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Deutsche Small Caps - Basisinvestments eines Langfristdepots - Die letzten 30 Beiträge



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S&T AG Ich habe bei Geldkursen von 10,50 - 10,73€ kürzlich etwa 20% meiner S&T Aktien hergegeben. Beim anschließenden Breitfächern bin ich allerdings noch nicht so glücklich geworden. ( Wilex. SBF, Mutares, DRAG ). Ich setze nun auf den April, weil es dann bei einigen meiner Small Caps, QZ. gibt. Außerdem gelingt es mir nicht, die nötige Disziplin aufzubringen, eine Cashquote zur Reserve zu halten. Durch meinen Hauptjob hab ich wenigstens ein geregeltes Einkommen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.619.337 von flipflap am 27.03.17 12:54:02
Zitat von flipflapEine Frage an die Experten bzgl. der Cashquote:

um es auf eine einfache Formel runterzubrechen: der Aufbau einer Cashquote macht meiner Ansicht nur Sinn, wenn ich den Eintritt eines Crashs bzw. einer Korrektur und die damit verbundenen Chancen höher einschätze als die Chancen mit einem hohen Aktienanteil zum derzeitigen Zeitpunkt


Ganz so einfach sehe ich das nicht. Man sollte immer Cash zur Verfügung haben. Auch in Märkten, die nicht korrigieren, können sich Chancen auftun, die man nicht verpassen will oder sollte. Eine Glaskugel, um vorauszusehen, wann nun welches Korrekturszenario eintritt, hat niemand. Man sollte sich nicht die Mühe machen, da zu viel drüber nachzudenken. Es bringt nur wenig.

Meine Arbeitsweise ist, die Marktverfassung und -psychologie aufzunehmen und je nach persönlicher Einschätzung - nicht Vorhersage! - der Marktverfassung schwankt die Höhe meines Cashbestandes mit. Aber er ist nie Null.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.617.123 von valueanleger am 27.03.17 06:30:20Eine Frage an die Experten bzgl. der Cashquote:

um es auf eine einfache Formel runterzubrechen: der Aufbau einer Cashquote macht meiner Ansicht nur Sinn, wenn ich den Eintritt eines Crashs bzw. einer Korrektur und die damit verbundenen Chancen höher einschätze als die Chancen mit einem hohen Aktienanteil zum derzeitigen Zeitpunkt

Die Frage ist also, ob es derzeit valide Anhaltspunkte gibt, die für eine größere Korrektur sprechen. Das kann man sicherlich lange diskutieren. Mein Eindruck ist nur, dass vielfach bei der Argumentation (neben dem durchschnittliche KGV) der Fokus auf die Dauer des Zyklus gelegt wird. Damit dies ein valides Argument ist, müsste wir in der Vergangenheit viele ähnliche Zyklen gehabt haben, damit hier ein Ansteigen der Wahrscheinlichkeit durch Zeitablauf festzustellen wäre. Es spricht doch aber einiges dafür, dass der derzeitige Zyklus sich von anderen unterscheidet (Negativzinsen, Stützung durch Zentralbanken, viele disruptive Entwicklungen). Um es klarzustellen, ich stelle nicht in Frage, ob der jetzige Zyklus irgendwann endet, sondern nur die Verbindung Dauer-Korrekturwahrscheinlichkeit

Dann stellt sich doch die Frage, ob die Annahme einer größeren Korrektur nicht zumindest auch auf der Fehlannahme beruht, der z. B. auch Spieler beim Roulette unterliegen: nach 10* Schwarz in Folge, steigt die Wahrscheinlichkeit für Rot. Dem ist natürlich nicht so.

Wie schätzt ihr das ein?
1 Antwort
Capital Stage

Die operativen Zahlen liegen über den Unternehmenserwartungen und die Irritationen wegen des Aktienüberhangs nach der Chorus-Übernahme werden irgendwann erledigt sein. Dann wird sich der Kurs tendenziell wieder an dem Unternehmenserfolg orientieren und ob man nun ein paar Wochen zu früh investiert, ist mittel- und langfristig wohl kaum von Belang. PNE Wind hat auch wochenlang bei Kursen um 2 EUR rumgedümpelt, bevor der Knoten dann geplatzt ist und der Kurs endlich den Verkauf des YieldCo-Portfolios an die Allianz eingepreist hat.


Capital Stage präsentiert mehr als sonnige Zahlen für 2016

Die Capital Stage AG, ein im SDAX-notierter Hamburger Solar- und Windparkbetreiber, kann für das Geschäftsjahr 2016 auf Basis vorläufiger operativer Geschäftsergebnisse sehr erfreuliche Zahlen vorlegen und übertraf damit sogar die eigene operative Ergebnisprognose trotz eines vergleichsweise schwachen Windjahres. (> hier weiterlesen)
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.617.123 von valueanleger am 27.03.17 06:30:20Lloyd Fonds

Zitat von valueanlegerAuf deiner Watchlist sind mit KSB und besonders Lloyd Fonds zwei Aktien welche gut in dein Depot passen würden.


Ich bin bei Loyd eingestiegen, weil abgesehen von den guten Fundamentaldaten und hervorragenden Aussichten der Chart sehr vielversprechend aussieht.
Bruch des kurzfristigen Abwärtstrends seit der gesunden Konsolidierung vom Hoch bei ~3,78€ (aktuell ~3,25€) und Punktlandung an der 200 Tagelinie mit Abpraller nach oben. Das sieht sehr vielversprechend aus.
Das alte Hoch dürfte in den kommenden Wochen erneut angegriffen werden, insbes. nach der 0,16€ Dividendenankündigung (~5% Rendite). Nächstes Etappenziell dürfte dann bei 4,30-4,40€ liegen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.617.123 von valueanleger am 27.03.17 06:30:20
Werde diese Woche einige Depotanpassungen vornehmen!
Zitat von valueanlegerKC, das Jahr ist noch sehr lange - es wird sich an der Börsen noch viel ereignen.
Auf deiner Watchlist sind mit KSB und besonders Lloyd Fonds zwei Aktien welche gut in dein Depot passen würden.
Eine Rückbesinnung auf Nebenwerte im deutsch(sprachigen) Raum fände ich gut.
Lloyd hat sich sehr gut entwickelt.
Nun zahlen sie sogar eine stattliche Dividende - das lockt sicher auch andere Anlegerschichten an.
Die ganzen auferstandenen Investmentgesellschaften (Lloyd, MPC, Ernst Russ oder auch MLP) haben einen festen Platz in meinem Depot.
Nach dem erfreulichen Wochenende (Traumwetter, Vettel besiegt Hamilton :cool: , die CDU verhindert Rot-Rot im Saarland) gehe ich entspannt in die neue Börsenwoche.
Die Favoritenrotation bei den Nebenwerten tritt immer offener zu Tage.
Eine breite Aufstellung ist immer noch vorteilhaft.
Auf der Investmenttour von UI haben fast alle von hohen Cashbeständen in ihren Depots gesprochen auch Hr. Vorndran (Flossbach) hat in seinem Interview auf Börsenradio.de von einer Aktienquote von nur noch 60% gesprochen.
Ein gut in Aktien investierter Anleger kann sich eine solide Cashquote leisten - ein Anleger ohne Aktien nicht. ;)
In diesem Sinne - eine erfolgreiche Börsenwoche an Alle. :)

