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Deutsche Small Caps - Basisinvestments eines Langfristdepots - Die letzten 30 Beiträge

eröffnet am 18.12.04 19:37:36 von
Kleiner Chef

neuester Beitrag 30.05.16 23:33:38 von
Rainolaus


Avatar
Rainolaus
30.05.16 23:33:38
Beitrag Nr. 21.184
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.505.116 von wiener9 am 30.05.16 21:16:25
Zitat von wiener9allerdings stand die Aktie in 2014 z.b sogar mal unter 9 Euro trotz auch damals guter Substanz,
eine Garantie gibt es da also nicht;


da war die Substanz auch noch eine etwas andere als jetzt.
Avatar
Straßenkoeter
30.05.16 21:51:41
Beitrag Nr. 21.183
Wiener wir reden hier auch nur von Wahrscheinlichkeiten. Das denke ich ist hier jedem klar.
Avatar
wiener9
30.05.16 21:16:25
Beitrag Nr. 21.182
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.505.050 von Kleiner Chef am 30.05.16 21:06:53naja, ich denke nennenswerte Umsätze aus einer der beiden Projekte wird es frühestens 2017 geben;
und gerade in 2017 wird man dann womöglich sogar eines der beiden benötigen um schwarze Zahlen zu schreiben da weitere Großprojekte seit knapp einem Jahr ausbleiben;
aber klar von der Substanz her ist der Wert nach unten hin gut abgesichert;

allerdings stand die Aktie in 2014 z.b sogar mal unter 9 Euro trotz auch damals guter Substanz,
eine Garantie gibt es da also nicht;
1 Antwort
Avatar
Kleiner Chef
30.05.16 21:06:53
Beitrag Nr. 21.181
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.504.978 von wiener9 am 30.05.16 20:52:40
BDI: Wo liegen die Risiken und wo liegen die Chancen?
Zitat von wiener9Großaufträge in dieser Größenordnung sind nicht mehr jährlich zu erwarten. Kleinere Aufträge sind sehr wohl in Akquisition.


Deckt sich ziemlich mit meinen Beobachtungen auf der HV.
Kommen die beiden aktuell auf Eis liegenden Großaufträge noch ist operativ erstmal alles im Lot.
Verzögern Sie sich weiter deutlich muss man im Anlagenbau mit eher mageren Zeiten rund um die Gewinnschwelle rechnen. Große Sprünge sind dann nicht wirklich drinnen.


Was ich mit den Ausführungen zu den Grossaufträgen ausführen will ist, daß
sie in der aktuellen Bewertung nicht enthalten sind zur Umsetzung kommen, denn
bekanntlich wird man in 2016 operativ schwarz und ist unterhalb der Substanz
bewertet.

Bedeutet: Risiko nach Süden gering; Upside bei Restart eines der Projekte hoch!

Gruß
2 Antworten
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wiener9
30.05.16 20:52:40
Beitrag Nr. 21.180
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.504.417 von Kleiner Chef am 30.05.16 19:22:59Großaufträge in dieser Größenordnung sind nicht mehr jährlich zu erwarten. Kleinere Aufträge sind sehr wohl in Akquisition.


Deckt sich ziemlich mit meinen Beobachtungen auf der HV.
Kommen die beiden aktuell auf Eis liegenden Großaufträge noch ist operativ erstmal alles im Lot.
Verzögern Sie sich weiter deutlich muss man im Anlagenbau mit eher mageren Zeiten rund um die Gewinnschwelle rechnen. Große Sprünge sind dann nicht wirklich drinnen.
3 Antworten
Avatar
Kleiner Chef
30.05.16 19:52:33
Beitrag Nr. 21.179
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.504.531 von valueanleger am 30.05.16 19:39:05
Nanofocus: Sie haben ein Brett gebohrt mit BMT!
Zitat von valueanleger@KC,
richtig - der Zug hat gerade erst den Bahnhof verlassen - bis zum Zielort ist es noch ein schönes Stück.
Nanofocus hingegen ist eigentlich einer der Wackelkandidaten im Depot - nach deinem Einstieg bekommen sie jetzt aber eine Fristverlängerung. ;)
Ich war die letzten Tage zumindest eine Woche in Kurzurlaub und habe dein Forum nur am Rande verfolgen können.
Ich werde jetzt wieder regelmässiger online sein.
Übrigens bin ich mit hoher Wahrscheinlichkeit am 02.06.16 in München bei der BfF-Tour 2016.
https://bff-online.com/tour/02-06-2016-muenchen-juedisches-z…
Wenn es von den Fondsprofis etwas berichtenswertes gibt werde ich es hier einstellen. ;)


3,5 Mill. für BMT ist eine Nummer. Allerdings könnte jetzt einiges schneller gehen.
Und mit der Medizintechniksparte hat man Assets, die hoffentlich versilbert werden
können. Deshalb ja die Auslagerung. Stehen mit 2 Mio. in den Büchern.

Klar ist, das Nanofocus liefern muss. Aber man hat eine reelle Chance von 1 Kunden, nämlich
Epcos auf 5 Kunden zu kommen, die die Inspektionssysteme im Fertigungsumfeld installieren mit
Folgebestellungen. Was allein Epcos ausmacht kann man an der Umsatzentwicklung im Segment
Semiconductor verifizieren. Allein hier kann es einen Schub geben in 2016 und 2017.

Welche Hebel/Skaleneffekte bei Bruttomargen von 70-80 % warten dürfte auch klar sein.

Gruß
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valueanleger
30.05.16 19:39:05
Beitrag Nr. 21.178
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.503.901 von Kleiner Chef am 30.05.16 18:18:17@KC,
richtig - der Zug hat gerade erst den Bahnhof verlassen - bis zum Zielort ist es noch ein schönes Stück.
Nanofocus hingegen ist eigentlich einer der Wackelkandidaten im Depot - nach deinem Einstieg bekommen sie jetzt aber eine Fristverlängerung. ;)
Ich war die letzten Tage zumindest eine Woche in Kurzurlaub und habe dein Forum nur am Rande verfolgen können.
Ich werde jetzt wieder regelmässiger online sein.
Übrigens bin ich mit hoher Wahrscheinlichkeit am 02.06.16 in München bei der BfF-Tour 2016.
https://bff-online.com/tour/02-06-2016-muenchen-juedisches-z…
Wenn es von den Fondsprofis etwas berichtenswertes gibt werde ich es hier einstellen. ;)
1 Antwort
Avatar
Kleiner Chef
30.05.16 19:31:19
Beitrag Nr. 21.177
BDI: Nochmals zu Kroatien!
38 Mill. von 50 Mill. Euro Gesamtsumme
oder 80 % sind
hinsichtlich der Finanzierung gewuppt,
da wird man den Rest ja auch noch
hinbekommen?!

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd…
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Kleiner Chef
30.05.16 19:22:59
Beitrag Nr. 21.176
BDI Bioenergy: Einige Informationen nach der HV!
Wie angekündigt hatte ich einige Themen
vor der HV bei BDI plaziert. Hier nun die Antworten
dazu, die im wesentlichen keine Neuigkeiten enthalten.
Dennoch bin ich der Meinung das die beiden Grossprojekte
alles andere als abzuschreiben sind und klar bei den Auftrags-
vermeldungen ist man vorsichtiger geworden:

Status BioLife Science?

Der Bau der Industrieanlage wird heuer im zweiten Halbjahr gestartet. Die Produktion wird im kommenden Jahr beginnen.


Neue Aufträge 2016?


Natürlich befinden sich neue Aufträge im Akquisitionsprozess. Den Auftragseingang geben wir unmittelbar nach Erfüllung der Voraussetzungen - Unterzeichnung des Vertrages sowie eine entsprechende Anzahlung - bekannt.

Status Kroatien Projekt?

Wir wissen, dass der Kunde Fortschritte für die Finanzierung des Projektes erreicht hat und auch eine Rückversicherung durch die EIB iHv 38 Mio (wie von Ihnen ja bereits erkannt) beschlossen wurde. Ein Restbetrag ist unseres Wissens noch offen. Der Kunde hat auch immer noch die Absicht das Projekt zu realisieren und unternimmt enorme Anstrengungen dahingehend. Die relativ häufigen Regierungswechsel in Kroatien sind dem Projekt nicht förderlich. Einen genauen Einblick in die Finanzierungssituation haben wir nicht. Sobald die Finanzierung steht kann das Projekt jederzeit starten. Auf Grund der langen Projektverzögerung rechnen wir kurzfristig nicht mit einem Umsatz.
Kriterium ist die Bereitschaft privater Banken zur entsprechenden Risikoübernahme. Leider sind Privatbanken für Projektgeschäfte sehr risikoavers.

Status BioDiesel Werk Stanlow mit Argent Energy?

