eröffnet am:
27.05.06 19:45:38 von: Graf_Voelsing
neuster Beitrag:
14.08.06 16:18:56 von: LastHope
zu FavoritenAnzahl Beiträge:
14
Leser gesamt:
1.869
davon heute:
0
Diskussionsnr.:
1.062.648
|
#1
von
Graf_Voelsing
Dieses Posting: versenden | melden |
|
|
Zahl der Ehrenmorde in Deutschland nimmt zu von Mariam Lau Berlin/Wiesbaden - In den letzten acht Jahren sind 45 Menschen in Deutschland Opfer von Ehrenmorden gewesen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Bundeskriminalamts (BKA) nach einer Bund-Länder-Abfrage, die durch den Berliner Fall Sürücü und die Debatten darüber angeregt worden war. Die Kriminalitätsstatistik führt diese Fälle normalerweise nicht gesondert und soll das auch in Zukunft nicht tun. Auch die Staatsangehörigkeit der Opfer wird nicht erfaßt, ebensowenig wie Verbrechen, die sich außerhalb Deutschlands abspielen, beispielsweise während eines Urlaubs in der Türkei. Spekulationen über die Menge der in Deutschland verübten Ehrenmorde war so Tür und Tor geöffnet. Als Ehrenmord werden in der Studie Tötungsdelikte definiert, die "aus vermeintlich kultureller Verpflichtung heraus innerhalb des eigenen Familienverbands verübt werden, um der Familienehre gerecht zu werden", wie es in dem Bericht heißt. Eine wichtige Kontroverse im Zusammenhang mit dem Mord an der 23jährigen Türkin Hatun Sürücü, die von ihrem jüngsten Bruder ermordet wurde, war die Frage, welche Rolle der muslimische Hintergrund der Familie spielte. Während Autorinnen wie Necla Kelek dem Islam eine moralische Mitschuld an der Tat geben, sahen andere wie der Ethnologe Werner Schiffauer in dem Fall eher das Drama einer Unterschichtfamilie, deren soziales Scheitern sich in dem Mord offenbart habe. "Mit dem Etikett Ehrenmord", so Schiffauer, "klebt man eine komplexe soziale Realität zu. Da wird auch eine Lust am Schauern bedient." Auch der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, sieht es als "Unterschichtphänomen". "Ich möchte nichts rechtfertigen", so Kolat, "aber man darf eben auch nicht den Islam oder die Türken stigmatisieren." Im BKA-Bericht heißt es dazu, das Phänomen Ehrenmorde sei "nicht nur in islamischen Ländern zu verzeichnen, sondern auch unter Christen, beispielsweise im Libanon und Syrien sowie im europäischen Raum. Ehrenmorde sind auch in Deutschland innerhalb von Migrantenfamilien, vorwiegend in Großstädten und Ballungszentren mit hohem muslimischem Einwohneranteil, bekannt." Die Zahl der Fälle hat im Laufe der Jahre zugenommen - was zu der Beobachtung zu passen scheint, daß die dritte Einwanderergeneration sich mehr abschottet, "islamischer" wird und auch häufiger bei der Integration scheitert. Der Hauptanteil der Tatverdächtigen stammt aus der Türkei, die Opfer sind fast ausnahmslos weiblich. Die Türkische Gemeinde in Deutschland hat kürzlich zum Thema Ehrenmorde eine Delegation türkischer Richter und Parlamentarier empfangen, die auch mit der Integrationsbeauftragten Maria Böhmer zusammenkamen. Die Türkei hat nach 35 Jahren ihr Strafrecht geändert, das bisher mildernde Umstände eingeräumt hat (wie übrigens viele deutsche Gerichte auch). "Für die Bundesregierung besitzt der Schutz von Migrantinnen eine hohe Priorität. Es wird weitere gesetzliche Maßnahmen gegen Zwangsverheiratungen geben." Böhmer hat die Schirmherrschaft über eine Kampagne der Zeitung "Hürriyet" gegen häusliche Gewalt übernommen. http://www.welt.de/data/2006/05/23/891025.html |
