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schrieb am 26.02.09 17:10:46
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.660.377
von DonDeMato am 26.02.09 17:04:46
das müsste dann aber jemand die 30k bis dahin
wegräumen...
schrieb am 26.02.09 17:26:26
Eine andere Meinung:
SAF Holland vor Pleite?
Donnerstag, 26. Februar 2009 um 10:34
Von Armin Brack
Analysten waren lange Zeit voll des Lobs über den Weltmarktführer
SAF Holland. Was Sie übersahen, warum das Aus droht und wer
schuldig ist.
Erinnern Sie sich noch an Edscha? Der Hersteller von Cabriodächern
und Scharnieren/Pedalsystemen galt lange als Börsenstar und wurde
schließlich mit Aufschlag von Finanzinvestoren übernommen. Anfang
Februar meldete das Unternehmen Insolvenz an. Der bayrische IG
Metall-Bezirksleiter Werner Neugebauer gibt dem Private
Equity-Investor die Schuld und übt zurecht harte Kritik: „Carlyle
hat Edscha ausgesaugt bis zur Blutleere.“ Neugebauer hat Recht.
Das Schema ist immer das Gleiche: Die Heuschrecken kaufen das
Unternehmen mit wenig Eigen- und viel Fremdkapital auf. Die Kosten
im Zusammenhang mit der Übernahme sowie Zins- und Tilgung wird dem
Übernahmeopfer selbst aufgebürdet. Das schwächt die
Eigenkapitalbasis, die Schulden steigen stark an.
Zusätzlich schütten die Private Equity-Investoren dann noch eine
hohe Dividende an die Aktionäre, also letztlich an sich selbst aus
(wie beispielsweise bei ProSieben geschehen), was das Eigenkapital
weiter reduziert. Noch eleganter: Die Heuschrecken verkaufen das
Unternehmen anschließend via Börsengang wieder an Privatinvestoren.
Genau das ist bei SAF Holland im Juli 2007 geschehen. Das ist
gerade mal 18 Monate her. Rund 100 Millionen Euro nahm das
Unternehmen an Emissionserlösen ein.
Übernahme als Verhängnis
Doch anstatt die eigene Bilanz zu sanieren, wurde das Geld sofort
für eine weitere Übernahme verpulvert. Die Georg Fischer
Verkehrstechnik GmbH (u.a. Sattelkupplungen) wurde aufgekauft. Das
wurde gegenüber dem Markt als gelungene Ergänzung des
Produktportfolios und eine Verbesserung der Marktstellung gefeiert.
Leider stieg damit auch der Schuldenstand weiter an. Im Februar
2008 wurde eine Kreditvereinbarung über 325 Millionen Euro für fünf
Jahre abgeschlossen und dabei halbjährliche Tilgungs- und
Zinszahlungen vereinbart.
Was folgte war der beispiellose Einbruch in der Automobilindustrie.
Den Nutzfahrzeugbereich (LKW) trifft es dabei derzeit noch härter
als die Autoindustrie. Die Aufträge von Großkunden wie MAN brechen
weg, es fehlt der Cash-Flow aus dem die Zinsen und die
Tilgungsraten bezahlt werden sollen. Werden aber die
Kreditvereinbarungen nicht eingehalten, hat das Bankenkonsortium um
HVB und Dresdner Bank ein Sonderkündigungsrecht. Wird keine
Einigung erzielt, droht die Insolvenz. Die Verhandlungen laufen
aktuell.
Nimmt man Erfahrungen aus der Vergangenheit, verheißt es nichts
Gutes, dass die Aktie in den vergangenen Tagen fast 50 Prozent an
Wert verloren hat - scheinbar ohne Grund. Vielleicht wissen hier
informierte Kreise bereits wieder mehr.
Fazit: Vieles spricht für eine Insolvenz. Überprüfen Sie ihre
eigenen Aktien-Investments hinsichtlich der bilanziellen Situation
des Unternehmens.
Armin Brack ist Chefredakteur des Geldanlage-Report.
schrieb am 26.02.09 17:46:03
schrieb am 26.02.09 17:46:35
schrieb am 26.02.09 17:54:14
Ich hoffe nur, dass meine Analyse nicht der Auslöser für die
Kurssteigerungen sind.
Sonst würde ich mich in den A... beissen.
Hab leider nicht nachgelegt. Wollte nur aufklären.
schrieb am 26.02.09 17:56:38
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.660.815
von gozi-frizi am 26.02.09
17:55:42Schadenfreude ist die schönste Freude !
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