Gruß
Value


Ich werde diese Woche einige Depotanpassungen vornehmen und dabei einige deutsche Werte
versuchen abzufangen auch mit Blick auf die anstehenden Jahreszahlen diese Woche.

Zunächst habe ich SHS zu 5,7 Euro nach über 20 % Zugewinn in den letzten beiden verkauft und Gewinne mitgenommen. Vielleicht kommt man hier wieder tiefer zum Zug, weil die Bäume hier nicht in den Himmel wachsen von heute auf morgen.

Gruß
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.618.083 von sirmike am 27.03.17 09:51:24
Zitat von sirmike
Zitat von Effektenkombinat
"most board sentiment reflects only a small number of actual users and users tend to resist negative viewpoints. So actually only a few people are responsible for the overall direction of opinion - and then there's an active intolerance of alternative views."


So ist es auch in manchen Sräds hier.


Ich halte das für zu kurz gesprungen. In den jeweiligen Strängen tummeln sich die Interessierten, was dazu führt, dass sich hier eine Art Schwarmmeinung herauskristallisiert. Dass diese aber immer einseitig zugunsten positiver Ausblicke ausfällt, halte ich für Nonsens. Das kann man beim Bashen auch sehen, dass einige Werte eben (noch) verbal runtergeprügelt werden, obwohl sie längst fundamental die kurve gekriegt haben. Die "Intoleranz ggü. anderen Ansichten" wirkt hier in beide Richtungen. Sehr schön zu sehen an der Korrelation zwischen Kommentarausrichtung und Aktienkursverlauf. Steigen die Kurse, finden sich viele positive Kommentierungen. Fallen sie, wird zunehmend auf das Unternehmen eingeprügelt.


Der "Mahner" wird es in einem positiven Umfeld immer schwerer haben, als jemand der in einem negativen Sentiment positiv eingestellt ist. Das ist einfachste Psychologie. Sicher, Intoleranz wirkt in beide Richtungen, aber mit Sicherheit unterschiedlich stark.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.617.123 von valueanleger am 27.03.17 06:30:20
Zitat von valueanlegerKC, das Jahr ist noch sehr lange - es wird sich an der Börsen noch viel ereignen.
Auf deiner Watchlist sind mit KSB und besonders Lloyd Fonds zwei Aktien welche gut in dein Depot passen würden.
Eine Rückbesinnung auf Nebenwerte im deutsch(sprachigen) Raum fände ich gut.
Lloyd hat sich sehr gut entwickelt.
Nun zahlen sie sogar eine stattliche Dividende - das lockt sicher auch andere Anlegerschichten an.
Die ganzen auferstandenen Investmentgesellschaften (Lloyd, MPC, Ernst Russ oder auch MLP) haben einen festen Platz in meinem Depot.
Nach dem erfreulichen Wochenende (Traumwetter, Vettel besiegt Hamilton :cool: , die CDU verhindert Rot-Rot im Saarland) gehe ich entspannt in die neue Börsenwoche.
Die Favoritenrotation bei den Nebenwerten tritt immer offener zu Tage.
Eine breite Aufstellung ist immer noch vorteilhaft.
Auf der Investmenttour von UI haben fast alle von hohen Cashbeständen in ihren Depots gesprochen auch Hr. Vorndran (Flossbach) hat in seinem Interview auf Börsenradio.de von einer Aktienquote von nur noch 60% gesprochen.
Ein gut in Aktien investierter Anleger kann sich eine solide Cashquote leisten - ein Anleger ohne Aktien nicht. ;)
In diesem Sinne - eine erfolgreiche Börsenwoche an Alle. :)

Gruß
Value


Wenn ich mir die Wertentwicklung der Flossbach Fonds so ansehe bin ich mir da nicht so sicher, ob das eine gute Idee ist. 8,7% Performance über die letzten 5 Jahre VOR Gebühren. Mit Agio von 5%, 1,53 Verwaltung und 10% Performance Gebühr bleibt da wohl nicht viel über...

In dem Marktumfeld hätte wohl jeder Random Pick Anleger besser performt.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.617.417 von Effektenkombinat am 27.03.17 08:10:50
Zitat von Effektenkombinat
"most board sentiment reflects only a small number of actual users and users tend to resist negative viewpoints. So actually only a few people are responsible for the overall direction of opinion - and then there's an active intolerance of alternative views."


So ist es auch in manchen Sräds hier.


Ich halte das für zu kurz gesprungen. In den jeweiligen Strängen tummeln sich die Interessierten, was dazu führt, dass sich hier eine Art Schwarmmeinung herauskristallisiert. Dass diese aber immer einseitig zugunsten positiver Ausblicke ausfällt, halte ich für Nonsens. Das kann man beim Bashen auch sehen, dass einige Werte eben (noch) verbal runtergeprügelt werden, obwohl sie längst fundamental die kurve gekriegt haben. Die "Intoleranz ggü. anderen Ansichten" wirkt hier in beide Richtungen. Sehr schön zu sehen an der Korrelation zwischen Kommentarausrichtung und Aktienkursverlauf. Steigen die Kurse, finden sich viele positive Kommentierungen. Fallen sie, wird zunehmend auf das Unternehmen eingeprügelt.
1 Antwort
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.617.123 von valueanleger am 27.03.17 06:30:20
Zitat von valueanlegerAuf der Investmenttour von UI haben fast alle von hohen Cashbeständen in ihren Depots gesprochen auch Hr. Vorndran (Flossbach) hat in seinem Interview auf Börsenradio.de von einer Aktienquote von nur noch 60% gesprochen.
Ein gut in Aktien investierter Anleger kann sich eine solide Cashquote leisten - ein Anleger ohne Aktien nicht. ;)


