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Handys: am Anfang stand die Verbindung in der Bahn

Handys haben in ihren Anfängen nicht die Aufgabe gehabt, Privatpersonen und Geschäftsleute praktisch dauerhaft erreichbar zu machen. Die Bahn war es, die den mobilen Telefonen von heute ihre Anfänge ermöglichte.

handys
© Harald Wanetschka / http://www.pixelio.de
Die Handys, die heute im Einsatz sind, hatten ihre Ursprünge nicht in dem Gedanken, dass für nahezu alle Personengruppen eine dauerhafte Erreichbarkeit erzielt werden sollte. Von den Funktionen, die Handys heute außerhalb der verbalen Kommunikation übernehmen, ganz zu schweigen. Mit Handys, in den Anfängen auch gern als tragbare Telefone bezeichnet, kann heute eine Erreichbarkeit praktisch überall gewährleistet werden, denn das Netz wird ständig erweitert.

Die Handys der heutigen Generation hatten ihre Anfänge bereits im Jahre 1926; zu diesem Zeitpunkt wurden sie als Kommunikationsmittel in den Zügen der damaligen Reichsbahn eingesetzt. Auf der Strecke zwischen Hamburg und Berlin konnten die Fahrgäste der Ersten Klasse während der Fahrt telefonieren. Das war zu dieser Zeit und erst knappe fünf Jahre nach der Erfindung des Röhrensenders eine echte technische Revolution. Handys waren aber lange Zeit nur für privilegierte Personen nutzbar, was nicht zuletzt in den hohen Kosten der Geräte im Hinblick auf Anschaffung und Verbindungspreise begründet lag.

Die heutigen kleinen und leichten Alleskönner hatten in Verbraucherkreisen ihre Anfänge als Autotelefon. Im Jahr 1958 wurden die ersten mobilen Geräte für das Auto entwickelt. Die Vakuumröhren, die in den Geräten noch Verwendung fanden, waren allerdings ziemlich groß und brachten viel Volumen und Gewicht für die Telefone mit sich. In der Anschaffung lagen die damaligen Handys noch in der Hälfte eines Neuwagenpreises und waren somit für durchschnittliche Verbraucher kaum finanzierbar. Auch die Verbindungspreise waren noch sehr hoch, denn jedes Gespräch vom Autotelefon zum Empfänger wurde noch handvermittelt.

Die Handys der heutigen Zeit fanden ab den letzten 1980er Jahren größere Verbreitung, denn das D-Netz arbeitete nun flächendeckend und ermöglichte so schon günstigere Verbindungspreise. Auch in der Größe konnten die Handys nun kleiner gestaltet werden. Bis zu den heutigen Handys mit Navigationsgerät, MP3-Player, Spielkonsole und vielen anderen Funktionen war es aber noch ein weiter Entwicklungsweg. Problematisch erwiesen sich lange Zeit auch noch die Ladegeräte, die in unterschiedlichen Ausführungen für die einzelnen Geräte auf dem Markt waren. Hier hat der Gesetzgeber nun eine Vereinheitlichung gefordert, so dass ab 2010 eine Ladung aller Handys mit einer Sorte Ladegerätstecker realisierbar sein wird.

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