Antwort auf Beitrag Nr.:
39.467.279 von Assetpfleger am 06.05.10
10:59:09Übrigens Buch, übrigens Rohstoffe,
ich habe mal meine Buchhändlerin beauftragt, den gesamten deutschen
Buchmarkt nach den Stichworten "Ressourcennationalismus" und
"Rohstoffnationalismus" zu durchforschen.
Treffer: Null!!!
Man stelle sich das vor: einer der folgenreichsten Megatrends der
Zukunft ist kein Thema für die unüberschaubare Zahl der
Sachbuchautoren.
Dabei handelt es sich ja nicht um ein ausschließliches
Zukunftsthema, dessen Relevanz noch sehr im Verschwommenen
liegt.
Seit Sheikh Yamainis Zeiten ist das schon ein Thema.
Oder denken wir nur an die Reiskrise im Jahr 2008, als etliche
Staaten, die durchaus noch Exportkapazitäten hatten, die Exporte
komplett gestoppt hatten und damit zur zeitweisen Versechsfachung
der Reispreise erheblich beitrugen, und zu Hungerrevolten in zig
Ländern.
O.k. die Reiskrise ging vorbei, denn Reis ist eine erneuerbare
Ressource.
Oder denken wir an die kürzlich verhängten Exportrestriktionen bei
für high-tec-Anwendungen wichtigen seltenen Metalle/seltenen Erden
durch China, das bei einigen dieser Rohstoffe den Weltmarkt
weitgehend kontrolliert.
Rohstoff-/Ressourcennationalismus ist also nicht irgendeine
Zukunftsspinnerei, wird aber in Zukunft, in Zeiten zunehmender
Multi-Verknappungen, sich zu einem äußerst brisanten Megatrend
entwickeln.
Und niemand findet sich, der sich dieses Themas annimmt, von
einzelnen Studien von Bundesämtern (seltene Metalle) mal
abgesehen.
We are overnewsed but underinformed.