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schrieb am 29.04.10 22:04:22
Antwort auf Beitrag Nr.:
39.427.680 von realex am 29.04.10
18:59:46und da auf einen stabilen Euro- Franken Kurs
seitens der SNB geachtete wird, steigt der Dollar gegenüber dem
Franken und dem Euro
schrieb am 29.04.10 22:18:40
Antwort auf Beitrag Nr.:
39.429.077 von Charly56 am 29.04.10
22:02:08Die Schweiz handelt nicht nur mit der Eurozone,
sondern auch mit dem Rest der Welt.
Aus dieser Sicht ist es nicht sonderlich klug mit dem schwachen
Euro mit in den Keller zu fahren.
Die Schweiz hat im Krisenjahr 2009 einen Überschluss
erwirtschaftet,
die Arbeitslosigkeit ist mit 4 % weit niedriger
sie haben gute Produkte, waren in der Immobilienkrise nicht
verwickelt.
Der Franbken hat sich seit 2002 nicht sonderlich gegenüber dem Euro
erhöht.
Meiner Meinung nach viele grüne, warum der CHF zum Euro stärker
tendieren sollte.
Wenn die SNB mit ihren Entscheidungen den Franken zu produzieren
und gegen Euro zu verkaufen,
macht sie das meiner Meinung nach zum Schaden von ihrem Land.
Sie werden auch klüger werden, und den Franken steigen lassen, wie
es der Markt derzeit aus fundamentalen Gründen will.
schrieb am 30.04.10 10:09:57
Antwort auf Beitrag Nr.:
39.429.217 von Promethium am 29.04.10
22:18:40na wenn du glaubst. Ich kann niemand zum Glück
zwingen. Die Indikatoren sind aber eindeutig.Unter 1,45 wird massiv
ins Währungssystem eingegriffen.
schrieb am 03.05.10 15:20:12
Guter NZZ_Artikel und Interview mit Ex-SNB Mitarbeiter zu den
Hintergründen und erwarteten Handlungen der SNB!
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/milliarden_in_euro_parkiert_1.5614528.html
2. Mai 2010, NZZ am Sonntag
Milliarden in Euro parkiert
Franken unter grossem Aufwertungsdruck - Nationalbank ergreift
Massnahmen
Die Schweizer Nationalbank. (Bild: PD)
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Der Euro ist in den letzten Wochen wegen der Griechenland-Krise
wohl der härtesten Bewährungsprobe in seiner elfjährigen Geschichte
ausgesetzt gewesen. Doch auf wundersame Weise klebt der Wert der
Einheitswährung auf einem Kursniveau von rund Fr. 1.43. Gegenüber
dem Dollar oder dem britischen Pfund hat die europäische
Einheitswährung jedoch weiter nachgegeben. In den letzten sechs
Monaten hat sich der Euro gegenüber dem Dollar um 10,4% verbilligt,
gegenüber dem Franken aber nur um knapp 5%.
Video: Die SNB im Euro-Dilemma
Thomas Stucki, Hyposwiss, zu den Folgen der Schuldenkrise in
Südeuropa für die Schweizer Geldpoltik.
Dahinter stehen die Aktivitäten der Schweizerischen Nationalbank
(SNB). Sie hat nicht nur die grösste Last bei der Stabilisierung
des Schweizer Finanzplatzes getragen, sondern kämpft auch mit aller
Kraft gegen ein übermässiges Erstarken des Frankens. Ohne die
Interventionen der SNB würden die Exporte und der Schweizer
Tourismus massiv gebremst. «Der Wechselkurs des Frankens zum Euro
wird gemanagt: Die Nationalbank begrenzt die Aufwertung des
Frankens», erklärt Marcus Hettinger, Chef des Devisen-Research bei
der Credit Suisse.
