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Peak Oil und die Folgen (Seite 673)

eröffnet am 05.05.10 21:10:24 von
Assetpfleger

neuester Beitrag 25.07.14 18:26:27 von
Algol
Beiträge: 11.753
ID: 1.157.619
Aufrufe heute: 182
Gesamt: 348.918

Der Tag im Überblick


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Looe
schrieb am 23.04.12 23:29:29
Beitrag Nr. 6.721 (43.078.291)
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.074.111 von Algol am 23.04.12 11:00:59Zweifel in Bezug auf die Möglichkeit der USA, die Importe derart zu drosseln.

Hallo Algol,

zumindestens in Bezug auf Japan dürften die Daten aus # 6714 (sinkender Ölimport 2035) völlig veraltet sein.
Nach dem Abschalten von über 50 AKW`s mußten die Japaner die Öl-und Kohleimporte drastisch erhöhen, so daß sogar die Handelsbilanz im März 2012 mit fast 14 Mia. Dollar ins Negative rutschte, ein seltener Vorgang in Japan !
Hier werden wir eher den umgekehrten Weg sehen.
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Algol
schrieb am 24.04.12 00:00:45
Beitrag Nr. 6.722 (43.078.353)
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.078.291 von Looe am 23.04.12 23:29:29Richtig,

übrigens nicht nur Japan, selbst China hatte zuletzt (ich glaube im Februar) eine negative Handelsbilanz insbesondere wegen der Ölimporte.
Die Menschheit stößt also langfristig nicht nur an eine stoffliche Grenze (immer weniger billiges Öl vorhanden), sondern parallel auch an eine wirtschaftliche, weil ein Staat nach dem anderen auf Dauer die Ölimporte nicht mehr bezahlen kann.
Und aus Produzenten werden Importeure, also der Reichtum sitzt langfristig nicht woanders, wie insbesondere neidhammelnde linke Parteien gerne denken, sondern die Menschheit als Ganzes verarmt bis hin zum Zivilisations-Crash letztlich.
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Looe
schrieb am 24.04.12 23:40:56
Beitrag Nr. 6.723 (43.083.708)
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.078.353 von Algol am 24.04.12 00:00:45also der Reichtum sitzt langfristig nicht woanders, wie insbesondere neidhammelnde linke Parteien gerne denken, sondern die Menschheit als Ganzes verarmt bis hin zum Zivilisations-Crash letztlich.



Genau so wird es sein.Der Spruch von den linken Neidhammeln hätte auch von mir sein können :laugh:
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Triakel
schrieb am 25.04.12 09:10:47
Beitrag Nr. 6.724 (43.084.423)
Ihr glaubt also, es gäbe auf der Welt kein Gerechtigkeitsproblem und zusätzlich kein Problem des massiven parasitären Verbrauchs von Ressourcen?

Ist es in einer Welt, der bald wichtige Ressourcen ausgehen werden, zu verantworten, 2 Jets und eine 100-Meter-Yacht zu haben und die Lebensreisestrecke Marco Polos in einem Jahr zurückzulegen?

Ist es Neidhammelei, das zu kritisieren?
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Algol
schrieb am 25.04.12 10:16:04
Beitrag Nr. 6.725 (43.084.857)
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.084.423 von Triakel am 25.04.12 09:10:47Nein Triakel,

