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    Stehen die Weltbörsen vor einem Crash ??? (Seite 13429)

    eröffnet am 01.08.07 21:18:51 von
    Fraud123

    neuester Beitrag 26.11.14 21:04:45 von
    greenanke
    Beiträge: 187.307
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    Efeu73
    schrieb am 13.05.12 12:40:13
    Beitrag Nr. 134.281 (43.158.545)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 43.158.451 von coldplay66 am 13.05.12 11:58:36.

    .... tja, eine Frage stellt sich jetzt. Wann kotzen wir all diese " Pseudo Sparpakete " wider aus ??

    .... oder sind wir schon dabei ??


    .
    1 Antwort
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    mule99
    schrieb am 13.05.12 13:37:13
    Beitrag Nr. 134.282 (43.158.650)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 43.158.545 von Efeu73 am 13.05.12 12:40:13Die Politik bietet uns doch die blaube Beruhigungspille Namens "Fiskalpakt" an. Dder Fiskalpakt wird doch jetzt alle zu eisernem sparen zwingen und an die Kandare nehmen :laugh:

    Wirklich? Was passiert, wenn der Gerichtshof der Europäischen Union im Ernstfall zum Schluss kommt, dass der Fiskalpakt als ein einfacher völkerrechtlicher Vertrag zwischen Mitgliedstaaten mit den
    existierenden europäischen Verträgen unvereinbar ist?

    Art. 126 AEUV lässt ein Defizit von bis zu 3 Prozent zu. Wie will der Gerichtshof der Europäischen Union einen Mitgliedstaat mit einem Defizit zwischen 0,5 und 3 Prozent den bestrafen?

    Art. 8 Abs. 3 des Fiskalpakts legt ausdrücklich fest, dass der Gerichtshof nur im Rahmen eines Schiedsverfahrens (Art. 273 AEUV) tätig werden darf und damit wäre ein Urteil nicht verbindlich. :rolleyes:

    Und wenn es dazu kommten sollte, dann ist doch jetzt schon klar, dass der Fiskalpakt zu Klagen führen wird, denn Art. 3 Abs. 1b soll die Kommission „auf der Grundlage einer Gesamtbewertung“ jede Überschreitung der Defizitgrenze „unter Berücksichtigung der länderspezifischen Risiken“ beurteilen.

    Nach Art. 8, Abs. 1 darf der Gerichtshof aber nur verlangen, dass ein Mitgliedstaat, bei dem die Kommission eine Verletzung der Fiskalpaketes festgestellt hat und der dann duch den Dreiervorsitz der EU angeklagt wurde, innerhalb einer Frist die erforderlichen Korrekturmaßnahmen trifft. :laugh:

    Also keine Bestrafung - erst nach Ablauf der Frist kann erneut geklagt werden, muss aber nicht. (Art. 8 Abs. 2). In Absatz 6 des Unterzeichnungsprotokolls heißt es zwar, dass sie klagen wollen, wenn die Kommission bekundet, dass der beklagte Staat die vom Gerichtshof verlangten Maßnahmen nicht durchgeführt hat. Nur wird die Kommision das im Ernstfall auch tun? Wenn man sieht wie gerade die geltenden EU Verträge gekippt werden und Auflagen an Griechenland und andere PIIGS immer weiter aufgeweicht werden, wohl eher nicht.

    Und selbst wenn die Kommission das tun würde, werden die Kläger dann das säumige Land mit Strafen wirklich sanktionieren?

    Fazit, von automatischen und unausweichlichen Sanktionen für Verletzungen des Fiskalpaktes, wie es uns die Politik als Ausgleich für ihre Milliardenveruntreuung in sinnlosen Rettungsschirmen und virtuellen Gelddruckereien weimachen will, kann daher nicht die Rede sein.

    Wie hat Schäuble im gefilmten Skandalvideo auf Youtube über vorabversprochene Hilfen an Portugal so schön gesagt - meine Amtskollegen und die Bevölkerung müssen es uns nur glauben, dass wir es ernst meinen.

