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GAZPROM - Russland Rohstoffperle

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In Russland fallen bald die Würfel, wie es mit dem russischen Gasgiganten denn nun weitergeht.
Für Putin stehen zwei Optionen stehen zur Wahl:

1.) Gazprom übernimmt Rosneft, so wie ursprünglich geplant. Dann hält Putin insgesamt 50% der Anteile von Gazprom, und bezahlt mit den Ölreserven von Rosneft (und Yurgansk). Was das bei den derzeitigen Ölpreisen heisst dürfe jedem klar sein. Der Kurs steigt!!!

2.) Keine Fusion, das heisst, die Regierung muss den fehlenden Anteil zum Kontrolpaket der Gazprom Aktien bar bezahlt. Damit könnte Gazprom seine ehrgeizigsten Ziele für die Zukunft bar bezahlen, oder seine Schuldlast reduzieren. Das heisst ebenfalls der Kurs steigt!!!

Egal was kommt, ist die Kuh von Eis, steigen die Kurse.

Fundamental braucht man über Gazprom gar nicht zu diskutieren:
Was die Reserven angeht ist es mit Abstand die billigste Gasfirma der Welt. Das ist auch der Grund, warum der Staat wahrscheinlich nie die Kontrolle über diesen Riesen aus der Hand geben wird.
Wer in Europa (Deutschland) Gas braucht, komme an Russland respektive Gazprom, nicht mehr vorbei.

Das einzige Problem, was stört, ist dass der russische Aktienmarkt immer noch nicht liberalisiert wurde.
Aber kommt Zeit kommt Rat!
3 Antworten
top wert in dem ich immer investiert bin ............ leider mit wenig interesse in den boards.......

nur die ruhe ich kaufe bei jeder schwäche nach.....


gruss :lick::lick:
Ist wohl alles richtig, nur leider schafft es das Management trotz der einzigartigen Marktposition, Jahr für Jahr negative Cash-Flows zu generieren.
Durch die Kooperation mit bzw. durch den Einstieg von westlichen Öl- und Gasfirmen (STATOIL, RWE, Eon, BASF, Wintershall) erlangt die Gazprom auch das nötige know how und die Manager um effizient und gewinnorientiert zu wirtschaften.
Ich erinnere nur an YUKOS:
Bevor der Ölzubehör Ausrüster Schlumberger den Russen mit seinen Experten gezeigt hat, wie es läuft, haben die auch nichts auf die Reihe gekriegt. Und dann: DAS mit Abstand profitalbeste und am besten geführte russische Unternehmen, nicht nur im Öl- Gasbereich.

Was die Russen brauchen ist know how und Kapital zum investieren!!!
Langfristig kommt man an dem Wert wohl nicht vorbei. Dadurch, dass bis jetzt nur Missmanagement betrieben wird , entsteht natürlich auch noch Restrukturierungsphantasie. Mit westlichem Know-How allein dürfte es allerdings nicht getan sein. In der Wiwo war neulich ein Artikel, in dem beschrieben wurde wie mittlere Manager in großem Umfang Gewinne an sog. "Tochterfirmen", (sprich : eigene Tasche) abzweigen. Großaktionär Rhurgas schweigt dazu.
8 % im plus na das war ja mal ein geiler tag dar staat wird gazprom aktien kaufen....:laugh::laugh::laugh::laugh:
Fusion ist vom Tisch:

MOSKAU --Die russische Regierung hat sich formal gegen eine Fusion des Erdgaskonzerns Gazprom mit der staatlichen Erdölgesellschaft Rosneft entschieden. Die Nachrichtenagentur Prime-Tass berichtete am Dienstag, nach Angaben von Gazprom habe der Chairman of the Board, Dmitri Medwedew, über die entsprechende Kreml-Entscheidung informiert. Medwedew ist zugleich Stabschef des Kreml. Mit der Fusion von Gazprom und Rosneft sollte der Staatsanteil am russischen Ergasmonopolisten von etwa 39% auf mehr als 50% steigen.

Anstelle der Fusion wolle der russische Staat Gazprom-Aktien im Eigenbesitz der Gesellschaft erwerben, die gegenwärtig bei verschiedenen Gazprom-Tochtergesellschaften in der Bilanz stehen, berichtet Prime-Tass.
Gazprom wird verstaatlicht Rußland übernimmt Mehrheit an weltgrößtem Gaskonzern - Keine Fusion mit Rosneft

Ölferderung in Sibirien. Ursprünglich sollte Gazprom an den Erdölkonzern Rosneft verkauft werden
Foto: rtr
Moskau - Der russische Staat will mit Aktienzukäufen im Wert von bis zu sechs Mrd. Euro die Mehrheit am weltgrößten Erdgaskonzern Gazprom übernehmen. "Der Zukauf der nötigen Menge an Aktien wird mit Barmitteln zum Marktwert erfolgen", erklärte Gazprom nach einer Aufsichtsratssitzung am Dienstag. Darauf hätten sich Gazprom und die russische Regierung geeinigt.


