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Seite 1 von 72

WMF, die vergessene Perle

Diskussionsstatistik
eröffnet am 25.01.01 20:46:14
von
neuster Beitrag 18.05.12 07:07:13
von

Anzahl Beiträge: 712
Aufrufe gesamt: 66.973
Aufrufe heute: 0
Diskussionsnr.: 333.860

WMF Wuertt Metall

Chart
WKN: 780300
ISIN: DE0007803009
Symbol: WMF
37,90
 
+0,05 %
+0,020
Berlin (EUR), 25.05.12 | 08:11
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[ Seite: 123707172neuster Beitrag ]

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schrieb am 25.01.01 20:46:14
Beitrag Nr.1 
(2.773.843)
Antwort
Zitat
Ich will hier jetzt mal endlich einen Thread eröffnen für die WMF Aktie. Bisher gibt es ja keinen einzigen!
Ich halte die für eine Perle, die in naher Zukunft auch mal entdeckt werden wird. Die Firma ist unangefochtener Marktführer bei hochwertigen Produkten, allein der Markenname ist eine ganze Menge wert.
Sie haben in den letzten Jahren bei schlechter Konsumkonjunktur stetig bei Umsatz und Ergebnis zugelegt und zahlen eine Dividende so hoch wie Bundeswertpapiere.
Ausserdem sind sie nicht mal mit dem Buchwert notiert!

Wenn die mal entdeckt wird, kann ich mir vorstellen, dass die abgeht wie ihr schwäbischer Nachbar Hugo Boss in den letzten Jahren.
Ich habe mir heute jedenfalls mal einige ins Depot gelegt.

Hat irgendjemand eine Meinung zu dieser Aktie?

MfG
flitztass
Börse verstehen: DAX & Co. Die deutschen Leitindizies
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Nadine Savanovic
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schrieb am 25.01.01 21:09:35
Beitrag Nr.2 
(2.774.020)
Antwort
Zitat
WMF kann hinsichtlich der ab 2002 großenteils steuerfreien Bet.verkäufe interessant werden. 79 % der Stämme liegen bei Finanzinvestoren. Da könnte ein Investor aus der Branche glatt eine gute 3/4-Mehrheit übernehmen.
Avatar
schrieb am 26.01.01 19:24:31
Beitrag Nr.3 
(2.782.545)
Antwort
Zitat
Na wer sagt es denn: Endlich wird auch mal über diese Aktie berichtet. Diese Woche steht ein sehr positiver Artikel in der Wirtschaftswoche. Hier eine Kurzzusammenfassung:

Würtembergische Metallwarenfabrik (WMF) ist der Marktführer bei hochwertigen Bestecken und Tischkultur.
Vor allem im Ausland erfreuen sich WMF, Silit, Alfi und Auerhahn wachsender Beliebtheit. Das Geschäft wächst um ca. 10 % pro Jahr.

Neue Produkte, effiziente Produktion und Erschließung neuer Märkte sind ein Garant für ein moderates, aber stetiges Ertragswachstum. Darüber hinaus ist das Unternehmen ungewöhnlich finanzstark. Es hat eine Eigenkapitalquote von 60% und nahezu keine Schulden. Damit kann man problemlos Akquisitionen finanzieren.

Selbst wenn das Geschäftsjahr 2000 nur eine Dividende auf Vorjahreshöhe ausschüttet, erreicht die Rendite samt Steuergutschrift rund 7%. Das begrenzt das Kursrisiko wie auch der hohe Buchwert von knapp 19 EUR je Aktie. Die Aktie des Besteckherstellers ist klar unterbewertet.

MfG
flitztass
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schrieb am 31.01.01 17:23:41
Beitrag Nr.4 
(2.813.095)
Antwort
Zitat
@kn:
ich möchte nun ja keine unflätige Antwort posten, aber Deine Aussage halte ich für nicht unbedingt haltbar.

"Ein Investor aus der Branche"
Ich glaube nicht, daß die "Erste Besteckbiegerei Kleinmachnow" das nötige Kleingeld hat.
Mal im Ernst: Es gibt in dieser Branche praktisch keine Größeren. Die übrigen Anbieter für Tisch und Küche in Deutschland gehen ohnehin fianziell an Krücken (BSF / V&B / Rosenthal), und von den Internationalen (Oneida(USA), Wedgewood (GB)) kann sich wohl auch keiner ein solches Abenteuer leisten.

Recht gebe ich Dir mit der (eventuell ungewollten) Aussage, daß es durchaus positiv wäre, wenn sich die Finanzinvestoren (Münchner Rück, usw.) zurückziehen würden, denn die ziehen ja ohnehin jedes Jahr nur die Kohle ab. Oder glaubt irgendjemand, daß ein Unternehmen wie die WMF freiwillig um die Dividendenrendite-Krone kämpft. Auch die glauben an ihr Geschäft, und sowas läßt sich nur über Thesaurierung und Reinvestition von Gewinnen ausbauen.

shortman
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schrieb am 31.01.01 19:21:15
Beitrag Nr.5 
(2.814.466)
Antwort
Zitat
Eigentlich ein ganz schickes Unternehmen, im Moment sogar mit etwas Fantasie wg. anziehender Konsumneigung der Verbraucher, aber leider zu teuer. Das 2000er DFVA-KGV für die AG (nicht Konzern) liegt bei rd. 20. Da nützt es dem Investor auch wenig, wenn ein Großteil der Gewinne ausgeschüttet wird und andere fundamentale Kennzahlen ganz gut aussehen.

