so weit wie möglich verringert werden. Dazu werden die Hämo- globine chemisch (mittels poly-oder bifunktioneller Vernetzer) quer-vernetzt und polymerisiert. So entstehen künstliche, Sauerstoff bindende Riesenmoleküle.

    Chemisch betrachtet sind molekular vernetzteHämoglobineMultimere des Monomeren Hämoglobin. Dabei wird jedoch keinerlei Aussage darüber getroffen, welche Multimere-es handelt sich hierbei um eine breite Molekulargewichtsverteilung mit Oligomeren und höheren Polymeren-welche Auswirkungen auf die Eigenschaften des Gesamtproduktes haben.

    3. Lungenödeme Ein Ödem ist eine abnorme Flüssigkeitsansammlung imInterzellularraum (Inter- stitium). Lungenödeme sind ein häufiges klinisches Krankheitsbild. Sie führen zu einer lebensbedrohlichen Beeinträchtigung der Gesundheit, die in schwerenFällen tödlich verläuft. Man unterscheidet hauptsächlich das durch Insuffizienz des linken Ventrikels bedingte kardiale (Stauungs-) Ödem und die toxisch bedingten Lungenödeme mit Erhöhung der Kapillarpermeabilität bei Lungenentzündungen, Inhalation schädigender Gase, bspw. auch bei hohen Sauerstoff-Konzentrationen, Urämie, oder bei Überempfindlichkeitsreaktionen etc.

    Die Therapie ist immer symptomatisch bezüglich der lebensbedrohlichen Be- einträchtigung der Lungenfunktion (Intensivmedizinische Versorgung, Kortikoide zur Unterdrückung entzündlicher Vorgänge, Sauerstoff-angereicherte Atemluft und Überdruckbeatmung, etc. ) und wenn möglich kausal bezüglich der Ursa- chen (Expositionsprophylaxe, Therapie der kardialen Insuffizienz oder der zugrunde liegenden Nierenkrankheit, etc.) (Zum Stand der Technik siehe bspw. : Böcker, W, Denk, H. Heitz Ph. U (Hrsg) : Pathologie, Urban & Schwarzenberg, München u. a.1997 ; Gerock W. Huber CH, Meinertz T, Zeidler H (Hrsg. ) : Gross-Schölmerich-Gerock-Die Innere Medizin, 10. völlig neu bearb. und erw. Auflage, Schattauer, Stuttgart und New York 2000 ; Weikrauch T. R.. (Hrsg. ) : Wolff-Weikrauch-Internistische Therapie</RTI>

    <Desc/Clms Page number 5>

    2000/2001, 13. neubearb. Auflage, Urban & Fischer, München und Jena 2000 ; Arch. Cardiol. Mex., Vol. 72, Seite 280-285).

    Aufgabe der Erfindung Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte symptomatische Therapie des akuten Lungenödems, insbesondere der hohen Letalität dieser Erkrankungen (klinisch werden Sterblichkeiten zwischen 30 und 90% angegeben), bereit zu stellen.

    Lösung der Aufgabe Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst durch die Herstellung und Anwendung einer hypo-onkotischen Lösung chemisch modifizierter, hoch- molekular vernetzterhyperpolymererHämoglobine. Überraschender Weise kann mit solchen Lösungen wirksam ein akutes Lungenödem therapiert und die Sterblichkeit verringert werden.

    Nähere Beschreibung der Erfindung Nach vorliegender Erfindung kann ein akutes Lungenödem wirksam behandelt werden durch die Verabreichung einer wässrigen Lösung in das Blut addierbarer hyperpolymerer Hämoglobin-Derivate, deren onkotischer Druck in wässriger Lösung viel geringer ist als der des vorhandenen Blutes, und somit als Additiv einen hypo-onkotischen Druck zeigt.

    Beschreibung der Abbildungen Figur 1 zeigt beispielhaft die Abhängigkeit des onkotischen Druckes(conk) einer Lösung eines erfindungsgemäss zur verbesserten Therapie eines akuten Lungenödem verwendeten chemisch modifizierten, hoch-molekular vernetzten Hämoglobins.

    Figur 2 zeigt die Wirksamkeit chemisch modifizierten, hoch-molekular vernetzten Hämoglobins zur verbesserten Therapie eines akuten Lungenödem, hier als die Überlebenszeit von zehn narkotisierten Ratten nach Beibringung

    <Desc/Clms Page number 6>

    eines letalen toxischen Lungenödems (durch Injektion von Ölsäure), von denen fünf Tiere zur Therapie den Wirkstoff in ihr Blut addiert bekamen.