Wie auf unserer Homepage ersichtlich ist der Folgeauftrag bereits im Vorjahr eingegangen und ist derzeit in Abarbeitung. Großaufträge in dieser Größenordnung sind nicht mehr jährlich zu erwarten. Kleinere Aufträge sind sehr wohl in Akquisition.


Ausblick 2016?


Quantitative Voraussagen für das Projektgeschäft halten wir angesichts der volatilen Branchen- und Marktentwicklung für nicht aussagekräftig und zweckmäßig.

Gruß
4 Antworten
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Kleiner Chef
30.05.16 18:18:17
Beitrag Nr. 21.175
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.484.638 von valueanleger am 26.05.16 20:20:00
SHS: Der Zug ist ja noch nicht abgefahren!
Zitat von valueanlegerEigentlich versehe ich nicht ganz warum KC bei SHS ausgestiegen ist, jetzt da der Turnaround immer greifbarer wird?

Börse Online mit Kursziel von 8€.

http://www.boerse-online.de/nachrichten/aktien/Heidelberger-…


SHS hat für 2015 enttäuscht, aber aufgrund der Q1 Entwicklung ist der Turnaround intakt. Irgendwo dazwischen hatte ich verkauft. Hier war ich möglicherweise zu schnell, habe aber in der Zwischenzeit andere Werte eingesammelt und bekanntermassen streue ich nicht so breit wie Du es tust. Insofern musste ich mich entscheiden. Umgekehrt der Zug ist ja nicht abgefahren!

Gruß
2 Antworten
Avatar
Kleiner Chef
30.05.16 18:11:32
Beitrag Nr. 21.174
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.503.283 von Rainolaus am 30.05.16 16:56:14
Nanofocus: Umstellung auf Konzernberichterstattung in 2016!
Zitat von Rainolaus
Zitat von Kleiner ChefKauf 4 % Anteil Nanofocus zu 2,98 Euro.

Erläuterung: Nanofocus ist ein alter, bekannter Wegbegleiter. Eins konnte mit Nanofocus als Dauerinvestment in der Vergangenheit nicht Geld verdienen. Warum könnte sich das jetzt ändern?

Klar ist, daß Nanofocus in langen Historie es nicht geschafft hat eine kritische Größe zu erreichen, um
a) nachhaltig profitabel zu agieren und
b) ausreichend Cashflows zu generieren

Gründe:
Das Brot und Buttergeschäft Standard/Labor galt in der Vergangenheit als Säule für das Umsatzwachstum, d.h. man bringt Inspektionssysteme von 50.000 Euro an den Mann. Dieses Geschäft ist also vom Wachstum limitiert und margenschwächer als die beiden neuen Säulen
Automotive und Halbleiter. Im letzten Segment ist man seit 2014 im Produktionsumfeld aktiv, d.h. man verkauft heute Anlagen für das 10fache nähmlich 0,5 Mio. Euro aufwärts.

Die letzten Meilensteine und bevorstehenden Meilensteine lassen aufhorchen
a) Erste Pilotanlage für 0,75 Mio. Euro beauftragt durch VW
b) Neue Inspektionssystem im Markt der Halbleiterindustrie eingeführt für 0,5 Mio. Euro/Anlage. Grosser Kunde wird zeitnah vermeldet und Folgeaufträge
c) Zwei weitere Halbleiterkunden sollen diese Anlage noch in 2016 bestellen!
d) Das bei Epcos etablierte System wird in 2016 upgedatet mit einer Erhöhung der
Messleistung um den Faktor 12.
e) BMT könnte als Türöffner für den Bereich Automotive fungieren und Vorlaufzeiten deutlich
reduzieren und Synergien dürften so gehoben werden.

Antizyklischer Kauf: Nanofocus Abschluss 2015 war enttäuschend. Dennoch kann ich jedem nur die letzte Präsentation auf der MKK im April und den GB2015 empfehlen. Beispielhafte offene Kommunikation.

Wachstumsbeschleunigung: Nanofocus plant den Umsatz aufgrund der Projektpipeline von 10.8 Mill. Euro in 2015 auf etwa 19 Mill. Euro in 2017 zu erhöhen. Dies ist Ausdruck der Entwicklung der Produkte im produktionsnahen Umfeld.

Risiken:
Oft hat Nanofocus enttäuscht. Ich setze darauf, daß man jetzt hinsichtlich des Produktangebotes soweit ist, daß man sie in der Produktion einsetzen kann. Dies bedeutet aber auch, daß man vor der Herausforderung der Finanzierung eines erhöhten Working Capitals steht. Es ist nicht auszuschließen, daß man sich am Kapitalmarkt weiter Geld holen muss.

Fazit:
Die Kostenstrukturen versprechen bei Nanofocus deutliche Ertragssprünge, da man mit Bruttomargen von 70-80 % operiert. Die Kostenstruktur relativ stabil bleiben. EBITDA-Margen könnten mit dem skizzierten Wachstum in 2017 oberhalb von 15 % liegen. Mein Kursziel liegt bei 5,5 Euro.

Gruß


nachdem der Kurs wieder etwas zurück gekommen war, habe ich 2000 St. gekauft.


Der AG-Einzelabschluss enthält nicht die Umsätze und Ergebnisbeiträge der 4 Tochtergesellschaften, BTM, Nanfocus USA, Nanofocus Singapur und Nanofocus Materialtechnik, die ja in 2015 3 Mill. Euro (wovon BTM nur zwei Monate enthalten ist) mit einem Ergebnisbeitrag von 0.7 Mill. Euro.

Hinzu kommt die in 2014 ausgelagerte "Medizintechnik", d.h. auch hier bleibt abzuwarten was mit der Mikroskin geschieht.

Gruß
Avatar
Rainolaus
30.05.16 16:56:14
Beitrag Nr. 21.173
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.468.427 von Kleiner Chef am 24.05.16 18:56:51
Zitat von Kleiner ChefKauf 4 % Anteil Nanofocus zu 2,98 Euro.

Erläuterung: Nanofocus ist ein alter, bekannter Wegbegleiter. Eins konnte mit Nanofocus als Dauerinvestment in der Vergangenheit nicht Geld verdienen. Warum könnte sich das jetzt ändern?

Klar ist, daß Nanofocus in langen Historie es nicht geschafft hat eine kritische Größe zu erreichen, um
a) nachhaltig profitabel zu agieren und
b) ausreichend Cashflows zu generieren

Gründe:
Das Brot und Buttergeschäft Standard/Labor galt in der Vergangenheit als Säule für das Umsatzwachstum, d.h. man bringt Inspektionssysteme von 50.000 Euro an den Mann. Dieses Geschäft ist also vom Wachstum limitiert und margenschwächer als die beiden neuen Säulen
Automotive und Halbleiter. Im letzten Segment ist man seit 2014 im Produktionsumfeld aktiv, d.h. man verkauft heute Anlagen für das 10fache nähmlich 0,5 Mio. Euro aufwärts.

Die letzten Meilensteine und bevorstehenden Meilensteine lassen aufhorchen
a) Erste Pilotanlage für 0,75 Mio. Euro beauftragt durch VW
b) Neue Inspektionssystem im Markt der Halbleiterindustrie eingeführt für 0,5 Mio. Euro/Anlage. Grosser Kunde wird zeitnah vermeldet und Folgeaufträge
c) Zwei weitere Halbleiterkunden sollen diese Anlage noch in 2016 bestellen!
d) Das bei Epcos etablierte System wird in 2016 upgedatet mit einer Erhöhung der
Messleistung um den Faktor 12.
e) BMT könnte als Türöffner für den Bereich Automotive fungieren und Vorlaufzeiten deutlich
reduzieren und Synergien dürften so gehoben werden.

Antizyklischer Kauf: Nanofocus Abschluss 2015 war enttäuschend. Dennoch kann ich jedem nur die letzte Präsentation auf der MKK im April und den GB2015 empfehlen. Beispielhafte offene Kommunikation.

Wachstumsbeschleunigung: Nanofocus plant den Umsatz aufgrund der Projektpipeline von 10.8 Mill. Euro in 2015 auf etwa 19 Mill. Euro in 2017 zu erhöhen. Dies ist Ausdruck der Entwicklung der Produkte im produktionsnahen Umfeld.

Risiken:
Oft hat Nanofocus enttäuscht. Ich setze darauf, daß man jetzt hinsichtlich des Produktangebotes soweit ist, daß man sie in der Produktion einsetzen kann. Dies bedeutet aber auch, daß man vor der Herausforderung der Finanzierung eines erhöhten Working Capitals steht. Es ist nicht auszuschließen, daß man sich am Kapitalmarkt weiter Geld holen muss.

Fazit:
Die Kostenstrukturen versprechen bei Nanofocus deutliche Ertragssprünge, da man mit Bruttomargen von 70-80 % operiert. Die Kostenstruktur relativ stabil bleiben. EBITDA-Margen könnten mit dem skizzierten Wachstum in 2017 oberhalb von 15 % liegen. Mein Kursziel liegt bei 5,5 Euro.

