Die Biberschwanz Ziegel für das perfekte Dach
Wenn man sich die Dächer in Deutschland etwas genauer anschaut, dann stellt man fest, dass der Biberschwanz Ziegel die am weitesten verbreitete Form des Dachziegels ist.
Der Biberschwanz Ziegel hat seinen Namen wahrscheinlich vom hinteren Körperende des Bibers bekommen, das eine ähnlich gerundete Form aufweist. Auch die bei den meisten Arten vorhandene mittige Erhöhung erinnert ein wenig an das tierische Vorbild. Verwendet wird dieser Dachziegel in Deutschland schon seit mindestens sechs Jahrhunderten. Das belegen zahlreiche Baudenkmäler aus dem 14. Jahrhundert, bei denen bereits mit solchen Ziegeln eingedeckt wurde.
Die Biberschwanz Ziegel können in unterschiedlicher Form verarbeitet werden. Charakteristisch ist aber durchweg, dass immer mehrere Lagen versetzt übereinander angebracht werden. Am deutlichsten sieht man das bei der Biberschwanz-Kronendeckung, bei der an den Stoßkanten zwischen zwei Ziegeln unten jeweils ein weiterer Ziegel hervorlugt. Aus größerer Entfernung erinnert diese Art der Verlegung ein wenig an die Zähne eines Kekses.
In einigen Regionen typisch sind auch Biberschwanz Ziegel, die etwas breiter als gewöhnlich sind und am unteren Ende einen perfekten Halbkreis aufweisen. Hier bleibt jeweils etwa ein Drittel des Dachziegels von den darüber liegenden unbedeckt, während der Ziegel selbst die Stoßkante der darunter liegenden Ziegel überdeckt. Die Tatsache, dass der Biberschwanz Ziegel in unterschiedlichen Größen zu haben ist und auch geschnitten werden kann, führt dazu, dass man damit auch Kehlen und Walmen gut ausbilden kann.
Eine ganz besondere Form der Biberschwanz Ziegel ist der Rautenspitz. Im Gegensatz zum klassischen Dachziegel weist er am unteren Ende eine Spitze auf. Er wird häufig an Turmdächern verwendet, weil man damit den Turm optisch zusätzlich erhöhen kann. Er wird genau wie seine gerundeten Brüder in mehreren Lagen versetzt übereinander verlegt.
Passend zum Biberschwanz Ziegel gibt es die Firststeine in den typisch mediterranen Lehmtönen und dem Rot, das man genauso von den Mauersteinen kennt. Diese Dachziegel gibt es sowohl matt als auch glänzend. Die glänzenden Steine haben den Vorteil, dass sich auf ihnen nicht so schnell Moosablagerungen bilden können und ihre neuwertige Optik lange erhalten bleibt.
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