    Besondere Ausführungsform der Erfindung Gemäss der Erfindung werden Mittel bereitgestellt und verwendet, nämlich wässrige Lösungen, enthaltend die genannten hyperpolymerenHämoglobine.

    Insbesondere sind die wässrigen Lösungen Elektrolyt-haltige Lösungen. Vor allem entsprechen diese dem physiologischen Milieu. Die erfindungsgemäss eingesetzten chemisch modifizierten Sauerstoffträger(hyperpolymereHämoglobine) stammen vom Menschen, vom Schwein oder vom Rind.

    Bevorzugt stammen sie vom Schwein.

    Die erfindungsgemäss verwendetenhyperpolymerenHämoglobine sind hoch molekulare,intermolekular vernetzte Hämoglobine. Die intermolekulare Vernetzung vonHämoglobinen ist allgemein bekannt und z. B. beschrieben in DE 197 01 37, EP 97 100790, DE 44 18 937, DE 38 41 105, DE 37 14 351, DE 35 76 651. Diese bekannten Verfahren sind daher hier inkorporiert.

    Die Hämoglobin-Hyperpolymeren können, ausser einer intermolekularen Ver- netzung (Polymerisation), vielfältig weiter chemisch modifiziert sein.

    Beispielsweise können zur Modifikation der Affinität und Kooperativität der Ligandenbindung chemisch reaktive Effektoren kovalent angeknüpft sein. Für verschiedene gewünschte funktionelle Verbesserungen der Hämoglobin-Hyperpolymere, wie bspw. eine Verminderung ihrer Immunogenität oder eine Verlängerung der Verweildauer im Gefässsystem (Katren, V. :"The Conjugation of Proteins With Polyethylene Glycol and Other Polymers-Altering Properties of Proteins to Enhance Their Therapeutic Potential", Advanced Drug Delivery Reviews10 (1993) : 91-114), oder eine Verbesserung der Verträglichkeit mit Proteinen des, Empfänger`-Blutplasmas (DE 100 31 744 A 1) können weitere Makromoleküle (wie bspw. Polyethylenoxide, Polyethylenglykole, Dextrane,Hydroxyethylstärken, etc. ) unterschiedlicher Kettenlängen (Molmassen) kovalentangeknüpft sein.

    <Desc/Clms Page number 7>



    In einer bevorzugten Ausführungsform ist an die modifiziertenhyperpolymeren Hämoglobine ein Makromolekül, insbesondere ein Polyalkylenoxid, kovalent gebunden.

    Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung verwendet Hämoglobin-Hyperpolymere, die gemäss den deutschen Patentanmeldungen DE(OS) 100 31 740, DE (OS) 100 31 742 und DE (OS) 100 31 744 A1 hergestellt werden, deren Inhalt hier inkorporiert ist. Es handelt hierbei um polymerisierte Produkte (intermolekulare Vernetzung), wobei weiterhin noch einePegylierung (kovalente Verknüpfung mit Polyalkylenoxiden) vorgenommen ist.

    In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann gewünschtenfalls zu- sätzlich hierzu noch eine Umsetzung mit chemisch reaktivenEffektoren wie Pyridoxal-5`-Phosphat oder2-Nor-2-Formyl-Pyridoxal-5`-Phosphat (intramolekulare Vernetzung), oder die Reaktion kann auch in Anwesenheit von chemisch nicht reaktivenEffektoren der Sauerstoffbindung wie z. B. 2, 3- Bisphosphoglycerat,Inositolhexaphosphat, Inositolhexasulfat oder Mellitsäure stattfinden oder es kann eine Kombination dieser Umsetzung bzw.

    Milieubedingung vorgenommen sein. Derartige Produkte sind bekannt und wie oben erläutert beschrieben.

    Bevorzugt sind solche Sauerstoffträger, die polymerisiert sind zum Beispiel mit für die intermolekulare Umsetzung bekannten bifunktionellen Vernetzer wie Butadiendiepoxid,Divinylsulfon, Diisocyanat, insbesondere Hexamethylen- diisocyanat, Zyklohexyldiisocyanat und 2, 5-Bisisocyanatobenzolsulfonsäure, Di-N-Hydroxysuccinimidylester, Diimidoester, oder Dialdehyd, insbesondere Glyoxal, der analog reagierende Glykolaldehyd, oder Glutardialdehyd. Diese Produkte werden dann insbesondere mit einem Polyethylenglykol oder anderen geeigneten Makromolekülen verknüpft. Hierzu gehören beispielsweise Polyethylenoxid, Polypropylenoxid, oder ein Copolymer aus Ethylenoxid und Propylenoxid oder ein Ester, Ether oder Esteramid hiervon. Es ist ferner bevorzugt, wenn das kovalent angeknüpfte Polyalkylenoxid eine Molare Masse von 200 bis 5000g/mol aufweist.