sowas kritisiere ich selbstverständlich auch.
Ich bestreite nur, dass dies das Hauptproblem ist oder dass das Hauptproblem sich lösen ließe, wenn man solche Exzesse unmöglich macht.
Das Hauptproblem ist der Mensch an sich, zu viel bei begrenzten Ressourcen. So wie wir "programmiert" sind, wird die Sündenbocksuche sowieso beginnen/hat schon begonnen, statt der Einsicht, dass es einfach zu viel von uns gibt und dass wir alle uns massiv werden einschränken müssen. (Es gibt kein Problem, wir sind das Problem).
Gerade linke "Gutmenschen" sind sehr schnell mit Schuldzuweisungen und glauben, mit gerechter Umverteilung wird alles wieder sooo guuut. Damit kippt man zusätzlich nur Öl ins Feuer.
Dem ist leider nicht so, real ist sogar das Gegenteil der Fall, bei einer gerechten Umverteilung müsste jeder Deutsche bis hin zum Hartzer was (viel!) abgeben, denn sind Afrikaner und Bangla Deshis usw. weniger wertvolle Menschen?
Wir leben in einer Welt und die Ressourcen gehören mitnichten konsumfreudigen weißen Menschen.
Die traurige Wahrheit ist leider, bei einer gerechten Umverteilung werden die Ressourcen noch schneller verbraucht. Beispiel China, völlig angemessen und erfreulich, dass sie sich in der Masse mehr leisten können und zu uns aufschließen, aber genau das verschärft die Ressourcenproblematik.
Ob wenige Einzelne noch exzessiver leben als ich/wir hier im Durchschnitt, interessiert mich und die Realität dabei nur sehr am Rande, es ist angesichts der ausweglosen Gesamtproblematik reichlich irrelevant, ich wollte gar nicht in deren Haut stecken, wenn es zukünftig richtig ans Eingemachte geht, Ackermann bekommt ja heute schon Briefbomben. Ich schätze, zumindest diese Ungerechtigkeit (?) wird Homo "sapiens" auf bewährt aggressive Art "lösen".
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Algol
schrieb am 25.04.12 10:27:18
Beitrag Nr. 6.726 (43.084.948)
Ich vergaß,
der typische linke "Gutmensch" hat zudem in der Regel ein geschlossenes Weltbild,
"Mir geht es schlechter, irgendjemand profitiert davon"
"Die Immo-Krise hat Billionen gekostet, wer hat das Geld nun?"
Das ist die typische Denke, die geht aber völlig am Problem vorbei.
Pro Erdenbewohner werden zukünftig immer weniger Energie und Ressourcen zur Verfügung stehen, das bedingt zwangsläufig eine allgemeine Verarmung, bis hin zum Ruin des Jahrtausende alten menschlichen Wachstumsmodells.
Die linke Denke, dafür Nutznießer zu suchen und zu brandmarken, geht in diesem Fall völlig an der Realität vorbei, denn es wird über kurz oder alle treffen und alle sind (mehr oder weniger und wir hier alle eher MEHR) mitverantwortlich.
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Triakel
schrieb am 25.04.12 10:43:01
Beitrag Nr. 6.727 (43.085.060)
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.084.857 von Algol am 25.04.12 10:16:04Hallo Algol,
natürlich schließt Kritik an Verteilungsungerechtigkeit (ich meine nicht völlige Gleichmacherei als Ideal) bei mir jedenfalls immer auch Selbstkritik ein.
Wenn ich also auf Sündenbocksuche wäre, müsste ich meinen eigenen Sündenbockstatus anerkennen.

Einen Vorteil hat die Anerkennung meiner eigenen Defizite beim Ressourcenverbrauch immerhin: es fällt mit leichter, auf manches zu verzichten, was zwar heute normal, aber bei genauerem Hinsehen dorch sehr entbehrlich ist. Und ich habe festgestellt, dass man durch Verzicht auf manches auch ein höheres Maß an Freiheit gewinnt.

Trotzdem bin ich natürlich aus der zu hohen Ressourcenvernrauchsnummer keinesfalls raus.
Und eines dämmert mir auch: wenn schon jemand wie ich, der doch gewisse Einsichten erworben hat, sich schwertut, seinen Verbrauch in dem Maße zu senken, wie es nötig wäre, wie soll dann die Menschheit insgesamt freiwillig umsteuern können?

