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Radbolzen – ein unverzichtbares Autobauteil

Die Radbolzen werden im Volksmund auch Radmuttern genannt und dienen dazu, eine feste Verbindung zwischen dem Rad und der auf der Nabe beweglich gelagerten Scheibe zu schaffen.

Radbolzen sind genormte Bauteile, die an Fahrzeugen für die Schaffung einer festen Verbindung zwischen der Felge und der Scheibe sorgen, die auf der Felge läuft und sich dort frei drehen kann. Über diese Scheibe erfolgt auch die Kraftübertragung vom Motor auf die Räder der Antriebsachse. Allein schon diese Tatsache beweist, dass es sich um eine extrem beanspruchbare Verbindung handeln muss.

Daraus leiten viele Laien ab, dass man die Radbolzen besonders fest anziehen muss. Das ist allerdings nicht ganz richtig. Der Volksmund sagt „nach fest kommt ab“ und hat damit völlig Recht. Bei einer zu stramm angezogenen Radmutter kann es passieren, dass durch den aufgebauten enormen Druck der Kopf abbrechen kann. Deshalb wird in den Fachwerkstätten und bei den Reifendiensten ein so genannter Drehmomentschlüssel verwendet. Diese gibt es in einer elektronischen und einer mechatronischen Ausführung. Dabei erfolgt beim Anziehen der Radbolzen eine Kraftmessung.

In den Werkstätten werden aber auch druckluftgetriebene Schraubenschlüssel verwendet, bei denen die Kraftübertragung durch den aufgebauten Druck reguliert wird. Das wird durch einen Mechanik erreicht, bei der der eigentliche Schraubenschlüssel durch die Kraft der Druckluft auf den Schraubenkopf gepresst wird. Wird ein bestimmter Anzug erreicht, dreht der Schlüssel durch. Dabei braucht man keine Angst zu haben, dass die sechs Ecken der Radbolzen abgeschliffen werden könnten, denn das Durchdrehen erfolgt innerhalb der Mechanik im Druckluft-Drehmomentschlüssel.

Sollte man bei einem Radwechsel feststellen, dass die Radbolzen korrodiert sind, müssen sie unbedingt gründlich gereinigt und einer genauen Sichtprüfung unterzogen und ggf. ausgetauscht werden. Eine defekte Radmutter kann eine Kettenreaktion nach sich ziehen, denn die Kraft muss nun von den verbleibenden intakten Radmuttern mit abgefangen werden. Das kann zu Überlastungen und Bruch führen, was am Ende den Verlust eines Rades bedeuten kann. Schwere Unfälle sind dann meist die Folge.

Experten empfehlen, dass man die Bolzen nach einem Radwechsel noch einmal nachziehen soll. Üblicherweise wird als Zeitpunkt eine Laufleistung von fünfzig Kilometern angegeben. Entweder man lässt das in der Werkstatt machen oder achtet beim Nachziehen von Hand darauf, dass nicht zu viel Kraft angewendet wird. Das Nachtreten auf den Radmutternschlüssel sollte deshalb tabu sein, denn die Kraft der Hand reicht völlig aus.

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