Da ich ja ein leidenschaftlicher Anhänger von PSI bin möchte ich
hiermit nochmals einen neuen Thread eröffnen, wo ich (weil ich
sonst nicht zu tun habe

)
aktuelle Infos reinstellen werde sei es hauptsächlich von der HP
von PSI oder Links zum Wallnut-Journal oder ähnliches.
Beginne würde ich gerne nochmals mit dem Interview mit Herr DR.
Schrimpf der meiner Meinung nach viel verändern wird.
PSI in den Medien
Auszug aus "IT-Director" vom 21.05.2003
„Im ERP-Umfeld kommt es darauf an, Alleinstellungsmerkmale
voranzubringen“
Interview mit Dr. Harald Schrimpf, CEO PSI AG
Seit 34 Jahren ist die Berliner PSI AG im IT-Markt präsent. Im
letzten Jahr ist die alte Führungsmannschaft des seit 1998
börsennotierten Unternehmens aus der PSI ausgeschieden. Seitdem ist
der Berliner Softwareanbieter auf Restrukturierungskurs und der
Suche nach Synergie-Effekten. Wir sprachen mit dem neuen CEO Dr.
Harald Schrimpf über harte Zeiten und wie man sie meistert.
Haben Sie noch Kunden aus der Anfangsphase des Unternehmens vor
über 30 Jahren?
Die gibt es in der Tat: Im Stahlumfeld zum Beispiel Thyssen-Krupp,
mit denen das erste Projekt überhaupt gestartet wurde, aber auch
RWE oder die GASAG. Leitstandtechnologie für die Zielgruppen
Energieversorger und Stahlindustrie ist seit jeher unser
Kerngeschäft, das im Moment das ganze Unternehmen trägt. Für Themen
wie E-Business gilt: das entsteht, das vergeht.
Im relativ schnelllebigen Softwaremarkt kann man PSI ja zu den
Dinosauriern zählen. Was muss man als Unternehmen mitbringen, um
sich über einen so langen Zeitraum am Markt zu behaupten?
Zum einen die stabile Positionierung des Unternehmens am Markt. Der
Kern der PSI liegt in der vertikalen Prozessführung, also im
eigentlichen Wertschöpfungsprozess. Wir sind eher zurückhaltend,
was Buchführungs- oder Verwaltungsthemen betrifft, unser
Schwerpunkt liegt in der Fabriksteuerung. Das ist ein stabiles und
langjähriges Geschäft. Zum anderen bleibt die von uns entwickelte
Software unser Eigentum: Wir sind eines des wenigen
Software-Produkthäuser, viele andere Unternehmen verstehen sich
dagegen als IT-Dienstleister.
Gab es in der langen Unternehmensgeschichte schon mal ähnlich harte
Zeiten wie heute?
Es hat natürlich Tiefen gegeben, passend zu den Konjunkturzyklen.
Aber das Unternehmen hat in den letzten Jahren ein Wachstum
absolviert, das einer Verdreifachung entspricht. Das geschah ganz
wesentlich durch Akquisitionen, von denen rund zwei Drittel im
Kerngeschäft erfolgten. Diese Akquisitionen haben wir integriert
und tun dies noch weiter. Das andere Drittel der Akquisitionen
stand im Zusammenhang mit Hype-Themen und passte nicht wirklich zu
uns, da gibt es Restrukturierungsbedarf. Wir versuchen natürlich,
möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten, indem wir die
Mitarbeiter in anderen Einheiten einsetzen.
Die PSI hat ja sehr unterschiedliche Geschäftsfelder und viele
Tochterfirmen und Anteile. Wie kann man da als börsennotierte
Company dem Anleger ein homogenes Bild vermitteln?
Wir stellen klar den Schwerpunkt des Unternehmens in den
Vordergrund, die großen Prozessführungsanlagen, mit denen man zum
Beispiel das Land Bayern mit Strom versorgen kann. Fokus liegt auch
auf dem neuen Cross-Over-Bereich, in dem wir Leitstandstechnologien
aus dem Energiesektor auch auf die Industrie übertragen. Diese
großen Leitwarten sind das Alleinstellungsmerkmal der PSI und haben
für den Kunden einen erheblichen strategischen Wert: Sie können
diese Leitanlagen in verkleinertem Maßstab als Sammelsurium von
PC-Systemen durchaus von Automatisierungsherstellern oder
Netzausrüsten kaufen – beispielweise von Siemens, der mal ein
großer Wettbewerber war. Der Nachteil für die Energieversorger
bestand darin, dass sie sich von einem Anbieter abhängig machen
mussten. PSI konzentriert sich auf die Software, die Kunden haben
Multi-Vendor-Freiheit und können Geräte beliebiger Hersteller mit
unserer Technologie kombinieren.