Gruß


nachdem der Kurs wieder etwas zurück gekommen war, habe ich 2000 St. gekauft.
1 Antwort
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Kleiner Chef
30.05.16 08:40:06
Beitrag Nr. 21.172
Übernahmeangebot für Chorus kommt gut an!
Interessant, daß Capital Stage die kleinere Chorus übernehmen will.
Kommt aus Sicht der Zielgesellschaft gut an.


Übernahmeangebot: Übernahmeangebot ;


08:20 30.05.16

Zielgesellschaft: CHORUS Clean Energy AG; Bieter: Capital Stage AG

WpÜG-Meldung übermittelt durch DGAP – ein Service der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Meldung ist der Bieter verantwortlich.

---------------------------------------------------------------------------


DIE IN DIESEM DOKUMENT ENTHALTENEN INFORMATIONEN SIND NICHT ZUR
VOLLSTÄNDIGEN ODER TEILWEISEN VERÖFFENTLICHUNG ODER WEITERLEITUNG IN,
INNERHALB ODER AUS LÄNDERN BESTIMMT, IN DENEN EINE SOLCHE VERÖFFENTLICHUNG
ODER WEITERGABE EINE VERLETZUNG DER RELEVANTEN RECHTLICHEN BESTIMMUNGEN
DIESER LÄNDER DARSTELLEN WÜRDE.

Veröffentlichung der Entscheidung zur Abgabe eines Übernahmeangebots gemäß
§ 10 Abs. 1 i.V.m. §§ 29 Abs. 1, 34 des Wertpapiererwerbs- und
Übernahmegesetzes (WpÜG)

Bieterin:

Capital Stage AG
Große Elbstraße 59
22767 Hamburg
eingetragen im Handelsregister des Amtsgericht Hamburg unter HRB 63197
ISIN: DE0006095003 / WKN: 609500

Zielgesellschaft:

CHORUS Clean Energy AG
Prof.-Messerschmitt-Straße 3
85579 Neubiberg, München
eingetragen im Handelsregister des Amtsgericht München unter HRB 213342
ISIN: DE000A12UL56 / WKN: A12UL5

Informationen zur Bieterin:

Der SDAX-notierte Hamburger Solar- und Windparkbetreiber Capital Stage AG
('Capital Stage'; ISIN DE0006095003) hat am 30. Mai 2016 entschieden, den
Aktionären der CHORUS Clean Energy AG, München ('CHORUS'), anzubieten, ihre
auf den Inhaber lautenden Stückaktien der CHORUS Clean Energy AG mit einem
anteiligen Betrag des Grundkapitals von je EUR 1,00 (die 'CHORUS-Aktien')
im Wege eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots und in der Form
eines Umtauschangebots zu erwerben (das 'Übernahmeangebot').
Capital Stage beabsichtigt, vorbehaltlich der endgültigen Bestimmung der
Mindestpreise und der endgültigen Festlegung in der Angebotsunterlage, den
Aktionären von CHORUS im Tausch gegen jeweils drei (3) im Rahmen des
Übernahmeangebots eingereichte CHORUS-Aktien als Gegenleistung fünf (5)
neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien von Capital Stage mit einem
anteiligen Betrag des Grundkapitals von je EUR 1,00 mit Gewinnberechtigung
ab dem 1. Januar 2016 (die 'Capital Stage-Aktien') aus einer von der
Hauptversammlung noch zu beschließenden Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage
(die 'Sachkapitalerhöhung') anzubieten. Zum Zwecke der Beschlussfassung
über die Kapitalerhöhung wird die Capital Stage kurzfristig eine
außerordentliche Hauptversammlung einberufen.
Die Zeichnung der neuen Aktien soll durch einen oder mehrere
Umtauschtreuhänder erfolgen, der/ die im Rahmen des Übernahmeangebots zum
Tausch eingereichte CHORUS-Aktien, soweit sie Gegenstand der
Sachkapitalerhöhung sind, als Sacheinleger in die Capital Stage einbringen
und die neuen Capital Stage-Aktien an die das Übernahmeangebot annehmenden
Aktionäre übertragen wird/ werden.
Das Übernahmeangebot wird voraussichtlich unter der Bedingung einer
Mindestannahmequote von 50% plus einer (1) Aktie der ausstehenden CHORUS-
Aktien, der Eintragung der Durchführung der Sachkapitalerhöhung der Capital
Stage sowie der Kartellfreigabe stehen. Im Übrigen wird das
Übernahmeangebot zu den in der von der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht zu gestattenden Angebotsunterlage enthaltenen
Bedingungen und Bestimmungen durchgeführt werden. Capital Stage behält sich
vor, in den endgültigen Bedingungen und Bestimmungen des Übernahmeangebots,
soweit rechtlich zulässig, von den hier dargestellten Eckdaten abzuweichen.
Capital Stage hat am heutigen Tag mit Peter Heidecker,
Aufsichtsratsvorsitzender und größter Aktionär der CHORUS, sowie
Vorstandsmitgliedern von CHORUS (zusammen die 'Großaktionäre'), die
zusammen insgesamt rund 15% der Aktien und der Stimmrechte von CHORUS
halten, Tender Commitments über die von den Großaktionären gehaltenen
CHORUS-Aktien geschlossen. Darin verpflichten sich die Großaktionäre
unwiderruflich, die von ihnen jeweils gehaltenen CHORUS-Aktien im Rahmen
des Übernahmeangebots einzureichen.
Des Weiteren haben Capital Stage und CHORUS am heutigen Tag eine
Zusammenschlussvereinbarung (Business Combination Agreement) geschlossen,
in der die beiden Gesellschaften ihr derzeitiges Verständnis im Hinblick
auf die Durchführung des Übernahmeangebots und dessen grundsätzliche
Unterstützung durch den Vorstand und den Aufsichtsrat von CHORUS festgelegt
haben.
Die Veröffentlichung der Angebotsunterlage im Internet wird nach Gestattung
durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erfolgen unter:
http://www.capitalstage.com unter der Rubrik 'Investor Relations/
Öffentliches Übernahmeangebot CHORUS'.

Gruß
Avatar
cebulonby
28.05.16 20:31:24
Beitrag Nr. 21.171
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.490.179 von Aliberto am 27.05.16 16:48:29
Lang & Schwarz -Beitrag von Aliberto - hier nochmals klarschriftlich ... sonst
geht diese sehr gute Analyse vielleicht noch "unter" !! Sehr lesenswert, da inhaltsschwer mit vielen FAKTEN !!

Zitat von AlibertoHab mal eine Analyse zu den LuS-Zahlen (steht ja auch auf KC´s Watchlist) gemacht und im entsprechendem Forum gepostet:

http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1187693-5351-5360…


hier der Beitrag von Aliberto im Forum L&S:


Zitat von AlibertoAnalyse Zahlen Q1-2016

Rückblick auf Rahmenbedingungen Q1-2016
Die Rahmenbedingungen in Q1-2016 waren nicht wirklich blendend und der DAX machte zu Beginn des Jahres einen Rücksetzer von gut 10.700 Punkten auf unter 8.800 Punkten. Anschließend fand dann eine Erholung in Richtung 10.000 Punkten statt; viele Anleger waren aber verunsichert und die allgemeine Handelsaktivität war eher „gering“ bzw. niedriger im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Wenn man sich mal die veröffentlichten Zahlen der Mitbewerber anschaut, bekommt man einen recht guten Eindruck von der geringeren allgemeinen Handelsaktivität der Marktteilnehmer. Hier mal die Aktien-Umsätze der Mitbewerber im Vergleich zum Vorjahresquartal (Orderbuchumsatz in Einfachzählung):

- Xetra Q1-2016 = 355,9 Mrd Euro versus 395,2 Mrd in 2015 = - 10%
- Börse Frankfurt 11,6 Mrd versus 17,5 Mrd = - 34%
- Tradegate Exchange 17,8 Mrd versus 24,0 Mrd = - 26%

LuS veröffentlicht ja grundsätzlich keine Umsatzzahlen und daher kann man hier nur „schätzen“ bzw. die einzig verfügbaren Zahlen von der Euwax (Zertifikateumsätze Börse Stuttgart) heranziehen.

Die Umsätze in LuS-Zertifikaten an der Euwax lagen in Q1-2016 mit knapp 71 Mio Euro auch deutlich unter den Umsätzen aus Q1-2015 in Höhe von knapp 104 Mio Euro; hier sollte man allerdings berücksichtigen, dass durch den vermehrten Direktanschluss von Handelspartnern der Handel immer mehr im Direktgeschäft abgewickelt wird (somit tauchen diese Umsätze in keiner Statistik mehr auf => Verlagerung der Umsätze von der Euwax zum Direktgeschäft über das LuS-Tradecenter).

