Solare Abwärtsspirale: Analyst stuft Suntech, First Solar und Co
herunter
Alfred Maydorn
Die skeptischen Analystenkommentare in der Solarbranche reißen
nicht ab. Am Freitag stufte Jeffries & Co. gleich acht Aktien
herunter, darunter auch die beiden führenden Solarfirmen First
Solar aus den USA und die chinesische Suntech Power.
Seit Wochen vergeht kaum ein Tag in der Solarbranche ohne negative
Analystenkommentare. Am Freitag holte Paul Clegg von Jeffries &
Co. zum Rundumschlag aus. Seiner Meinung nach befinde sich die
Solarbranche bei den Verkaufspreisen weiterhin in einer
Abwärtsspirale
Preisverfall drückt auf die Margen
Der anhaltende Preisdruck könne durch Kostensenkungen nicht
aufgefangen werden und auch im kommenden Jahr die Margen belasten,
schlussfolgerte der Experte von Jeffries und stufte insgesamt acht
Papiere der Branche herunter. Bei First Solar wurde das Rating von
"Kaufen" auf "Halten" zurückgenommen, das Kursziel von 200 auf 130
Dollar drastisch reduziert.
Probleme auch in China
Bei den US-Solarfirmen Evergreen Solar, Sunpower, Ascent Solar und
Energy Conversion Devices wurden die Kursziele ebenfalls deutlich
reduziert. Aber auch bei drei chinesischen Solarunternehmen setzte
der Jeffries-Experte den Rotstift an. Prominentestes Opfer ist
Suntech Power: Die Aktie wurde von "Kaufen" auf "Halten"
heruntergestuft, das Kursziel von 14 auf 12 Dollar reduziert. Auch
bei Solarfun und China Sunergy wurden Einschätzungen und Kursziele
abgesenkt.
Auf die Großen setzen
Die schlechte Stimmung für Solaraktien dürfte so langsam ihren
Höhepunkt erreicht haben. In den nächsten Monaten wird sich zeigen,
welche Unternehmen am besten mit dem anhaltenden Preisdruck
zurechtkommen. DER AKTIONÄR favorisiert die beiden führenden
chinesischen Anbieter Yingli Green Energy und Suntech und mit
Abstrichen First Solar, die Nummer 1 in den USA.
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