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    Was passiert mit DEPFA Genüssen? (Seite 20)

    eröffnet am 01.10.08 15:00:22 von
    RainerliebtSolon

    neuester Beitrag 15.05.13 09:34:32 von
    noch-n-zocker
    Beiträge: 1.648
    ID: 1.144.684
    Aufrufe heute: 0
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    Der Tag im Überblick


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    DOBY
    schrieb am 09.12.08 15:45:35
    Beitrag Nr. 191 (36.173.491)
    ich habe hier noch eine interessante Quelle zu Freigabeverfahren gefunden:
    http://www.kmo-legal.de/media/downloaddata/kmo_praesentation…

    angesichts der darin gemachten Aussagen
    a) hinsichtlich der Dauer eines solchen Verfahrens (8 Monate)
    b) hinsichtlich der Wirkung (Bestandsschutz, also keine Rückabwicklung trotz ev. erfolgreicher Klage), lediglich Schadensersatzanspruch der Kläger

    kann man davon ausgehen, dass Anfechtungs/Nichtigkeitsklagen dem Gewinnabführungsvertrag nach Eintragung im Handelsregister
    nichts mehr anhaben können.
    Dies ist also keine mögliche Hintertür für die Holding :)
    Avatar
    sarah96
    schrieb am 09.12.08 15:48:00
    Beitrag Nr. 192 (36.173.511)
    Man bin ich froh, wenn sich diese BuG-Kündigungsdiskussion mit dem 1. Januar von selbst erledigt (zumindest für den 804293).

    Bei den längeren Genüssen, kann man dann zwar weiter trefflich über die theoretische Möglichkeit einer Kündigung aus wichtigem Grund debattieren - doch auch da ist/bleibt dieser Weg eher unwahrscheinlich. Gründe die dafür oder dagegen sprechen wurden hier ja bereits mehrfach und ausführlich diskutiert. Insofern sehe ich diesbezüglich keinen grossen Unterschied zwischen 804293 und den "Langläufern" - außer natürlich, dass das HRE Insolvenzrisiko mit längerer Laufzeit natürlich steigt. Das wird imho allerding bei Kursen von rund 60 und 30 mittlerweile adäquat bezahlt, was vorher bei Kursen von grob 40 und 30 nicht so war.

    Warten wir also erst mal den 1.1. und dann den 1.7. ab - sofern dann die 804293 (vielleicht sogar mit Kupon) getilgt wurde, sollten auch die längeren Genüsse höher stehen als heute. Sofern bei der 804290 die 7,5% Kupon gezahlt werden sollten, wäre natürlich ein Kursniveau von 30 nochmals attraktiver. Lässt sich aber wohl momentan noch nicht hinreichend sicher kalkulieren. Wäre mal gespannt wie ein Richter die Frage beantwortet, ob der Kupon gezahlt werden muss oder nicht. Bilanzverlust kann durch eine Genuss-Ausschüttung schließlich keiner entstehen, da die Mutter einspringen muss - das spricht für die Kuponbedienung. Anderseits war der Ursprungswille der Anleihebedingungen offensichtlich, dass nur im Gewinnfall Zinsen gezahlt werden müssen - und einen "echten" Gewinn macht die Depfa dieses Jahr wohl keinen.
    Avatar
    K1K1
    schrieb am 09.12.08 16:02:47
    Beitrag Nr. 193 (36.173.645)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 36.173.319 von DOBY am 09.12.08 15:26:08@DOBY

    ihr habt das Ding nicht richtig gelesen. Mit den Klägern auf Nichtigkeit der Beschlüsse wurde kein Vergleich geschlossen. Und das war nach dem Ergebnis des Freigabeverfahrens auch nicht notwendig:

    Mönsch Doby, entscheidend ist, dass natürlich nicht eingetragen werden kann bevor das Freigabeverfahren (positiv) beendet wurde. Ist doch klar. Erst nach dieser Erledigung kann eingetragen werden - so auch im Fall Creaton.