Vor dem Hintergrund der Zahlen der Mitbewerber bekommt das Q1-2016 LuS-Ergebnis dann eine noch deutlich positivere Note bzw. veranschaulicht auch die hinzugewonnen „Marktanteile“ bzw. die starke Position von LuS (auch in Verbindung mit Wikifolio).

Die geringere „allgemeine Handelsaktivität“ konnte teilweise wohl auch durch das gestiegene AUM bei Wikifolio ausgeglichen werden und dies dürfte gerade bei einer evtl. wiederkehrenden höheren Handelsaktivität in kommenden Quartalen dann voll auf den Rohertrag bei LuS durchschlagen.

Ein EPS-Ergebnis auf Vorjahresniveau in Höhe von 0,44 Euro ist absolut in Ordnung und entspricht so ziemlich meiner Erwartung. Auch hat LuS erneut bewiesen, dass auch in fallenden Märkten kontinuierlich gutes Geld verdient werden kann.

Der Rohertrag der geschäftlichen Tätigkeit ist bei LuS zwar von 5.158 Mio Euro auf 4.794 Mio Euro zurückgegangen, dafür konnte man aber auch die Verwaltungsaufwendungen von 3.087 Mio. Euro auf 2.662 Mio Euro reduzieren (der Gewinnrückgang wurde dadurch also ausgeglichen).
Die geringeren Verwaltungsaufwendungen dürften auf die Schließung des Frankfurter Büros im ersten HJ 2015 und eine leichte Reduzierung der variablen Tantieme zurückzuführen sein. Ausserdem wurde im Rahmen der Konzernumstrukturierung Mitte 2015 die Lang & Schwarz Gate GmbH auf die Lang & Schwarz Broker GmbH verschmolzen und dies dürfte auch mit einer leichten Reduzierung der Verwaltungsaufwendungen einhergegangen sein.

Thema: Wer verkauft da Aktien und warum?

LuS hat in Q1-2015 insgesamt 157.000 eigene Aktien (5% der Aktien) im Rahmen der HV-Ermächtigung aus dem Jahr 2010 zu einem durchschnittlichen Kurs von 15,- Euro gekauft (Ausstieg des jahrelangen Großaktionärs MM.Warburg). Die Ermächtigung und der Erwerb der eigenen Aktien dient zu Handelszwecken. Nur Kreditinstituten und Finanzdienstleistern ist es per Aktiengesetzt überhaupt erlaubt, eigene Aktien zu Handelszwecken zu erwerben. Die erworbenen eigenen Aktien wurden bilanztechnisch wie eine Kapitalherabsetzung behandelt und dementsprechend wurde das Eigenkapital und die Kapitalrücklage um die Anschaffungskosten reduziert. Die EPS-Ergebnisse wurden aber immer auf die gesamte Aktienanzahl angegeben. Die eigenen Aktien waren bei der Dividendenausschüttung 2015 in Höhe von 1,17 Euro (für das Jahr 2014) nicht gewinnberechtigt und insofern hat man sich die Ausschüttung auf die gehaltenen eigenen Aktien „gespart“.

Nun tritt zum 03.07.2016 die neue Marktmissbrauchsverordnung in Kraft und diese hat auch Auswirkungen auf LuS. Ab dem 03.07.2016 müssen alle Geschäfte in LuS-Aktien von Insidern (Organe, Ehegatten, Wirtschaftsprüfer etc.) oder der Aktiengesellschaft selber innerhalb von 3 Arbeitstagen per Ad-Hoc veröffentlicht werden und damit wird der Handel in eigenen Aktien „quasi unmöglich“ (bis dahin kann man eigene Aktien kaufen und verkaufen ohne eine Ad-Hoc veröffentlichen zu müssen und damit ohne große Auswirkungen auf den Kurs).

Der Vorstand hat wohl rechtzeitig die Alternativen geprüft und folgende Optionen:

Option 1
Keine Aktion und die gehaltenen eigenen Aktien im Bestand belassen => nicht wirklich eine Option für die nächsten Jahre und da müßte der Vorstand sich irgendwann auch zwischen Option 2 und 3 entscheiden bzw. den Aktionären den Grund für die „auf Dauer“ gehaltenen eigenen Aktien erklären.

Option 2 (dies wäre ganz eindeutig meine bevorzugte Variante als Aktionär gewesen und darauf habe ich gehofft)
Umwidmung der gehaltenen eigenen Aktien gemäß §71 Abs.1 Nr. 7 Akt.G. per HV-Beschluss 2016 in Aktien gemäß §71 Abs.1 Nr. 6 Akt.G. => dann Einzug der eigenen Aktien und Reduzierung der tatsächlich im Umlauf befindlichen Aktien. Bilanztechnisch (und auch von der GuV) hätte dies keine Auswirkungen gehabt, da die gehaltenen eigenen Aktien ja bereits sowieso wie eine Kapitalherabsetzung behandelt wurden.

Vorteil für die Aktionäre: höheres EPS auf die verbliebenen Aktien

Nachteil für die AG: Einzug eigener Aktien wäre eine „Bilanzverkürzung“ und würde eine evtl. (z.B. feindliche) Übernahme deutlich erleichtern; hier wirkt sich auch der fehlende Großaktionär aus!
Über die EK-Ausstattung von LuS wurde ja auf den letzten beiden HV´s bereits geredet und Aktionäre hatten vor dem Hintergrund der gestiegenen Bilanzsumme -u.a. wegen Wikifolio- nach einer evtl. notwendigen Kapitalerhöhung gefragt. Aus Sicht des Vorstandes ist die Kapitalausstattung aber vollkommen ausreichend und Kapitalerhöhungen sind nicht geplant; neben der hohen Dividendenausschüttung dann aber zusätzlich die gehaltenen eigenen Aktien de facto einzuziehen, geht dem Vorstand dann wohl doch etwas zu weit.... also Option 3.


Option 3
Verkauf der eigenen Aktien über die Börse

=> ab dem 03.07.2016 müßte jede Transkation innerhalb von 3 Arbeitstagen per Ad-Hoc veröffentlicht werden (ist ja bilanztechnisch und von der Ad-Hoc wie eine Kapitalerhöhung) und dies würde der Reputation und dem Aktienkurs mit Sicherheit deutlich schaden => frei nach dem Motto, wenn die Gesellschaft trotz ausreichender Liquidität eigene Aktien über die Börse verkauft, wird der Kurs wohl aus Sicht der Insider zu hoch sein und dies dürfte Verkäufe anderer Aktionäre nach sich ziehen.

Ausserdem würde der Vorstand sich selber in eine Zwicksituation bei einem evtl. feindlichen Übernahmeangebot bringen und hier könnte es durchaus auch evtl. zu Haftungsproblemen kommen. Ein Übernahmeangebot mit einer Prämie von z.B. 20% könnte man doch nicht ernsthaft ablehnen, wenn man als AG zuvor selber Aktien zu Marktkursen verkauft hat (Beispiel: man stelle sich mal die Situation von K+S mit dem „inoffiziellen Übernahmeangebot von Potash zu 41,- Euro vor, wenn K+S zuvor selber eigene Aktien zu 34,- Euro veräußert hätte...der Vorstand hat das 41,- Euro Angebot ja als zu niedrig abgelehnt und die Aktie steht heute bei ca. 22,- Euro => könnte man als Aktionär da den Vorstand haftbar machen ??!!).

=> Möglicheit des Verkaufs der eigenen Aktien vor dem 03.07.2016.
Auch wenn der Vorstand (wie zalhreiche Aktionäre wohl auch) von einer „deutlichen" Unterbewertung der Aktie ausgeht, dürfte dies aus Sicht der Gesellschaft wohl die beste Option sein (bis zu einem gewissen Aktienkurs natürlich nur).

Der Vorstand hat sich dementsprechend für Option 3 entschieden und folglich hat LuS im ersten Quartal 2016 bereits ca. 43.000 eigene Aktien verkauft.

In Q2-2016 dürften bisher weitere Aktien zu Kursen um die ca. 18,- Euro verkauft worden sein (ich tippe mal insgesamt hat man so um die ca. 100.000 bis 120.000 der eigenen Aktien bisher veräußert) und Ende Juni oder sogar etwas früher hat sich dieses Thema dann erledigt.

Thema: Formulierung Ausblick Q2 (meine Meinung)

Wer bereits länger in LuS investiert ist und schon einige HV´s mitgemacht hat, der weiss, dass der Vorstand immer sehr konservativ beim Ausblick war und dies auch zukünftig sein wird (ist mir ganz recht).