Immer mehr Profis erklären, sie hätten hohe Cashbestände aufgebaut. Und das bei aktuellen Börsenhöchstständen. Entweder die sind besonders schlau, weil sie vor dem Absturz aus dem Markt raus sind, oder sie sind es nicht. Weil es keinen starken Einbruch gibt und die ganzen Pessimisten dann mit ihrer Performance hinterherhinken. Haben wir letztes Jahr mehrfach erlebt, insbesondere bei den "Super-Shorties" Soros und Icahn, die ja bereits seit dem ersten Quartal 2016 zunehmend gegen die großen US-Indizes wetten. Lief bisher kaum gut für sie. Und schaut man auf die Stimmung, das Sentiment, wird immer von Übertreibung und Euphorie geschwafelt. De facto ist aber das Sentiment seit einiger Zeit schon negativ - eben weil so viele schon auf fallende oder nicht mehr steigende Kurse setzen. Bekommen diese Spekulanten also nicht recht, könnte es eine erneute Rallye geben bis in den Sommer hinein, weil die dann alle wieder kaufen (müssen). Wir werden sehen...
Die spannendste Woche des Jahres liegt vor uns.

Bei mir ist es weiter PNE Wind mit dem Jahresbericht. Dort ist jetzt mit über 5 % ein zweiter sogenannter aktivistischer Aktionär eingestiegen. Gezahlt werden über 4 % Dividendenrendite. Die Unterbewertung ist weiter stark.

Dito am Donnerstag TSS mit dem Jahresbericht und wohl einem Dividendenvorschlag. Der Verkauf von Falkenberg wird erst 2017 wirksam.

Und dito ElringKlinger am Donnerstag. Hier erhoffe ich mir nach ungerechtfertigter Kurshalbierung in 2016 endlich eben Befreiungsschlag.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.617.417 von Effektenkombinat am 27.03.17 08:10:50
Capital Stage AG: Vorläufige operative Geschäftsergebnisse 2016 übertreffen eigene Erwartungen
- Umsatzwachstum von mehr als 25%
- Eigenkapitalquote steigt auf über 25%
- Fortsetzung des Wachstumskurses in 2017

Der SDAX-notierte Hamburger Solar- und Windparkbetreiber Capital Stage vermeldet für das Geschäftsjahr 2016 auf Basis vorläufiger operativer Geschäftsergebnisse erneut ein deutliches Wachstum. Dabei hat das Unternehmen seine eigene, für das Geschäftsjahr 2016 ausgegebene operative Ergebnisprognose trotz eines vergleichsweise schwachen Windjahres übertroffen. Grundlage dieser positiven Entwicklung waren insbesondere der weitere Ausbau des Portfolios aus Solar- und Windparks sowie die Übernahme der CHORUS Clean Energy AG im Oktober 2016. Gleichzeitig hat sich die Eigenkapitalquote der Capital Stage AG zum Bilanzstichtag deutlich erhöht.

http://www.capitalstage.com/ad-hoc-presse/pressemitteilungen…
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.616.016 von hzenger am 26.03.17 19:54:51
Zitat von hzenger@al sting: sehr schoener Blog Post.

Ich würde aber auch sagen, dass englischsprachige bulletin boards meist wirklich ganz furchtbar sind.

Es dürfte seinen Grund haben, dass hier bei KC zahlreiche User öffentlich nachvollziehbar Jahr für Jahr den Markt schlagen.

Auch wenn hier leider der Pushanteil an Posts zugenommen hat, finde ich die Qualität der Diskussion und Vielfalt der Standpunkte nach wie vor super.

Aber klar: wenn man bei "heißen" Aktien wie Wirecard oder Dialog in die großen Foren schaut, dann diskutieren dort die Blinden mit den Ahnungslosen und die Emotionen wallen hoch.




"most board sentiment reflects only a small number of actual users and users tend to resist negative viewpoints. So actually only a few people are responsible for the overall direction of opinion - and then there's an active intolerance of alternative views."


So ist es auch in manchen Sräds hier.
3 Antworten
Noch etwas Statistik:
Wochengewinner im Scale ist die besprochene Lloyd Fonds mit +6,91%
Beim ersten Monatssieger im neuen Index liegen bisher Datagroup, Corestate und Vectron vorne. :)
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.611.937 von Kleiner Chef am 25.03.17 16:14:39KC, das Jahr ist noch sehr lange - es wird sich an der Börsen noch viel ereignen.
Auf deiner Watchlist sind mit KSB und besonders Lloyd Fonds zwei Aktien welche gut in dein Depot passen würden.
Eine Rückbesinnung auf Nebenwerte im deutsch(sprachigen) Raum fände ich gut.
Lloyd hat sich sehr gut entwickelt.
Nun zahlen sie sogar eine stattliche Dividende - das lockt sicher auch andere Anlegerschichten an.
Die ganzen auferstandenen Investmentgesellschaften (Lloyd, MPC, Ernst Russ oder auch MLP) haben einen festen Platz in meinem Depot.
Nach dem erfreulichen Wochenende (Traumwetter, Vettel besiegt Hamilton :cool: , die CDU verhindert Rot-Rot im Saarland) gehe ich entspannt in die neue Börsenwoche.
Die Favoritenrotation bei den Nebenwerten tritt immer offener zu Tage.
Eine breite Aufstellung ist immer noch vorteilhaft.
Auf der Investmenttour von UI haben fast alle von hohen Cashbeständen in ihren Depots gesprochen auch Hr. Vorndran (Flossbach) hat in seinem Interview auf Börsenradio.de von einer Aktienquote von nur noch 60% gesprochen.
Ein gut in Aktien investierter Anleger kann sich eine solide Cashquote leisten - ein Anleger ohne Aktien nicht. ;)
In diesem Sinne - eine erfolgreiche Börsenwoche an Alle. :)

Gruß
Value
6 Antworten
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.612.036 von katjuscha-research am 25.03.17 17:04:38
Zitat von katjuscha-researchDie Aktien sind zwar nicht teuer, aber auch nicht mehr günstig genug, um sagen zu können man greift jetzt bedenkenlos zu und lässt sie 2-3 Jahre liegen.