Was ist das Besondere an Ihrer Leitstandstechnologie?
Vereinfacht gesagt projizieren viele kleine Beamer von hinten auf
eine Projektionswand wie auf einen hochauflösenden Monitor von etwa
vier Meter Raumdiagonale alle Arbeitsprozesse – dadurch kann der
Operator effizienter als früher arbeiten. Auf der durchgehenden
Arbeitsfläche, sozusagen auf Basis von EAI-Integration im visuellen
Bereich, kann in die Betriebszustände der einzelnen Anlagen
geschaut, Servicetechniker angewiesen oder die Historie einer
Maschine aus der Datenbank aufgerufen werden. Von den Zulieferern
bis zu den Vertriebswegen wird das Gesamtwerk mit seinen Prozessen
visualisiert.
Sie haben das Thema Restrukturierung angesprochen. Welche Maßnahmen
sind geplant, um das Vertrauen des Anleger zurückzugewinnen? Im
Herbst letzten Jahres gab es ja einen erheblichen Einbruch des
Aktienkurses.
Die Wahrheit ist, dass das Unternehmen in den letzten sechs Jahren
jedes Jahr mit einem Verlust abgeschlossen hat, auf der anderen
Seite gab es dieses massive Wachstum. Die letzte Hauptversammlung
kam einer Art Revolution gleich, bei der der Aufsichtsrat neu
besetzt wurde. Heute hat sich der Börsenkurs, der kurzfristig im
Pennystock-Bereich notierte, wieder verdreifacht und wir haben die
harten, einschneidenden Maßnahmen, wie des Abbau von 150 Stellen
bereits hinter uns. Im Jahr 2003 geht es darum, zu konsolidieren,
neue Geschäftsprozesse nachzutrimmen und vor allen Synergien zu
nutzen. Da gibt es unglaubliche Potentiale aufzuholen,
beispielsweise die Übertragung unsere Leitstandtechnologien auf
andere Bereiche oder den Einsatz von Agententechnologien aus dem
öffentlichen Sektor auf dem Gebiet der Logistik. Normalerweise
müsste man einen Turn-around in drei bis vier Quartalen erreichen
und im Moment sieht es so aus, dass wir dies auch schaffen.
Ist es nicht immer problematisch, in einem stark wachsenden
Unternehmen den Überblick zu behalten, damit in einzelnen
Abteilungen die Arbeit nicht doppelt und dreifach gemacht wird?
Das war der entscheidende Fehler im Jahr 2001, als man versuchte,
der PSI eine Holding-Struktur zu geben. Das kann aber nicht die
Aufgabe eines solchen Unternehmens sein: Nur Beteiligungen zu
halten, können die Aktionäre besser als wir. Wenn wir
Tochterunternehmen halten, müssen wir daraus einen Mehrwert
generieren. Diese Aufgabe hatte man durch den Weg in die Holding
krass vernachlässigt und die wirtschaftlichen Folgen waren
katastrophal. Zum Beispiel wurden vier Lagerverwaltungssysteme
gleichzeitig entwickelt – eine Verschwendung von mehreren Mio.
Euro. Jetzt machen wir genau das Gegenteil, bauen einen Konzern und
kommen kräftig voran. Wenn allein die Verschwendung abgebaut wird,
haben wir die Company relativ schnell an der schwarzen Null.
Also werden die 150 entlassenen Mitarbeiter gar nicht so sehr
fehlen?
Das ist richtig. Wir werden auch mit weniger Mitarbeitern das
Vorjahreniveau erreichen. Weiteren Personalabbau wollen wir nicht
betreiben, es geht jetzt um Wachstumsperspektiven und neue
Angebote.
Welche neuen Themen haben Sie dabei im Sinn?
Wir haben große Leitanlagen für DAX-30-Unternehmen geschaffen.
Alles, was in dieser Forschung und Entwicklung anfällt, wollen wir
in einer Pipeline möglichst zeitnah dem Mittelstand zur Verfügung
stellen. Damit können auch Mittelständler an den aufwendigen
F&E-Themen partizipieren, die von den großen Konzernen mit
Tausenden von Mitarbeitern angegangen werden.