Interssant ist zu beobachten, daß der Kurs regelmäßig zwischen März und Mai (bis kurz vor der HV) eine gute Performance zeigt.
Avatar
schrieb am 31.01.01 19:21:22
Beitrag Nr.6 
(2.814.468)
Antwort
Zitat
Was wolltest Du denn unflätiges schreiben ? "Du §$%& hast doch keine Ahnung von der Besteckbieger-Branche ;) Das stimmt, allerdings ist die Ausgangsposition mit den Finanzinvestoren (Helvetic Grundbesitz, Dt. Bank, MüRück, W&W) angesichts der Steuerfreiheit ab 2002 denkbar günstig für einen Übernehmer. Denn kaum einer der 4 wird auf Biegen und Brechen an diesem Finanz-Investment hängen.
Daß WMF aufgrund der derzeitigen Investoren in seiner Expansion gehindert wäre, kann ICH wiederum nicht nachvollziehen. Die Gesellschaft hatte per 30.9.99 (hab grad nix neueres da) 63 Mio DM liquide Mittel und keine Bankverbindlichkeiten. Da könnte man schon einiges stemmen.
Avatar
schrieb am 31.01.01 22:05:57
Beitrag Nr.7 
(2.815.794)
Antwort
Zitat
@flitzass:
Der Buchwert spielt bei einem Unternehmen, dessen Aktiva zu einem großen Teil aus Maschinen, Vorräten etc. bestehen, keine große Rolle. Das Kursrisiko wird dadurch nicht begrenzt. Falls die Eigenkapitalrentabilität abnehmen sollte, würde der Kurs auch ganz schnell unter den Buchwert fallen (in den letzten Jahren hat sie allerdings zugenommen).

@short-man:
WMF hat bereits eine Eigenkapitalquote von 64% (31.12.99) und erzielt eine Eigenkapitalrendite von nur 8% netto. Warum in alles in der Welt sollten die bei solchen Zahlen noch mehr von ihren Gewinnen thesaurieren? Die beste Gewinnverwendung in einem solchen Fall ist eine hohe Dividendenausschüttung - ich würde hier sogar für eine Vollausschüttung plädieren.

@Syrtakihans:
Wen interessieren denn die AG-Zahlen? Entscheidend ist der Konzerngewinn, und der liegt in 1999 und 2000 bei ca. 1,35€ je Aktie. Daraus ergibt sich ein KGV von 10,5.

Wenn man weiterhin von einem 10%igen Gewinnwachstum p.a. ausgeht und die hohe Dividendenrendite und die solide Bilanz berücksichtigt, ist die Aktie bei 10,5 sicher unterbewertet. Trotzdem fällt es mir schwer, hier eine nennenswerte Kursphantasie zu erkennen. Der Kurs läuft nun bereits seit neun Jahren (!) seitwärts; man konnte allenfalls die leichten Schwankungen zwischen ca. 12 und 17 Euro ausnutzen, wozu man mitunter aber bis zu drei Jahre warten musste. Die Börse gesteht Aktien wie WMF einfach keine höhere Bewertung zu.
Avatar
schrieb am 31.01.01 22:07:41
Beitrag Nr.8 
(2.815.802)
Antwort
Zitat
@suflakihans:

Kannst Du uns mal erklären, wieso die AG von WMF ein KGV von 20 haben soll? Nach allen meinen Informationen hat WMF ein KGV 2000 von etwa 11 (für die Stämme, für die Vz. noch besser) bei einem stabilen Gewinnwachstum von ca. 10 Prozent p.a.
Dies gilt natürlich wohl für den Konzern, aber wenn deine Angabe für die AG stimmen sollte, müssten die ja superprofitable Töchter haben??!!
Ausserdem würden sie mehr Dividende ausschütten als sie Gewinn haben. Das müsste dann aber das Eigenkapital angreifen. Davon seh ich aber auch nix.

Klär uns doch da mal auf!

Oder hast Du da zu tief in dein Gläschen griechischen Weins geschaut (Domestos oder wie hiess der nochmal?).

flitztass
Avatar
schrieb am 01.02.01 11:45:03
Beitrag Nr.9 
(2.819.465)
Antwort
Zitat
Selbst wenn in WMF keine großartige Phantasie drinsteckt:
7% Dividendenrendite (Vz) bei sehr geringem Risiko sind auch
schon hervorragend. Jedenfalls eine sehr gute Depotbeimischung,
v.a., wenn das Depot (wie bei mir) sonst eher spekulativen
Charakter trägt.
Gruß
Götz
Avatar
schrieb am 02.02.01 15:20:13
Beitrag Nr.10 
(2.829.862)
Antwort
Zitat
@Mandrella und allen anderen

Ich persönlich schaue immer gerne auch auf die AG-Zahlen. Schließlich kaufe ich als Aktionär die AG, nicht den Konzern. Warum sollen die Konzernzahlen eine höhere Aussagekraft haben. Kritisch betrachtet: Ist der Konzern denn nicht einfach nur ein gewinnoptimierter, zusammengewürfelter Konsilidierungskreis? Man kann hier natürlich auch anderer Meinung sein.

@flitztass

KGV 20 beziehe ich auf das DVFA-Ergebnis, die Dividende dagegen wird aus dem Bilanzgewinn entnommen. Da WMF einen geringen Steuersatz hat, fällt der Überschuß übrigens verhältnismäßig hoch aus und liegt deutlich über dem DVFA-Ergebnis, in dem nach der neuen Methode fiktive Steuern veranschlagt werden.

[ Seite: 123707172neuster Beitrag ]

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