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Deutsche Small Caps - Basisinvestments eines Langfristdepots - Die letzten 30 Beiträge



Antwort auf Beitrag Nr.: 54.133.619 von Ankhan am 21.01.17 19:32:18
wiki als privates Investmentvehikel
Ich kann dazu ganz gut was sagen, weil ich dieses Modell teilweise so nutze. Ich bin privat recht gut in mein wiki investiert und das genau aus dem Grund Steuern zu sparen.

Das liegt allerdings primär daran, dass ich in Belgien wohne, wo es eine 33% Spekulationssteuer auf Kursgewinne bei Haltedauer <6 Monate gibt und keine Steuer auf Kursgewinne bei längerer Haltedauer. In mein eigenes wiki investiert zu sein erlaubt es mir daher, ganz legal mit diesem Geld die belgische Spekulationssteuer zu umgehen obwohl ich trade. Das ist ein sehr erheblicher Vorteil.

In Deutschland beschränkt sich der Vorteil auf den Zinseszinseffekt. Und da muss man sagen: so riesig ist der Vorteil nicht, wenn man es mal durchrechnet. Ich investiere trotz des erheblichen Steuervorteils für Belgier selbst auch nur einen Teil in mein wiki, da man das Emittentenrisiko nicht aus dem Auge verlieren sollte.

Den Nachteil mit den schlechteren Kursen finde ich nicht sehr groß. Klar, man kann nichts ins Bid oder Ask stellen, sondern man muss aus dem Orderbuch kaufen oder verkaufen. Aber dafür zahlt man halt auch keine Transaktionskosten. Das ist kein großer Nachteil.

Die finanziellen Nachteile bei wikis sind m.E. andere:

- Die Gebühr: Man zahlt 1% and wikifolio plus die Performancegebühr (bei mir: 10%). Das ist nicht wenig. Man sollte das wirklich nicht unterschätzen.

- Zulauf von Fremdgeldern schränkt die Handelbarkeit ein. Wenn man ein wiki als reines Steuervehikel nutzen will, wird man die Performancegebühr auf 5% setzen wollen (das Minimum). Das hat allerdings zur Konsequenz, dass man an den Fremdgeldern anderer Anleger nur wenig verdient. Gleichzeitig machen höhere AUM das Handeln schwieriger und die Transparenz von wikifolio macht es unmöglich "heimlich" eine Position auf- oder abzubauen.

In Summe: Ich bezweifle, dass es sich für in Deutschland steuerpflichtige lohnt, ein eigenes wiki als Steuersparvehikel zu nutzen. Ich weiß von wikifolio, dass manche Manager dies tun. Aber es ist definitiv nicht der Stein der Weisen.

Für Länder mit Spekulationssteuer (wie Belgien oder USA) lohnt es sich ggfs. aber schon. Für mich hat es den positiven Nebeneffekt, dass ich mit gutem Gewissen sagen kann, dass ich mit den Anlegern "in einem Boot sitze".

Wenn man aber in Deutschland lebt und die eigene Bruttoperformance maximieren will, dann ist es wahrscheinlich schlauer, sich auf's eigene Depot zu konzentrieren und dieses bei einem Discount-Broker wie broker-port zu führen, wo die Transaktionskosten gegen null gehen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.133.742 von Junolyst am 21.01.17 20:11:21junolyst ich halte es auch nicht für falsch, dass man in gute wikifolios investiert, wie deines. Nur der User ankhan will das wikifolio ja nur aus temporären Steuerersparnisgründen für sich selbst führen. Ich glaube nicht, dass er außer seinem eigenen Kapital groß fremde Investoren anlocken würde.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.133.934 von InsertName am 21.01.17 20:56:11Das stimmt natürlich.

wikifolio möchte aber das Emittentenrisiko streuen, mal schauen wann da was geschieht. Glaube aber ehrlich gesagt nicht, dass man L&S hops gehen lassen würde. Aber am Ende ist das Emittentenriskiko u.u. immer das K.o. Argument.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.133.742 von Junolyst am 21.01.17 20:11:21Als größten Nachteil sehe ich da das Emittentenrisiko. Wenn man nur ein paar Wikis zur Depotbeimischung hat, ist das nicht so problematisch, aber mein gesamtes Depot würde ich nicht auf die fortdauernde Solvenz von L&S setzen wollen.
Außerdem könnte man dann nur Werte handeln, die bei L&S erlaubt sind, und hätte kein Recht zur Teilnahme an Hauptversammlungen.
1 Antwort
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.133.619 von Ankhan am 21.01.17 19:32:18wer sein komplettes Depot in ein wiki steckt und es investierbar macht hat folgende Vorteile:

1. Keine Transaktionskosten bei Käufen/Verkäufen
2. Keine Steuern innerhalb des wikifolios
3. Man profitiert selber durch eine Wertsteigerung und profitiert durch das Investment der anderen durch die Performance Gebühr (ab 125.000€ inv. Kapital größter Gewinnanteil)
4. du meldest dich als selbstständig an und kannst Ausgaben geltend machen, die du mit den Erlösbeiträgen von wikifolio verrechnen kannst -> zudem kannst du dir darüber hinaus auch gezahlt Vorsteuer wiederholen.

Die von Straßenkoeter genannten Punkte mit dem evtl. bessere Pricing außerhalb von L&S kann man aber nicht leugnen. Das mit dem nachschießen ist Geschmacksache. Es sorgt dafür dass die Gewichtung immer gleich bleibt. Für mich ist das kein Problem.
3 Antworten
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.132.503 von JohannesWild am 21.01.17 15:17:17Auch der User Szew hatte Cegedim unter seinen 5 Favoriten für 2016. Eine Alternative wäre noch ifa Systems, die auch deutlich günstiger als Compugroup bewertet ist und auch aus dem gleichen Sektor kommt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.133.619 von Ankhan am 21.01.17 19:32:18Ankhan das würde ich nicht tun. Dagegen spricht, dass neue Geldzuflüsse 1:1 dein bestehendes Depot nachbilden. Es wird automatisch das gekauft was in deinem Depot drinnen ist. Du kannst also nicht Geld nachschießen um eine bestimmte Aktie zu kaufen. Zum anderen sind die Stückmengen und Kurse auf L&S oft schlechter als auf XETRA. Zum anderen musst du dann aber auch wikifolio was abgeben an Gebühren und Gewinnbeteiligung. Und wenn du dann das Geld privat brauchst, fallen dann eben auch die Steuern an.