Wie stehen Sie zu Mitbewerbern im ERP-Umfeld, beispielsweise
SAP?
Der Schwerpunkt der Unternehmen ist unterschiedlich. SAP zielt auf
den betriebswirtschaftlichen Aspekt, sozusagen den Bereich
White-Collar-Worker ein, während wir in die Tiefe der
wertschöpfenden Prozesse gehen, beispielsweise mit Aufgaben wie
Maschinensteuerung, Personalzeiterfassung oder Waren-Distribution.
Insofern ergänzen wir uns mit SAP zu etwa 95 Prozent unseres
Portfolios. Für Mittelständer haben wir zwar eine Komplettlösung
mit zugekaufter Fibu im Angebot, aber die größten Psipenta-Kunden
setzen auch SAP ein.
Und bei Ihrem Ausflug ins E-Business gab es auch keine
Überschneidungen?
Der Ausflug ist nicht beendet. Was wir haben, ist eine
Agenten-Technologie, die wir jetzt auch für den mittelständischen
ERP-Kunden verfügbar machen wollen. Das ist eine Technik, mit der
man ohne kostenintensive vollständige EAI-Integration für bestimmte
Aspekte Analysen und Alarmgeber einbinden kann. In anderen
Bereichen wurde dies bereits integriert, bisher jedoch nie dem
Mittelstand angeboten. Das gleiche gilt für Portaltechnik: Wir
haben preisgekrönte Portale gebaut, zweimal den E-Business-Award
gewonnen und diese Technologie nie im Mittelstand angeboten. Aber
das holen wir jetzt nach!
Hat das Thema EAI Ihrer Ansicht nach im Produktionsumfeld einen
Quantensprung gebracht, nachdem man hier so viele Jahre mit
Insellösungen kämpfen musste?
Wir haben wie auch andere Anbieter eine eigene EAI-Lösung im
Angebot, um die vorhanden IT-Lösung beim Kunden zu konsolidieren.
EAI ist das richtige Instrument, um einen Gleichklang zwischen
Unternehmensorganisation und IT-Landschaft zu schaffen. Ich glaube
aber, dass wir schon einen Schritt weiter sind als EAI, weil wir
die Prozesse auch visuell für den Operator integrieren. Die
Schattenseite dieser Entwicklung ist jedoch, dass dadurch
drastische Personaleinsparungen möglich werden. Ein derartiger
Effekt auf die Beschäftigung ist in der Tat ein Problem bei der
Einführung dieser großen Anlagen. Die betroffenen Mitarbeiter sind
aber in der Regel hochqualifizierte Leute, die dann von
Routineaufgaben befreit werden. In einer Wachstumsphase können sie
sehr gut an anderen Stellen positioniert werden.
Vor gut Jahren galt der ERP-Markt im Bereich der Großunternehmen
als gesättigt, nur im Mittelstand vermuteten die Hersteller noch
Marktpotential. Wie beurteilen Sie die Situation heute?
Ich sehe, dass sich das etwas speziellere Thema
Manufacturing-Execution-Systeme, also die Steuerung von
Produktionsanlagen, sowohl in der Großindustrie als auch im
Mittelstand in einem stetigen Wachstum befindet. Es werden
ununterbrochen neue Technologien im Maschinenbau und in der IT
eingesetzt, um Einsparpotential auszuschöpfen. Wer will denn sagen,
dass die Rationalisierung irgendwann ein Ende hätte?
Wo liegen die Innovationspotentiale von ERP-Lösungen? Sehen Sie
neue Trends?
Ich denke, dass bei diesen klassischen Buchhaltungsthemen und
Lösungsergänzungen mit kurzem Return on Invest im ERP-Umfeld keine
großen Innovationen zu erwarten sind. Deshalb kommt es für jeden
Anbieter darauf an, Alleinstellungsmerkmale in seinem Markt
voranzubringen. Das bedeutet für uns, die Individualprozesse des
Kunden zu unterstützen. Dabei hilft natürlich, dass wir Software
selbst entwickeln und auch Supply-Chain-, Vertriebsinformations-
und Customer-Relationship-Werkzeuge aus einer Hand anbieten können.
Für die mittelstandsgerechte Integration der diversen Systeme haben
wir uns einen Zeitrahmen bis Anfang 2004 gesetzt.