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«Im ersten Quartal war die Nationalbank bereits sehr aktiv», so
Hettinger. Die Devisenreserven der SNB sind um 30,2 Mrd. Fr.
gestiegen, wie die offizielle Statistik ausweist. Zum grössten Teil
hat die Nationalbank Euro gekauft – und Franken verkauft. Im April
hat sich die Krise verschärft, mit explodierenden Schuldzinsen für
griechische Staatsobligationen. «Eine Gefährdung der
Währungsstabilität würde sich zwangsweise negativ auf die Schweiz
auswirken, vor allem wenn sich der Franken in seiner Funktion als
sicherer Hafen stark aufwerten sollte», sagte
Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand am Freitag an der
Generalversammlung der SNB in Bern.
«Die Nationalbank wird aber nicht zulassen, dass über eine solche
Entwicklung ein neues Deflationsrisiko für die Schweiz entsteht»,
bekennt Hildebrand. «Deshalb wirkt sie einer übermässigen
Aufwertung des Frankens entschieden entgegen.» Den Worten folgen
auch Taten: In den letzten Wochen hat die SNB mit grossem Einsatz
den Wechselkurs stabilisiert. Die Nationalbank habe alleine im
April rund 14 Mrd. Euro am Markt zugekauft, sagen gut unterrichtete
Bankenkreise.
In nur zwei Jahren hat sich der Bestand an Euro im Portefeuille der
Nationalbank von 21,9 Mrd. Fr. auf 80,5 Mrd. Fr. vervierfacht, wie
aus der offiziellen Statistik per Ende März hervorgeht (siehe
Grafik). Inzwischen dürfte die Nationalbank über 70 Mrd. Euro
(umgerechnet 100 Mrd. Fr.) halten.
Das ist ein erhebliches Klumpenrisiko: Der Euro-Anteil an den
gesamten Währungsreserven ist von 47 auf 65% angestiegen. «Die
Nationalbank hat nicht aus Anlagegründen in grossem Stil Euro
gekauft, sondern um die Aufwertung des Frankens zu bremsen – und um
eine Deflation zu verhindern», erklärt Devisenfachmann Hettinger.
«Aber es ist klar: Die Bilanz der SNB ist nun viel stärker dem
Euro-Risiko ausgesetzt», so Hettinger weiter.
Die Nationalbank hat deshalb beschlossen, ihre Eigenmittel zu
stärken: Sie schüttet weniger Gewinn aus und lässt die
Rückstellungen neu mit 3 Mrd. statt wie bisher mit 1,5 Mrd. Fr.
wachsen. Diese Massnahme soll bis 2013 gelten. Bund und Kantone
sollen aber weiterhin «aus heutiger Sicht» jährlich 2,5 Mrd. Fr.
aus dem Nationalbank-Gewinn erhalten. «Ich betone dabei
ausdrücklich den Vorbehalt <aus heutiger Sicht>», warnte am
Freitag Hansueli Raggenbass, Präsident des Bankrats.
Die Prognosen der Experten gehen davon aus, dass sich der Euro in
den nächsten 12 Monaten weiter leicht abschwächen wird. Wie lange
kann die SNB den Euro-Franken-Kurs halten? Theoretisch kann sie
unbeschränkt Euro kaufen und Franken verkaufen, wenn sie
entsprechende Inflationsrisiken in Kauf nimmt. Praktisch sind ihr
Grenzen gesetzt, wenn sie wegen der wirtschaftlichen Erholung und
des Inflationsdrucks die Zinsen erhöhen muss. «Eine Zinserhöhung
würde den Kurs des Frankens zusätzlich nach oben drücken», sagt
Hettinger. Angesichts der anziehenden Wirtschaftslage dürfte sich
die SNB erstmals im Herbst gezwungen sehen, die Leitzinsen
anzuheben. Mitarbeit: Birgit Voigt
Impulse: SNB im Euro-Dilemma
Dossier: Explodierende Staatsschulden
schrieb am 03.05.10 19:52:27
Antwort auf Beitrag Nr.:
39.445.236 von Sophisticated_Investor am
03.05.10 15:20:12Guter Artikel!
Ich wundere mich, warum die sonst so besonnene Schweiz ein
derartiges Klumpenrisiko eingeht!
Wir haben es ja nicht mit einer Frankenstärke, sondern einer
ausgeprägten Euroschwäche zu tun.
Zwar kann die SBN beliebig Franken drucken um damit Euros
aufzukaufen -
aber sie geht ja damit im Gleichklang mit dem Euro im Verhältnis
zum Greenback, Loonie, Austral Dollar nach unten.