Ist zwar nur eine allgemeine Aussage und kann man daher auch so stehen lassen. Aber natürlich gibt es noch Aktien, die krass unterbewertet sind und für die sich durch den letzten Hype nicht wirklich viel verändert hat.
Der Link sollte keine "harte" Aussage implizieren, sondern eher als Gedankenanregung und zur Reflektion dienen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.616.016 von hzenger am 26.03.17 19:54:51@hzenger:

Sehe ich genauso und ist auch der Grund warum ich mich aus den Diskussionen zu Dax-Werten etc. mittlerweile komplett ausgeklinkt habe. Ab und zu mal überfliegen um sich über die momentan vorherrschenden Themen und News auf dem laufenden zu halten ist in Ordnung. Eine Investitionsentscheidung auf dieser Basis zu fällen macht aber keinen Sinn.

Das fasst es sehr gut zusammen:
"... dann diskutieren dort die Blinden mit den Ahnungslosen"

Der entscheidende Vorteil in diesem Thread hier ist, dass meist eben nicht die "heißen" Aktien diskutiert werden sondern diejenigen die noch kaum jemand auf dem Zettel hat. Damit entgeht man dem im Blog beschriebenen Problem. Allgemein werden hier viele Werte mit eher "langweiligem" Geschäftsmodell besprochen was sie für einen Großteil der potenziellen Investoren uninteressant macht.
Genau aus diesem mangelnden Interesse entstehen aber Marktineffizienzen die man ausnutzen kann.

Natürlich wurden hier auch schon des öfteren Titel besprochen bei denen es ein zu positives Echo gab. Dabei gab es in der Regel aber auch immer wieder berechtigte Einwände. Im Gegensatz zu anderen Foren wurden aber beide Seiten meist sehr ausführlich und aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.
So konnte sich jeder sein eigenes Bild machen.

Die Performance der Topfavoriten des Jahres zeigt ja, dass es auch hier nicht immer die beste Wahl ist der Masse zu folgen.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.614.378 von al_sting am 26.03.17 11:37:08@al sting: sehr schoener Blog Post.

Ich würde aber auch sagen, dass englischsprachige bulletin boards meist wirklich ganz furchtbar sind.

Es dürfte seinen Grund haben, dass hier bei KC zahlreiche User öffentlich nachvollziehbar Jahr für Jahr den Markt schlagen.

Auch wenn hier leider der Pushanteil an Posts zugenommen hat, finde ich die Qualität der Diskussion und Vielfalt der Standpunkte nach wie vor super.

Aber klar: wenn man bei "heißen" Aktien wie Wirecard oder Dialog in die großen Foren schaut, dann diskutieren dort die Blinden mit den Ahnungslosen und die Emotionen wallen hoch.
5 Antworten
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.612.036 von katjuscha-research am 25.03.17 17:04:38
Bedeutung der 2018er Gewinnerwartungen!
Zitat von katjuscha-research
Zitat von Kleiner ChefNach und nach werden die Datenbanken gefüttert mit den 2018er Erwartungen. Ob dies Online-Datenbanken oder die Einschätzungen der Print-Medien betrifft. Eine der umfangreichsten Datenbanken ist die von Boerse Online. Erstmals in der vorletzten Ausgabe wurden hier die 2018er Gewinnschätzungen genannt.


Zur Bedeutung der 2018er Gewinnschätzungen!

Grundsätzlich gilt. Zunächst einmal steht das Jahr 2017 vor der Tür. Bedeutet: Die 2018er Erwartungen sind mit einem hohen Maß an Unsicherheiten verbunden, was die Prognose-Genauigkeit angeht. Das wird bei einigen Werten, die nachfolgend besprochen werden, deutlich. Wer heute ein Prognose-Modell aufbaut für ein exportlastiges deutsches Unternehmen, der kann es möglicherweise ab dem Moment in die Tonne drücken, wenn die protektionistischen Steuermodellansätze der US-Regierung Wirklichkeit werden.





Früher hat BoerseOnline in ihren Statistikteilen erst ab Juli/August begonnen, die Schätzungen zum darauf folgenden Jahr aufzunehmen. Fand ich sinnvoller als jetzt schon im März damit zu beginnen, da man wohl bei 90% der Unternehmen ohnehin nicht ins nächste Jahr schauen kann, schon allein der volkswirtschaftlichen Unsicherheiten wegen, aber auch weil sich kaum ein Vorstand schon zu 2018 äußert bzw. äußern kann.

Gibt aber sicherlich Ausnahmen, wenn beispielsweise der Auftragsbestand eine Entwicklung über 2017 hinaus leichter prognostizieren lässt oder wenn es Sondereffekte gibt, die an 2018 wegfallen (ppa Abschreibungen, Anleihe läuft aus etc.) oder Produkteinführung erst im 2.Halbjahr 2017.
Bei meinen Depotwerten würd ich da Berentzen wohl wegen der Zinsersparnis ab Q4/17 als auch dem Wachstum im Frischsaftsegment und bei Mio Mio nennen, so dass man da schon relativ gut abschätzen kann, dass der Überschuss auch 2018 deutlich steigen wird. Ein weiterer Wert wäre IVU mit dem gerade erfolgten DB Regio Rahmenvertrag, zumal IVU relativ hohe wiederkehrende Umsätze hat. Dieser Punkt spricht noch mehr für FrancotypPostalia, wo sogar 80-85% wiederkehrende Umsätze sind und man mit neuen Produkten/Dienstleistungen aufwarten will.
Aber wie gesagt, in den allermeisten Fällen würd ich mir noch nicht zutrauen, über 2017 hinweg zu sehen, besonders weil völlig unklar ist wie es mit der US Wirtschaftspolitik unter Trump weitergeht und auch ob Deutschland als Land der Glückseligkeit dauerhaft auf dem hohen Level bestehen kann. Grundsätzlich bin ich aber weiter Optimist. Ich seh auch keine Überbewertung bei Aktien, zumindest nicht in Europa, auch wenn man so richtig mit Überzeugung auch nicht mehr kauft. Die Aktien sind zwar nicht teuer, aber auch nicht mehr günstig genug, um sagen zu können man greift jetzt bedenkenlos zu und lässt sie 2-3 Jahre liegen. Die von dir langfristig angesprochene Hypoport ist ja auch so ein Fall. Man ist sich sicherlich darüber einig, dass das Geschäftsmodell top ist, aber Bewertung von KGV17 von 25 bei derzeit eher mauen Wachstumsraten lädt nun auch nicht sofort zum aggressiven Kauf ein. Und so geht es mir bei vielen Aktien derzeit. Man muss schon 5-7 Jahre mitbringen und sich sagen können, man könnte sogar eine mögliche, starke Marktkorrektur oder sogar den üblichen Crash überstehen, der sich alle 7-8 Jahre mal ankündigt, um mit ruhigem Gewissen zu investieren.