Als börsennotiertes Unternehmen muss man ja immer auf die recht
feinfühlige Reaktion der Aktienmärkte gefasst sein. Haben Sie
manchmal das Gefühl, mit einer GmbH ließe es sich leichter
leben?
Ich halte es für richtig, dass der Börsenkurs so runter gegangen
ist, weil dies letztlich den Druck zum Change of Control im
Unternehmen herbeigeführt hat. Das ist ein gesundes Reagieren des
Kapitalmarktes. Ich finde die Situation angenehm. Stellen sich vor,
Sie wären Fußballspieler und das Stadion wäre leer. Mir ist das
Feedback wichtig. Ich halte die Kommentare der Aktionäre, immerhin
sind 30 Prozent der Aktien in Mitarbeiterbesitz, für wertvoll. Eine
stille GmbH irgendwo zu führen – da fehlen die sportlichen
Aspekte.
Zum Unternehmen
Gegründet wurde PSI 1969 in Berlin, als sich sechs Ingenieure
anlässlich eines Auftrags aus der Stahlindustrie von der AEG
abspalteten. Die Walnuss im Firmen-Logo symbolisiert den
Schwerpunkt der Berliner: Für ihre Kunden besonders schwierige
Nüsse in Form von Software zu knacken. Das zeigt sich auch im
Personal, das zu etwa 90 Prozent aus Akademikern, insbesondere
Physikern und Ingenieuren besteht. Einen eigenen Weg ging das
Softwarehaus von Anfang an: Lange vor dem Aufkommen von
Mitarbeiteraktien wurden die Mitarbeiter am Unternehmen beteiligt.
Nach Jahrzehnten eines langsamen und stetigen Wachstums in den
Zielgruppen Versorger und Stahlindustrie vervierfachte sich die PSI
während der fetten Jahre der IT-Industrie. Heute beschäftigt der
Konzern 1.250 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2002 einen Umsatz
von 150,7 Mio. Euro.
Zur Person
Nach dem Elektrotechnikstudium mit Fachrichtung Technische
Informatik an der Uni Aachen begann Harald Schrimpf seine Karriere
1997 bei der DASA, wo er über die
Daimler-Chrysler-Fortbildungsschiene vom Bereichleiter bis zum
Hauptabteilungsleiter avancierte. Schon 2001 drohte ein Gefühl von
Stagnation. Es folgte ein Zwischenschritt als Entwicklungsleiter
beim Berliner Systemintegrator Gedas, dort erreichte ihn nach drei
Quartalen der Ruf auf den Vorstandssessel der PSI AG. Wichtiges
Einstellungsargument: Die Konzernerfahrung aus der
Daimler-Chrysler-Zeit und das Wissen, welche innerbetrieblichen
Regeln notwendig sind, damit viele Unternehmensbereiche ineinander
greifen und zusammen spielen. Besonders viel Spaß am Job macht ihm
das Operieren am Markt, die direkte Erfahrung, welche Themen die
Company voran bringen. Ein bisschen Nervenkitzel darf beim
Hobby-Flieger Schrimpf allerdings auch in der Freizeit nicht
fehlen. Persönliches Ziel des 38-jährigen: Zehn Jahre Ingenieur,
zehn Jahre Management und zehn Jahre Investment.
So und nun was ich noch gefunden habe:
PSIPENTA bei den Aachener PPS-Tagen
Die 10. Aachener PPS-Tage finden am 4. und 5. Juni statt und stehen
in diesem Jahr unter dem Motto „PPS/ERP – Die Zukunft gestalten“.
Ziel der Tagung ist die Vermittlung von Konzepten für die optimale
Nutzung der Potentiale bestehender PPS-/ERP-Systeme sowie für die
erfolgreiche Umsetzung zukünftiger Trends in die unternehmerische
Praxis. Die 10. Aachener PPS-Tage bieten erneut ein
anwenderorientiertes Forum, auf dem Potentiale, Entwicklungen,
Technologien und Methoden im Bereich der Produktionsplanung und
-steuerung gemeinsam von Fachexperten aus dem Kreis von
Systemanwendern und -anbietern erörtert werden. Parallel zur
Fachtagung findet auch im Jahr 2003 eine Fachmesse statt.
