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WMF, die vergessene Perle
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WMF Wuertt Metall
WKN: 780300
ISIN: DE0007803009
Symbol: WMF
Berlin (EUR), 25.05.12 | 08:11
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schrieb am 25.01.01 20:46:14
Ich will hier jetzt mal endlich einen Thread eröffnen für die WMF
Aktie. Bisher gibt es ja keinen einzigen!
Ich halte die für eine Perle, die in naher Zukunft auch mal
entdeckt werden wird. Die Firma ist unangefochtener Marktführer bei
hochwertigen Produkten, allein der Markenname ist eine ganze Menge
wert.
Sie haben in den letzten Jahren bei schlechter Konsumkonjunktur
stetig bei Umsatz und Ergebnis zugelegt und zahlen eine Dividende
so hoch wie Bundeswertpapiere.
Ausserdem sind sie nicht mal mit dem Buchwert notiert!
Wenn die mal entdeckt wird, kann ich mir vorstellen, dass die
abgeht wie ihr schwäbischer Nachbar Hugo Boss in den letzten
Jahren.
Ich habe mir heute jedenfalls mal einige ins Depot gelegt.
Hat irgendjemand eine Meinung zu dieser Aktie?
MfG
flitztass

schrieb am 25.01.01 21:09:35
WMF kann hinsichtlich der ab 2002 großenteils steuerfreien
Bet.verkäufe interessant werden. 79 % der Stämme liegen bei
Finanzinvestoren. Da könnte ein Investor aus der Branche glatt eine
gute 3/4-Mehrheit übernehmen.
schrieb am 26.01.01 19:24:31
Na wer sagt es denn: Endlich wird auch mal über diese Aktie
berichtet. Diese Woche steht ein sehr positiver Artikel in der
Wirtschaftswoche. Hier eine Kurzzusammenfassung:
Würtembergische Metallwarenfabrik (WMF) ist der Marktführer bei
hochwertigen Bestecken und Tischkultur.
Vor allem im Ausland erfreuen sich WMF, Silit, Alfi und Auerhahn
wachsender Beliebtheit. Das Geschäft wächst um ca. 10 % pro
Jahr.
Neue Produkte, effiziente Produktion und Erschließung neuer Märkte
sind ein Garant für ein moderates, aber stetiges Ertragswachstum.
Darüber hinaus ist das Unternehmen ungewöhnlich finanzstark. Es hat
eine Eigenkapitalquote von 60% und nahezu keine Schulden. Damit
kann man problemlos Akquisitionen finanzieren.
Selbst wenn das Geschäftsjahr 2000 nur eine Dividende auf
Vorjahreshöhe ausschüttet, erreicht die Rendite samt
Steuergutschrift rund 7%. Das begrenzt das Kursrisiko wie auch der
hohe Buchwert von knapp 19 EUR je Aktie. Die Aktie des
Besteckherstellers ist klar unterbewertet.
MfG
flitztass
schrieb am 31.01.01 17:23:41
@kn:
ich möchte nun ja keine unflätige Antwort posten, aber Deine
Aussage halte ich für nicht unbedingt haltbar.
"Ein Investor aus der Branche"
Ich glaube nicht, daß die "Erste Besteckbiegerei Kleinmachnow" das
nötige Kleingeld hat.
Mal im Ernst: Es gibt in dieser Branche praktisch keine Größeren.
Die übrigen Anbieter für Tisch und Küche in Deutschland gehen
ohnehin fianziell an Krücken (BSF / V&B / Rosenthal), und von
den Internationalen (Oneida(USA), Wedgewood (GB)) kann sich wohl
auch keiner ein solches Abenteuer leisten.
Recht gebe ich Dir mit der (eventuell ungewollten) Aussage, daß es
durchaus positiv wäre, wenn sich die Finanzinvestoren (Münchner
Rück, usw.) zurückziehen würden, denn die ziehen ja ohnehin jedes
Jahr nur die Kohle ab. Oder glaubt irgendjemand, daß ein
Unternehmen wie die WMF freiwillig um die Dividendenrendite-Krone
kämpft. Auch die glauben an ihr Geschäft, und sowas läßt sich nur
über Thesaurierung und Reinvestition von Gewinnen ausbauen.
shortman
schrieb am 31.01.01 19:21:15
Eigentlich ein ganz schickes Unternehmen, im Moment sogar mit etwas
Fantasie wg. anziehender Konsumneigung der Verbraucher, aber leider
zu teuer. Das 2000er DFVA-KGV für die AG (nicht Konzern) liegt bei
rd. 20. Da nützt es dem Investor auch wenig, wenn ein Großteil der
Gewinne ausgeschüttet wird und andere fundamentale Kennzahlen ganz
gut aussehen.
