Im täglichen Verkehr wird gerne einmal zu schnell gefahren. Ob es mit Absicht oder einfach nur aus Unachtsamkeit geschieht, ist dabei eher zweitrangig. Ein korrekter Abstand ist gerade bei Lkws äußerst wichtig. Er kann allerdings auch Fahrern von Pkws das Leben retten.
Um den korrekten Sicherheitsabstand zu bestimmen, kann der Fahrer selbst einfache Messungen durchführen. Hierzu gibt es ein paar Tipps aus der Fahrschule. Als Sicherheitsabstand erachtet man außerhalb geschlossener Ortschaften den halben Tachostand in Metern. Das bedeutet zum Beispiel bei 80 Stundenkilometern einen Abstand von 40 Metern. Innerhalb des Stadtverkehrs sollte man in der Regel 15 Meter oder drei Pkw-Längen Abstand halten. Wer diese beiden Regeln beachtet, bracht keine Abstandsmessung. Da dies aber von nicht wenigen Fahrern gerne missachtet wird, werden Abstandsmessungen von der Polizei regelmäßig durchgeführt.
Eine Art der Messung ist die optische Abstandsmessung, die man auch Laserentfernungsmessung nennt. Hier wird mittels einer Laserpistole der Abstand von vorn gemessen. Diese Art der Messung wird von der Polizei auch gerne für die Geschwindigkeitsmessung verwendet. Sie ist für alle Arten von Fahrzeugen, auch Motorräder, einsetzbar. Eine weitere Art der Abstandsmessung ist die Videoüberwachung. Diese hochsensiblen Geräte sind meist in Pkws eingebaut. Die Polizeibeamten bewegen sich dadurch unbemerkt im laufenden Verkehr, überwiegend auf den Bundesautobahnen. Hier misst man sowohl die Geschwindigkeit als auch den Abstand eines vorausfahrenden Fahrzeugs. Dabei hat man den eindeutigen Vorteil, dass man einen ins Visier genommenen Fahrer über eine längere Strecke verfolgen bzw. messen kann und dann auch sicher sein kann, dass der geringe Abstand oder die hohe Geschwindigkeit nicht eine Unachtsamkeit von nur einigen Sekunden war. Solche Videoüberwachungsanlagen können beispielsweise auch in Wohnmobilen eingebaut sein. Hier kann die Polizei auch gleich einen Blick in die Lkw-Kabinen werfen.
Solche Anlagen gibt es in Deutschland aber auch an vielen Stellen als stationäre Einheit, wie es beispielsweise an der Autobahn bei Kassel der Fall ist. Hier sitzen die Beamten der Autobahnpolizei in einem Gebäude über der Autobahn und können 24 Stunden lang den fließenden Verkehr von hier aus beobachten. Abstandsverstöße werden hier natürlich viel öfter geahndet als bei mobilen Messungen, die nur stichprobenartig den Verkehr überwachen.