|
#2
von
daimlerfreak
Dieses Posting: versenden | melden |
|
|
die werden uns platt machen |
|
#3
von
Graf_Voelsing
Dieses Posting: versenden | melden |
|
|
Folgende Antwort bezieht sich auf Beitrag Nr.: 21.838.567 Alleine die Wortwahl "Ehrenmorde." |
|
#4
von
daimlerfreak
Dieses Posting: versenden | melden |
|
|
allein der Versuch eines Beitritts zur EU unter türkischen Bedingungen benötigt die geschlossene Opposition der gesamten Mitgliedsstaaten |
|
#5
von
Graf_Voelsing
Dieses Posting: versenden | melden |
|
|
Folgende Antwort bezieht sich auf Beitrag Nr.: 21.838.887 Ja, denn wer diese Morde nicht begeht, ist in den Hirnen dieser Rückwärtsgewandten "unehrenhaft." |
|
#6
von
daimlerfreak
Dieses Posting: versenden | melden |
|
|
die Außenpolitik der Türkei ist derartig nationalistisch gegenüber der EU, nur warum wird es stillschweigend ertragen? wird die EU letztlich die Zeche der NATO / USA zahlen? |
|
#7
von
derbewunderer
Dieses Posting: versenden | melden |
|
|
Folgende Antwort bezieht sich auf Beitrag Nr.: 21.838.651 Genau, der Begriff "Ehrenmord" ist virtuelle Luftverschmutzung. Es ist Mord und nichts weiter, denn es gibt keinen "Ehrenmord". |
|
#8
von
derbewunderer
Dieses Posting: versenden | melden |
|
|
Folgende Antwort bezieht sich auf Beitrag Nr.: 21.838.988 Klingt so ähnlich dämlich wie "Ehrenholocaust, oder Ehrenmassentötung oder Ehrenhungersnot" |
|
#9
von
Frenchmen
Dieses Posting: versenden | melden |
|
|
Folgende Antwort bezieht sich auf Beitrag Nr.: 21.838.336 Dass man überhaupt darüber spricht, wundert mich sehr!! In D ist es so, dass alles was ein "negatives" Bild auf unsere "liebe" Miganten wirft, TOTGESCHWIEGEN wird!!! Im GEGENSATZ zu einzelnen Fällen von Deutschen die sich mit Miganten "anlegen" !! Dass wir uns richtig verstehen! Bin GEGEN Gewalt, sowohl von Migranten wie von anderen! |
|
#10
von
Graf_Voelsing
Dieses Posting: versenden | melden |
|
|
TÜRKISCHER TAG Berlin unter dem Halbmond Von Ferda Ataman Ein Meer roter Flaggen mit dem Halbmond begrüßte die Besucher des Türkischen Tags in Berlin. Im Vorfeld hatten türkische Gruppen Kritik an den Veranstaltern geübt - weil das Fest auf Deutsche zu nationalistisch wirken könnte. Berlin - Ein orientalischer Wind weht durch das Brandenburger Tor, es riecht nach Döner und Knoblauchwurst. Der Standbesitzer Tamer Gelen verkauft Dutzende türkischer Fahnen und roter Mützen mit Sichelmond und Stern. Stolz berichtet er davon, wie er 1969 als erster Türke in Berlin Abitur machte. Heute lebt er wieder in der Türkei und kommt für Veranstaltungen nach Deutschland. "Hüpft ihr Herz nicht höher, wenn Sie die türkische Fahne sehen?" Sein Herz tut es. Türken am Brandenburger Tor: Kritik aus den eigenen Reihen Und scheinbar auch das mehrerer Zehntausend Türken. Ein solches Meer rot-weißer Fahnen hat Berlin seit den Länderspielen der Türkei bei der Weltmeisterschaft 2002 nicht mehr gesehen. Es ist der 5. "Türk Günü" (Türkischer Tag) in der Hauptstadt - inspiriert durch die gleichnamige Parade in den USA. In New York ziehen seit 1980 jährlich Tausende Türkischstämmige durch die Madison Avenue und zeigen Präsenz. Das Berliner Fahnen-Spektakel wird von der Türkischen Gemeinde zu Berlin organisiert, "um an die Herzen der hier lebenden Menschen zu appellieren", wie es heißt. Mit Musik und Kulturprogramm