Getreu dem Motto „vom Praktiker für den Praktiker“ referieren im
Rahmen der Fachtagung auf den 10. Aachener PPS-Tagen nicht nur
Anwender, sondern auch Anbieter von ERP-Systemen zu aktuellen
Themen der ERP. Karl Tröger, Leiter Produktmarketing bei der
PSIPENTA Software Systems GmbH, wird die neuesten Entwicklungen
rund um das Standard-ERP-System PSPENTA.COM in einem Vortrag mit
dem Titel „Collaborative Commerce - werksübergreifende
Auftragsabwicklung mit einer Multisite-Lösung“ vorstellen. Die
PPS-Tage werden auch von eine Fachmesse begleitet. Dabei sind über
40 namhafte Anbieter von PPS-/ERP-Systemen, darunter auch die
PSIPENTA Software Systems GmbH, vertreten.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.pps-tage de oder über
info@psipenta.com.
Auszug aus "IT Industrielle Informationstechnik" vom 01.06.2003
Blick in die Fertigung
„PSI MControl“ nennt sich die Leitwarte des Berliner
Softwarehauses, mit der beispielsweise in der Kfz-Produktion vom
Rohbau über Lackiererei, Montage, Endkontrolle und Auslieferung die
gesamte Prozesshierarchie auf einer Rückprojektionswand dargestellt
werden kann.
Bei größeren Anlagen ist es oft sinnvoll, Steuerungsdaten einem
Leitstand zu übermitteln. Doch hiermit wird in der Regel immer nur
ein Produktionsteil erfasst, selten die gesamte Fertigungskette.
Ein Beispiel ist die eingangs erwähnte Kfz-Fertigung: Bisher sind
hier meist dezentrale Inselsysteme vorzufinden, was die Darstellung
der gesamten Produktionssituation erschwert. Eine eventuelle
Fehlerverfolgung mit zeitnaher Entstörung ist so nur schwer
möglich.
Genau an diesem Punkt will man bei der Berliner PSI AG mit dem
neugegründeten Geschäftsbereich Manufacturing ansetzen. Dabei
werden PSI-intern Synergien aus zwei Bereichen genutzt. Da ist zum
einen die Erfahrung der Berliner bei Softwaretechnik zum Führen
großer und größter elektrischer Transport- und Verteilnetze, die
beispielsweise von Energieversorgern wie RWE oder E.ON eingesetzt
wird. Damit werden Informationen aus einem Versorgungsgebiet nicht
nur gesammelt und ausgewertet, sondern auch visualisiert. Auf der
anderen Seite gibt es die langjährigen Erfahrungen aus dem Bereich
ERP und Produktionsmanagement („Psipenta“). Von diesen Synergien
würde das neue Produkt „PSI-MControl“ eindeutig profitieren, meint
man in Berlin nicht ohne Stolz. Am Beispiel der recht komplexen
Abläufe in der Autoproduktion entstand ein übergeordnetes System,
wie es heute noch nicht Stand der Technik ist. Leitstände, die
einzelne Produktionsphasen überwachen, sind jetzt in einer
übergeordneten Leitwarte zu einem Komplex zusammengefasst. „Die
komplette Produktion in einer Fabrik wird im Zusammenhang
visualisiert“, charakterisiert Patrick Müller, Leiter des Projekts
Manufacturing, die neue Leitwarte. Definierbare kritische Punkte
der Produktion, so genannte Points-of-Interest, sind in ihren
Zusammenhängen abgebildet und können überwacht, analysiert und
gesteuert werden.
Die Aktuelle Sicht auf strategisch wichtige und kritische Punkte
bringt natürlich Vorteile. So kann das Überwachungspersonal mit
unterschiedlichen Teilabläufen kommunizieren und sozusagen mit
einem Klick steuernd eingreifen. So wird die Lackqualität in der
Lackiererei rechnergestützt in Echtzeit erfasst und online an die
Leitwarte übertragen und dort analysiert. Eine Beschreibung der
Fehlerfortpflanzung unterstützt das Personal dabei mit Simulationen
und Szenarien. Aus der Flut der anfallenden Daten wird nur das
wirklich wesentliche visualisiert, um das Wachpersonal nicht mit
nebensächlichen Infos zu überfrachten. Dabei erreicht das System
Reaktionszeiten von unter einer Sekunde für acht bis zwölf
Millionen Bildpunkte.
Die Vorteile sind klar. Verringerung von Verlustzeiten und
Fehlbauten sowie zur Reduzierung von Nacharbeiten und
Rückrufaktionen. Der Blick auf die Gesamtzusammenhänge erhöht die
Qualität der Prognosen und verbessert damit die
Planungsmöglichkeiten.
