Syngenta einer der Sektorfavoriten für 2013
24.08.2012 14:00
Aktien von Syngenta werden in einer Sektorstudie zu den Favoriten
für 2013 gezählt.
Den Namenaktien von Syngenta gelingt es am Freitag, sich
erfolgreich gegen den schwächeren Gesamtmarkt zu stemmen. Wie mir
aus dem Berufshandel berichtet wird, profitieren die Papiere des
Basler Agrarchemieunternehmens von Umschichtungen innerhalb des
europäischen Chemiesektors.
In einer Branchenstudie befassen sich die für die Deutsche Bank
tätigen Spezialisten erstmals mit dem kommenden Jahr. Die Experten
rechnen mit verhaltenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und
raten ihrer Anlagekundschaft deshalb zu einem selektiven Ansatz. Zu
favorisieren seien Unternehmen mit einer auf die Preisgestaltung
ausgelegten Strategie, in der Vergangenheit eingeleiteten
Kosteneinsparmassnahmen und einem hohen Ergebnisbeitrag aus
wachstumsstarken Nischenmärkten.
Die Experten erachten die branchenweiten Konsensschätzungen für die
zweite Jahreshälfte zwar als vernünftig. Auf das kommende Jahr
bezogen seien die Markterwartungen gerade bei den
konjunkturabhängigen Chemieherstellern jedoch zu optimistisch. Die
Bewertung befinde sich derzeit innerhalb des historischen
Durchschnitts. Dasselbe gelte für den Bewertungsaufschlag von
Aktien konjunkturunabhängiger gegenüber konjunkturabhängiger
Chemieunternehmen.
Neben den Aktien von Akzo Nobel, BASF, Lanxess und Linde zählen die
Experten der Deutschen Bank auch jene von Syngenta zu den
Sektorfavoriten für 2013. Die Papiere werden denn auch mit einem
neu 400 (380) Franken lautenden Kursziel zum Kauf empfohlen.
Gerade im Saatgutgeschäft habe Syngenta gewaltige Fortschritte
gemacht. Neu eingeführte Produkte und steigende Lizenzeinnahmen
würden für eine weitere Verbesserung der Margenentwicklung
sprechen. Im Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln profitiere das
Unternehmen hingegen von hohen Eintrittsbarrieren und dem
vermehrten Fokus auf den Produktlebenszyklus seitens der
Anbieter.
Auf den ersten Blick seien die Aktien zwar nicht günstig. Dank dem
jährlichen Gewinnwachstum von 14 Prozent über die kommenden drei
Jahre bestehe dennoch weiteres Aufwärtspotenzial, so die Experten
weiter.
Nur wenige Prozentpunkte unter den historischen Höchstständen von
Mitte 2008 sind die Aktien von Syngenta in den vergangenen Wochen
in eine Seitwärtskonsolidierung übergegangen. Noch ist unklar, ob
die Papiere unter die Schlüsselmarke von 330 Franken zurückfallen
oder bei 340 Franken nach oben ausbrechen werden. Beides würde auf
kurze Sicht eine grössere Kursverschiebung in die jeweilige
Richtung nach sich ziehen.
Über die längerfristigen Aussichten von Syngenta braucht man sich
hingegen nicht zu streiten: Starke strukturelle Wachstumstreiber
wie das Bevölkerungswachstum, die immer eiweishaltigere Ernährung
oder der vermehrte Einsatz von Biokraftstoffen spielt dem Basler
Unternehmen regelrecht in die Hände.
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