Klar, gebe Dir recht. Hatte ich ja auch betont. Es geht mir bei dem Screening um zwei Punkte
a) Das übergeordnete Szenario eines Invests muss stimmen und
b) Ideen für mögliche Invests zu finden

Aber wie ausgeführt halten sich die Erkenntnisse im Rahmen, da die meisten Werte hier
schon besprochen wurden.

Gruß
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.611.937 von Kleiner Chef am 25.03.17 16:14:39
Zitat von Kleiner ChefNach und nach werden die Datenbanken gefüttert mit den 2018er Erwartungen. Ob dies Online-Datenbanken oder die Einschätzungen der Print-Medien betrifft. Eine der umfangreichsten Datenbanken ist die von Boerse Online. Erstmals in der vorletzten Ausgabe wurden hier die 2018er Gewinnschätzungen genannt.


Zur Bedeutung der 2018er Gewinnschätzungen!

Grundsätzlich gilt. Zunächst einmal steht das Jahr 2017 vor der Tür. Bedeutet: Die 2018er Erwartungen sind mit einem hohen Maß an Unsicherheiten verbunden, was die Prognose-Genauigkeit angeht. Das wird bei einigen Werten, die nachfolgend besprochen werden, deutlich. Wer heute ein Prognose-Modell aufbaut für ein exportlastiges deutsches Unternehmen, der kann es möglicherweise ab dem Moment in die Tonne drücken, wenn die protektionistischen Steuermodellansätze der US-Regierung Wirklichkeit werden.





Früher hat BoerseOnline in ihren Statistikteilen erst ab Juli/August begonnen, die Schätzungen zum darauf folgenden Jahr aufzunehmen. Fand ich sinnvoller als jetzt schon im März damit zu beginnen, da man wohl bei 90% der Unternehmen ohnehin nicht ins nächste Jahr schauen kann, schon allein der volkswirtschaftlichen Unsicherheiten wegen, aber auch weil sich kaum ein Vorstand schon zu 2018 äußert bzw. äußern kann.

Gibt aber sicherlich Ausnahmen, wenn beispielsweise der Auftragsbestand eine Entwicklung über 2017 hinaus leichter prognostizieren lässt oder wenn es Sondereffekte gibt, die an 2018 wegfallen (ppa Abschreibungen, Anleihe läuft aus etc.) oder Produkteinführung erst im 2.Halbjahr 2017.
Bei meinen Depotwerten würd ich da Berentzen wohl wegen der Zinsersparnis ab Q4/17 als auch dem Wachstum im Frischsaftsegment und bei Mio Mio nennen, so dass man da schon relativ gut abschätzen kann, dass der Überschuss auch 2018 deutlich steigen wird. Ein weiterer Wert wäre IVU mit dem gerade erfolgten DB Regio Rahmenvertrag, zumal IVU relativ hohe wiederkehrende Umsätze hat. Dieser Punkt spricht noch mehr für FrancotypPostalia, wo sogar 80-85% wiederkehrende Umsätze sind und man mit neuen Produkten/Dienstleistungen aufwarten will.
Aber wie gesagt, in den allermeisten Fällen würd ich mir noch nicht zutrauen, über 2017 hinweg zu sehen, besonders weil völlig unklar ist wie es mit der US Wirtschaftspolitik unter Trump weitergeht und auch ob Deutschland als Land der Glückseligkeit dauerhaft auf dem hohen Level bestehen kann. Grundsätzlich bin ich aber weiter Optimist. Ich seh auch keine Überbewertung bei Aktien, zumindest nicht in Europa, auch wenn man so richtig mit Überzeugung auch nicht mehr kauft. Die Aktien sind zwar nicht teuer, aber auch nicht mehr günstig genug, um sagen zu können man greift jetzt bedenkenlos zu und lässt sie 2-3 Jahre liegen. Die von dir langfristig angesprochene Hypoport ist ja auch so ein Fall. Man ist sich sicherlich darüber einig, dass das Geschäftsmodell top ist, aber Bewertung von KGV17 von 25 bei derzeit eher mauen Wachstumsraten lädt nun auch nicht sofort zum aggressiven Kauf ein. Und so geht es mir bei vielen Aktien derzeit. Man muss schon 5-7 Jahre mitbringen und sich sagen können, man könnte sogar eine mögliche, starke Marktkorrektur oder sogar den üblichen Crash überstehen, der sich alle 7-8 Jahre mal ankündigt, um mit ruhigem Gewissen zu investieren.
2 Antworten
Wochenupdate: Stock-Screening mit Blick auf 2018!
Nach und nach werden die Datenbanken gefüttert mit den 2018er Erwartungen. Ob dies Online-Datenbanken oder die Einschätzungen der Print-Medien betrifft. Eine der umfangreichsten Datenbanken ist die von Boerse Online. Erstmals in der vorletzten Ausgabe wurden hier die 2018er Gewinnschätzungen genannt.


Zur Bedeutung der 2018er Gewinnschätzungen!

Grundsätzlich gilt. Zunächst einmal steht das Jahr 2017 vor der Tür. Bedeutet: Die 2018er Erwartungen sind mit einem hohen Maß an Unsicherheiten verbunden, was die Prognose-Genauigkeit angeht. Das wird bei einigen Werten, die nachfolgend besprochen werden, deutlich. Wer heute ein Prognose-Modell aufbaut für ein exportlastiges deutsches Unternehmen, der kann es möglicherweise ab dem Moment in die Tonne drücken, wenn die protektionistischen Steuermodellansätze der US-Regierung Wirklichkeit werden.

Umgekehrt gibt es Unternehmen wie die DRAG oder FMC, die von einer solchen Entwicklung profitieren würden und diese exogenen Einflüsse sind noch nicht in den Schätzungen dieser Unternehmen enthalten.


Geschäftsmodell und Marktpositionierung als Grundlage der Prognosefähigkeit!


Gleichzeitig gibt es Unternehmen, deren Geschäftsmodell relativ resistent von den genannten Einflüssen ist und deren Prognose-Fähigkeit ziemlich hoch ist mit Blick auf 2018. Beispiele für solche Unternehmen sind Hypoport oder Cytosorbents. Im aktuellen Zinsumfeld kann man selbst in einem stagnierenden Markt bei Hypoport von weiteren soliden Gewinnsteigerungen durch Marktanteilsgewinnen ausgehen.