Ich kenne aber jemanden der hat noch vor Ende 2008 seinen eigenen Fond gegründet. Auch er hat mit seinen Transaktionen innerhalb des Fonds das Fondprivileg, es fallen also keine Steuern an. Wenn er dann nach vielen Jahren steuerfreier Gewinne seine Fondanteile gegen Geld eintauscht fällt auch keine Steuer an, da er die Fondanteile ja vor dem 31.12.2008 erworben hat und da das alte Steuerrecht galt. Der Staat verarscht uns und die Schlauen haben immer ihre Schlupflöcher.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.133.301 von hzenger am 21.01.17 18:40:05
Zitat von hzengerJunolyst meint nicht, dass keine Steuer gezahlt werden muss, sondern dass sich aufgrund des Zinseszinseffekts eines Fonds die effektive Steuerlast verringert.


Das ist sehr attraktiv. Könnte man als Privatanleger ein Wikifolio aufmachen mit dem Hauptzweck, sein privates Vermögen steuerlich optimiert zu verwalten, wobei die Handelbarkeit durch die Öffentlichkeit ein wenig störender Nebeneffekt wäre - oder sprechen wesentliche Nachteile dagegen? Gibt es dazu eventuell ein FAQ? Ich habe schon einige Wikifolios mit sehr geringen AUM gesehen, die Größe dürfte somit kein Ausschlussgrund sein.

P.S.: Bin hier länger stiller Mitleser und möchte auch einmal den aktiven Schreibern hier sehr für die äußerst lehrreichen Beiträge danken. Ich hoffe, irgendwann auch mal auf Eurem Niveau beitragen zu können...
6 Antworten
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.133.301 von hzenger am 21.01.17 18:40:05so ist es. Danke für die Klarstellung! Deswegen die Anmerkung mit > 1 Jahr Haltedauer.

Hinzu kommt auch noch, dass im wiki keinerlei Transaktionskosten anfallen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.133.256 von Fullhouse1 am 21.01.17 18:34:19Junolyst meint nicht, dass keine Steuer gezahlt werden muss, sondern dass sich aufgrund des Zinseszinseffekts eines Fonds die effektive Steuerlast verringert. Denn mit einem Fonds müssen Gewinne erst nach Verkauf des Fonds versteuert werden. Wenn man diesen privat repliziert, muss man die Steuer immer gleich sofort nach jeder Einzeltransaktion zahlen, was im Zeitablauf wegen des Zinseszinseffektes zu einem Steuernachteil führt. Denn je später man eine fällige Steuer zahlen muss, umso länger kann man mit dem Geld noch zusätzliche Erträge innerhalb des Fonds (bzw. innerhalb des wikis) generieren.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 54.132.422 von Junolyst am 21.01.17 14:49:36????

Wieso müssen für Gewinne im Wicki keine Abgeltungssteuer bezahlt werden. Das ist ja ganz neu für mich.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 54.132.137 von Bulle2911 am 21.01.17 13:20:01
Cegedim als Alternative zu Compugroup
Hallo Bulle 2911,
Nach einer Diskussion mit Scansoft auf Arriva habe mir neulich die französische Cegedim Aktie ins Depot gelegt.
Man ist ähnlich aufgestellt wie Compugroup.
Cegedim ist schwerpunktmäßig im französischen Markt unterwegs. Darüber hinaus ist man auch in Great Britain, Amerika und sechs weiteren Ländern vertreten.

Mit dem Verkauf der Sparte CRM in 2015 hat man sich neu aufgestellt.
Mit dem Geld wurden schulden getilgt und die Zinsbelastung reduziert und massiv in die eigenen Produkte investiert.
Im Bereich Healthcare werden bis Ende 2017 alle Software Produkte auf SaaS /Cloud umgestellt. Ab 2017 und vor allem ab 2018 wird man dann die Früchte daraus ernten
Im Versicherungsgeschäft wurde viel Geld in Dienstleistungen im Bereich Business Process Outsourcing investiert. Hierfür wurden in 2016 in großem Stil Mitarbeiter eingestellt. Unter anderem hat man einen großen Versicherungsanbieter als Kunden gewinnen können. Der Vertrag läuft über sieben Jahre und hat ein Volumen von 100 Mio. €. (5 Mio. in 2017, 10 Mio. in 2018 und danach jeweils 18 Mio. € je Jahr) Man erwartet sich aus diesem Referenzprojekt weitere Abschlüsse und ist hier in Verhandlungen.

In 2017 fallen ggü. 2016 Finanzierungskosten in Höhe von gut 20 Mio. weg. Das EbitDa will man um 10 Mio. € ggü. 2016 steigern. Die vollen Auswirkungen der Investitionen wird man allerdings erst in 2018 sehen: Aus dem Q3 Bericht S.34: “Cegedim expects to begin seeing the initial positive impact of its investments, reorganizations and transformations in 2017, with a full impact in 2018.”

Meine Einschätzung:
Bei Cegedim gibt es einen Doppelhebel bei Margen und Multiple.
So ist man für 2018 gemäß der nach meiner Meinung etwas konservativen Schätzungen auf Onvista mit einem KGV von unter 12 bewertet (EPS 2,38€). Compugroup ist mit einem Multiple von 16,5 bewertet.
Daneben hat man mit den großen Investitionen die Basis für starkes Wachstum und Margensteigerungen gelegt. Wenn sich die Investitionen dann in den Zahlen niederschlagen dann wird man auch für Cegedim wieder mit Multiples von 16-20 sehen.