Da man als AG ja nun in Q2-2016 wahrscheinlich bereits einige zehntausend Aktien veräußert hat und bis Ende Juni evtl. noch einige Aktien veräußern wird bzw. will und keiner weiss, was der Juni noch so alles bringt (Brexit, Griechenland, evtl. Zinserhöhung USA etc.), hat man m.M.n. wohl seitens der Gesellschaft den Ausblick bewußt ganz konservativ gehalten. Dann kann man sich später bei evtl. tatsächlich niedrigeren Ergebnissen auch keine Vorwürfe des Insiderhandels seitens der AG machen lassen.


Meine ganz persönliche Bewertung der Aktie

Ich persönlich schaue ja immer auf diverse Bewertungsfaktoren und erst alle Kennzahlen zusammen lassen dann eine einigermaßen vernünftige Bewertung in meinen Augen zu:

1) Entwicklung EPS die letzten Jahre (wächst die Gesellschaft oder nicht)
2012 = -0,06
2013 = 0,32
2014 = 1,58
2015 = 1,90

2) Aktuelles KGV
(ich persönlich gehe hier lieber etwas konservativer vor und daher berücksichtige ich zukünftige Gewinnsteigerungsmöglichkeiten eher zurückhaltend; folglich finde ich ein KGV für ein Unternehmen wie LuS von 12-15 absolut angemessen und eine faire Bewertung)

aktueller Kurs 18,- Euro / 1,90 Gewinn 2015 = KGV von ca. 9,5

3) Dividendenrendite
In meinen Augen ist jegliche Dividendenrendite größer als 3-4% derzeit sehr attraktiv. Bei einer Dividendenrendite größer als 6% werde ich sogar eher skeptisch und dann suche ich „den Haken“ (wird evtl. die Dividende aus der Substanz gezahlt etc.; dies ist bei LuS aber nicht der Fall).

1,43 Dividende / 18,- Euro = ca. 8% Dividendenrendite

(selbst bei einem Aktienkurs von 23,- Euro läge die Dividendenrendite noch jenseits der 6%)

4) Entwicklung Cash-Flow aus laufender Tätigkeit !!!!
2012 = -13.799 Mio
2013 = - 1.012 Mio
2014 = 16.479 Mio
2015 = 16.977 Mio

5) Enterprise Value und Kennzahl EV / FCF (per 31.12.2015)

EV = 3.146.000 Aktien * 18,- Euro + 2.246 (Schulden) – 31.368 Mio Kasse = ca. 27,5 Mio

FCF = 16.977 – 0,664 (Investitionen) – 3.497 Dividende = 12.816 Mio
(die Nettoveränderung aus den Käufen eigener Anteile 2015 habe ich nicht berücksichtigt, da sich dieser Vorgang ja 2016 wieder umkehrt; s.o.)

EV / FCF = 2,15 !!!!!!!!!!!!


Mein Fazit

LuS ist für mich persönlich ein klarer Kauf und ich würde Kurse zwischen 25,- bis 30,- Euro als fair betrachten; bis dahin vergnüge ich mich mit der Dividende und warte darauf, dass der Markt die mögliche Unterbewertung erkennt. Evtl. erkennen ja auch institutionelle Investoren oder Mitbewerber irgendwann die Unterbewertung und dann könnte es sehr schnell gehen. Bewertungsreserven in der Bilanz (Thema Wikifolio) oder evtl. Synergieeffekte (Entwicklung der Gehälter) bei einer Übernahme lasse ich mal bewußt aussen vor.

Euch Allen viel Erfolg bei der Geldanlage !
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hzenger
28.05.16 13:11:41
Beitrag Nr. 21.170
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.493.749 von Syrtakihans am 28.05.16 12:39:41Interessante Analyse, so sieht jedenfalls der positive Investmentcase aus.

Nur ganz kurz zur Wirkung von Verlustvorträgen in DCF Modellen. Ist vielleicht am illustrativsten, wenn man's einfach mal anhand eines hypothetischen Beispiels ausrechnet:

Nehmen wir ein fiktives Unternehmen, das von heute an bis in alle Ewigkeit 1 Mio. EUR an EBT pro Jahr verdient. Sagen wir der Diskontsatz (Kapitalkosten) liegt bei 8%.

Vergleichen wir jetzt zur Illustration zwei Szenarien: (a) das Unternehmen muss nie Steuern zahlen und (b) ab Jahr 11 wird eine Steuer von 30% erhoben, so dass die Net Earnings ab dann von 1 Mio. auf 700k EUR sinken.

Was ist der Barwert dieser beiden Unternehmen? Szenario (a) ist leicht zu errechnen, da kein Wachstum unterstellt ist. Wir können deshalb folgende Formel anwenden: Unternehmenswert = (1 / Diskontzins) * Earnings = (1 / 0,08) * 1 = 12,5 Mio. EUR.

Als nächstes betrachten wir den Wert derselben Firma in (b), wo "nur" 10 Jahre Steuerfreiheit herrscht: Hier sinkt der Barwert des Unternehmens in Periode t = 11 aufgrund der dann zu zahlenden Steuer von 12,5 Mio. auf (1 / 0,08) * 1 * 0,7 = 8,75 Mio. EUR. Der Barwert des Verlustes aus Besteuerung in t = 11 beträgt daher 12,5 - 8,75 = 3,75 Mio. EUR. Dies müssen wir jetzt noch auf heute diskontieren und erhalten dabei 3,75 / (1,08^10) = 1,74 Mio. EUR.

Mit anderen Worten: obwohl erst in 11 Jahren wieder Steuern gezahlt werden müssen, verringert sich dadurch der heutige Unternehmenswert um 1,74 Mio. EUR von 12,5 Mio. EUR auf 10,76 Mio. EUR. Dies ist äquivalent zu einer Situation, wo das Unternehmen bereits heute (und dann für immer) eine Steuerquote von 14% hat.

In diesem simplen Beispiel hat 10 Jahre Steuerfreiheit also in etwa denselben Wert wie einer dauerhafte Reduktion der Steuern um ca. die Hälfte. Das ist natürlich sehr werthaltig und toll. Ich wollte nur vor der weiter verbreiteten Annahme warnen, dass 10 Jahre so weit weg ist, dass man im Prinzip mit normalen KGVs rechnen kann und die zukünftige Steuer nicht beachten muss "weil sie so weit weg ist und wer weiß schon was in 10 Jahren ist...".

Wie das Beispiel zeigt: wenn ein Unternehmen noch 10 Jahre haltende Verlustvorträge hat, ist es eine passable Annäherung, für KGV-Berechnungen die Earnings so zu adjustieren, als ob das Unternehmen bereits heute eine Steuerquote von 14% hätte.

(Hoffe ich hab mich oben nicht verrechnet, hab das nur auf die Schnelle zusammengekritzelt...)
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Syrtakihans
28.05.16 12:39:41
Beitrag Nr. 21.169
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.491.787 von hzenger am 27.05.16 21:11:10Noch mal zu IVU. Ich habe den Eindruck, dass das etwas schwerer zu überblickende Gesamtbild bei den Anlegern zu einer gewissen nachvollziehbaren Verunsicherung geführt hat. Der wesentliche Punkt ist, dass das Unternehmen für erwartete bedeutende Auftragseingänge personell in Vorleistung tritt und sich somit zz. höhere Risiken, aber auch Chancen ergeben. Ob die Aufträge kommen, weiß nicht mal der liebe Gott.

Der Vorstand, der m.E. progressive Prognosen gegenüber dem Kapitalmarkt scheut, sprach auf der HV davon, dass man bei einem EBT von 5 Mio. EUR in einem Bereich wäre, in dem man sich komfortabel fühlen würde und (Zitat) "da kann es dann auch mal 6 und dann wieder 5 werden". In 2016 waren wir ohne Einmaleffekte schon deutlich über 6 Mio. EUR.

Auch anhand der Kostenstruktur (lt. Konzern-GuV) kann ich mir daher gut vorstellen – vorausgesetzt die Auftragseingänge steigen mit dem Rohergebnis weiter an – in den kommenden Jahren einschl. 2016 eher bei einem EBT 6+ Mio. EUR mit steigender Tendenz zu liegen. Man möge beachten, dass 2016er Auftragseingänge aufgrund der PoC-Bilanzierung bereits das Rohergebnis unterstützen können. Das Rohergebnis erwarte ich weiter steigend, so wie seit vielen Jahren. Ich schätze mehr als 43 Mio. EUR, vielleicht auch über 44 Mio. EUR. Die Kosten nach dem Rohergebnis dürften dabei weiter degressieren.

Den Steueraufwand im Konzern abzuschätzen ist extrem schwer. Auf der HV klang es so, als ob in 2016 wieder nennenswerter latenter Steueraufwand anfällt. Ich denke es macht Sinn für unsere Zwecke ausschließlich auf die realen (also gezahlten Steuern von nur wenigen 100 T. EUR) zu achten und die latenten Steuern raus zu schmeißen.

Ich würde daher weiter Ergebnisse im Bereich um die 40 Cent/Aktie nach 2016 anpeilen. 2016 ist aufgrund der personellen Vorleistungen schwer abschätzbar, ich würde grob sagen 30 bis 40 Cent/Aktie.