    Tut mir leid Herr Schäuble - wir glauben garnichts mehr und wir sind auch nicht der dumme Deutsche Michel!
    Avatar
    EuerGeldWirdMeinGeld
    schrieb am 13.05.12 20:14:16
    Beitrag Nr. 134.283 (43.159.333)
    Zitat von wuscheler
    Zitat von EuerGeldWirdMeinGeldDu wählst doch das, was dir den höchsten kurzfristigen Vorteil verspricht, d.h. exakt das, was zu den von dir hernach kritisierten Folgen führt

    Klar doch, die saftige Wurst vor die Nase zu halten und zu sagen "die ist für morgen" funktioniert nicht nur bei Hunden nicht.
    Vor noch nicht allzu langer Zeit hast du "mehr Populismus" von der Politik gefordert. Jetzt beschwerst du dich über die Folgen des Populismus...:rolleyes:
    Nenne mir doch einmal eine derzeit in einem Parlament vertretene Partei, die wirklich ein langfristiges Konzept für irgendwas besitzt. Der Wähler bekommt doch nur kurzfristige Alternativen vor die Nase gesetzt!
    Das Problem ist dort der Populismus, welcher langfristige Konzepte weniger attraktiv wirken lässt. Folglich sollte man Populismus auch als solchen enttarnen...
    Die Rententhematik z.B. ist seit 1967 bekannt und wurde von niemandem bislang angepackt (außer in Eigennutz von der Versicherungslobby mit ihrer Riester-Abzocke).
    Wo hat der Wähler hier Alternativen? Warum bekommt er die nicht präsentiert? Haben die keine Experten, um sowas auszuarbeiten? Kommen diese langfristigen Alternativen vielleicht sogar unter Verschluss, weil sie den Bankster- und Versicherungslobbyisten nicht passen? Will man vielleicht bewusst nur den Wählertyp, den man immer mit einer Wurst von den eigentlich wichtigen Dingen ablenken kann?
    Mache einmal einen Vorschlag, wie man das Problem lösen soll, dass alle zu verteilenden Brötchen nun einmal gebacken werden müssen...
    Ein Umlagesystem ist nun einmal effizienter im umverteilen von "Brötchen", als dies bei jedwedem Ansparsystem der Falle sein kann:

    In Geld kannst du keine Renten ansparen und wenn du es via Assets probierst, benötigst du eine ausreichende Anzahl Anschlusskäufer, welche dir dann mit ihrem Geld deine Rente bezahlen. Willst du ein Rentensystem aus den Erträgen der Assets finanzieren, ist es trotzdem die zu deiner Rentenzeit arbeitende Generation, welche dir diese bezahlt.
    Statt also Assets teuer zu verwalten, kannst du dann auch gleich die wesentlich kostengünstigere Umlage nutzen.
    Zitat von EuerGeldWirdMeinGeldJene Nachrichten/politischen Aussagen verstärken durch deine eigene Wahl jedoch deine eigene sachbezogene Inkompetenz, da du zum Zeitpunkt deiner Wahl nicht wissen kannst, dass deine Entscheidung auf unvollständiger Information beruht.

    Jetzt hör doch endlich einmal damit auf, den Wähler permanent als inkompetenten Idioten darzustellen, der einen Babysitter in Anzug und Krawatte benötigt, damit er sich selbst die Schuhe zubinden kann! :mad:
    Wo lässt du dein Auto reparieren?
    Wer repariert das Dach deines Hauses?
    Wer sorgt im Haus für die Elektroinstallation?
    Wer kümmert sich um den Fahrstuhl?

    Wir haben nicht umsonst eine arbeitsteilige Welt...

    Wie soll deine Schwarmintelligenz funktionieren, wenn dazu jeder alles wissen müsste?
    Weil dem nicht so ist, folgen die Leute dann einfacheren Kriterien, was wiederum Populisten nach oben treibt.
    Wo waren denn zum Beispiel deine "Experten" vor Tschernobyl oder Fukushima?

    Wie kann es sein, dass trotz Stäben von hunderten von Ingenieuren beim U-Bahnbau plötzlich erst ein Kirchturm fast umkippt und später kaum 100 m entfernt das Kölner Stadtarchiv eingestürzt? Lernallergie?
    Ich würde einmal auf Korruption tippen...
    Und wieso schaffen es deine tollen Fiatgeld-Experten seit 5 Jahren nicht, die exponentiell fortschreitenden Zerstörung unserer Wirtschaftsgrundlagen zu stoppen?
    Naaa...
    Erstens einmal ist deine TARGET2-Entwicklung keine exponentielle Entwicklung, sondern diese läuft in eine Sättigung hinein.
    Dann ist das genannte Problem eine Sache des Steuerrechts, nicht aber des Geldsystems.
    Das Steuerrecht unterliegt aber der Fuchtel von Ideologen und dort musst du handeln.