Viele Grüße,

Johannes
1 Antwort
@Currahee: Absolut, Diskussionen sollten nicht unnötig in die Länge gezogen werden. Nur eins noch dazu: Ich will lediglich verstehen, wie einzelne auf ihre Kz kommen, mehr nicht. Und da kommt es mir teilweise recht intuitiv vor. Auch mein DCF-Modell kann falsch sein, weil das womit ich es "füttere" nicht richtig ist. Am Ende kann ich jedoch alles was ich im DCF-Modell verarbeite begründen und bekomme dann so mein unternehmensspezifisches Kursziel. Deswegen bin ich auch so ein Gegner vom Peer-Group-Vergleich, weil da teilweise Äpfel mit Birnen verglichen werden.

@KC: Danke ;) wäre aber ja langweilig jetzt schon aufzuhören. Wobei viel tun muss ich ja eh nicht. Die Auswahl steht. Es gilt jetzt zu beobachten und zu schauen ob die Investmentcases weiterhin Bestand haben. So lange das der Fall ist, ist alles im Lot.

@Halbgott: Da hast du grundsätzlich recht, aber im vergangenen Jahr lag das Top Pics wikifolio leicht vorne. Es kommt auch immer auf die Gewichtung an. Eine adesso hatte im Top Pics wiki letztes Jahr am Ende ca. 19% Gewichtung, im Chancen suchen nur ca. 10%. Bei weniger Aktien, die sich dafür stark entwickeln, kann es mit einem breiteren Portfolio und aktivem Handel sehr schwer sein dieses zu schlagen. Schließlich ist es einfacher wenig gute Aktien zu finden als viele. Zur Argumentation mit dem selber kaufen: Das stimmt so nicht ganz. Mein Portfolio muss man nur einmal kaufen, man spart sich also die Transaktionskosten für die verbleibenden 9 Käufe. Ebenso beim Verkauf. 2 Transaktionen vs. 20. Bei längerer Haltedauer (> 1 Jahr) besteht zudem der Vorteil, dass die Gewinne im wiki nicht versteuert werden müssen, sondern direkt reinvestierbar sind. Dies ist für den Großteil der Privatinvestoren wg. der Abgeltungssteuer nicht möglich. Und selbst wenn sie sich das Geld aus welchem Grund auch wieder zurückholen könnten, besteht im wiki sozusagen der "Zinsvorteil" für den Zeitraum wo das Geld beim FA liegt.
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Wochenupdate: Rohstoffwerte im Blickpunkt!
Völlig ungewöhnlich widme ich mich in diesem Update dem Rohstoffsektor. Ungewöhnlich ist es deshalb, weil mein Anlageschwerpunkt und Expertise nicht in diesem Sektor liegen. Nachfolgend will ich allerdings aufzeigen, weshalb ich trotzdem derzeit in zwei klassischen Rohstoffwerten investiert bin. Dabei möchte ich auf die beiden Werte im Depot eingehen. Es handelt sich um Nevada Zink und die DRAG.


Zinkmarkt befindet sich in der Angebotskrise!

Der Zinkpreis ist innerhalb der letzten 12 Monate von 1.400 Dollar auf 2.750 Dollar gestiegen. Seit Jahren verfolge ich diesen Markt, weil die Knappheit durch die Schließung von Minen schon vorher erwartet wurde. Die grossen Player, Glencore, Teck Resources aber auch in China müssen Minen schließen, weil der Lebenszyklus ausläuft. Glencore etwa reduzierte den Output zum Halbjahr 2016 um über 30 % auf 506.000 Tons.

Hinzu kommt, daß sich Minen bei einem Preis von 1.500 Dollar nicht wirtschaftlich betreiben lassen. Bedeutet, daß das Angebot in 2016 rückläufig war bei einer wachsenden Nachfrage. Dies ist sicher nur eine Momentaufnahme. Wenn man aber gleichzeitig zur Kenntnis nimmt, daß Gold-Explorer existieren wie Sand am mehr, dann trifft dies nicht auf Zinkexplorer zu.

Wer sich mit den gelisteten Werten befasst, der kommt zu dem Schluss, daß die Anzahl sehr begrenzt ist. Nicht nur das ist ein Indikator dafür, daß in diesem Markt wenig investiert wurde, um künftig neue Minen in die Produktion zu bringen. Auch versuche ich aufzuzeigen, daß von der Entdeckung eines Zinkvorkommens bis zur Monetarisierung ein langer Weg zu gehen ist. Entsprechend lang sind die Vorlaufzeiten, um Zinkvorkommen in die Produktion zu bringen. Deshalb spricht vieles dafür, daß die Angebotskrise über 2020 hinweg, bestehen bleibt.

Jeder der sich zu diesem Thema einlesen möchte kann das auf den Unternehmensseiten der hier angesprochenen Unternehmen tun oder sich bei neutralen, zugänglichen Markt-analysen. Ferner zeigen die Entwicklungen von Unternehmen wie Teck Ressources oder Arizona Mining, die sich innerhalb der letzten 12 Monate verzehnfacht haben, das dieser Markt „Hot“ ist.


Zink-Explorer im Vergleich!

Wie gesagt beobachte ich den Markt aus oben genannten Gründen schon seit Jahren. Zunächst einmal sind die gelisteten Unternehmen spannend, die in politisch sicheren Regionen unterwegs sind. Ein Unternehmen etwa ist Rathdowney Ressources, die in Polen ein Zinkprojekt wiederbeleben wollen. Dieses Unternehmen ist mit gut 20 Mill. Euro ähnlich hoch bewertet wie Nevada Zinc, beide in Deutschland handelbar.