soll eine "Brücke zwischen Deutschen und Türken" aufgebaut werden. Doch es bleibt ein Fest, bei dem die Türken fast unter sich sind. Die deutschen Touristen wagen sich kaum auf die Freßmeile, die auf dem 17. Juni aufgebaut ist. Schon im Vorfeld der Veranstaltung hatte es Kritik von Türken an der Art und Weise der Austragung gegeben. Einige Gruppen verweigerten die Teilnahme, weil sie auf die deutsche Gesellschaft zu nationalistisch wirken könnte. Paraden dieser Art sind in Deutschland - anders als in den USA - eher ungewöhnlich. Rote Stirnbänder mit der weißen Aufschrift "Die Türkei - das Allergrößte" und im Chor "Türkiye" brüllende Jungen könnten auf Außenstehende tatsächlich eher abschreckend wirken. Deswegen betont Taciddim Yatkin, Vorsitzender des Organisationskomitess, mit Nachdruck, dass es ein türkisch-europäisches Fest sei. "Wir haben am Anfang die gleiche Anzahl an deutschen, türkischen und europäischen Fahnen verteilt." Dass bereits in der ersten Stunde der Parade fast nur noch türkische Fahnen zu sehen waren, habe mit den Veranstaltern nichts zu tun, betont er. 2001 fand der Türk Günü zum ersten Mal anlässlich des 40. Jahrestags des Anwerbeabkommen mit der Türkei statt. Damals wurden 25.000 Teilnehmer erwartet. Für dieses Jahr kündigte die türkische Zeitung "Hürriyet" schon vor Wochen Hundertausende an. Vermutlich unterstützte die großzügige Prognose des Sponsors die Integrations-Staatsministerin Maria Böhmer in ihrer Entscheidung, die Schirmherrschaft zu übernehmen. Doch Deutsche sind kaum bei dem Kulturfest. Das laut Organisationsleiter Yatkin "bunte Beispiel für die Integration der Türken in Deutschland" bleibt in erster Linie rot-weiß. Auch vom angekündigten Besuch des Ministerpräsidenten Tayip Erdogan, der am Vortag beim Türkisch-Deutschen Wirtschaftskongress in Berlin war, und den türkischen Fußball-Nationalspielern, war bis zum späten Nachmittag niemand zu sehen. Davon ließen sich die Fahnen schwingenden Türken jedoch die Stimmung nicht verderben. Singend erklärt eine Gruppe türkischer Mädels, das sie Türkinnen seien, "auch wenn wir einen deutschen Pass haben". Ein vorbeigehender Mann nickt, "aferin kizlar" - bravo Mädels. Gastgeber Yatkin spricht die unangenehmen "Türkenthemen" gleich in seiner Anfangsrede auf dem Podium an: "Zwangsehen und Ehrenmorde schaden dem Ansehen der türkischstämmigen Bürger in Deutschland." Verhaltener Applaus ist die Antwort der Zuhörer. Die Sätze heben nicht gerade die Stimmung, aber sie geben die defensive Situation der Türken in der Öffentlichkeit wieder. Ahmet Iyidirli, Bundesvorsitzender der Föderation der Volksvereine türkischer Sozialdemokraten in Europa, erklärte am Rande der Verantstaltung zu SPIEGEL ONLINE. "Seit eineinhalb Jahren bekommen die Türken alle zwei Monate eine neue Ohrfeige in den Medien", seien es Ehrenmorde, anarchische Hauptschulen oder antiamerikanische Kinofilme. Daher sei der Türk Günü eine gute Gelegenheit, ein positives Zeichen für die Teilhabe der Türken an der deutschen Gesellschaft zu setzen. Einer der wenigen Deutschen, der sich in das rotweiße Getümmel wagen, ist an diesem Samstag der Spitzenkandidat der Berliner CDU, Friedbert Pflüger. Auf der Bühne hält er eine Rede - als einziger auf Deutsch, denn alle anderen halten es allein mit ihrer Muttersprache Türkisch. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,grossbild-6… |