Aufgrund ausbleibender Dividende und Auftragsabrechnungen (also Forderungsabbau) dürfte sich der Cashbestand, der zuletzt stichtagsbedingt geringer ausgewiesen wurde, wieder deutlich erholen. Ich gehe davon aus, dass wir kurz- bis mittelfristig wieder im Bereich 1,00 EUR/Aktie stehen werden. Der Cashbestand muss in die Aktienbewertung mit eingehen, ich würde ihn mit 75% ansetzen.

Wenn wir den SDAX um netdebt bereinigen, dann steht dieser auf 18er KGV, obwohl diverse Bumsbuden darin gelistet sind. Es spricht für mich nichts dagegen IVU bei KGV 20 fair bewertet zu sehen – das Unternehmen wächst seit Jahren "wie am Schnürchen", folgt dem Megatrend Urbanisierung und sieht sich in den Nischen Recourcenplanung und -optimierung für Bahnunternehmen als Marktführer.

@hzenger In einer Sache möchte ich Dir widersprechen: In DCF-Modellen macht die Periode 10+ bei üblichen Diskontierungszinssätzen und geringem Wachstum nicht den größeren Teil der Barwertes aus. Deshalb preise ich höhere Steuern jetzt noch nicht ein.
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02487
28.05.16 11:54:37
Beitrag Nr. 21.168
BlueCap
Wenn der Neschen Deal klappt und es in nächster Zeit keine schlimme Finanzkrise gibt, dann sehe ich hier rosa. Ca. 20 Mio Euro MK verglichen mit potentiell 200 Mio. Euro hoffentlich profitablem Umsatz eröffnen Kurspotentiale. Selbst bei 100 Mio. Euro Umsatz sehe ich Potentiale.
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02487
28.05.16 11:49:44
Beitrag Nr. 21.167
CytoSorbents
Nächste Woche bin ich bei CytoSorbents gespannt. Kommt eine Meldung zu/von Fresenius oder nicht? Im späten Mai sollte ja hierzu etwas passieren.

Envitec
Hier bin ich auf evtl. Artikel bis Ende Juni gespannt. Allein die aktuelle Dividendenrendite ist auffallend. In den nächsten Jahren könnte dann auch der EPS auffallen.
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Kleiner Chef
28.05.16 09:45:20
Beitrag Nr. 21.166
Wochenupdate: Ruhiger, vorsommerlicher Wochenverlauf!
In der vergangenen Woche war es ein ruhiger Wochenverlauf im Depot. Der Gesamtmarkt tendierte in der vergangenen Woche aufwärts und das Depot konnte ebenfalls zulegen.

Nach der Zahlenflut der letzten Wochen hat die Volatilität bei den Einzelwerten abgenommen. Überraschend gut hat sich der deutsche Markt geschlagen gestützt von guten Konjunkturdaten und konnte 4 % hinzugewinnen.

Alle Werte im Depot sind hier in den letzten Wochen immer wieder diskutiert worden. Die Neuaufnahme Nanofocus hatte ich am Montag vorgestellt und meine Investmentmotive dargelegt. Ich werde diese in den nächsten Wochen weiter ausführen und weiterhin gehe ich davon aus, daß wir bis zum 29.06.2016, dem Termin der Hauptversammlung, noch mehrere News über die operative Entwicklung aus dem Unternehmen hören werden.

Wer sich für das Unternehmen interessiert, dem sei der GB 2015 empfohlen, der seit Montag online ist. Hier werden nahezu alle wichtigen Punkte offen angesprochen, die für den Investor von Bedeutung sind, Risiken wie auch ein detaillierter Ausblick. Ebenfalls kann man die letzte Investorenpräsentation auf der MKK im April einsehen. Mein erstes Kursziel liegt bei 4,2 Euro.


Blue-Cap: Noch überwiegt die Skepsis!


In den letzten beiden Wochen gehörte die Blue-Cap AG jeweils zu den Wochengewinnern. Es wurden die 2015er Eckdaten bekannt, die unter den Erwartungen ausfielen. Dennoch muss man hier den GB 2015 abwarten, denn im erzielten EBIT sind sicherlich Einmaleffekte zu berücksichtigen.

Entscheidend für mich ist bei Blue-Cap aber der Blick nach vorn. Das Jahr 2016 hat nach dem Investorenupdate auf der M:Access Konferenz im Mai gut begonnen. Weiterhin gehe ich davon aus, daß die ab Montag in Düsseldorf beginnende Messe DRUPA den Töchtern weiteren Rückenwind bescheren dürfte.


Akquisitionen und Ausblick lassen aufhorchen!


Auch der konkrete Ausblick mit einem Umsatz von über 100 Mill. Euro und einem deutlich verbesserten EBIT auf 5,7 Mill. Euro ist schon wieder überholt nach dem Asset Deal über den Kauf der Neschen AG. Der Kurs zog zwar an, angesichts der größten Transaktion der Blue-Cap AG, war der Bewertungsaufschlag eher begrenzt. Folgt man der Historie der Neschen AG über die letzten Quartals-Updates, so handelt es sich um ein saniertes, aus der Insolvenz kommendes Unternehmen, was bereits in 2016 Ergebnisbeiträge liefern kann.

Mit Blick auf 2017 gehen die Umsätze dann in Richtung 200 Mill. Euro Umsatz und es gibt weitere Ertragstreiber. Turnaround bei Schäfer, Rückkehr auf den Wachstumspfad bei Em-tec und die ganzjährige Konsolidierung von Neschen. Biolink bereitet sich mit dem Umzug nach Bad-Tölz durch die Verdoppelung der Kapazitäten auf das weitere Wachstum vor.

All diese Entwicklungen sind im Preis nicht eskomptiert und die ersten Ertragsschätzungen für 2017 dürften folgen und ich gehe von einem Ertragssprung aus. Hinzu kommt, daß Blue-Cap erstmals betont hat, nachhaltig in die Phase einer aktiven Dividendenpolitik einzutreten. 2016 wäre ein guter Start, im Jahr des 10-jährigen Jubiläums.


Überblick der Wochengewinner und Verlierer!




Eindrucksvoll hat sich im Wochenverlauf S&T zurückgemeldet, nachdem der Wert in der Vorwoche noch der Wochenverlierer war. Nach dem Rücksetzer verhalfen mehrere Insiderkäufe, um den Kurs wieder über die 7 Euro Marke zu heben. Folge war ein Aufschlag von 7 % im Wochenverlauf. Weiterhin in Richtung Norden bewegt sich Endor mit einem Zugewinn von 6 %. Um 4 % konnte Envitec zulegen.

Lion war der Wochenverlierer mit 3 %. Man sollte dem Wert nach der Rally der Vormonate eine Phase der Konsolidierung gönnen. Ich sehe es als Phase zum Durchatmen und der Wert sollte im Bereich von 5 Euro seitwärts tendieren, bevor dann Ende Juni mit Spannung der Geschäftsbericht 2015 erscheint. Grundsätzlich gilt, daß sich mit der Förderung der E-Mobilität in DE hinter den Kulissen sehr viel tut. Nach den Ankündigungen zum Werksbau von Kreisel und Mercedes, folgen nun erste Hinweise darauf, daß auch bei VW ein größeres Invest in Erwägung gezogen wird. Es bleibt spannend.


Jahresperformance: Steigt von 25 % auf 27 %!

In der Vorwoche konnte das Depot 2 % an Wert zulegen. In der Folge erhöhte sich die Jahresperformance von 25 % auf 27 %.

BDI handelt nach der Hauptversammlung in der letzten Woche ex Dividende. An der in den letzten Wochen häufiger besprochenen Einschätzung ändert sich bei BDI auch nach der Hauptversammlung nichts. Angesichts des Status „On Hold“ der beiden im Auftragsbestand geführten Projekte in NL und Kroatien habe ich die Erwartung auf Sicht von 12 Monaten von 25 Euro auf 19 Euro zurückgenommen.

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hzenger
27.05.16 22:51:26
Beitrag Nr. 21.165
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.492.006 von katjuscha-research am 27.05.16 21:57:53Kann natürlich total sein, dass sich meine Entscheidung als Fehler herausstellt.

Tendenziell sehe ich bei S&T trotz des mäßigen Q1 mehr Momentum, sowohl kurz- als auch langfristig, was in meinen Augen ein spürbar höheres KGV rechtfertigt. Zumal da auch zweistelliges Wachstum für den Appliance Bereich auf Sicht von Jahren geguided wurde. Und der macht bereits heute >50% der Earnings aus.

Zudem sehe ich S&T bei der Kapitalallokation aktiver und effizienter. Sie teilen mit IVU den vorsichtigen Ansatz mit Sinn für die starke Defence. Allerdings sind sie halt dennoch bereit auch in Übernahmen zu investieren und dafür Fremdkapital aufzunehmen.

