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lebenslanges wohnrecht eintragen - muß man das versteuern ???

eröffnet am 16.08.04 21:39:06 von
durran

neuester Beitrag 17.08.04 23:11:03 von
alzwo
Beiträge: 16
ID: 893.822
Aufrufe heute: 1
Gesamt: 6.285

Der Tag im Überblick


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durran
schrieb am 16.08.04 21:39:06
Beitrag Nr. 1 (14.062.283)
also ich habe gehört das man falls man sich ein lebenslanges wohnrecht auf eine immobilie grundbuchlich eintragen läßt - dieses als schenkung betrachtet wird und man diesen geldwerten vorteil versteuern muß.

das würde bedeuten man nimmt an das ich 40 jahre im haus wohne und das einen wert von 120 000 € hat - worauf schenkungsteuer zu zahlen ist.

wie läßt es sich umgehen bzw. worauf sollte man achten.

warum werden solche dinge überhaupt dem finanzamt gemeldet ???

wenn ich eine alte dame pflege und dafür ein wohnrecht erhalte soll ich als nicht erbberechtigter auch noch steuern darauf bezahlen ???#

unglaublich


wer kennt sich aus.
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ToraToraTora
schrieb am 16.08.04 23:57:45
Beitrag Nr. 2 (14.063.312)
Mir fällt da nur der Begriff "Geldwerter Vorteil" ein. So in Anlehnung an Dienstwagen, die privat genutzt werden.

Da weiß wahrscheinlich nur ein Steuerberater bescheid.

"Rein gefühlsmäßig" halte ich ne Steuerpflicht durchaus für möglich
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NATALY [VIP]
schrieb am 17.08.04 09:25:48
Beitrag Nr. 3 (14.064.284)
Wenn als Gegenleistung für das Wohnrecht eine Verpflichtung zur Pflege eingegangen wird, liegt möglicherweise keine Schenkung vor, zumindest wäre der Wert der Pflege vom Wert des Wohnrechts abziehbar. Falls die alte Dame dich adoptiert, kämst du in den Genuss eines hohen Freibetrags.
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Schinderluder
schrieb am 17.08.04 09:36:49
Beitrag Nr. 4 (14.064.361)
@Nataly ein lebenslängliches Wohnrecht für Familienmitglieder ist "gang und gäbe". Schenkungssteuern fallen da keine an. Nur sollte sich der "Übertragungsverpflichtete" nur dann darauf einlassen, wenn die Immobilie unbelastet ist.

Es könnten Probleme dann auftauchen, wenn die Immobilie beliehen werden sollte bei einer Kreditaufnahme könnte die Bank den Wert absenken, da ein Haus mit eingetragenem Wohnrecht sich im Wert stark reduziert.

Wo ich ein Problem sähe, ist, wenn diese Wohnung vorher vermietet war. Hier könnte es zu Problemen kommen mit dem Finanzamt. Jedoch ist das nur eine Vermutung. Konzentriert Euch also auf diesen Punkt, da der obige gewiß nicht in Frage kommt.
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Schinderluder
schrieb am 17.08.04 09:39:20
Beitrag Nr. 5 (14.064.376)
@Durran ist "die alte Dame" die leibliche Oma oder eine unverwadte Person?
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durran
schrieb am 17.08.04 15:09:23
Beitrag Nr. 6 (14.067.071)
also die immobilie in dem fall ein haus ist unbelastet von allem.

ich möchte mir nun für den umbau etc.dh. meine eigenleistung ein wohnrecht eintragen lassen.

die besitzende person ist nicht mit mir verwandt oder verschwägert etc. also keine verwandschaft.

die person möchte es mir auch eintragen usw.

ich war beim notar und der sagte es müssten ungefähr
30 000 € steuern bezahlt werden - obwohl ich in dem haus nicht wohne .

das wohnrecht ist dazu da das ich im alter das haus beziehen kann . bin ja erst anfang 30 .

man rechnet mir 40 jahre vor - der geldwerte vorteil.
obwohl ich natürlich in dieser zeit das haus saniere.

also ich war einfach geschockt.

was soll ich nun tun ?
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Schinderluder
schrieb am 17.08.04 15:26:38
Beitrag Nr. 7 (14.067.224)
Hab ich mirs doch gedacht. "Nicht verwandt." Es gibt einen Ausweg. Der hieße "Übertragung von Eigentum" per Notarsurkunde, inder ein Kauf stattfindet. Es müßte ein fiktiver Kaufpreis mit dem Eigner vereinbart werden, das Geld muß fließen, im Gegenzug dann müßte der jetzige Eigner diesen Betrag versteuern.

Rückversichere Dich aber beim Steuerberater, da ich Dir nicht versichern kann, ob das Finanzamz einen solchen "Kauf" (mit 1.000€ z.B.) akzeptiert.

Aber das müßte normalerweise gehen, da der Eigner mit seinem spekufreien Eigentum machen kann was er will.
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Schinderluder
schrieb am 17.08.04 15:31:00
Beitrag Nr. 8 (14.067.263)
Vorkaufsrecht für den Alteigentümer nicht vergessen!!!-Und zwar den im Vertrag vereinbarten Betrag. Das hieße für Dich: Dieses Objekt ist nicht beleihungsfähig.

Dieser Punkt ist absolut wichtig für den Alteigentümer und schafft Vertrauen und Rechtssicherheit auch für ihn, da er gewiß nicht irgendwann "im Regen stehen" möchte.
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durran
schrieb am 17.08.04 17:46:14
Beitrag Nr. 9 (14.068.583)
vorkaufsrecht ist sehr gut

wie würdest du es denn machen.

kann man ein vorkaufsrecht zu einem bestimmten betrag festlegen und grundbuchlich eintragen lassen ???

unwiederruflich.
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NATALY [VIP]
schrieb am 17.08.04 17:56:26
Beitrag Nr. 10 (14.068.652)
@Durran:
"kann man ein vorkaufsrecht zu einem bestimmten betrag festlegen und grundbuchlich eintragen lassen ???"

Ein solches Recht wäre aber kein Vorkaufsrecht, denn ein Vorkaufsrecht kann erst dann ausgeübt werden, wenn der Verpflichtete mit einem Dritten einen Kaufvertrag schließt. Dann kann der Berechtigte zu den Bedingungen einsteigen, zu denen der Dritte den Kaufvertrag abgeschlossen hat (§ 464 BGB).




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