    Derzeit wird ein ziemlich marktradikaler Ansatz verfolgt und der alleine klappt natürlich nicht.
    "Umverteilung" sozialistischer Denke klappt aber auch nicht, weil er den Egoismus der Nutznießer jener Umverteilung belohnt, d.h. Sozialmissbrauch begünstigt.

    Du kennst sowohl das von mir unzählige Male verlinkte Bild der "Eigendynamik eines Marktes" und zusätzlich kennst du deinen Text bezüglich des Grundes des Scheiterns des Sozialismus'...
    Du musst da also kreativer denken...
    Dass du deine vermeintlichen Experten so sehr vergötterst, liegt womöglich daran, dass du selbst nicht studiert hast und kein Experte bist. Denn sonst wüsstest du, dass diese Jungs auch nur mit kaltem Wasser kochen, einen satten Teil ihres "Expertenwissens" geguttenbergt haben - und schon gar keinen Gottstatus besitzen.
    Keine Sorge: Dies weiß ich. Trotanoy regt sich immer so prima auf, wenn ich mal wieder über "Harvard-Profs" lässtere. :laugh::laugh:
    Der über Millionen gemittelten Schwarmintelligenz des Wählers jedenfalls traue ich da mehr Kompetenz zu.


    Hmm...


    :laugh::laugh::laugh::laugh:
    1 Antwort
    Avatar
    Mister10K
    schrieb am 13.05.12 21:18:39
    Beitrag Nr. 134.284 (43.159.503)
    ...der Crash kommt...exponentiell schnell...:D

    checkt mal die Daten....

    Spanien....:confused:....BOOOOMMMM....:eek:

    Banco de España: Feuer aus allen Rohren

    von Querschuss am 11. Mai 2012 in Allgemein Quelle

    Wie massiv die spanische Schuldenkrise in Folge der Rezession, der hohen Arbeitslosigkeit und der damit verbundenen Kreditausfälle im Zusammenhang mit der geplatzten Immobilienblase ist, zeigt nicht nur die Verstaatlichung der viertgrößten spanischen Bank, der Bankia, ein Konglomerat der Caja Madrid mit weiteren 6 Sparkassen und die Errichtung eines flächendeckenden spanischen Bad Bank Systems, sondern dies zeigt vor allem auch die Kreditgewährung der spanischen Zentralbank (Banco de España) an das marode spanische Bankensystem:



    Die Entwicklung der Kreditgewährung, der Forderungen der spanischen Zentralbank gegenüber dem heimischen Bankensystem in Mrd. Euro seit Januar 1999 bis März 2012 im Charts. Im März explodierten die Forderungen aus geldpolitischen Operationen um +111,257 Mrd. Euro zum Vormonat, aus der LTRO2 Pulle, auf 317,158 Mrd. Euro.

    Die Banken der Eurozone können jeweils nur über ihre heimischen nationalen Zentralbanken an den geldpolitischen Operationen des Eurosystems teilnehmen und nur dort Zentralbankgeld ziehen bzw. auch nur dort die Einlagefazilität auf der Passiva-Seite der nationalen Zentralbank bemühen.

    Der immense Kreditgewährung der Banco de España an das heimische Bankensystem steht ganz klar für den Stress im spanischen Bankensystem und ist letztlich auch ein solider Krisenindikator.

    Noch deutlicher wird das Problem des spanischen Bankensektors, wenn man auf die Nettoforderung der spanischen Zentralbank gegenüber den spanischen Banken sieht, die Nettoforderungen sind die Forderungen aus geldpolitischen Operationen gegenüber den Banken abzüglich der Einlagefazilität der Banken bei den Zentralbanken:



    Die Entwicklung der Nettoforderungen der spanischen Zentralbank gegenüber den spanischen Kreditinstituten seit Januar 1999 bis März 2012 im Chart. Im März 2012 stiegen die Nettoforderungen auf 227,600 Mrd. Euro, nach 152,432 Mrd. Euro im Vormonat und nach 42,244 Mrd. Euro im Vorjahresmonat.