Auszug aus "MM Maschinenmarkt" vom 19.05.2003
ERP in Theorie und Praxis
Erfahrungen aus der Anwendung von Unternehmenssoftware fließen in
die Weiterentwicklung der Programme ein
Gerhard Dinius ist Dozent an der Fachhochschule Furtwangen und
unterrichtet dort das Fach Industrie-Betriebslehre, in der
Vergangenheit ein rein theoretisches Frontalunterrichtsfach.
(...)
Um Grundlagen praxisorientiert zu vermitteln, bedarf es einer
geeigneten Software, die den Anforderungen der Industrie umfassend
entspricht. Gefordert ist ein funktionsreicher Standart, einfach zu
bedienen und zu verstehen. Dinius und seine Kollege Thomas Hettich,
Lehrbeauftragter für Industrie-Betriebslehre an der FH Furtwangen,
setzen dafür die ERP-Lösung des Berliner Softwarehause Psipenta
Software Systems GmbH ein. Hettlich, im Hauptberuf Leiter
IT/Organisation und Einkauf der Jos. Koepfer & Söhne GmbH,
Furtwangen, erläutet dazu: „Die Software bildet ein Unternehmen mit
seinen Aufgaben und Abläufen ideal ab und eignet sich sehr gut für
deren Demonstration.“
So sind die Auswärtsvergabe von Arbeitsgängen, so genannte
verlängerte Werkbänke, eine wichtige aber seltene Fähigkeiten von
Programmen. Nach draußen gegebene Arbeit müssen aber verwaltet
werden. Die Information wird benötigt, ob der Auftrag beim
Lieferanten ist oder schon zurück und wann der Wareneingang mit
welcher Lieferscheinnummer gebucht wurde.
Eine weitere wichtige Funktion ist Multisite; darunter versteht man
die Fähigkeiten eines ERP-Systems zur Mehrwerkesteuerung. Damit ist
nicht die klassische Mandantenlösung gemeint, die lediglich
parallele Abläufe zeigt, sondern eine werksübergreifende Abbildung
aller Geschäftsprozesse. Der gesamte Datenbestand steht dabei allen
Unternehmensteilen in Echtzeit zur Verfügung.
Auch für das schon erwähnte Wiederauffinden von Artikeln stehen
Tools zur Verfügung. Ein Konstrukteur ist bestrebt, bei seiner
Arbeit Teile wiederzuverwenden, er kann nicht jede Schraube neu
konstruieren. Das Sortiment seiner Firma wächst jedoch und wird
immer unübersichtlicher. Statt aber einem chaotischen Haufen von
Büchern, Ordnern oder Dateien zu wühlen, wird schließlich doch neu
konstruiert. Hier hilft ein System mit guten Suchwerkzeugen, mit
denen man auch auf Grund einer verbalen Beschreibung etwas findet,
zum Beispiel: „Ich brauche eine Schraube, M 3 x 20, Messing,
vernickelt, Zylinderkopf mit Schlitz.“ Das Ergebnis zeigt, ob sie
vorhanden ist oder ob sich eine Alternative, etwa kürzer oder
länger bietet.
ERP-System muss zwölfstufige Stucklisten auflösen
Die Zusammenarbeit zwischen dem Akademiker Dinius und dem aus der
Praxis kommenden Hettich trägt seit Jahren Früchte. Koepfer
arbeitet ebenfalls mit der ERP-Komplettlösung Psipenta.com. Die
Firma mit dem Motto „Alles rund ums Zahnrad“ verfügt über drei
Kompetenzbereiche: Die Jos. Koepfer & Söhne GmbH fertigt
Zahnräder und Getriebe, ein weiterer Betrieb Abwälz- und
Schneckenfräsmaschinen, ein Dritter Verzahnungswerkzeuge wie
Wälzfräser. Weitere Produktionsstätten gibt es noch in Schwenningen
und Ungarn. Im Jahre 2002 erwirtschaftete die Gruppe mit 400
Mitarbeitern einen Umsatz von 51 Mio. Euro. Für das Schwarzwälder
Unternehmen bietet das ERP-System eine Vielzahl von Vorteilen.
„Andere Systeme schaffen es kaum, unsere zwölfstufigen Stücklisten
aufzulösen“, weiß Hettich. Komplexe Objekte wie Maschinen ergeben
aber durch die vielen Baugruppen eine hierarchisch aufgebaute
Erzeugnisstruktur, die entsprechend viele Stücklistenstufen
verlangt.