    Die Herstellung solchermassen modifizierter Sauerstoffbinder ist in den oben genannten deutschen Patentanmeldungen beschrieben und hierin inkorporiert.

    <Desc/Clms Page number 8>



    Ganz besonders bevorzugt sind Hyperpolymere, die aus desoxygeniertemSchweinehämoglobin, mit Glutardialdehyd als bifunktionellem Vernetzer und Polyethylenglykol als kovalent gebundenem Makromolekül zur Oberflächen- modifikation hergestellt sind, siehe DE 100 41 740 A1 oder DE 10041 744 A1.

    Erfindungsgemäss hat sich gezeigt, dass Hämoglobin-Hyperpolymere mit einem (mittleren) Polymerisationsgrad, der hinreichend gross ist, dass sie als künstliche Sauerstoffträger als ein therapeutisches Blut-Additiv (also ohne dasBlutvolumen mehr als gering zu vergrössern, s. o. ) in das Blut hinein-gebracht werden können, geeignet sind, wenn sie in einer wässrigen Elektrolytlösung nur einen gewissen, niedrigen onkotischen Druck erzeugen. Dieser steht in Beziehung mit dem geeigneten Mittelwert des Polymerisationsgrades (oder der proportionalen Molmasse) des modifizierten polymeren Hämoglobins. Hierbei handelt es sich um das Zahlenmittel, weil die Anzahl der wirksamen Moleküle für den onkotischen Druck verantwortlich ist.

    Insbesondere hat sich gezeigt, dass die genanntenHyperpolymeren dann geeignet sind, wenn ein Polymerisationsgrad vorhanden ist, der hinreichend gross ist, dass der onkotische Druck von Lösungen mit den therapeutischen Konzentrationen der chemisch modifizierten, hochmolekular vernetzten Hämo- globine in einem wässrigen Elektrolyt-haltigen Milieu, (ohne sonstige Makromoleküle) weniger als 5 mbar beträgt. Dies sind etwa1/7 (und somit weniger als 15 %) des onkotischen Druckes menschlichen Blutplasmas von etwa 35 mbar (Applikationen der Mengen der Hämoglobin-Hyperpolymere, die im Blutplasma die genannten therapeutischen Konzentrationen ergeben, führen also zu Zunahmen des Blutplasmavolumens von maximal etwa 15%).

    Für ideale Lösungen kann der onkotische Druck(sonk) aus der Molaren Masse (M) und dem Gehalt (als Massenkonzentration cm) des gelösten Kolloids, sowie der allgemeinen Gaskonstanten (R) und der absoluten Temperatur (T) errechnet werden gemässTEonk = Cm`P`T-M`

    <Desc/Clms Page number 9>

    Für einen wie beschrieben festgelegten oberen Grenzwert des onkotischen Dru- ckes(TTonk) von 5 mbar für ein Blut-Additiv errechnet sich aus einer gewünschten therapeutischen Konzentration(cm) im Blutplasma nach dieser Formel eine minimale Molmasse (als Zahlenmittel) derHämoglobin-Hyperpolymere von M = (4.910 L/mot)-Cm, für 2 mbar von M = (12.300L/mol)"cm.

    Reale Lösungen zeigen aber eine mit der Konzentration des Kolloids zunehmende Abweichung der onkotischen Drücke zu grösseren Werten. Die genannte Formel für ideale Lösungen kann also bestenfalls zur Abschätzung der minimalen Molmassen dienen, für real existierende Polymere muss der reale onkotische Druck experimentell ermittelt werden, zumal er in nicht vorhersagbarer Weise vom strukturellen Aufbau der Polymeren abhängt.

    Beispielsweise errechnet man (die folgenden Werte sind der experimentell ermittelten Kurve des onkotischen Druckes über der Massenkonzenztration, gezeigt als Figur 1, entnommen) für die in den Beispielen verwendete Charge MR A-A aus einer Konzentration von 20 g/L und einem onkotischen Druck von etwa 1 mbar eine zugehörige (ideale) Molmasse von 491.000 g/mol, während die experimentell ermittelte reale Molmasse nur 320.000g/mol beträgt.

    Ganz besonders bevorzugt sind modifizierteHämoglobine der beschriebenen Art, deren wässrige Elektrolyt-Lösungen einen onkotischen Druck von weniger als 2 mbar, zeigen.