Rathdowney ist in der Entwicklung etwas weiter. Man hat eine Ressourcenschätzung schon vorgelegt und eine PEA (wirtschaftliche Machbarkeitsstudie). Der nächste Schritt, eine volle Machbarkeitstudie (Feasibility Study) steht hier noch aus. Nach aktuellen Einschätzungen produziert man in Polen zu Kosten von 63 Cent das Pfund. Der Marktpreis liegt inzwischen doppelt so hoch bei etwa 1,25 Dollar.

Lone Mountain ist ein low cost Zink-Project!

Da das Olza Vorkommen nur unter Tage realisiert werden kann, hat man eine Vorstellung wie teuer es werden kann dieses Projekt zu betreiben und wie viel Geld man in die Hand nehmen muss, bevor das Projekt in die Produktion geht. Für das Olza Projekt liegen die Schätzungen bei 300 Mill. Dollar. Für das Lone-Mountain Projekt gilt, daß man das Projekt im Tageabbau realisieren kann, denn die Funde befinden sich an der Oberfläche bis 200 M Tiefe, während das Olza Projekt nur als Untertagebergbau betrieben werden kann.

Dieser Unterschied führt dazu, daß man in Lone Mountain zu einem Bruchteil der Kosten abbauen kann, das Projekt kann mit einem geschätzten Capex von 50 Mill. Dollar in Betrieb gehen (CEO Durham „Well below 100 Mill. Dollar!“) und das Bohrprogramm, bisher wurden ca. 90 Löcher gebohrt, kann zu einem Bruchteil der Kosten entwickelt werden. Nevada Zinc hat in den letzten Jahren nur 2 Mill. Dollar vom Kapitalmarkt angezapft. Man wird weiteres Geld brauchen, aber man erfüllt alle Voraussetzungen für einen effizienten Betrieb.


Ausgezeichnete metallurgische Testergebnisse im Lone-Mountain Projekt!

Ohne auf die technischen Einzelheiten an dieser Stelle einzugehen, fielen die metallurgischen Testergebnisse 2016 sehr gut aus. Die Rückgewinnungsrate liegt bei 92 %, während sie bei Arizona Mining bei 85 % lagen. Auch die weiteren Voraussetzungen bis zur Gewinnung des Zink sind gegeben, mit der Aussicht sogar einen Aufschlag auf den aktuellen Marktpreis bekommen zu können.

Zum Vergleich: Arizona Mining ist in den letzten zwölf Monaten ebenfalls zum Tenbagger geworden. Man hat inzwischen die PEA am Hauptprojekt Taylor Deposit vorgenommen. Dennoch sind die wirtschaftlichen Voraussetzungen nicht annähernd so günstig wie im Lone Montain Projekt, was die Betriebskosten, CAPEX und Bohrkosten angeht.


Erfahrenes Management mit sehr guten Track Record!


Mit Bruce Durham verfügt Nevada Zinc über einen CEO, der schon als Gründer mehrere Unternehmen zwischen 500 Mill. – 1 Mrd. Dollar verkauft hat. Ihm stellte ich einige Fragen zur aktuellen Situation:

F: Is it right that have evaluated 200 projects before you decided to develop the Lone-Mountain Project?

A: That is correct. I have been involved in everything from project generation to project construction for more than 40 years now so I know a lot of people and projects.

F: The results of the last drilling program is a main factor for the first ressource estimate. Will there be also other factors to be ready for this ressource estimate?

A: We are still in the process of receiving result from the Phase 5 program. All of our drilling along with many other factors will be considered in producing the initial resource estimate which we hope to have completed in the first half of this year.

F: When can we expect the resource estimation?

A: We hope to have the first resource estimate completed in Q2 of this year.

F: In an interview you mentioned that Nevada Zinc has the potential for a ten-bagger share:
a) Is the Zinc-project lone mountain the main Trigger?
b) What is the time-frame in your opinion?

A: We are committed to making the company a success and if we are successful, a '10 bagger' is a real possibility.

F: Can the first ressource estimation already lead to an exit of the lone-Mountain Project?

A: Possibly.

F: When can we expect a feasibility study for the zinc-project?

A: Given we should have a resource estimate in the first half of this year, I would expect a Preliminary Economic Assessment within a year of this summer and a full Feasibility within a year of the PEA.

F: Do you think Nevada zinc is fair valued?

A: CEO's never think their company is properly valued and so they continue to try to get investors to see where they see the additional value. I am leaving for Vancouver to do just that. We feel there is a lot of unappreciated value in the company. There is a lot of hidden value in our Yukon assets that we think most people are missing.


Fazit: Nevada Zinc ist ein äußert spannender Junior Exporer!

Nevada Zinc ist ein äußerst spannender Junior Explorer wie ausgeführt. Das aktuelle Projekt Lone Mountain ist erst in der Anfangsphase und dessen Ressourcenerkundung kann nach 90 Bohrungen noch vervielfacht werden. Auch reicht es nicht aus, daß man Zinkvorkommen im Mrd. Umfang im Boden hat, sie müssen auch ökonomisch förderbar sein. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über 5 weitere äußerst attraktive Goldprojekte im Yukon-Gebiet, die jederzeit für Überraschungen (Exits) sorgen können. Der Hauptfocus sind jedoch kurzfristig die Bohrergebnisse im Januar 2017, die Ressourcenschätzung bis Mitte 2017 und anschließend die PEA zwölf Monate danach. Wie hoch Nevada dann bewertet ist, bleibt abzuwarten. Mein erstes Kursziel liegt bei 75 Cent auf 12 Monatssicht.


DRAG: Ziemlich viel richtig gemacht!


Wer dieses Forum verfolgt der weiß, daß die DRAG ein alter Bekannter im Depot ist. Historisch gesehen hat das Management sehr viel richtig gemacht. Da wo andere den rechtzeitigen Exit verschlafen, hat die DRAG richtige Verkaufsentscheidungen mit Erlöse mit dreistelligen Mio. Bereich realisiert.