    Aber die Daten verbergen noch einen richtigen Hammer, denn unglaubliche 62,9% der gesamten Nettoforderungen des gesamten Eurosystems (Kreditgewährung aus den geldpolitischen Operationen minus Einlagefazilität) bestanden im März 2012 nur gegenüber spanischen Banken und dies steht für die explosive Lage im spanischen Bankensystem:




    Die Entwicklung der Nettoforderungen des Eurosystems gegenüber den spanischen Kreditinstituten in Prozent zu den gesamten Nettoforderungen des Eurosystems gegenüber allen Kreditinstituten der Eurozone seit Januar 1999 bis März 2012 im Chart. Im März 2012 explodierter der Anteil der Nettoforderungen gegenüber spanischen Banken auf 62,9%, nach 47,3% im Vormonat und nach 10,1% im Vorjahresmonat.

    Die Nettoforderungen gegenüber den spanischen Kreditinstituten betrugen im März 2012 227,600 Mrd. Euro, während die gesamten Nettoforderungen des Eurosystems gegenüber allen Kreditinstituten der Eurozone 361,695 Mrd. Euro betrug! Dies entsprach einem Anteil der Nettoforderungen gegenüber spanischen Kreditinstituten von 62,9%. Dies sind absolute Hammerdaten angesichts der Tatsache das 2011 der Anteil der spanischen Wirtschaftskraft (nominale BIP) an der Eurozone 11,5% ausmachte, aber die Nettoforderungen des Eurosystems (EZB) gegenüber spanischen Banken satte 62,9% betrugen! Spanien wird zum potentiellen Sargnagel der Eurozone, einer Währungsgemeinschaft von Geburt an, als grandiose Fehlkonstruktion von Eurokraten mit wenig ökonomischem Sachverstand.
    5 Antworten
    Avatar
    mule99
    schrieb am 13.05.12 21:43:17
    Beitrag Nr. 134.285 (43.159.551)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 43.159.503 von Mister10K am 13.05.12 21:18:39Und ob wir das Geld wiedersehen werden?

    Notleidende Kredite seit 2007 um 7.8% gestiegen!
    TASAS DE DUDOSIDAD HIPOTECARIA
    Dudosidad del crédito total al sector privado residente: 7,80%
    http://www.ahe.es/bocms/images/bfilecontent/2006/04/26/90.pd…

    Alleine bei der Bankia, die jetzt verstaatlicht wird, 535,1 Milliarden Euro an Mortgage-backed Schulden!!!! :eek:

    SALDO DE LOS TÍTULOS HIPOTECARIOS (millones de €) 535.115
    PESO DEL SALDO DE LOS TÍTULOS HIPOTECARIOS SOBRE EL CRÉDITO HIPOTECARIO 52,8%
    http://www.ahe.es/bocms/images/bfilecontent/2006/05/11/251.p…

    Aber alles kein Problem - Spanien hat soviel Fortschritte gemacht, beruhigt uns Schäuble (oder belügt uns Schäuble?)
    4 Antworten
    Avatar
    Bollodotz
    schrieb am 13.05.12 22:33:51
    Beitrag Nr. 134.286 (43.159.673)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 43.159.551 von mule99 am 13.05.12 21:43:17oder belügt uns Schäuble?

    Schäuble sagt immer die Wahrheit, er ist ein Ehrenmann, deswegen wir er ja auch neuer Eurogruppenchef, den Posten bekommen nur die Allerehrlichsten...
    3 Antworten
    Avatar
    KritischerLeser
    schrieb am 14.05.12 00:32:43
    Beitrag Nr. 134.287 (43.159.818)
    Zitat von wuschelerJa, mit Exponentialfunktionen haben viele Menschen ihre Probleme:

    Wenn Du Dich selber zu den "vielen Menschen" dazuzählst, dann gebe ich Dir uneingeschränkt Recht.:kiss:
    Jetzt schauen wir uns doch mal Deine "Bildchen" mal genauer an. Die Ursprungsquelle habe ich sichtbar gemacht - viel Spaß.....