Des weiteren sehe ich die Kapitalmarktkommunikation als grundlegend anders. Bei IVU schläft man ein vor Langeweile und fehlender Phantasie in der Kommunikation. Bei S&T spürt man sehr deutlich, dass sie die Aktie unterstützen wollen, wo es nur geht.

Und dann ist da halt auch noch der unterschiedliche Investorenkreis. IVU muss sich mit Leuten wie uns rumschlagen, die alles kritisch hinterfragen und notorisch knausrig sind, wenn es um Bewertungsfragen geht. S&T ist bald im TecDAX, wo einfach andere Bewertungslevels gezahlt werden. Zumal für Unternehmen mit einer "Story".

Und wenn bei S&T das Appliancegeschäft weiter gut läuft, werden sie eine gute Story haben und zusätzlich noch ein paar kleinere Trigger um EPS-Wachstum zur Not mit der Brechstange zu erzwingen (Auslaufen der PPAs in 2018, Refinanzierung/Auslaufen der Anleihe zur Einsparung von FK-Kosten, Übernahmen zur anorgansischen EPS-Steigerung, ...).

Aber klar, auch bei S&T wachsen die Bäume nicht in den Himmel. Die Anmerkung zu den Verlustvorträgen/der Steuerquote ist hier z.B. im Prinzip analog.
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sdaktien
27.05.16 22:00:50
Beitrag Nr. 21.164
Siehste ma, da hast du doch schon dein Warnradar. Ich mach mir bei Testaten halt nicht so große Hoffnungen. Wenn man lang genug dabei ist, weiss man doch was los ist. Durch Wirtschaftsprüfer ist wahrscheinlich noch keine pleite ernsthaft verhindert worden. Ist auch die Frage, ob die das müssen. Denn festgestellt werden muss im Grunde nur, dass korrekt gewirtschaftet wurde. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass auch erfolgreich gewirtschaftet wurde.
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katjuscha-research
27.05.16 21:57:53
Beitrag Nr. 21.163
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.491.787 von hzenger am 27.05.16 21:11:10hzenger

Gute Einschätzung. Dem kann man gut folgen.

Wobei ich mich dann frage wieso du S&T so hoch gewichtest. Die haben ein KGV von 16-17 und wachsen organisch derzeit auch nicht stärker. Da preist das KGV sicherlich ein, dass man auch dort Großaufträge erwartet, für die auch S&T Personal aufgestockt hat, nur eben nicht so stark in einem einzigen Quartal. Das ist denk ich das was den Markt bei IVU derzeit irritiert.

Deine Aussage zum Cash kann ich nachvollziehen. IVU muss einfach eine andere Einstellung ur Kapitalallokation entwickeln. Man kann in diesen ZInszeiten sogar mehr Fremdkapital aufnehmen statt an einer so hohen EK-Quote festzuhalten und Cash zu bunkern, weil man immer mal was vorfinanzieren muss.
Allerdings wird IVU auch weiterhin bei 5 Mio Ebt entsprechend hohe FreeCashflows erwirtschaften. Es wird nicht bei 10-15 Mio Cash bleiben. Der wächst stetig. Insofern wird der Vorstand gar nicht dran vorbeikommen, über Cash-Verwendung nachzudenken, sei es über Aktienrückäufe, Dividenden oder Übernahmen.

Und dein Satz mit dem Großauftrag ist für mich halt mitentscheidend. Diese Fantasie ist derzeit ja komplett ausgepreist. EV/Umsatz von 0,75, KBV von 1,3, KGV von 13-15 bei jeder Menge Cash ... wo findet man das schon bei einem Softwaretitel?
Es wäre was anderes wenn in den Schätzungen schon Großaufträge enthalten wären, aber so ...
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InsertName
27.05.16 21:20:43
Beitrag Nr. 21.162
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.491.787 von hzenger am 27.05.16 21:11:10Wow, vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort!
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hzenger
27.05.16 21:11:10
Beitrag Nr. 21.161
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.491.586 von InsertName am 27.05.16 20:33:44
IVU
@InsertName: Ich sehe bei IVU keinerlei Gefahr. Im Gegenteil, ich denke der Kurs dürfte auf dem jetzigen Niveau recht gut abgesichert sein aufgrund des soliden Geschäftsmodells und der bombensicheren Bilanz.

Verkauft hab ich nicht wegen Vorhandensein einer Downside, sondern weil ich meine, mich mit der Upside geirrt zu haben. Nur ganz kurz: der Vorstand hat als mittelfristiges Ziel auf der HV ausgegeben, ein EBT von 5 Mio. EUR zu erreichen. Ich denke man wird mittelfristig auch mit 10-15% Steuerquote rechnen müssen. (Nach Ende der Verlustvorträge in 10 Jahren natürlich mit noch mehr--und man sollte die Perioden 10+ in DCF Modellen nicht unterschätzen: die machen einen großen Teil des Wertes aus. Es besteht daher immer eine Tendenz, den Wert von Verlustvorträgen zu überschätzen.)

Wenn wir jetzt mal langfristig mit 15% Steuerquote rechnen (was, wie gesagt, eigentlich beschönigend ist), hätten wir dann Earnings von 5 * 0,85 = 4,25 Mio. EUR = 24 cent pro Aktie. Und das ist, wie gesagt, ja noch nichtmal das Ziel für dieses Jahr, wo es eher weniger werden könnte. Damit wären wir dann bei einem perspektivischen KGV von 13-14 oder so.

Das ist zwar ganz sicher nicht teuer, aber ich denke nach den Aussagen des Vorstands auch wiederum nicht, dass es ein Superschnäppchen ist. Die Rückmeldungen von der HV klangen für mich zwar danach, dass man überzeugt ist, Umsatz-/Projektwachstum zu erreichen. Aber zum Thema EBT-Wachstum klang das für mich alles extrem lustlos (von wegen "in einem Jahr mal mehr Earnings, im anderen mal weniger").

Vielleicht ist das einfach nur schlechte Kommunikation. Kann gut sein. Aber ich für ein Unternehmen, das keine besondere Dynamik im eigenen EPS-Wachstum sieht, erscheint mir ein KGV von 13-14 jetzt wiederum auch nicht unglaublich billig.

Natürlich kann man das ganze cashbereingt dann nochmal runterrechnen. Allerdings war ich auch da von den Vorstandsaussagen eher desillusioniert ("mit weniger Cash würden wir uns unwohl fühlen"). Das heißt de facto, dass man die 10 Mio. Nettocash einfach für immer und ewig unterm Kopfkissen liegen haben wird. Sprich das ist wohl leider totes Kapital. Der einzige Wert für den Aktionär ist hier die defensive Funktion, dass der Laden nicht in einer Rezession pleite geht.

In meinen Augen ist das zu defensiv, denn man hat ja ohnehin schon ein sehr stabiles Geschäftsmodell. Wenn alle möglichen Autozulieferer sich bis Oberkante Unterlippe verschulden können, verstehe ich nicht ganz, warum ausgerechnet IVU ein Finanzpolster von 10 Mio. EUR braucht. Man könnte die 10 Mio. auch für Rückkäufe, Übernahmen, Dividenden oder anderweitig aktiv nutzen. So fällt es mir schwer, für totes Kapital einen Bewertungsbonus zu geben und das KGV voll um Cash zu bereinigen.

Zusammengefasst: ich sehe bei IVU wenig bis keine Downside. Andererseits bin ich mittlerweile auch nicht mehr davon überzeugt, dass man mit der Aktie langfristig den Markt enorm outperformen wird. Zumal gegeben die schlechte Kapitalmarktkommunikation, die auch weiterhin den Kurs etwas drücken dürfte.