Zur Einordnung der aktuellen Ölprojekte habe ich aus dem Unternehmen folgende Antworten erhalten:

F: Können Sie die Steuerbegünstigung, die die DRAG erhält aus
dem Projektverkauf vor zwei Jahren, erklären. Worauf bekommt
man Steuervergünstigungen bei den aktuellen Projekten und über
welchen Zeitraum erstrecken sie sich?

A: Grundsätzlich sieht die Begünstigung für Öl & Gas -Produzenten in den USA so aus, dass derjenige Teil der Bohrkosten der immateriell ist (bei uns ca. 60-70%) steuerlich in dem Jahr abgeschrieben werden kann, in dem die Kosten entstehen. Dies führt dazu, dass eine Firma die laufend investiert so gut wie keine Steuern bezahlt so lange wie sie investiert, da die Abschreibungen den zu versteuernden Ertrag mindern.
In unserem Fall/bzw. über die beschriebene Regelung hinaus ist es auch so, dass immaterielle Investitionen steuerlich für 2 Jahre zurückgetragen werden können, so dass diese nachträglich zu einer Erstattung führen. D.h. für die Investitionen die wir in 2015/2016 getätigt haben können wir ca. 65% nach 2014 zurücktragen, bei einem Steuersatz von 38% bedeutet dies, dass ca. 25% der Gesamtinvestitionen Erstattungsfähig sind.

F: Wenn man von Preisen von 50 Dollar ausgeht, was ist in den Modellannahmen der DRAG die Amortisationszeit der aktuellen Projekte, die hochgefahren werden excl. Steuervorteile?

A: In Bezug auf unsere aktuelle Bohrungen im Wattenbergfeld: Sofern man von Preisen von 50 USD ausgeht und der Produktionsverlauf der Bohrungen sich entsprechend der Produktionskurve darstellt, gehen wir grds. von einer Rückzahlung von 2-3 Jahren aus.

F: Stellen sich die Modellannahmen gerade als zu konservativ heraus nach der heutigen Meldung?

A: Unser Modell entspricht den Reserveschätzungen der Firma Ryder Scott. Für die Bohrungen die aktuell vom Vail Bohrplatz produzieren scheint sich, auf Basis der Produktionsdaten die wir bisher haben, die Realität in der Tat besser darzustellen als angenommen. Allerdings kann man aus den Bohrungen von einem Bohrplatz keine direkten Rückschlüsse auf andere Bohrplätze ziehen. Es kann auch sein, dass ein Bohrplatz einmal schlechter produziert als erwartetet, so dass wir nicht sagen können das aufgrund der aktuell gut produzierenden Bohrungen davon auszugehen ist, dass alle zukünftigen Bohrungen entsprechend besser produzieren werden. Dennoch sind die Zahlen natürlich sehr positiv.

Mein Fazit: Wiederholt sich die Geschichte bei der DRAG?

Die DRAG hat in den letzten 12 Monaten deutlich an Wert zugenommen. Man hat hier antizyklisch in mehrere Ölprojekte investiert und nach heutigem Erkenntnisstand alles richtig gemacht. Da vieles darauf hindeutet, daß dies auch für die nahe Zukunft gilt, dürfte die Auftwärtsbewegung noch nicht zu Ende sein. Auch eine Wiederholung der Geschichte, über ein (Teil-) Exit ist in diesem Szenario nicht ausgeschlossen.



Wochengewinner & Wochenverlierer in der Übersicht



Der Übersicht kann man die Verlierer und Gewinner der Woche entnehmen. Es war eine eher ruhige Woche im Vergleich zu den Wochen zuvor. Das Depot bewegte sich seitwärts und die Jahresperformance bleibt bei 5 %.

Antwort auf Beitrag Nr.: 54.131.822 von Kleiner Chef am 21.01.17 12:06:21
Zitat von Kleiner Chef
Zitat von JunolystTop Picks 2017

Meine 10 Top Picks 2017 bisher mit einer sehr guten Entwicklung in 2017. Insgesamt +11,1%. Weitere Infos können im Wochenupdate unter folgendem Link eingesehen werden: https://www.junolyst.de/wikifolio/top-pics-of-the-year/woche…

Abgebildet in folgendem wikifolio: https://www.wikifolio.com/de/de/wikifolio/top-pics-of-the-ye…



Schöner Jahresauftakt. Gratulation.

PS: Da kannst Du die Bücher doch schon schließen und in Urlaub fahren;)


Ich finde sein erstes Wikifolio deutlich interessanter, mal abgesehen daß die 12 Monatesperformance besser ist, es ist breiter aufgestellt und es wird versucht zu traden:

https://www.wikifolio.com/de/de/wikifolio/chancen-suchen-und…

Bei top-pics-of-the-year kann man sich die jeweiligen Aktien auch einfach direkt kaufen, falls man daran glaubt. Sie sollen ja ein Jahr gehalten werden. Aber egal, ich finde Tradingaspekte in jedem Fall spielentscheidend. Eine Aktie könnte das Kursziel noch nicht erreicht haben, aber gleichzeitig könnten sich bei anderen Aktien bessere Chance ergeben, wäre die Grundidee beim traden. Letztlich diskutieren wir hier in den Foren auch genau das.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.132.092 von Kleiner Chef am 21.01.17 13:09:11
Compugroup
Moin Moin,

Wie ist denn die allgemeine Meinung zu CompuGroup Medical?
Scheint mir ein solider Nebenwert mit erheblichen Chance zu sein, der im Moment noch ein wenig unentdeckt bzw. Im Winterschlaf zu stecken.

Ich habe mir mal ein paar davon ins Depot gelegt.
2 Antworten
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.131.936 von currahee am 21.01.17 12:32:28
Zitat von curraheeErstmal vorab, ich bin schon eine geraume Zeit einfach nur stiller Mitleser, jedoch muss ich mich jetzt mal zu dem Thema äußern und vorab: Junolyst es wäre nett wenn du solche Diskussion mit katjuscha privat austrägst.