    http://www.querschuesse.de/wp-content/uploads/2012/05/1a72.jpg

    1. Die Grafik ist schlichtweg FALSCH. Das Target 2 System existiert erst seit 2007. Also was soll uns so eine Grafik überhaupt aussagen, wenn schon Überschrift und dazugehörige Achsenbeschriftung unsinnig sind.:confused:
    2. Was haben die Targetsalden der BuBa mit irgendeiner exponentiellen Entwicklung zu tun? Genau, gar nichts. Die Salden zeigen eine Kapitalverlagerung aus den Süd-Euro-Ländern in den Norden (insebsondere D) an (Kapitalflucht). Solange es keine Gegenbewegung dazu gibt, ist es nicht exponentiell sondern es sind simple ADDITIONEN (Mathematik, 1. Klasse). Solange es die EURO-Zone nicht zerreist, spielen die Salden keine wesentliche Rolle, so wie die Salden zwischen Buxtehude und Berlin keine Rolle spielen. Dass es sie nicht zerreist, dafür soll der u.a. der ESM sorgen.



    http://www.krisenvorsorge.com/wp-content/uploads/2012/04/Grafik-Target2-Spanien.png
    Das gleiche wie oben, Italiengrafik dito.

    So, und nun zu der Grafik der US Staatsverschuldung. Netter Versuch, mal wieder Panik zu schüren und dafür bekommst Du auch noch 9 Daumen. Da sieht man mal wieder, wie es um die "Schwarmintelligenz" hier auf WO bestellt ist. Ich habe mal die Daten ab der "Weltwährungsreform 1973" in einem anderen Chart darunter gepackt. Das "geguttenberge" von irgendwelchen "Panik-Quellen" ist mir einfach viel zu tendenziös. Ich bastle mir die Welt in Charts - wie es mir gefällt oder wie...?





    Man beachte, dass eine massive Entschleunigung in den Jahren ca. 1995 - 2002 stattgefunden hat.

    Dazu die dieser Chart hier von EGWMG und es ist sowas von klar, dass die Entwicklung eben nicht exponentiell laufen wird (naja, das erfordert jetzt etwas "Gehirmschmalz", aber ich habe keine Lust, die einfachsten Dinge einem Menschen der von sich behauptet, "Diplom"*** zu haben, auch noch zu erklären.



    Dann noch einige kompliziertere Fakten, die man bzgl. der US Staatsverschuldung wissen sollte, ansonsten sollte es man mit Dieter Nuhr halten:

    Es sollte eigentlich hinlänglich bekannt sein, dass es seit ca. 1972/73 den sog. "Petrodollar" gibt. Mit dem Handel von Rohöl gegen Dollar ist es nicht weiter verwunderlich, dass die US-Staatsschulden seit dieser Zeit zunehmen. Denn: Jeder, der Öl kaufen will, braucht nun mal Dollars. Und da diese nicht vom Himmel fallen, entsteht mit jedem geförderten Barrel Öl, das in Dollar gehandelt wird, eine Verbindlichkeit der US Zentralbank gegenüber den erdölexportierenden Ländern (vereinfacht erklärt, aber das sollte fürs Verständnis reichen).
    Schaut man sich nun mal die Ölförderung im Chart an, wird schnell klar, wie die US-Defizite entstanden sind:


    Dazu die Veränderung der Ölnachfrage nur allein aus China seit den 80ern:
    http://www.indexmundi.com/energy.aspx?country=cn&product=oil…

    und die Ölpreisentwicklung


    Den Goldchart dazu brauche ich Dir nicht zu posten, den kennst Du besser als ich. Gold und viele andere Rohstoffe werden nun mal ebenfalls in der "Weltleitwährung" gehandelt. Wird der ausgebuddelte Rohstoff "ab Ausbuddler" in Dollar bezahlt, steigt das US Defizit.

    Der abnehmende Grenznutzen der US-Verschuldung hat ebenfalls eine recht einfache Erklärung und führt nicht 2015 - wie die Grafik suggeriert - zum Exodus: Die "Petrodollars" wurden lange Zeit zu einem großen Teil wieder in den USA investiert, alles war gut. Dumm nur, dass die Amis Ihre ganze Industrie abgewrackt haben weil die Dollars in den BRICS investiert wurden und werden (insbesondere China) - und somit das Delta Debt/Delta GDP Verhältnis immer weiter sinkt. Warum wohl stößt es den Amis sauer auf, dass die Chinesen Ihre Währung so niedrig halten? Da bekomme ich mit meinen Dollars halt nicht nur 1 Fabrik hingestellt, sonden gleich 2 davon und kann auch noch nebenbei ein paar Speku-Blasen aufpumpen (Bsp.: 80er Jahre Asienkrise). Man mag ja auf die Amis schimpfen wie man will, aber letztlich liegt der Ball jetzt bei den Chinesen. Die schrittweise Aufwertung des Yuan wird zu einer Entschleunigung des US Defizits und langsamen Erholung der US-Wirtschaft beitragen. In den USA sieht es nämlich trotz aller Probleme gar nicht mehr sooooo übel aus - so zumindest meine persönlichen Beobachtungen.