    Als wässrige Elektrolytlösungen für die erfindungsgemässe Anwendung derHämoglobin-Hyperpolymeren sind sämtliche Lösungen mit Zusammensetzun- gen an Salzen geeignet, die dasExtrazellularmilieu des Menschen (einschliesslich des physiologischen pH-Wertes meist um7, 4 (zwischen 7,1 und 7,6)) imitieren oder diesem ähneln, somit insbesondere auch alle Vollelektrolyt-lnfusionslösungen zur Elektrolytzufuhr undKreislaufunterstützung (Übersicht in :Rote Liste Service GmbH (Hrsg. ) : Rote Liste 2002-Arzneimittelverzeichnis für Deutschland (einschliesslich EU-Zulassungen und bestimmter Medizinprodukte), ECV, Aulendorf 2002 (Kapitel 52,"52. Infusions-und Standard- Injektionslösungen,Organperfusionslösungen"). Diese sind bekannt.

    <Desc/Clms Page number 10>



    Insbesondere bevorzugt sind wässrige Elektrolytlösungen, enthaltend Wasser und Kochsalz in einer Konzentration zwischen 50 und 150 g/L, vor allem 70 bis100 g/L.

    Anwendung Somit ist es überraschender Weise möglich, die Schwere eines akuten Lungenödems klinisch zu bessern, und zwar vor allem durch intravasal verabreichte chemisch modifizierte, hoch-molekular vernetztehyperpolymere Hämoglobine als ein Blut-Additiv, fast ohne das Blutvolumen des Patienten zu vergrössern. Dabei war nicht zu erwarten, dass derartige Sauerstoffträger, wenn sie die beschriebenen Eigenschaften aufweisen, als Additiv so eingesetzt werden können, da diese chemisch modifizierten, hoch-molekular vernetzten Hämoglobine eigentlich als künstliche Sauerstoffträger entwickelt wurden und werden mit der Zielsetzung, periphere Gewebe mit Sauerstoff zu versorgen.

    Völlig überraschend war daher ihre Wirksamkeit zur Verbesserung der Therapie akuter Lungenödeme. Die (prä-) klinische Verbesserung zeigte sich in einem verbesserten Überleben, also einer verringerten Mortalität, in einem Tiermodell (der narkotisierten Ratte) experimenteller toxischer Lungenödeme, von denen nachfolgend Beispiele angeführt werden.

    Die Verabreichung des Sauerstoffträgers erfolgt derart, dass die therapeu- tischen Konzentrationen im Blutplasma aus Gründen der zunehmenden Viskosität des Blutplasmas nicht wesentlich grösser sind als 50 g/L, z. B. 50 bis 60 g/L, und insbesondere zwischen 10 und 40 g/L liegen. Andererseits können auch schon sehr geringe Konzentrationen (Bspw. ab 1 g/L) für eine Therapie ausreichend sein.

    Der Sauerstoffträger kann in Konzentrationen von 20 bis 200 g/L, insbesondere 50 bis 100g/L in der wässrigen Lösung vorliegen.

    Das Mittel kann je nach Bedarf als einmalige Gabe oder auch als periodische oder unregelmässige wiederholte Gabe verabreicht werden, wobei sich die Art und Menge nach dem Zustand, dem Alter, dem Geschlecht und der Gesamtverfassung des Patienten ergeben kann.

    <Desc/Clms Page number 11>



    Die Therapie eines akuten Lungenödems gemäss der Erfindung erfolgt insofern symptomatisch und effektorientiert. Die Häufigkeit der Gabe der chemisch modifizierten, hoch-molekular vernetztenHämoglobine beträgt wie erläutert zwischen einmal und einem beliebigen erfolgsabhängigen Höchstwert. Eine Mehrfachgabe kann dabei planmässig oder bedarfsgesteuert, regelmässig oder unregelmässig erfolgen. Die Einzeldosis richtet sich nach der gewünschten therapeutischen Konzentration im Blutplasma und beachtet bereits (oder noch) vorhandene Hämoglobin-Hyperpolymere in diesem Körperkompartiment, dergestalt, dass ein aus anderen Gründen, insbesondere der Erhöhung der Viskosität des Blutplasmas, bereits wieder unerwünschter Höchstwert der Konzentration der Hämoglobin-Hyperpolymeren im Blutplasma von etwa 50 bis 60 g/L nur unter Beachtung des Ergebnisses einer besonders sorgfältigen und kritischen Nutzen-Risiko-Abwägung für den Patienten überschritten wird. Die nach Applikation erreichbare initiale therapeutische Konzentration im Blut- plasma (cmHb(PL)) kann aus der verabreichten Dosis der Hämoglobin-Hyper- polymere (mHb) und dem Volumenanteil der Erythrozyten im Blut (dem Hämatokrit : Hkt) und dem Körpergewicht des Patienten (KG) abgeschätzt wer- den gemässcmHb (PL) = mHb- (BV-KG- (1-Hkt))` wobei als mittlerer Wert für das Blutvolumen (BV) für Frauen 60,5 mL/kg (KG) (57... 64 mL/kg(KG)) und für Männer 69,5 mL/kg (KG) (69...