Bei Cytosorbents wird der Turnaround, fünf Jahre nach der Marktzulassung von Cytosorb, immer valider. Wer glaubt, daß sich Cytosorb, nicht zum „Standard für die Intensivbehandlung“ in Kliniken durchsetzt, der dürfte falsch liegen. Deshalb wird 2017 mit Blick auf die weitere Entwicklung ein sehr wichtiges Jahr für Cytosorbents. Und: Wenn man in Deutschland die Produktverkäufe in 2016 verdoppelt hat und erst ab 2017 von einer vollen Krankenkassenerstattung profitiert, der kann sich die Auswirkung auf die Produktverkäufe vorstellen. Dann sind Verkäufe einer einzigen Klinik, Bad Oeynhausen mit 1 Mio. Umsatz, erst der Anfang der Marktdurchdringung, bei weit über 100 Kliniken in Deutschland allein, bei denen die Therapie bereits zum Einsatz kommt. Deshalb stellt allein Deutschland nur für dieses Produkt ein Mrd. Markt da. Partnerschaften mit FMC und Terumo, die aktuell erst in der Ramp-Up-Phase sich befinden, der Verkauf von Cytosorb in in immer mehr Länder, mittlerweile sind es 50 Länder, runden den Investmentcase ab.

Bei Hypoport und Cytosorbents muss man sich in diesem Fall nach der Bewertung der Unternehmen fragen. Ich selbst hatte Hypoport vor über 12 Monaten verkauft, weil ich für mich zu dem Zeitpunkt bessere Alternativen kurzfristig ausgemacht habe. Wer sich bei Hypoport aber mit Blick auf mehrere Jahre festlegt, der dürfte sich über weitere Kurssteigerungen freuen.

Bei Cytosorbents, deren Risikoprofil anders einzuschätzen ist, weil der Turnaround noch nicht vollzogen ist, der aber vom Unternehmen innerhalb der kommenden 12-14 Monate avisiert ist, kann ich mir gut vorstellen, das das Unternehmen sich zu einem Mrd. Unternehmen entwickeln wird, denn bei Cytosorb agiert man aktuell mit Bruttomargen von 70 % mit Target > 80 %. Zur Einordnung: Aktuell ist es mit 150 Mill. Euro bewertet. In diesem Zusammenhang ist der Kurssprung von Cytotools, einem vergleichbaren Medizintechnik-Unternehmen gestern von 50 % zunächst einleuchtend, dennoch wird nach der die Markt-Zulassung der „Wundbehandlung“ in Indien ganz schnell die Ernüchterung einkehren, denn wie lange eine Marktdurchdringung braucht, zeigt nicht nur das Beispiel Cytosorbents.

Nachfolgend nun einige Beispiele von Unternehmen, die nach der Boerse Online Datenbank vermeintlich günstig sind und deshalb eine Überlegung für ein Investment darstellen. Ich gehe an dieser Stelle nicht auf Unternehmen ein, die hier bereits diskutiert wurden, aber über ein einstelliges KGV verfügen: Eyemaxx, Matica, Publity, Zapf, German-Start Up, PA Power.

Auch werden die aktuellen Depotwerte nicht näher erläutert, da ich deren Einschätzung erst vor einigen Wochen an dieser Stelle ausgeführt habe.


SKW-Stahl: 3er KGV wird einkassiert!

Die Stahlbranche oder deren Zulieferer sind für meinen Investmentcase nicht geeignet. Wettbewerbsdruck, Preissensivität und Überkapazitäten sind hier die Stichworte. SKW gehört mit einer Market Cap von 15 Mill. Euro und einem KUV von kleiner 10 % zu diesen Unternehmen. Das Unternehmen steht vor einer Restrukturierung, mit Schuldenerlass und einer starken Verwässerung in 2017.

Dennoch ist das Unternehmen mit Blick auf die genannten Ziele eines EBITDA´s von mehr als 10 Mill. Euro in 2016 und 20 Mill. Euro und einem Umsatz von 300 Mill. Euro in 2017 einen näheren Blick wert. Für gestern nun standen die Jahreszahlen für 2016 an.

Wer am Montag nun die Pressemitteilung liest wird enttäuscht sein, weil diese Prognosen alle einkassiert wurden im am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht. Demnach ist der Umsatz in 2016 deutlich stärker gefallen auf 228 Mill. Euro und man rechnet mit Blick auf 2017 allenfalls mit einer Stagnation von Umsatz und Ergebnis. Das Fazit lautet hier: Finger weg.


Singulus: Maschinenbauer mit Comeback?

Ein alter Bekannter an der deutschen Börse. Singulus erscheint nach der Re-Kapitalisierung interessant. Das Unternehmen notiert mit einem KGV von 7 für 2018. Nach einem Umsatz von unter 50 Mill. Euro in 2016 sitzt man auf einen Auftragsbestand von über 150 Mill. Euro, was das Unternehmen bis 2018 auslastet und die Rückkehr in die Gewinnzone bedeutet.

Die Auftragseingänge im Solarbereich sind aus meiner Sicht zwar ein Türöffner für ein Comeback, Folgeaufträge sind aber notwendig für die Perspektive. Da das ursprüngliche Stammgeschäft, Anlagen für DVD, Blue-RAY, nahezu zum erliegen gekommen ist, steht Singulus hinsichtlich der Perspektiven auf einem sehr dünnen Eis und hängt von wenigen Kunden ab. Die deutlich höher bewertete Manz ist hier in 3-4 Zukunfts-Branchen aufgestellt und deshalb aus meiner Sicht die risikoärmere Alternative.


Pantaleon: Der deutsche Shooting Star der Medienbranche?

Nach Einschätzung von Boerse Online notiert das Unternehmen mit einem KGV von 5. Ich selbst hatte im alten Jahr bei 60 Euro ein Investment getätigt und Pantaleon als spekulativen Favoriten 2017 genannt. Immer habe ich aber betont, daß sich Pantaleon an den eigenen Meilensteinen messen lassen muss.

Nach fast 50 % Aufschlag habe ich mich dann von dem Wert getrennt. Auch würde ich aktuell kein Investment in Betracht ziehen, weil es seit 3-4 Monaten aus meiner Sicht keine Fortschritte gegeben hat, die erkennen lassen, das die Gewinnerwartungen für 2018 eintreten werden. Pantaflix ist der Trigger für diese Gewinnerwartung, deren Ausgang völlig ungewiss ist, aber zu einem guten Stück bereits in der aktuellen Bewertung enthalten ist. Daran ändert auch der Folgeauftrag durch Amazon für You are wanted und die Betonung des Managements, wonach die Entwicklung von Pantaflix oberhalb der Erwartungen verläuft, nichts.