Der russische Staat hält gegenwärtig direkt 38,37 Prozent an Gazprom. Die nötigen rund zwölf Prozent, um über 50 Prozent zu kommen, kosten Schätzungen zufolge zwischen fünf und 6,25 Mrd. Euro. Größter ausländischer Aktionär an Gazprom ist der deutsche Energiekonzern Eon mit einem Aktienanteil von 6,5 Prozent. Gazprom produzierte im vergangenen Jahr 545 Mrd. Kubikmeter Erdgas. Das entspricht rund einem Viertel der weltweiten Erdgasförderung.


Die Transaktion soll bis zur Hauptversammlung am 24. Juni abgeschlossen sein. Der russische Staat will, um die Summe aufzubringen, die internationalen Finanzmärkte anzapfen und Kredite aufnehmen. Dann soll zur Rückzahlung der Kredite ein Aktienpaket an dem zu 100 Prozent staatlichen Erdölkonzern Rosneft verkauft werden.


Erst wenn der Staat Mehrheitsaktionär bei Gazprom ist, soll der Gazprom-Aktienmarkt liberalisiert werden. Bislang werden Ausländer, die in Gazprom investieren, diskriminiert. Sie dürfen nur teurere Anrechtsscheine (ADR) erwerben. Der Binnenmarkt ist hingegen russischen Aktionären vorbehalten. Die Spaltung des Gazprom-Aktienmarktes könnte nun bis Ende des Jahres aufgehoben werden. Eine frei handelbare Gazprom-Aktie wäre vor allem für Schwellenländer-Fonds ein interessantes Papier.


Der Aktienzukauf mit Barmitteln bedeutet das Ende eines hochfliegenden Plans von Präsident Wladimir Putin. Der Kremlchef wollte die Öl- und Gaskonzerne Rosneft und Gazprom zum weltgrößten Energieproduzenten fusionieren. Ursprünglich sollte der Staat Rosneft unter das Dach von Gazprom bringen und dafür im Gegenzug die Aktienmehrheit an Gazprom/Rosneft übernehmen. Der fusionierte Konzern hätte über Reserven von 117,7 Mrd. Barrel (à 159 Liter) an Öläquivalent verfügt. Zum Vergleich: Der US-Multi Exxon Mobil verfügt lediglich über Reserven von 21,2 Mrd. Barrel.


Die Fusion scheiterte vor allem am Widerstand der Rosneft-Führung. Vorstandschef Sergej Bodgdantschikow und Aufsichtsratsvorsitzender Igor Setschin, Ex-KGBler und Kreml-Vize, blockierten das Geschäft, um nicht die Kontrolle über das Erdölgeschäft zu verlieren. Sie, die im Kreml den Flügel der Geheimdienstler repräsentieren, setzten sich gegen die Gazprom-Führung, aber auch gegen Präsident Putin durch. Rosneft gilt als schlecht gemanagt und wenig transparent. Der Konzern geriet weltweit in die Schlagzeilen, als er im Dezember nach einer umstrittenen Zwangsversteigerung für sieben Mrd. Euro die größte Tochter des Yukos-Ölkonzerns, Yuganskneftegaz, übernahm. JH

Die Welt !


Artikel erschienen am Mi, 18. Mai 2005
Es kommt genauso, wie ich im Eröffnungs-Posting geschrieben, habe:
2.) Keine Fusion, das heisst, die Regierung muss den fehlenden Anteil zum Kontrolpaket der Gazprom Aktien bar bezahlen.

Das bedeutet dann aber auch, dass die Gazprom ihre zukünftigen Investitionen bar bezahlen und ihre Schuldenlast reduzieren kann.

Beides ist gut für den Kurs!!!

Die Liberalisierung des russischen Aktienmarktes tut da ihr übriges.
19.05.2005 09:57
Gazprom: Outperform (Goldman Sachs)
Die Aktie des russischen Gaskonzerns Gazprom (Nachrichten) wird am 18. Mai von Goldman Sachs unverändert mit "Outperform" bewertet.

Russland habe sich dafür entschieden die Gazprom-Rosneft-Fusion auszurangieren und die 13 Prozent der Gazprom-Treasuryshares, welche das Land benötige um die absolute Mehrheit zu haben, zu kaufen. Dies sei eine unerwartete Lösung des Regierungsdilemmas, um die Kontrolle über Gazprom zu erlangen. Jedoch sei dies transparenter als ein Transfer von Rosneft und wesentlich aktionärsfreundlicher.

Für 2004 und 2005 gehen die Analysten von einem EPS von 98,52 Rubel beziehungsweise von 143,86 Rubel aus. Daraus resultiere ein KGV von 8,5 beziehungsweise 5,8.


hm das hört sich alles gut an gaz ist immer für 10 % gut:cool:
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