    70mL/kg (KG) einzusetzen sind.

    Herstellung des erfindungsgemäss zu verwendenden Mittels Das verwendete Mittel wird hergestellt durch einfaches Einbringen des oder der geeigneten Hämoglobin-Hyperpolymeren in wässrige, insbesondere wässrige (sterile) Elektrolytlösungen, welche den oder die Elektrolyten in der genannten Menge enthalten. Die Hyperpolymeren liegen molekular-dispers vor und können sofort, insbesondere als Injektionen wie beschrieben verabreicht werden.

    <Desc/Clms Page number 12>



    Beispiele Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele näher erläutert. Dabei zeigen die Figuren 1-2 folgendes : Figur 1 zeigt beispielhaft die Abhängigkeit des onkotischen Druckes(ltonk) einer Lösung eines erfindungsgemäss zur verbesserten Therapie eines akuten Lungenödem verwendeten chemisch modifizierten, hoch-molekular vernetzten Hämoglobins (ein HP3Hb (pegylierteSchweinehämoglobin-Hyperpolymere), Charge MR A-A) über dessen Massenkonzentration(cmHb) in einer wässrigen Kochsalzlösung der Konzentration 80 g/L.

    Figur 2 zeigt die Wirksamkeit chemisch modifizierten, hoch-molekular vernetzten Hämoglobins (beispielhaft gezeigt für ein HP3Hb, Charge MR A-A) zur verbesserten Therapie eines akuten Lungenödem, hier als die Überlebenszeit von zehn narkotisierten Ratten nach Beibringung eines letalen toxischen Lungenödems (durch Injektion von Ölsäure), von denen fünf Tiere zur Therapie den Wirkstoff in ihr Blut addiert bekamen.

    Folgende Materialien kamen zum Einsatz : 1. Das chemisch modifizierte, hoch-molekular vernetzte Hämoglobin war ein pegyliertes Schweinehämoglobin-Hyperpolymere (ein HP3Hb, Charge MR A-A), das prinzipiell entsprechend der DE(OS) 100 31 740 A 1 aseptisch (im Labormassstab) hergestellt wurde. Speziell wurde die Charge MR A-A aus einer Mischung der Syntheseprodukte-Chargen MR 14, MR 15 und MR 16 durch präparative Ultrafiltration gewonnen.

    MR 14 : Steriles, hochreinesSchweinehämoglobin, in einer Konzentration von 289 g/L gelöst in einem wässrigen Elektrolyten der Zusammensetzung20 mMNaHCO3 und 150 mMNaCI, wurde bei 4 C durch Rühren der Lösung unter ständig erneuertem, reinen Stickstoff desoxygeniert, 4 mol Natrium-Ascorbat (als 1-molare Lösung in Wasser) je Mol Hämoglobin zugegeben und etwa 15 Stunden reagieren lassen, die Lösung mit 2-molarer Milchsäure auf einen pH- Wert von 5, 7 titriert, 2 Mol Inositolhexaphosphat (als 0, 25-molare Lösung in Wasser) pro mol Hämoglobin zugegeben, nach etwa 1 Stunde mit 2-molarer Milchsäure auf einen pH-Wert von 6,5 titriert, 9,9 Mol Glutardialdehyd (als etwa

    <Desc/Clms Page number 13>

    1,9-%-ige Lösung in deoxygeniertem Wasser) je Mol Hämoglobin zur Vernetzung des Hämoglobins innerhalb 1,5 Stunden zugegeben, 1,8 L Wasser, das mit Stickstoff äquilibriert war, je Liter initiale Hämoglobinlösung zugegeben, nach 20 Stunden mit 0, 5-molarer Natronlauge auf einen pH-Wert von 6,9 titriert, 20 Mol Natriumborhydrid (als 1-molare Lösung in 0, 01-molarer Natronlauge) je Mol Hämoglobin zugegeben und für 15 Minuten reagieren lassen, 4 Mol Methoxy- Succinimidylpropionat-Polyethylenglykol des Molekulargewichts1000g/nnol (als etwa 25-%-ige Lösung in Wasser) zugegeben und für 1 Stunde reagieren lassen, und schliesslich die Stickstoffatmosphäre durch reinen Sauerstoff ersetzt und eine Stunde langäquilibrieren lassen. Ungelöste Bestandteile wurden durch Zentrifugation (10 min mit 20.000g) abgetrennt und die überstehende Lösung zur weiteren Klärung durch Filter abnehmender Porenweite, zuletzt von0, 2Rm, filtriert.