Ist es nicht völlig egal, ob das Kurszeil 115,120,125 ist? Es kommt doch nur darauf an ob man ein Unternehmen für den derzeitigen Zeitpunkt für unterbewertet hält. Alle Kursziele, auch von Analysten, sind am Ende subjektive Meinung, auch deine DCF-Analyse. Wer sagt dir denn, ob die Gewinnschätzung, wacc etc. für die nächsten 3 Jahren richig ist? Das Wachstum, ist doch deine Einschätzung, also deine Meinung und wenn katjuscha, KC oder sonstjemand irgendein Kursziel publiziert, dann basiert dies immer auf dessen Einschätzung, Meinung, Erfahrung. Am Ende weiß man eh erst, ob dass Kursziel richtig oder falsch war, wenn es eingetroffen ist bzw. nicht eingetroffen ist. Manche haben eben bessere Einschätzung, manche ebenen nicht. KC hat schließlich bestimmt auch nicht die maximale Performance durch Ein- und Ausstiegszeitpunkte erreicht, jedoch hat er trotzdem eine mehr als Ahnsehnlich Performance die letzten Jahre erreicht oder nicht? Man steigt ja in ein Unternehmen ein, weils man es für signifikant unterbewertet hält, weil man schließlich weiß dass seine Analyse nicht 100% richtig sein kann. Falls z.b. bet-at-home bei 119 steht, wird sich katjuscha nicht sagen: ich hab aber 120 gesagt also warte ich noch.

Finde es ja gut, dass es hier unterschiedliche Meinungen gibt und man zu unterschiedlichen Kurszielen kommt und sich so jeder nochmal hinterfragen kann, ob dass was man berechnet hat Sinn macht oder ob man doch vielleicht etwas vergessen hat. Meinungsaustausch ist hier auch ganz entscheiden. Versuche es bloß nicht unnötig in die Länge zu ziehen, bzw. wenns dich so brennend interessiert das nächste mal vielleicht privat zu klären.
Glückwunsch zu deiner Performance bis jetzt, aber das Jahr hat noch ein paar Tage. ;)


That´s it, vollkommen einverstanden.

Gruß
3 Antworten
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.130.484 von Junolyst am 20.01.17 23:06:28Erstmal vorab, ich bin schon eine geraume Zeit einfach nur stiller Mitleser, jedoch muss ich mich jetzt mal zu dem Thema äußern und vorab: Junolyst es wäre nett wenn du solche Diskussion mit katjuscha privat austrägst.

Ist es nicht völlig egal, ob das Kurszeil 115,120,125 ist? Es kommt doch nur darauf an ob man ein Unternehmen für den derzeitigen Zeitpunkt für unterbewertet hält. Alle Kursziele, auch von Analysten, sind am Ende subjektive Meinung, auch deine DCF-Analyse. Wer sagt dir denn, ob die Gewinnschätzung, wacc etc. für die nächsten 3 Jahren richig ist? Das Wachstum, ist doch deine Einschätzung, also deine Meinung und wenn katjuscha, KC oder sonstjemand irgendein Kursziel publiziert, dann basiert dies immer auf dessen Einschätzung, Meinung, Erfahrung. Am Ende weiß man eh erst, ob dass Kursziel richtig oder falsch war, wenn es eingetroffen ist bzw. nicht eingetroffen ist. Manche haben eben bessere Einschätzung, manche ebenen nicht. KC hat schließlich bestimmt auch nicht die maximale Performance durch Ein- und Ausstiegszeitpunkte erreicht, jedoch hat er trotzdem eine mehr als Ahnsehnlich Performance die letzten Jahre erreicht oder nicht? Man steigt ja in ein Unternehmen ein, weils man es für signifikant unterbewertet hält, weil man schließlich weiß dass seine Analyse nicht 100% richtig sein kann. Falls z.b. bet-at-home bei 119 steht, wird sich katjuscha nicht sagen: ich hab aber 120 gesagt also warte ich noch.

Finde es ja gut, dass es hier unterschiedliche Meinungen gibt und man zu unterschiedlichen Kurszielen kommt und sich so jeder nochmal hinterfragen kann, ob dass was man berechnet hat Sinn macht oder ob man doch vielleicht etwas vergessen hat. Meinungsaustausch ist hier auch ganz entscheiden. Versuche es bloß nicht unnötig in die Länge zu ziehen, bzw. wenns dich so brennend interessiert das nächste mal vielleicht privat zu klären.
Glückwunsch zu deiner Performance bis jetzt, aber das Jahr hat noch ein paar Tage. ;)
4 Antworten
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.131.822 von Kleiner Chef am 21.01.17 12:06:21
Zitat von Kleiner ChefPS: Da kannst Du die Bücher doch schon schließen und in Urlaub fahren;)
... Ja! am besten ins Traumland der unbegrenzten Möglichkeiten ... :cool:

WE WILL MAKE AMERICA GREAT AGAIN !

... eine Aufnahme aus Trump’s Wahlrevier ... in dem viele „Kleine-Leute“ arbeiten die Trump gewählt haben und für die Jesus am Kreuz gestorben ist an den ihn zuvor (vor rd. 2000 Jahren römische) Soldaten genagelt haben ... © Paul Souders ... Der Friedhof Heiliger Rosenkranz in Baton Rouge (Louisiana): im Hintergrund die Bauten der Ölindustrie

Überraschung bei Amtseid: Trump schwört gleich auf zwei Bibeln ... der u. a. 70-Jährige Donald hat sich dabei für seine eigene und eine historische Ausgabe entschieden: da kann sich jeder Gläubige (Ungläubige ausgenommen: das versteht sich von selbst !) die Stellen daraus aussuchen die Er/Sie für sich passend findet ... :rolleyes:

Die Bibel des Judentums ist der dreiteilige Tanach, der aus der Tora (Weisung), den Nevi’im (Propheten) und Ketuvim (Schriften) besteht.
Das Christentum hat alle Bücher des Tanach übernommen, anders angeordnet und als Altes Testament (AT) seinem Neuen Testament (NT) vorangestellt.
Der Islam betrachtet die jüdische und die christliche Bibel als Offenbarungszeugnis Allahs, das Menschen teilweise verfälscht haben.

but: always look on the bright side of life ... https://www.youtube.com/watch?v=-ECUtkv2qV8
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.130.670 von Junolyst am 21.01.17 00:25:39
Hut ab & Gratulation!
Zitat von JunolystTop Picks 2017

Meine 10 Top Picks 2017 bisher mit einer sehr guten Entwicklung in 2017. Insgesamt +11,1%. Weitere Infos können im Wochenupdate unter folgendem Link eingesehen werden: https://www.junolyst.de/wikifolio/top-pics-of-the-year/woche…

Abgebildet in folgendem wikifolio: https://www.wikifolio.com/de/de/wikifolio/top-pics-of-the-ye…



Schöner Jahresauftakt. Gratulation.

PS: Da kannst Du die Bücher doch schon schließen und in Urlaub fahren;)
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Antwort auf Beitrag Nr.: 54.130.331 von katjuscha-research am 20.01.17 22:30:28Du hast erklärt was aus deiner Sicht ein Kz von 120€ rechtfertigt, aber nicht wie du auf das Kursziel selber gekommen bist. Könnte ja genauso 130€ sein oder 110€...

Ich ermittle nahezu fast all meine Kursziele auf DCF-Basis, sprich auch mit entsprechenden Schätzungen. So wird die FCF-Stärke, die Kapitalstruktur, die Marge und das Wachstum am besten berücksichtigt. Auf Basis dieses Kursziels argumentiere ich dann. Ansonsten überschlagsmäßig bei EV/EBITDA um eine erste grobe Einschätzung/Richtung zu bekommen.

Dieses Jahr hat man auch kein 30%iges Gewinnwachstum erzielen können und je größer die Ausgangsbasis, desto schwieriger das Wachstumsniveau zu halten. Gesetz der großen Zahlen...
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Antwort auf Beitrag Nr.: 54.130.001 von Junolyst am 20.01.17 21:30:32
Zitat von Junolyststimmt ja alles soweit. Wobei für mich das Gewinnwachstum der vergangenen Jahren nicht grade relevant ist, sondern das was zählt ist ja das was in Zukunft kommt. Da werden 30% wohl nicht mehr haltbar sein.

Aber wie du auf die 120€ kommst erklärst du nicht. Ein EV/EBITDA für 2018 von 12 günstig?! Na also demnach ist der halbe SmallCap Markt aber unterbewertet. Aber klar, je liquider/größer ein Wert desto mehr wird auch mal bezahlt...Ich will nur sagen die Bewertung ist schon recht sportlich und ich frage mich was können die weiteren Treiber sein...Außerdem kommen mir die 120€ recht intuitiv ermittelt vor...



Haben die ganzen anderen SmallCaps, die du ansprichst, auch ein EV/FCF fast auf Höhe des EV/Ebitda?

Ich hab dir jetzt mehrmals erklärt, wie ich auf die 120 € komme. Wieso behauptest du ständig das Gegenteil? Was genau bedeutet denn für dich intuitiv? Wie berechnest du denn Kursziele? Hast du da ein Patentrezept? Würde mich ernsthaft interessieren.

Wieso hälst du ein Gewinnwachstum von 30% für nicht haltbar? Das ist schließlich ein hochskalierbares Geschäftsmodell. Oder gehst du davon aus, dass BetAndWin kaum noch Umsatzwachstum erzielen kann?
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Antwort auf Beitrag Nr.: 54.129.185 von katjuscha-research am 20.01.17 19:46:27stimmt ja alles soweit. Wobei für mich das Gewinnwachstum der vergangenen Jahren nicht grade relevant ist, sondern das was zählt ist ja das was in Zukunft kommt. Da werden 30% wohl nicht mehr haltbar sein.

Aber wie du auf die 120€ kommst erklärst du nicht. Ein EV/EBITDA für 2018 von 12 günstig?! Na also demnach ist der halbe SmallCap Markt aber unterbewertet. Aber klar, je liquider/größer ein Wert desto mehr wird auch mal bezahlt...Ich will nur sagen die Bewertung ist schon recht sportlich und ich frage mich was können die weiteren Treiber sein...Außerdem kommen mir die 120€ recht intuitiv ermittelt vor...
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Antwort auf Beitrag Nr.: 54.129.185 von katjuscha-research am 20.01.17 19:46:27
Singulus +60%
Irgendwer hier bei Singulus dabei?

Ich weiß, der Wert ist sowas von gebrandmarkt, aber einer der Top-Performer in 2017.

Es riecht verdammt nach einer Übernahme, bei dem aggressiven Kaufverhalten der letzten Tage.

Viele Grüße,
Bee
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.128.618 von Junolyst am 20.01.17 18:25:43Ich schrieb ja hier mehrfach, auch bei anderer Gelegenheit, dass Bewertungen immer subjektiv sind, gerade im aktuellen Zinsumfeld.

Wenn ich sehe, wie die meisten (teilweise langweiligen) MDax/SDax-Werte so bewertet sind (KGVs unter 17 findest du kaum noch), wieso sollte dann ein Unternehmen, dass 30% Gewinnwachstum seit Jahren hinlegt und viel Cash auf der hohen Kante hat und mit Div-Rendite von 7% aufwarten kann, kein KGV18 von 17-18 zugesprochen bekommen? Nur zur Info, die 120 € Kursziel waren von mir vorhin auf Sicht von 12 Monaten beschrieben worden.