KSB AG: Einen zweiten Blick wert!


Völlig unter dem Radar der Investoren läuft die KSB AG. In der jüngeren Zeit mehr mit sich selbst beschäftigt, da das Personalkarussell mehr Aufmerksamkeit erhält, als die operative Entwicklung.

Da 2016 von den Restrukturierungsmaßnahmen, rund um die Einsparung von 200 Mill. Euro des zu hohen Kostenapparates geprägt ist, muss man hier den Blick nach vorne werfen. Boerse Online schätzt das KGV auf 8 ein, für ein marktführendes Unternehmen mit über 2 Mrd. Umsatz ist die Bewertung attraktiv.

Das Risiko bei KSB ist, das die Kosteneinsparungen zum großen Teil aufgefressen werden vom Umsatzrückgang. So hat man sich auch für 2017 zurückhaltend geäußert und es ist mit einem weiteren einstelligen Umsatzrückgang zu rechnen.

In diesem Kontext ist untergegangen, daß China im Kraftwerksbau, einem schwächelnden Marktsegment von KSB, vor Riesen-Investments steht. So hat man Anfang 2017 bereits einen dreistelligen Mio. Auftrag aus China erhalten, was medial untergegangen ist.

Mein Fazit lautet, daß KSB weiterhin das Zeug hat zurückzukommen, auch weil die Bilanz gute Voraussetzungen dafür mitbringt. KSB bleibt auf der engeren Watchlist.


Lloyd Fonds: Glänzt mit einer hervorragenden operativen Entwicklung!


Der Asset-Manager glänzt mit einer hervorragenden operativen Entwicklung in den letzten Jahren. Boerse Online schätzt das KGV auf 7. Nun überrascht Lloyd Fonds noch mit der Bekanntmachung der Dividende für 2016. Man verdoppelt sie und erhält dafür eine Rendite von 5 %.

Da Lloyd Fonds einige Expansionsschritte auf der Agenda hat, muss man abwarten inwieweit diese das Ergebnis belasten oder aber mögliche Verwässerungen nach sich ziehen. Auch lebt das Ergebnisniveau von gewinnbringenden Verkäufen aus dem Portfolio. Ob sich die weiteren Gewinnsteigerungen in 2017 und 2018 materialisieren, bleibt deshalb abzuwarten. Auf der engeren Wacht bleibt der Wert auf jeden Fall.


Wochengewinner und Verlierer im Überblick!

In der vergangenen Woche überwogen die roten Vorzeichen im Depot. So war SHS fast der einzige Lichtblick im Depot. SHS profitiert medial von der SMC Analyse, die ein Kursziel von 10,5 Euro ausgibt. Wochenverlierer mit 6 % war Nevada Zinc, DRAG und Bavaria.




Jahresperformance beträgt 2 %!

Auch die letzte Woche schloss mit roten Vorzeichen. Das Depot verlor 1 % und die Jahresperformance beträgt 2 %. Weitere Depotumschichtungen werden in den Folgewochen überprüft. Investmentideen wurden ja im heutigen Update genannt und erläutert.

10 Antworten
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.611.343 von jambam1 am 25.03.17 13:14:00
Zitat von jambam1Dass eine Reform von Obama-Care gewünscht ist wird sogar die deutsche Presse nicht bestreiten.

Als Bill Clinton den ersten Versuch einer Krankenversicherung gestartet hat, kam niemand auf die Idee, das Scheitern als Indiz für seine Regierungsunfähigkeit zu halten, sondern das Scheitern wurde eher bedauert und sich die Frage gestellt, wie die Menschen in den USA ohne KV leben ?

Die Republikaner haben 7 Jahre lang Obama-Care kritisiert und offensichtlich inzwischen selbst kein tragfähiges Konzept entwickelt. Das ist ein Versagen der Republikaner und nicht von 3 Monaten Trump-Regierung.



Der Unterschied ist, dass Clinton und Obama anfangs an republikanischen Mehrheiten gescheitert sind.

Ich mag zwar den Fraktionszwang in unseren Demokratien nicht, aber natürlich ist für Trump ne größere Niederlage als für Clinton, zumal Clinton ja noch schon aus rein zeitlichen Gründen mit ideoloigischer Ablehnung zu kämpfen hatte.

Bin echt mal gespannt was aus der republikanischen Partei wird. Da gibts ja dermaßen viele unterschiedliche Störmungen und Ideologien, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass die in dieser Form überhaupt mittelfristig bestehen kann bzw. Teile ihrer Mitglieder und Wähler behalten. Schon allein deshalb wirds für Trump ständig schwer werden.



border adjustment tax erwarte ich allerdings in abgeschwächetr Form durchaus. Man wird jetzt keinen Handelskrieg mit Europa oder China wollen. Insofern wird Trump da keine Schnellschüsse fabrizieren, aber es macht aus innenpolitischer Sicht schon Sinn. Ökonomisch hat sowas immer zwei Seiten, wie meistens in volkswirtschaftlichen Fragen.
Aus Trumps Sicht wäre es clever erstmal die Steuerreform zu forcieren. Damitb hat er noch die größten Erfolgschancen ohne große Diskussionen, wie bei allen anderen Fragen auf seiner Agenda.
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.610.893 von Shortguy am 25.03.17 10:42:07
Zitat von ShortguyIch halte die Steuer wirtschaftlich für groben Unfug, da sie alle Alltagsgüter massiv verteuert...und das weltweit, je mehr wichtige Industrieländer sie einführen. Trotzdem glaube ich, dass das Desaster um Trumpcare die Erfolgsaussichten für die Border Adjustiert Tax vielleicht sogar noch wird, denn es scheint mir in den USA doch einen recht breiten Konsens für die Steuer zu geben (u.a. auch auf der linken Seite der Demokraten) und der Druck bei den Republikanern, nicht sich noch das nächste Großprojekt zu vermasseln, steigt. Und dass Trump zurücksteckt und diesen für ihn wichtigen Baustein des Protektionismus fallen läßt, glaube ich nicht, zumal ihm persönlich die Border Adjustiert Tax (und das Thema Handelspolitik allgeimen) wesentlich wichtiger zu sein scheint, als diese "lästige" Gesundheitsreform.