    MR 15 : Steriles, hochreines Schweinehämoglobin, in einer Konzentration von 281 g/L gelöst in einem wässrigen Elektrolyten der Zusammensetzung 20 mM NaHCO3 und 150 mM NaCI, wurde bei 4 C durch Rühren der Lösung unter ständig erneuertem, reinen Stickstoff desoxygeniert, 4 mol Natrium-Ascorbat (als 1-molare Lösung in Wasser) je Mol Hämoglobin zugegeben und etwa 3 Stunden reagieren lassen, die Lösung mit 2-molarer Milchsäure auf einen pH-Wert von 5,7 titriert, 2 Mol Inositolhexaphosphat (als 0, 25-molare Lösung in Wasser) pro mol Hämoglobin zugegeben, nach etwa 1 Stunde mit 2-molarer Milchsäure auf einen pH-Wert von 6,3 titriert, 9,9 Mol Glutardialdehyd (als etwa 1, 9-%-ige Lösung in deoxygeniertem Wasser) je Mol Hämoglobin zur Vernetzung des Hämoglobins innerhalb 1,5 Stunden zugegeben, 1,8 Liter Wasser, das mit Stickstoff äquilibriert war, je Liter initiale Hämoglobinlösung zugegeben, nach 17 Stunden mit 0, 5-molarer Natronlauge auf einen pH-Wert von 6,9 titriert, 20 Mol Natriumborhydrid (als 1-molare Lösung in 0, 01-molarer Natronlauge) je Mol Hämoglobin zugegeben und für 15 Minuten reagieren lassen, 4 Mol Methoxy- Succinimidylpropionat-Polyethylenglykol des Molekulargewichts 1000g/rnol (als etwa 25-%-ige Lösung in Wasser) zugegeben und für 1 Stunde reagieren lassen, und schliesslich die Stickstoffatmosphäre durch reinen Sauerstoff ersetzt und eine Stunde lang äquilibrieren lassen. Ungelöste Bestandteile wurden durch

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    Zentrifugation (10 min mit 20.000 g) abgetrennt und die überstehende Lösung zur weiteren Klärung durch Filter abnehmender Porenweite, zuletzt von 0,2p. m. filtriert.

    MR 16 : Steriles, hochreines Schweinehämoglobin, in einer Konzentration von 262 g/L gelöst in einem wässrigen Elektrolyten der Zusammensetzung 20 mMNaHCO3 und 150 mMNaCI, wurde bei 4 C durch Rühren der Lösung unter ständig erneuertem, reinen Stickstoffdesoxygeniert, 4 mol Natrium-Ascorbat (als 1-molare Lösung in Wasser) je Mol Hämoglobin zugegeben und etwa 27 Stunden reagieren lassen, die Lösung mit 2-molarer Milchsäure auf einen pH- Wert von 5,8 titriert, 2 Mol Inositolhexaphosphat (als 0, 25-molare Lösung in Wasser) pro mol Hämoglobin zugegeben, nachetwa 1, 5 Stunde mit 2-molarer Milchsäure auf einen pH-Wert von 6,5 titriert, 9,9 Moi Glutardialdehyd (als etwa 1,9-%-ige Lösung in deoxygeniertem Wasser) je Mol Hämoglobin zur Vernetzung des Hämoglobins innerhalb 1,5 Stundenzugegeben, 1, 8 Liter Wasser, das mit Stickstoff äquilibriert war, je Liter initiale Hämoglobinlösung zugegeben, nach 17 Stunden mit 0, 5-molarer Natronlauge auf einen pH-Wert von 6,9 titriert, 20 Mol Natriumborhydrid (als 1-molare Lösung in 0, 01-molarer Natronlauge) je Mol Hämoglobin zugegeben und für 1,5 Stunden reagieren lassen, 4 Mol Methoxy- Succinimidylpropionat-Polyethylenglykol des Molekulargewichts 1000g/mol (als etwa25-%-ige Lösung in Wasser) zugegeben und für 1 Stunde reagieren lassen, und schliesslich die Stickstoffatmosphäre durch reinen Sauerstoff ersetzt und eine Stunde lang äquilibrieren lassen. Ungelöste Bestandteile wurden durch Zentrifugation (10 min mit 20.000g) abgetrennt und die überstehende Lösung zur weiteren Klärung durch Filter abnehmender Porenweite, zuletzt von 0,2jj, m, filtriert.