Wieso du ein EV/Ebitda von 12 nicht für günstig hälst, ist mir bei einem Geschäftsmodell mit extrem niedrigen Capex und hohen Skalierungseffekten nicht ganz klar. Aber das ist ja das was ich dir kürzlich schon mal sagte. Man kann nicht stur an irgendwelchen Kennzahlen wie KGV oder EV/Ebitda etc. kleben, sondern muss es schon in den Zusammenhang stellen. Wir sehen ja derzeit beispielsweise bei AT&S, Muehlhan oder auch bei Francotyp und ähnlichen Aktien, dass niedrige Ebitda-Multiplen nicht immer weiterhelfen. Wenn sich diese Kennzahlen aber auch im FreeCashflow darstellen lassen, sieht das halt anders aus, und das ist bei BetAtHome so.

Aber klar muss man da nicht investieren. Es gibt genug Risiken. Wie winer schon ansprach, rechne ich mittelfristig beispielssweise mit einer deutlich höheren Steuerquote. Dann wird der Gewinnanstieg von 1-2 Jahren wahrscheinlich von der Steuer aufgefressen.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 54.128.417 von katjuscha-research am 20.01.17 17:58:52eines darf man bei bet-at-home aber nicht vergessen;

die Gesellschaft operiert in Ihren größten Märkten wie Deutschland oder Polen in einer rechtlichen Grau Zone; man besitzt keine Lizenz für den deutschen Markt;
ich gehe zwar früher oder später von einer Legalisierung der online Sportwetten aus aber dann müsste bet-at-home wohl mehr Steuern an den Staat abführen;

das aktuelle Schlaraffenland könnte also schnell auch mal etwas getrübt werden;
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.128.417 von katjuscha-research am 20.01.17 17:58:52folge ich dir weitestgehend, aber die 120 hast du jetzt wie ermittelt? :confused:

Und nochmal einen Aktiensplit..?

Ich habe hier keine eigenen Schätzungen, aber was ich mich frage ist einerseits ob es hier Überraschungspotenzial gibt? Die Analysten sehen schon einen weiteren Ergebnissprung und ob ein von dir impliziertes KGV 17e von 22,6 und 18e von 20,8 laut Konsens auch gerechtfertigt ist....

Sicher wird die Dividende eine große Stütze sein, weil das natürlich eine Super Renidte ist, aber von der Bewertungsseite mit Blick auf die Ergebnisse...? EV/EBITDA auf Basis der 9 Monatszahlen für 2017e dann knapp 14, für 2018e dann 12...günstig ist das nicht.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 54.128.111 von Junolyst am 20.01.17 17:21:14
Zitat von JunolystBet-at-home

wo siehst du (fundamental) mögliche Kurse? richtig günstig ist ACX ja auch nicht mehr, aber Luft nach oben sehe ich dennoch. Die Analystenschätzungen sollten sich als zu konservativ herausstellen. Welche Gewinnerwartungen hast du? Oder ist dein Trigger hauptsächlich der Indexaufstieg?



Das Problem bei BetAtHome ist wie gesagt sicherlich, dass der Kurs schon stark gestiegen ist und optisch teuer aussieht. Vielleicht sollte man mal einen Aktiensplit in Erwägung ziehen.

Ansonsten ist "günstig" ja immer relativ. KBV spielt bei so einem Onlinegeschäft eh keine Rolle. KGV17 liegt bei knapp 17.
Umsatzwachstum dürfte in 2017 gering ausfallen, da kein EM/WM-Jahr, aber 5% sollte immernoch locker machbar sein, was deutlich unter dem Schnitt der letzten Jahre liegt.

2014= 25%
2015= 14%
2016= 12%

Skalierungseffekte bringen dann mindestens 12-15% Gewinnwachstum rein operativ. Hinzu kommt, dass 2016 die Monate März bis Juni stark von Kundenwerbung geprägt waren, was insbesondere das Q2 extrem belastete, so dass wir auch auf 9 Monatssicht kein Gewinnwachstum vorfinden. Wenn man sich aber im letzten Finanzbericht dazu mal die einzelnen Posten genauer anschaut, lässt sich daraus schließen, dass etwa 4 Mio € weniger Sonderkosten in 2017 anfallen. Das heißt, obwohl ich nur mit 7 mio höherem Bruttoumsatz auf 142 Mio € in 2017 rechne, gehe ich von 8 Mio € höherem Ebitda und Cashflow aus.

Dazu kommt, dass BetAtHome auf 105 Mio Nettocash sitzt, von dem man wohl 45 Mio als Dividende in diesem Jahr ausschütten wird. Und das Beste daran ist, dass man ohnehin mit 35-40 Mio € Free Cashflow pro Jahr rechnen kann, so dass man diese Sonderdividende nach etwas mehr als einem Jahr schon wieder eingespielt hat. Daher geh ich davon aus, dass wir jedes Jahr mit einer recht guten Dividende rechnen können, wenn auch nicht 7% Rendite wie für 2016. Aber im Schnitt 5% Dividendenrendite dürfte es die nächsten Jahre geben.

Der mögliche SDax Aufstieg ist für mich wie immer nur ein Zusatzeffekt, ähnlich wie bei Drillisch, GFT oder S&T, wo ich dieses Thema ja auch immer erst spät angesprochen habe. Investiert hab ich in all diesen Aktien aber aus fundamentalen Gründen. Der Indexaufstieg ist dann immer nur eine angenehme Folge des Kursanstiegs.


Fazit: KGV von 17 bei Div-Rendite von 7% (die nächsten Jahr mindestens 5%) bei einem leicht verständlichen Geschäftsmodell mit Skalierungseffekten und 105 Mio Nettocash auf der hohen Kante. Das ist für mich schon fast so ein konservatives Investment wie es hzenger sucht. Auch wenn er sicherlich was anderes meint. Und klar ist auch, nach diesen starken Kursanstiegen der letzten Wochen und Jahre, muss man auch imer mal mit heftigen Rücksetzern rechnen, erst recht wenn das viel diskutierte Mega-Levermann-Wikifolio zum Verkauf ansetzt. Kursziel auf Sicht 12 Monate würde ich dennoch auf 120 € taxieren, also 33% Potenzial.
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