Interssant ist zu beobachten, daß der Kurs regelmäßig zwischen März
und Mai (bis kurz vor der HV) eine gute Performance zeigt.
schrieb am 31.01.01 19:21:22
Was wolltest Du denn unflätiges schreiben ? "Du §$%& hast doch
keine Ahnung von der Besteckbieger-Branche

Das
stimmt, allerdings ist die Ausgangsposition mit den
Finanzinvestoren (Helvetic Grundbesitz, Dt. Bank, MüRück, W&W)
angesichts der Steuerfreiheit ab 2002 denkbar günstig für einen
Übernehmer. Denn kaum einer der 4 wird auf Biegen und Brechen an
diesem Finanz-Investment hängen.
Daß WMF aufgrund der derzeitigen Investoren in seiner Expansion
gehindert wäre, kann ICH wiederum nicht nachvollziehen. Die
Gesellschaft hatte per 30.9.99 (hab grad nix neueres da) 63 Mio DM
liquide Mittel und keine Bankverbindlichkeiten. Da könnte man schon
einiges stemmen.
schrieb am 31.01.01 22:05:57
@flitzass:
Der Buchwert spielt bei einem Unternehmen, dessen Aktiva zu einem
großen Teil aus Maschinen, Vorräten etc. bestehen, keine große
Rolle. Das Kursrisiko wird dadurch nicht begrenzt. Falls die
Eigenkapitalrentabilität abnehmen sollte, würde der Kurs auch ganz
schnell unter den Buchwert fallen (in den letzten Jahren hat sie
allerdings zugenommen).
@short-man:
WMF hat bereits eine Eigenkapitalquote von 64% (31.12.99) und
erzielt eine Eigenkapitalrendite von nur 8% netto. Warum in alles
in der Welt sollten die bei solchen Zahlen noch mehr von
ihren Gewinnen thesaurieren? Die beste Gewinnverwendung in einem
solchen Fall ist eine hohe Dividendenausschüttung - ich würde hier
sogar für eine Vollausschüttung plädieren.
@Syrtakihans:
Wen interessieren denn die AG-Zahlen? Entscheidend ist der
Konzerngewinn, und der liegt in 1999 und 2000 bei ca. 1,35€ je
Aktie. Daraus ergibt sich ein KGV von 10,5.
Wenn man weiterhin von einem 10%igen Gewinnwachstum p.a. ausgeht
und die hohe Dividendenrendite und die solide Bilanz
berücksichtigt, ist die Aktie bei 10,5 sicher unterbewertet.
Trotzdem fällt es mir schwer, hier eine nennenswerte Kursphantasie
zu erkennen. Der Kurs läuft nun bereits seit neun Jahren (!)
seitwärts; man konnte allenfalls die leichten Schwankungen zwischen
ca. 12 und 17 Euro ausnutzen, wozu man mitunter aber bis zu drei
Jahre warten musste. Die Börse gesteht Aktien wie WMF einfach keine
höhere Bewertung zu.
schrieb am 31.01.01 22:07:41
@suflakihans:
Kannst Du uns mal erklären, wieso die AG von WMF ein KGV von 20
haben soll? Nach allen meinen Informationen hat WMF ein KGV 2000
von etwa 11 (für die Stämme, für die Vz. noch besser) bei einem
stabilen Gewinnwachstum von ca. 10 Prozent p.a.
Dies gilt natürlich wohl für den Konzern, aber wenn deine Angabe
für die AG stimmen sollte, müssten die ja superprofitable Töchter
haben??!!
Ausserdem würden sie mehr Dividende ausschütten als sie Gewinn
haben. Das müsste dann aber das Eigenkapital angreifen. Davon seh
ich aber auch nix.
Klär uns doch da mal auf!
Oder hast Du da zu tief in dein Gläschen griechischen Weins
geschaut (Domestos oder wie hiess der nochmal?).
flitztass
schrieb am 01.02.01 11:45:03
Selbst wenn in WMF keine großartige Phantasie drinsteckt:
7% Dividendenrendite (Vz) bei sehr geringem Risiko sind auch
schon hervorragend. Jedenfalls eine sehr gute Depotbeimischung,
v.a., wenn das Depot (wie bei mir) sonst eher spekulativen
Charakter trägt.
Gruß
Götz
schrieb am 02.02.01 15:20:13
@Mandrella und allen anderen
Ich persönlich schaue immer gerne auch auf die AG-Zahlen.
Schließlich kaufe ich als Aktionär die AG, nicht den Konzern. Warum
sollen die Konzernzahlen eine höhere Aussagekraft haben. Kritisch
betrachtet: Ist der Konzern denn nicht einfach nur ein
gewinnoptimierter, zusammengewürfelter Konsilidierungskreis? Man
kann hier natürlich auch anderer Meinung sein.
@flitztass
KGV 20 beziehe ich auf das DVFA-Ergebnis, die Dividende dagegen
wird aus dem Bilanzgewinn entnommen. Da WMF einen geringen
Steuersatz hat, fällt der Überschuß übrigens verhältnismäßig hoch
aus und liegt deutlich über dem DVFA-Ergebnis, in dem nach der
neuen Methode fiktive Steuern veranschlagt werden.
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