    MR A-A : 3720 mL MR 14 mit 107 g Hämoglobin-Polymeren, 3600 mL MR 15 mit 115 g Hämoglobin-Polymeren und 3900 mL MR 16 mit 127 g Hämoglobin- Polymeren wurden gemischt und in mehreren Anteilen in einer Ultrafiltrations- anlage (Centramate von Pall-Filtron) bei einer mittleren Konzentration von 40 g/L über und durchCelluloseacetatmembranen der Nominellen Molmassen- Trenngrenze 1 MDa fraktioniert, wobei der Filtratfluss durch ein Ventil auf Werte unter 50 % des Maximums (der so genannterWasserfluss) eingestellt war und

    <Desc/Clms Page number 15>

    jeweils mindestens das zehnfache Volumen der Vorlage anDiafiltrationslösung (diese enthielt Kochsalz in einer Konzentration von 80 g/L) in einem konti- nuierlichen Diafiltrationsmodus zum gleichzeitigenLösungsmitteltausch verwendet wurden. Zum Abschluss wurden die Retentate konzentriert und später vereinigt.

    Diese präparativ abgetrennte Fraktion des Wirkstoffes besass eine Molmassen- verteilung mit einem Zahlenmittel der Molmassen von 230.000g/mol und einem Massenmittel von 993.000g/mol. Der so erhaltene Wirkstoff kam in einer sterilen und gemäss Ph. Eur. hinreichend endotoxinarmen wässrigen Lösung von80 g/LNaCI in WFI (Wasser für Injektionszwecke) zum Einsatz. SeinMassengehalt betrug58 g/L, der pH-Wert der Zubereitung 7,3.

    2. Die Versuchstiere waren weisse Laborratten mit einem mittleren Körpergewicht von etwa 350 g (die Spannweite der Körpergewichte aller verwendeten zehn Tiere betrug zwischen 315 und 390 g), die gemäss gültiger Tierschutzregeln gezüchtet und gehalten waren. Sie hatten bis zum Vortag des jeweiligen Experiments freien Zugang zu hinreichender Nahrung, trinken konnten sie bis unmittelbar vor Versuchsbeginn.

    Folgende speziellen Bestimmungsmethoden wurden angewendet : 1. Hämoglobingehalte wurden fotometrisch mit der modifizierten Cyanhämoglobin-Methode nachDrabkin (, Hämoglobin-FarbtestMRP3`, Boeh- ringer Mannheim, D), pH-Werte potentiometrisch (pH-Glaselektrode) mit einem Blutgasanalysator (, ABL5`, Radiometer, Willich, D) gemessen.

    2. Bestimmungen der Molekulargewichts-Verteilungen der vernetzten Hämo- globine, sowie charakteristischer Kennwerte dieser erfolgten durch Volumen-ausschluss-Chromatografie (gemässPötzschke H. etal. (1997) :"Molar Masses and Structure in Solution of Haemoglobin Hyperpolymers-A Common Calibration of Size Exclusion Chromatography of These Artificial Oxygen Carriers", Artificial Cells, Blood Substitutes, and Immobilization Biotechnology 25,527-540) am Gel Sephacryl S-400 HR (Pharmacia Biotech, Freiburg, D).

    3. Bestimmungen der onkotischen Drücke wässriger Lösungen der vernetztenHämogfobine erfolgten mit Membranosmometern(Membrane-Osmometer oder

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    Colloid-Osmometer, Knauer, Berlin, D), einer wässrigen Kochsalz-Lösung(80g/L NaCI und 0,2 g/L NaN3) als Lösungsmittel und Celluloseacetat- Membranen der NominellenMolmassen-Trenngrenze 20.000 Da.

    Ausführungsbeispiel 1 : Vergleichsgruppe Fünf Laborratten bekamen eine systemischeVollnarkose durch intraperitoneale Injektion von 50 mg Pentobarbital je kg Körpergewicht. DieNarkosetiefe wurde über die Zeit konstant im (chirurgischen)Toleranzstadium (dem 3. klassischen Narkosestadium nach A. Guedel) gehalten, indem jeweils nach Auftreten einer aktiven Schmerzreaktion (Zurückziehen) auf ein periodisches Kneifen einer Pfote erneut 17 mg Pentobarbital je kg Körpergewicht als Erhaltungsdosis verabreicht wurden (in etwa alle 90 min). Die Tiere erhielten einen venösen Katheter aus PE-Schlauch in eine Vena jugulais implantiert, und im weiteren Verlauf der Versuche je Stunde etwa 0,5 mL einer isotonen Kochsalzlösung (90 gNaCI je L Lösung) zur Aufrechterhaltung einer ausgeglichenen Flüssigkeitsbilanz über diesen Katheter intravenös verabreicht.

    Den Tieren wurde, zur Erzeugung eines akuten toxischen Lungenödems, genau 48LL ölsäure je kg Körpergewicht über drei Minuten gleichmässig intravenös verabreicht.