Besonders wichtig für Koepfer als Automobilzuliefer: Das SCM-Modul
bildet auch die komplette Abrufsystematik der Kfz-Industrie ab.
Beispielsweise kommt per VDA-Datensatz der Auftrag, bis nächste
Woche 250 bestimmte Zahnräder zu liefern. Die Order wird als
Bedarfssatz in das ERP-System eingestellt. Die Zahnräder werden
aber anonym, beispielsweise in 1000er-Losgrössen, produziert und
dann ab Lager geliefert. „Wir fertigen keine Zahnräder nach Katalog
und wissen oft nicht, was ein Kunde in fünf Wochen will“, so
Hettich. Darum muss das verwendete IT-System schnell, flexibel und
komplex sein. Die erforderlichen Abläufe bildet das Supply Chain
Management ab und steuert sie: vom Drucken der erforderlichen
Aufkleber bis zur Benachrichtigung des Kunden per DFÜ, wann, wo und
mit wem – zum Beispiel einem externen Unternehmen – die Lieferung
weggegangen ist.
Erkenntnisse aus dem praktischen Umgang mit der Psipenta-Software
werden in Furtwangen so direkt in die Lehre eingebracht. Die
Studenten profitieren von den praktischen Erfahrungen der
Koepfer-Mitarbeiter und gemeinsam können Theorie und Praxis ihre
Einsichten an die Programmierer in Berlin weiterleiten, die dann
anwenderorientiert neue Programmversionen entwickeln. Um diesem
Ziel noch näher zu kommen, arbeiten Dinus und Hettich auch in
mehreren Arbeitskreisen mit, denen ausschließlich Anwender der
Psipenta-Software angehören. Dort werden Mängel der Gegenwart und
Wünsche für die Zukunft gesammelt, praxisorientiert aufbereitet und
dem Berliner Systemhaus für neue Versionen zur Verfügung gestellt.
Aus diesem Grund sind die Neuerungen der aktuellen Version 7.0 zum
großen Teil auf Anregungen aus diesem Kreis zurückzuführen.
Und noch eine Kleinigkeit:
Aktuelle Presse-Information
front2back Jahresergebnis 2002 über den Erwartungen.
Berlin, 15. März 2003 - Die front2back Aktiengesellschaft zieht
trotz anhaltender flauer Konjunktur und düsteren Prognosen eine
erfreuliche Bilanz: Im Geschäftsjahr 2002 konnte sie ein positives
Jahresergebnis in Höhe von EUR 8.500 erzielen.
Das Ergebnis stimmt das Unternehmen für internetbasierte
Kommunikationslösungen optimistisch. Denn trotz Wirtschaftsflaute
und einem für 2002 erstmals gegenüber dem Vorjahr für Westeuropa
errechneten schrumpfenden Markt für IT-Dienstleistungen erreichte
die front2back AG ein positives Jahresergebnis.
Die front2back AG hat sich auf ihre Stärken besonnen und notwendige
Anpassungsprozesse eingeleitet. Der Schwerpunkt ihrer
geschäftlichen Aktivitäten liegt im B2B-Bereich der
Industrie-Branche. Hier entwickelt das Unternehmen
zukunftsträchtige internet-/ intranetbasierte Applikationen, die
Geschäftsprozesse nachhaltig unterstützen. Dadurch will man sich
deutlicher von der Werbewirtschaft und Webdesign abheben und das
Erreichen der für 2003 geplanten positiven Unternehmensziele
sicherstellen.
front2back AG
Die front2back AG ist aus dem Dienstleistungsbereich der PSI
Aktiengesellschaft für Produkte und Systeme der
Informationstechnologie hervorgegangen. front2back erstellt
intelligente internetbasierte Lösungen, die die Geschäftsprozesse
ihrer Kunden optimieren.
http://www.front2back.de
Ihre Ansprechpartnerin:
front2back AG
Simone Neumaier
Vorstand
Dircksenstraße 42-44
D-10178 Berlin
Tel. +49 30 2801-2750
Fax +49 30 2801-1000
E-Mail: SNeumaier@front2back.de
So dies zu Anfang
Ich hoffe ich finde noch viel und andere Boarduser beteiligen sich
an meinem Thread.
Wenn der DR. Schrimpf es schafft Ordnung in PSI zu bringen,
schaffen wir das im WO Board auch
Grüßle
h2b2