So bleibt uns allen nur ein Lehrmeister für die Zukunft: die objektive Realität. Sie wird uns die Unnormalität dessen vor Augen führen, was wir für höchst normal oder sogar ausbaufähig halten.
Und diese Einsicht macht mich ziemlich angstfrei und versetzt mich in die Lage, die jetzigen außergewöhnlich glücklichen Umstände mit Bedacht zu genießen. Und in dem, was kommt, keinen persönlichen Weltuntergang zu sehen.
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Aurisa
schrieb am 25.04.12 11:16:12
Beitrag Nr. 6.728 (43.085.298)
@Algol und Triakel:

Um die Diskussion mal wieder mit ein paar Zahlen zu veranschaulichen, hier könnt ihr ausrechnen lassen wo ihr mit eurem Einkommen im weltweiten Vergleich steht:

http://wer-ist-reich.de/

Ich bin finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet - sprich ich komme gerade so über die Runden - und trotzdem bin ich immerhin noch unter den 10 % mit dem höchsten Einkommen weltweit!

Und ich hab mal etwas mit den Zahlen rumgespielt auf dem Rechner dort.

Ergebnis: Das Durchschnittseinkommen Weltweit liegt, wenn die Daten dort richtig sind, bei gerade mal ca. 1500 Euro pro Jahr!

Das heisst, wenn wir das Einkommen weltweit wirklich gleich verteilen wollten müsste jeder von uns mit 1500 Euro/Jahr auskommen.

Algol hat also leider nur zu recht:
Selbst der Hartz IV-Empfänger hierzulande ist weltweit gesehen ein Einkommens-König und müsste den Großteil seines mageren Einkommens abgeben, wenn wir wirklich konsequent umverteilen wollten/würden.

Und das unter der Voraussetzung, daß unser derzeitiges wirtschaften Nachhaltig ist, was es ja offensichtlich gerade nicht ist, d.h. eigentlich müssten wir alle mit noch viel weniger als 1500 Euro/Jahr zurechtkommen, damit wir nicht alle Rohstoffe verbrauchen und die Erde für uns unbewohnbar machen.

Das kann offensichtlich nicht funktionieren...

Umverteilung kann unsere Probleme also nicht lösen, leider. Ich wünschte das wäre eine gangbare Lösung, denn die Alternative ist wesentlich schlimmer:

Ein brutaler Einbruch unseres derzeitigen Wirtschaftssystems bis hin zum globalen Kollaps und milliarden Toten im schlimmsten Fall.

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Looe
schrieb am 25.04.12 11:22:38
Beitrag Nr. 6.729 (43.085.338)
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.084.423 von Triakel am 25.04.12 09:10:47Ist es Neidhammelei, das zu kritisieren?


Nein, natürlich nicht. Was ich mit Grünen Neidhammeln" meine, sind die Vertreter der grünen politischen Klasse, die :

1. in gepanzerten Dienstlimusinen durch Deutschland fährt,
2. privat mit Porsche etc unterwegs ist,
3. Aufsichtsratposten bei Energieversorgern innehat
4. 1000de von sinnlosen Flugmeilen zu Konferenzen an den schönsten Orten der
Welt zurücklegt.
5. wird demnächst fortgesetzt.

Da denke ich insbesondere an Personen wie Fatimah Roth und C0. und den Rest ihrer Ökofaschistischen Bande .
Sorry..das mußte mal raus...:cry::cry:
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Triakel
schrieb am 25.04.12 12:23:22
Beitrag Nr. 6.730 (43.085.741)
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.085.298 von Aurisa am 25.04.12 11:16:12Hallo Aurisa,
ohne eine kleinkarierte Diskussion führen zu wollen, muss man natürlich feststellen, dass z.B. in Indien mit 1500 Euro Jahreseinkommen ein relativ einfaches, aber auskömmliches Leben führen kann mit einem Verbrauchsniveau, das nicht das Minimum vom Minimum darstellt.
In Deutschland würde man mit diesem Einkommen wahlweise erfrieren oder verhungern.

Aber prinzipiell hast Du natürlich recht: in Deutschland gibt es RELATIVE Armut, aber kein absolutes Elend, wie in vielen anderen Ländern.




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