    Abbildung 2 zeigt im linkem Teil dieOberlebenszeiten der fünf Tiere, die alle in weniger als vier Stunden verstarben, vier von ihnen sogar in weniger als drei Stunden (gerechnet ab der Injektion der Ölsäure) Ausführungsbeispiel 2 : Therapiegruppe Fünf weitere Ratten wurden ansonsten ganz analog wie im Ausführungsbeispiel 1 beschrieben behandelt, mit dem einzigen Unterschied, dass ihnen 15 und 45 min nach der intravenösen Gabe der Ölsäure jeweils 2,5 mL der Zubereitung des chemisch modifizierten, hoch-molekular vernetzten Hämoglobins (ein HP3Hb, ein pegyliertes Schweinehämoglobin-Hyperpolymere-Charge MR A-A) intravenös verabreicht wurde. Der mittlere Hämoglobingehalt im Blutplasma

    <Desc/Clms Page number 17>

    nach der zweiten Gabe betrug etwa 23 g/L, der anschliessend langsam (mit einer Plasmahalbwertszeit von etwa 18 Stunden) reduziert wurde.

    Abbildung 2 zeigt im rechten Teil dieÜberlebenszeiten dieser fünf Tiere, die ausnahmslos länger als sieben Stunden überlebte und schliesslich, um die Ver- suche zu beenden, in Narkose getötet wurden.

    Der Vergleich derÜberlebenszeiten der Tiere in beiden Experimentalgruppen zeigt die enorme Wirksamkeit der Hämoglobin-Hyperpolymeren zur Verminde- rung der spontanen Letalität hier experimentell induzierter toxischer Lungenödeme.
    Avatar
    Liedermann
    schrieb am 08.06.05 16:13:54
    Beitrag Nr. 9.966 (16.838.395)
    Patentansprüche zu WO2005046717


    Patentansprüche 1. Verwendung wässriger hypo-onkotischer Lösungen, enthaltend Elektrolyte und chemisch modifizierte, hoch-molekular vernetztehyperpolymere Hämo- globine, zur Herstellung eines Mittels zur Behandlung akuter Lungenödeme.

    2. Verwendung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die chemisch modifizierten hyperpolymerenHämoglobine vom Menschen, vom
    Schwein oder vom Rind stammen.

    3. Verwendung gemäss einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der onkotische Druck in den wässrigen
    Elektrolytlösungen weniger als 5 mbar beträgt.

    4. Verwendung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Kochsalz in einer Konzentration zwischen 50 und 150 g/L enthalten ist.

    5. Verwendung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Elektrolyte, entsprechend den physiologischem Milieu enthalten sind.

    6. Verwendung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an die modifizierten hyperpolymeren Hämoglobine einPolyalkylenoxid, kovalent gebunden ist.

    7. Verwendung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel in Form der wässrigen Lösung als Injektionintravasal verabreicht wird.

    8. Verwendung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel in Form der wässrigen Lösung ein oder mehrmals verabreicht wird.
    Avatar
    Liedermann
    schrieb am 08.06.05 16:16:09
    Beitrag Nr. 9.967 (16.838.432)
    Avatar
    mfs260151
    schrieb am 08.06.05 16:36:28
    Beitrag Nr. 9.968 (16.838.722)
    @liedermann, wie so oft: gute arbeit, danke. sieht doch ausgezeichnet aus, habe allerdings auch nichts anderes vom prof. erwartet.
    mfs
    Avatar
    imperatorcaeser
    schrieb am 08.06.05 17:52:36
    Beitrag Nr. 9.969 (16.839.819)
    @ all

    Wenn hier alles so gut klingt und die Sache fast patentiert ist, warum zum Teufel passiert dann mit dem Kurs nichts ? Alle anderen Werte steigen, nur Sangui tritt auf der Stelle. Außerdem ist der Patentantrag von 2003 und die Veröffentlihung von 2005. Wann wird denn hier patentiert ? Wie gut stehen die Chancen auf strk steigende Kurse ?

    Was meinen die anderen dazu ?


    Gruß

    imperatorcaeser
    Avatar
    RTLOLDY
    schrieb am 08.06.05 20:14:32
    Beitrag Nr. 9.970 (16.841.359)
    Der Prof. Barnikol ist halt aktiv:


    United States Patent Application: 20050117152
    Kind Code: A1
    Barnikol, Wolfgang ; et al. June 2, 2005

    Optical device for simultaneous multiple measurement using polarimetry and spectrometry and method for regulating/monitoring physical-chemical .........

    Weiter mit: http://appft1.uspto.gov/netacgi/nph-Parser?Sect1=PTO2&Sect2=…


    Gruss
    OLDY




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