Wenn die SNB mit den Stützungen des Euro auf den erwähnten Gründen
aufhören muss,
haben sie jede Menge teuer gekaufte Euros liegen...
SSKM - Selber Schuld - kein Mitleid
schrieb am 03.05.10 19:56:56
Und überhaupt - gegen wirtschaftliche Wharheiten können sich nicht
einmal die allmächtig erscheinenden Notenbanken stemmen!
Das hat schon die Bank of England erkennen müssen.
Eine möglicherweise teure Lektion für die SNB?
schrieb am 04.05.10 10:24:10
Antwort auf Beitrag Nr.:
39.447.527 von Promethium am 03.05.10
19:56:56kannst du es nicht verstehen oder willst du es
nicht verstehen. Kein Land der Welt kann sich eine starke Währung
leisten. Weder China noch die kleine Schweiz. Es würde sonst die
Wirtschaft abwürgen. Die Schweiz wertet mit dem Euro ab, da die
Eurozone für die Schweiz mit Abstand der wichtigste Handelspartner
ist und China bindet den Yuan an den Dollar, da für China die USA
der wichtigste Handelspartner ist. Und alle Währungen der Welt
werten gegenüber realen Werten ab z.B. und vorallem Gold.
Um den Franken zu schwächen verkauft nun die SNB Franken und kauft
Euro. klar.
Die einzige Chance für Werterhalt ist also Gold.
schrieb am 04.05.10 15:48:24
Antwort auf Beitrag Nr.:
39.447.527 von Promethium am 03.05.10
19:56:56Hallo Promethium,
vielen Dank für den sehr guten Artikel aus der NZZ.
Könnte in diesem Tagen spannend werden. Glaube auch nicht, dass der
Damm der SNB grenzenlos hält. Vielleicht noch einmal ein vorerst
letztes Aufbäumen? Rechne aber eher mit einem direkten Ansteigen
des Franken.
Hallo Charly,
hoffe sehr, dass Dein Herz meine Zeilen übersteht.
Sollte es drohen, still zu stehen, dann könnte hilfreich sein, wenn
Du Dir vergegenwärtigst, dass es hier lediglich um den Austausch
von (hoffentlich auch immer wieder unterschiedlichen) Meinungen
geht, die, zumal sie meist prognostischen Aussagewert haben sollen,
eh nicht von Gewissheit getragen sein können.
Ergäbe eigentlich zwangsläufig gegenseitigen Respekt?!
Grüße an alle
- von googluck!
schrieb am 04.05.10 17:21:43
Antwort auf Beitrag Nr.:
39.450.126 von Charly56 am 04.05.10
10:24:10Neben Gold sind auch andere Sachwerte wie Aktien
oder Immobilien sogar mehr als werterhaltend im Gegensatz zu
Geldwerten wie Bankeinlagen oder Anleihen.
War die kurzfrisitige Kursspitze um 16:07 Uhr bis 1,4349 eine
kleine Intervention? Unmittelbar starker Abverkauf und Rückfall auf
den Floor um 1,4325, d.h. weiterer Beweis, dass der Marktpreis
deutlich tiefer wäre, wenn die SNB nicht intervenierte, bzw. die
Marktteilnahmer nicht davon ausgingen, dass Sie dies auch b.a.W.
tun wird.
Der NZZ-Artikel aus meinem vorigen Link beunruhigt mich, ich bin
unsicher, wie lange ich noch ca. 0,505 PIPs pro Tag Zinsvorteil
vereinnahmen kann, um hiermit die sehr erhbeblichen
Wechselkursverluste zumindest teilweise zu reduzieren ohne dass die
SNB allzu zeitnah, d.h. deutlich vor der avisierte SNB.Zinserhöhung
voraussichtlich im September, Ihre Interventionen entweder
einstellt oder wie zuvor im Februar und März sukzessive tiefere
Interventionslevels definiert.
schrieb am 04.05.10 17:27:50
Es ist mir momentan fast unerklärlich, wie sich der Franken über
1,43 halten kann
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