Ich halte die Einführung der Border Adjustment Tax für sehr unwahrscheinlich. Ersterns ist Trump selbst kein glühender Verfechter dieser Idee. Es ist primär das Kind von Paul Ryan, der jetzt schon nach der gescheiterten Abstimmung über die Gesundheitsreform als geschwächt dasteht. Außerdem sind die einflussreichen und milliardenschwerden Koch-Brüder erbitterte Gegner dieser Idee. Von daher würden diese sicher genug republikanische Abweichler "motivieren", um es mal vorsichtig auszudrücken. Und das linke Demokraten aktuell die Rolle von Mehrheitsbeschaffern von Trump übernehmen halte ich für ausgeschlossen. Von daher glaube ich mittlerweile in der Steuerpolitik nur noch an ein "Reförmchen".
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.611.343 von jambam1 am 25.03.17 13:14:00
Zitat von jambam1Dass eine Reform von Obama-Care gewünscht ist wird sogar die deutsche Presse nicht bestreiten.

Als Bill Clinton den ersten Versuch einer Krankenversicherung gestartet hat, kam niemand auf die Idee, das Scheitern als Indiz für seine Regierungsunfähigkeit zu halten, sondern das Scheitern wurde eher bedauert und sich die Frage gestellt, wie die Menschen in den USA ohne KV leben ?

Die Republikaner haben 7 Jahre lang Obama-Care kritisiert und offensichtlich inzwischen selbst kein tragfähiges Konzept entwickelt. Das ist ein Versagen der Republikaner und nicht von 3 Monaten Trump-Regierung.


... und aus welchen Politikern besteht die Trump-Regierung? ... und wie lange stänkert Trump schon gegen Obamacare? :rolleyes:
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.609.909 von hzenger am 25.03.17 00:58:31Dass eine Reform von Obama-Care gewünscht ist wird sogar die deutsche Presse nicht bestreiten.

Als Bill Clinton den ersten Versuch einer Krankenversicherung gestartet hat, kam niemand auf die Idee, das Scheitern als Indiz für seine Regierungsunfähigkeit zu halten, sondern das Scheitern wurde eher bedauert und sich die Frage gestellt, wie die Menschen in den USA ohne KV leben ?

Die Republikaner haben 7 Jahre lang Obama-Care kritisiert und offensichtlich inzwischen selbst kein tragfähiges Konzept entwickelt. Das ist ein Versagen der Republikaner und nicht von 3 Monaten Trump-Regierung.
2 Antworten
Antwort auf Beitrag Nr.: 54.610.761 von InsertName am 25.03.17 10:03:33Ist zwar off-topic hier, aber die Border Adjustment Tax würde in bestimmten Branchen sogar zu einer milliardenschweren Begünstigung bestimmter Offshore-Branchen führen. So wären bspw. die Management Fees der (in aller Regel) von US Festland gemanagten Offshore Hedge Funds in USA plötzlich steuerfrei/begünstigt, da es sich um eine "exportierte Dienstleistung" handelt.
http://www.cnbc.com/2017/03/22/hedge-fund-managers-could-sav….
Ich halte die Steuer wirtschaftlich für groben Unfug, da sie alle Alltagsgüter massiv verteuert...und das weltweit, je mehr wichtige Industrieländer sie einführen. Trotzdem glaube ich, dass das Desaster um Trumpcare die Erfolgsaussichten für die Border Adjustiert Tax vielleicht sogar noch wird, denn es scheint mir in den USA doch einen recht breiten Konsens für die Steuer zu geben (u.a. auch auf der linken Seite der Demokraten) und der Druck bei den Republikanern, nicht sich noch das nächste Großprojekt zu vermasseln, steigt. Und dass Trump zurücksteckt und diesen für ihn wichtigen Baustein des Protektionismus fallen läßt, glaube ich nicht, zumal ihm persönlich die Border Adjustiert Tax (und das Thema Handelspolitik allgeimen) wesentlich wichtiger zu sein scheint, als diese "lästige" Gesundheitsreform.
Zitat von InsertNameSchade eigentlich. Du hast natürlich recht, dass die deutsche Wirtschaft ein großer Verlierer der Border Adjustment Tax wäre. Aber von einer globalen Perspektive aus betrachtet, finde ich dieses Konzept wirklich gut, da es, wenn es in einer hinreichenden Zahl von Ländern implementiert würde, Steueroasen in die Geschichtsbücher verbannen würde.
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Antwort auf Beitrag Nr.: 54.609.909 von hzenger am 25.03.17 00:58:31
Zitat von hzengerNachdem Trumpcare heute gescheitert ist, dürfte die Border Adjustment Tax, welche Exporteure wie AT&S hart treffen könnte, möglicherweise vom Tisch sein.


Schade eigentlich. Du hast natürlich recht, dass die deutsche Wirtschaft ein großer Verlierer der Border Adjustment Tax wäre. Aber von einer globalen Perspektive aus betrachtet, finde ich dieses Konzept wirklich gut, da es, wenn es in einer hinreichenden Zahl von Ländern implementiert würde, Steueroasen in die Geschichtsbücher verbannen würde.
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Trumpcare und der deutsche Aktienmarkt
Nachdem Trumpcare heute gescheitert ist, dürfte die Border Adjustment Tax, welche Exporteure wie AT&S hart treffen könnte, möglicherweise vom Tisch sein.

Denn jetzt ist klar, dass sowohl Trump als auch die Republikaner dringend ein schnelles Erfolgserlebnis brauchen, um nicht in der Öffentlichkeit als regierungsunfähig dazustehen.

Das nächste Projekt auf der Agenda ist die Steuerreform. Hierbei muss Trump nach dem Scheitern von Trumpcare nun aber versuchen, möglichst ohne Risiko eine gutes Ergebnis zu erzielen.

Diese Prämisse dürfte die Chancen von Border Adjustment erheblich schwächen. Denn Border Adjustment ist auch innerhalb der Republikaner umstritten und wäre komplex zu implementieren.

Meine Vermutung ist, dass Trump nun eher auf eine simplere, traditionellere Steuerreform umschwenkt. Z.B. eine Senkung der Körperschaftssteuer von 40 auf 25%, verbunden mit einem Deal, der Repatriation von Auslandsvermögen von Unternehmen wie Apple für einen einmaligen reduzierten Steuersatz ermöglicht.

Falls Border Adjustment somit wirklich vom Tisch sein sollte, wäre das für die deutsche Exportwirtschaft sicher nicht das Schlechteste. Zudem könnte die US-Steuersenkung weiter der globalen Konjunktur helfen, die momentan ohnehin auf sehr gesunden Füßen steht. Sprich: das Ganze könnte für deutsche Aktien recht freundlich ausgehen.
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