    Die "Lästigkeitsklagen" (für diese Klagen der Berufskläger wurde ja das Freigabeverfahren eingeführt) können natürlich von den Klägern weitergeführt werden (werden sie nicht mehr, da natürlich der Sinn weg ist) haben aber -wenn der unwahrscheinliche Fall eintritt, dass diese Klagen gewonnen werden würden- lediglich zur Folge, dass dem klagenden Aktionär ein Schadensersatzanspruch zusteht (habe ich in #186 schon geschrieben). Liest Du eigentlich auch was andere schreiben?

    Es gibt aber im Fall der HRE/DEPFA weder a) ein Freigabeverfahren noch b) hätte dies -selbst wenn es dies gäbe- eine Auswirkung auf die Gültigkeit des im HR bereits eingetragenen Vertrags. Siehe #186

    Grüße K1
    Avatar
    Kalchas
    schrieb am 09.12.08 16:19:17
    Beitrag Nr. 194 (36.173.773)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 36.173.319 von DOBY am 09.12.08 15:26:08Im Freigabeverfahren wurde halt festgestellt, daß es keine Nichtigkeitsgründe gegeben hat. Es gibt ja nicht so viele.

    § 241 AktG
    Nichtigkeitsgründe

    Ein Beschluss der Hauptversammlung ist außer in den Fällen des § 192 Abs. 4, §§ 212, 217 Abs. 2, § 228 Abs. 2, § 234 Abs. 3 und § 235 Abs. 2 nur dann nichtig, wenn er 1. in einer Hauptversammlung gefasst worden ist, die unter Verstoß gegen § 121 Abs. 2 und 3 oder 4 einberufen war,

    2. nicht nach § 130 Abs. 1, 2 und 4 beurkundet ist,

    3. mit dem Wesen der Aktiengesellschaft nicht zu vereinbaren ist oder durch seinen Inhalt Vorschriften verletzt, die ausschließlich oder überwiegend zum Schutze der Gläubiger der Gesellschaft oder sonst im öffentlichen Interesse gegeben sind,

    4. durch seinen Inhalt gegen die guten Sitten verstößt,

    5. auf Anfechtungsklage durch Urteil rechtskräftig für nichtig erklärt worden ist,

    6. nach § 144 Abs. 2 des Gesetzes über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit auf Grund rechtskräftiger Entscheidung als nichtig gelöscht worden ist.


    Trotzdem ist der Beschluß anfechtbar. Da scheint es ja zumindest gute Argumente gegeben zu haben, die anscheinend im Freigabeverfahren nicht ignoriert werden konnten. Sonst hätte man sich ja nicht verglichen.
    Avatar
    DOBY
    schrieb am 09.12.08 16:20:20
    Beitrag Nr. 195 (36.173.784)
    @K1:
    :) ja, ich hatte das nur nochmal klargestellt, weil Du und Kalchas mit diesem Vergleich kamen. Ich bin jetzt besser still, sonst hetzt noch jemand die Hundemeute auf mich :rolleyes:
    Avatar
    K1K1
    schrieb am 09.12.08 16:28:43
    Beitrag Nr. 196 (36.173.874)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 36.173.784 von DOBY am 09.12.08 16:20:20Nee, mach nur weiter. Aber bitte bezogen auf DEPFA/HRE.
    Avatar
    K1K1
    schrieb am 09.12.08 16:33:00
    Beitrag Nr. 197 (36.173.914)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 36.173.511 von sarah96 am 09.12.08 15:48:00Anderseits war der Ursprungswille der Anleihebedingungen offensichtlich, dass nur im Gewinnfall Zinsen gezahlt werden müssen - und einen "echten" Gewinn macht die Depfa dieses Jahr wohl keinen.

    Naja, dafür gibt es doch den Gewinnabführungsvertrag. Ist doch klar, dass derjenige, der ihn schließt sowohl die Vorteile, als auch die Nachteile ausgleichen muss. Sonst gäbe es bei Gewinnabführungsverträgen grundsätzlich keine Verpflichtung mehr bei GS dieser Ausstattung Zinsen bzw. Vergütungen zu bezahlen.

    Nebenbei: Glaubst Du die DEPFA Deutsche Pfandbriefanstalt würde ohne Zugehörigkeit zum HRE Konzern (und ohne diesen BuG) einen Verlust ausweisen?