Kann natürlich sein, dass jetzt in einem Monat ein Großauftrag für das Büro in San Francisco kommt und die Aktie 20% hochspringt. Würde es allen Investierten gönnen.
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jambam1
27.05.16 20:53:03
Beitrag Nr. 21.160
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.491.031 von sdaktien am 27.05.16 19:02:54
Zitat von sdaktienNaja, die wollen von anderen Unternehmen ja auch wieder beschäftigt werden und der Markt ist hart.


und keiner ist schuld, wenn was hochkocht:

http://www.spiegel.de/forum/wirtschaft/pleite-leuchtenherste…

die 4 Leserbeitrage sagen alles

gottseidank habe ich Aktien des Leuchtenherstellers Hess nicht gekauft. ich kenne die LBBW ;), die den Börsengang begleitet hat.
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BeeBob77
27.05.16 20:45:31
Beitrag Nr. 21.159
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.491.412 von happyinvest am 27.05.16 20:00:38
Zitat von happyinvestmöglich ist es natürlich. und auch keine wertung ob singulus nun interssant ist oder nicht.

aber wenn das unternehmen das jetzt einene auftrag erteilt hat eine übernhamen machen würde wäre das natürlich schon selten dämlich. durch den auftrag wird die übernahme deutich teurer.

ich meine das mit dem debt to equity swap ist ja nun wirklich nicht mehr lange. also dann hätte ich schon gewartet bis das durch ist und dann bevor ich den auftrag gebe ein übernahmeangebot gemacht.
oder es wegen mir mit dem auftrag verknüpft (so wie es bei manz in etwa gelaufen ist).

wobei es bei manz mit dem grossaktionär natürlich ein bisschen anders aussieht und die übernahmesache ist wesentlich planbarer.

aber so wie es bei den chinessichen übernahmen in letzter zeit gelaufen ist lässt sich wirklich nichts ausschließen


meines Erachtens war der bereits im November (?) angekündigte Auftrag, laut Insolvenzverwalter, ein wesentlicher Bestandteil für den Restrukturierungsplan. sonst wären hier vermutlich die Lichter ausgegangen und der Auftrag somit vielleicht part of the deal? Die Chinesen haben die Zusage ja auch ordentlich hinausgezögert und nochmal nachverhandelt. aber das ist alles hypothetisch.

Trotz allem ist das CRV ganz stimmig. Die Anleihe notiert zu einem Kurs der neuen Aktien von 3,75€, die KE der neuen Anteile ist zu 6-8€ angekündigt. Knapp 100% upside.

Grüße,
Bee
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InsertName
27.05.16 20:33:44
Beitrag Nr. 21.158
Hallo hzenger,

wenn ich eine Frage stellen darf - was ist die große Gefahr, die Du bei der IVU-Aktie siehst, die Dich veranlasst hat, sogar auf dem derzeitigen Kursniveau alles zu verkaufen?
6 Antworten
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hzenger
27.05.16 20:21:20
Beitrag Nr. 21.157
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.491.421 von Kleiner Chef am 27.05.16 20:03:23Tatsächlich sehe ich mein Invest in Clere im Wesentlichen als "Geld über den Sommer parken mit potenzieller Upside". Ich finde die Börsenlandschaft allgemein im Moment von den Bewertungen her wenig attraktiv im Vergleich zu den letzten Jahren.

Es fällt mir schwer zu glauben, dass Clere nach der Kapitalherabsetzung dauerhaft mit 50% Abschlag auf den NAV gehandelt werden wird. Ich glaube zwar wiederum auch nicht, dass der Kurs auch nur annähernd an den NAV herangehen wird. Allerdings soll mir auch ein leichter Anstieg recht sein, solange nach unten nichts dramatisches passiert.

Was die Investmentideen von Herrn van Aubel angeht, bin ich relative agnostisch. Ich denke aber jedenfalls nicht, dass ihm das Talent für die Geldmehrung fehlt. Sein Kontostand spricht da eine relativ klare Sprache. Vor allem, wenn man bedenkt, dass er nie für eine Großkanzlei gearbeitet hat.

Die Sorge bezieht sich dann eher darauf, dass er hier irgendwann die Kleinaktionäre übervorteilt. Allerdings muss man hierzu bedenken, dass er auf Sicht von Jahren seinen Anteil von 30+% wohl nicht groß weiter ausbauen kann, weil sonst die Verlustvorträge flöten gingen. Ich würde daher vermuten, dass man in den nächsten Jahren relativ ruhige Fahrwasser sehen wird.

Falls jemand das anders sieht und konkretere Sorgen bezüglich Vorteilsnahme hat (Delisting, Verkauf von privaten Solarassets an die Gesellschaft zu überzogenen Preisen etc.), würde es mich aber definitiv interessieren, das Argument zu hören. Nächste Woche kann ich bis Ende der Annahmefrist noch zum Einstandskurs wieder raus ;)
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Kleiner Chef
27.05.16 20:03:23
Beitrag Nr. 21.156
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.490.653 von hzenger am 27.05.16 17:59:59
Clere: Es gibt zwei Szenarien!
Zitat von hzengerWollte mal in die Runde fragen, wie Ihr die momentane Situation bei der Clere AG angeht, insbesondere was die Risiken angeht, die diskutiert werden (Delisting, überteuerte Einkäufe der eigenen Solarassets von Hauptaktionär van Aubel etc. etc.).

Die Upside ist relativ klar: Clere verfügt über 200 Mio. EUR in hartem Cash (ca. 34 EUR pro Aktie). Hinzu kommen Verlustvorträge von derzeit 60 Mio. EUR. Diese dürften einen Barwert von um die 40 Mio. EUR haben, wenn Clere ab nächstem Jahr sein Kapital wieder gewinnbringend investiert (ca. 6,80 EUR pro Aktie). Zusammen ergibt das einen NAV von ca 40,80 EUR.

Die Aktie hingegen notiert aufgrund des Misstrauens gegenüber van Aubel hingegen momentan lediglich minimal über dem Pflichtangebot von 25,50 EUR, das Herr van Aubel gerade unterbreitet hat. So gesehen haben wir hier ein Aufwärtspotenzial von 60% zum NAV (bzw. einen Kursabschlag von 37,5% vom NAV).

Noch drastischer wird dieser Abschlag, wenn die Kapitalherabsetzung um 9 EUR pro Aktie berücksichtigt, die in etwa einem halben Jahr stattfinden wird. Ex-Kapitalherabsetzung hätten wir, Stand heute, dann einen NAV von 40,8 - 9 = 31,80 EUR und einen Kurs von 25,50 - 9 = 16,50 EUR.

Mit anderen Worten: wenn ich mich hier im Eifer des Gefechts nicht verrechnet habe, hätten wir ex-Kapitalherabsetzung dann einen Abschlag von fast 50% zum NAV bzw. eine Upside von fast 100% zum NAV.

Gehen wir mal davon aus, dass eine--wie auch immer geartete--aktionärsfeindliche Aktion durch einen Großaktionär für einen Kleinanleger typischerweise 50% des Unternehmenswertes zerstört. Das erscheint mir ein recht konservativer Richtwert zu sein. Z.B. ist es in meinen Augen plausibel, dass selbst ein Delisting nicht dazu führt, dass eine Aktie mehr als 50% unter Wert gehandelt wird.

Mit dieser allgemeinen Rechnung muss man im speziellen Fall von Clere dann aber konstatieren, dass der Markt implizit davon ausgeht, dass die Wahrscheinlichkeit einer aktionärsfeindlichen Aktion duch Herrn van Aubel bei ca. 100% liegt. Schließlich notiert die Aktie ja ex-Kapitalherabsetzung bereits heute nur etwa bei 50% des Substanzwertes ex-Kapitalherabsetzung.

Ich weiß nicht, wie hoch die Wahrscheinlichkeit unlauteren Verhaltens wirklich ist. Aber ich weiß, dass sie nicht oberhalb von 100% ist. Insofern scheint mir die Aktie momentan ein klarer Kauf selbst wenn man gegenüber Herrn van Aubel skeptisch ist. Oder übersehe ich hier was?


Ich hatte die Clere auf die Watch genommen im letzten Wochen-Update, weil sie für die Sommermonate eine gute Depotbeimischung ist. Bei allen Überlegungen, die das Management anstellt, was kaum einer seriös einschätzen bis die ersten Assets gekauft sind, gilt hier die kurzfristige Perspektive der Kapitalherabsetzung, die sollte dem Kurs helfen einen Teil der Unterbewertung abzubauen.

Man muss sich nicht in die Aktie verlieben und bei einem Invest zunächst auf diesen relativ kurzfristigen Zeithorizont abstellen mit dem Potential, was Du aufgezeigt hast. Ich habe aber zunächst es vorgezogen einen ersten Bestand bei Nanofocus aufzubauen und kann nicht überall dabei sein.

Gruß
1 Antwort
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happyinvest
27.05.16 20:00:38
Beitrag Nr. 21.155
Antwort auf Beitrag Nr.: 52.491.085 von BeeBob77 am 27.05.16 19:12:45möglich ist es natürlich. und auch keine wertung ob singulus nun interssant ist oder nicht.

aber wenn das unternehmen das jetzt einene auftrag erteilt hat eine übernhamen machen würde wäre das natürlich schon selten dämlich. durch den auftrag wird die übernahme deutich teurer.

ich meine das mit dem debt to equity swap ist ja nun wirklich nicht mehr lange. also dann hätte ich schon gewartet bis das durch ist und dann bevor ich den auftrag gebe ein übernahmeangebot gemacht.
oder es wegen mir mit dem auftrag verknüpft (so wie es bei manz in etwa gelaufen ist).

wobei es bei manz mit dem grossaktionär natürlich ein bisschen anders aussieht und die übernahmesache ist wesentlich planbarer.

aber so wie es bei den chinessichen übernahmen in letzter zeit gelaufen ist lässt sich wirklich nichts ausschließen
1 Antwort


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