    Dann zur Senf'schen Grafik. Im Prinzip ist daran nichts auszusetzen, ausser dass hier suggeriert wird, dass der "Crash" auf die Nullinie fällt. Das ist wieder so eine nette Verzerrung der Apokalyptiker.



    http://www.steuerboykott.org/

    Wenn du da eine andere Weltsicht hast, sei dir das ungenommen. Wäre aber nett, wenn du dies mit Sorgfalt und Ernsthaftigkeit argumentativ untermauern könntest, denn vielleicht habe ich ja etwas Wesentliches übersehen und bin "betriebsblind". Auf Basis eines "es wird schon nicht so schlimm", "es hätt noch immer jootjejange" und "das machen doch alle so" treffe ich jedoch keine Investmententscheidungen.


    Betriebsblind trifft's ganz gut:



    Gold ist halt auch nur ein Asset. Genauso wenig wie die Sonne um die Erde kreist, ist Gold nicht der Mittelpunkt unseres Wirtschafts- und Wertesystems.

    Und zum Schluss noch ein wenig wirklich ganz einfache Prozentrechnung zum Thema "Langfristig sind wir alle tot**":


    ** Keynes meinte damit sicher nicht den "Totalzusammenbruch", sondern die Veränderung der Betrachtungshöhe (Basis) von Generation zu Generation.

    ***
    Zum Thema "Wuschelers Diplom" fällt mir ganz spontan das hier ein:



    Und zum Schluss: Ja, die Situation ist sehr ernst, aber bestimmt nicht aussichtslos.

    P.S: Wenn ich mal wieder etwas mehr Zeit (und Lust) habe, dann haue ich Dir Deine Charts zum Thema "Immobilienzinssklaven - oder so ähnlich" auch noch um die Ohren.:laugh:
    P.P.S: Gern geschehen!
    10 Antworten
    Avatar
    coldplay66
    schrieb am 14.05.12 02:06:19
    Beitrag Nr. 134.288 (43.159.864)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 43.159.673 von Bollodotz am 13.05.12 22:33:51Schäuble sagt immer die Wahrheit, er ist ein Ehrenmann, deswegen wir er ja auch neuer Eurogruppenchef, den Posten bekommen nur die Allerehrlichsten...

    Ja ja der Schäuble der hat jetzt ein neues Rezept erfunden....

    Wachstum und Wirtschaftsentwicklung bei gleichzeitigem Sparen und Schuldenabbau :laugh::laugh:

    Bei dieser Erklärung würde sogar unser EGWMG ins schleudern kommen, wetten

    Für wie saublöd muß man die Menschen halten um solche Phrasen zu verzapfen?


    Eine andere Zote hat der Theo Weigel kürzlich von sich gegeben:

    Die EU ist die stärkste Demokratiebewegung!! Und noch einen obendrauf: Den Euro wird es in 400 jahren noch geben! Das hat der wirklich gesagt!! :laugh::laugh:

    Der Euro hat in den letzten 10 Jahren 50- 60 % an Wert verloren, was man wohl in 400 Jahren noch dafür bekommt?:confused:

    Halt, evtl. irrt der Theo da ein wenig, bald gibt es ja den Globo der wird noch viel besser!!!!:laugh:

    Ein schönes Theater, man könnte noch lange zuhören, leider sind wir aber im letzten Akt.
    2 Antworten
    Avatar
    cathunter
    schrieb am 14.05.12 02:43:57
    Beitrag Nr. 134.289 (43.159.872)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 43.159.864 von coldplay66 am 14.05.12 02:06:19Faszinierend, wie man soviel Bockmist in einem einzigen Beitrag unterbringen kann. Respekt !
    1 Antwort
    Avatar
    RoterDrache
    schrieb am 14.05.12 09:03:38
    Beitrag Nr. 134.290 (43.160.312)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 43.159.818 von KritischerLeser am 14.05.12 00:32:43Ach, Gorny, mach Dir einfach keine Mühe ...




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