    Grüße K1
    Avatar
    noch-n-zocker
    schrieb am 09.12.08 16:54:42
    Beitrag Nr. 198 (36.174.128)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 36.173.511 von sarah96 am 09.12.08 15:48:00Gründe die dafür oder dagegen sprechen wurden hier ja bereits mehrfach und ausführlich diskutiert. Insofern sehe ich diesbezüglich keinen grossen Unterschied zwischen 804293 und den "Langläufern" - außer natürlich, dass das HRE Insolvenzrisiko mit längerer Laufzeit natürlich steigt. Das wird imho allerding bei Kursen von rund 60 und 30 mittlerweile adäquat bezahlt, was vorher bei Kursen von grob 40 und 30 nicht so war.


    Sehe ich auch so. Hab allerdings nicht getauscht sondern mein Depfa-Engagement erhöht. Nachdem die Risiken nun unter allen möglichen und unmöglichen Aspekten betrachtet wurden, darf man vielleicht auch mal einen Blick auf die Chancen werfen. Selbst wenn die HRE nicht zu retten sein sollte, dann wird man imho trotzdem den deutschen Pfandbrief retten. Solange ich keine konkreten Informationen darüber habe, dass die deutsche Depfa sich ebenfalls mit riskanten Spekulationen (Monoliner, Fristentransformation) verzockt hat, ist sie für mich das Rettungsboot des sinkenden HRE-Dampfers, in dass die Pfandbriefe des Konzern übertragen werden können.
    Avatar
    sarah96
    schrieb am 09.12.08 17:06:08
    Beitrag Nr. 199 (36.174.239)
    Offen gestanden - ich weis es nicht...

    Es liegt zwar auf der Hand, dass das ehemals ertragsstärkere (und risikoreichere) Geschäft in der Depfa plc liegt und die deutsche Depfa Pfandbriefanstalt ne ganze Ecke beser dastehen sollte - aber, ob das ausreicht um stand alone schwarze Zahlen zu schreiben kann ich kaum beurteilen. Da der gesamte Pfandbriefmarkt ausgetrocknet ist, hat gewiss auch die deutsche Depfa Refinanzierungsprobleme mit entsprechend hohen Refi-Kosten und wer will schon wissen, ob nicht auch die "gute" Depfa ein wenig in Island oder riskanteren gewerbe-Immos finaziert hat.

    Ein kleiner (positiver Indikator) für die ganze Sache könnten die Zinsaufschläge sein, welche die Emittenten für ungedeckte SSD/IHS zahlen. Da war bis in den Herbst Lehman ganz weit vorne und die HRE meist auf dem zweiten Platz. Depfa allenfalls im Mittelfeld. Aktuell sind Barclays (+135), Euohypo (+125), Schiffbank (+120) und Postbank!!(100) die Spitzenreiter. HRE und Depfa tauchen nicht mehr auf - der Schutzschirm scheint hier Wikrung zu zeigen.
    Avatar
    K1K1
    schrieb am 09.12.08 21:15:14
    Beitrag Nr. 200 (36.176.102)
    DEPFA Deutsche Pfandbriefbank AG:Aufstockung des Garantierahmens durch den Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin)

    DEPFA Deutsche Pfandbriefbank AG / Vereinbarung

    Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch
    die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
    Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
    ---------------------------------------------------------------------------

    Hypo Real Estate Holding AG: Aufstockung des Garantierahmens durch den
    Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin)

    München, 09. Dezember 2008 – Im Zuge der fortlaufenden Unterstützung durch
    die SoFFin hat diese den am 21. November 2008 gewährten Garantierahmen für
    die Hypo Real Estate Group in Höhe von EUR 20 Mrd. zu gleichen Bedingungen
    und mit gleicher Laufzeit um weitere EUR 10 Mrd. auf nunmehr EUR 30 Mrd.
    aufgestockt.

    Die Hypo Real Estate Group und die SoFFin befinden sich, wie bereits
    bekannt gegeben, darüber hinaus in Gesprächen hinsichtlich umfassender
    Liquiditäts- und Kapitalunterstützung für die Hypo Real Estate Group durch
    die SoFFin


    Kontakt:
    Stefan Krick +49 (06196) / 9990-2851


    09.12.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
    ---------------------------------------------------------------------------




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