Wie Bauherren das richtige Bauunternehmen finden
Für viele Menschen ist der Bau eines eigenen Hauses ein Lebenstraum. Doch wenn der Bauunternehmer oder ein anderer Beteiligter bei der Ausführung pfuscht, so kann dies den finanziellen Ruin bedeuten.
Der Hausbau ist nicht nur eine finanzielle Belastung, sondern kann auch mit erheblichem Stress verbunden sein – immerhin handelt es sich für viele Menschen um die Investition ihres Lebens. Alle Entbehrungen werden jedoch am Ende der Bauarbeiten mit einem bezugsfertigen Eigenheim belohnt, auf das man stolz sein kann. Doch unter Umständen ist das Gegenteil der Fall: Durch Pfusch am Bau können erhebliche Mehrkosten entstehen, die eine zusätzliche Belastung bedeuten – im schlimmsten Fall steht am Ende eines gescheiterten Bauvorhabens nicht nur ein unbewohnbares Haus, sondern auch der finanzielle Ruin.
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte bei der Auswahl des Bauunternehmens mehrere Ratschläge berücksichtigen, um folgenschwere Fehlentscheidungen zu vermeiden. Zunächst sollte man verschiedene Angebote von Bauunternehmern anfordern und diese miteinander vergleichen. Hat im eigenen Freundes- oder Bekanntenkreis jemand bereits Erfahrungen im Hausbau sammeln können, so kann man hier wertvolle Informationen über zuverlässige Unternehmer und Handwerker erhalten. Eine gute Anlaufstelle können auch die Verbraucherschutzzentralen sein: Diese können oft wertvolle Angaben zur Vertragsgestaltung machen. In vielen Fällen bieten sie einen Überprüfungsservice für Vertragsentwürfe an – so können nachteilige Klauseln vor der Unterzeichnung identifiziert werden: In den Verträgen finden sich oftmals Bestimmungen, die die Rechte des Bauherren empfindlich einschränken oder die ihn daran hindern sollen, im Falle von festgestellten Baumängeln Geld zurückzuhalten. Der Service der Verbraucherzentralen ist zumeist nicht kostenlos, kann aber sehr hilfreich sein, da die nachteiligen Klauseln für den Laien nur schwer erkennbar sind. Im Zweifelsfall kann auch ein Rechtsanwalt mit der Überprüfung der Vertragskonditionen beauftragt werden.
Eine weitere Möglichkeit, einen zuverlässigen Bauunternehmer zu finden, ist der Austausch mit anderen Bauherren im Internet. Auf diversen Portalen werden zu diesem Zweck Foren betrieben, in denen man nach der Registrierung mit anderen Hausbauern kommunizieren kann. So kann man sich beispielsweise Erfahrungen mit bestimmten Unternehmen schildern lassen und andere nützliche Hinweise erhalten, worauf beim Bau zu achten ist.
Auch wenn alle guten Ratschläge beherzigt werden – einen hundertprozentigen Schutz vor Baumängeln gibt es nicht. Vor allem in den ersten Wochen und Monaten nach dem Einzug können sich Schäden an der Bausubstanz oder an den Fenstern zeigen. Stellt man solche Mängel fest, so sollte man ruhig und besonnen reagieren: Es besteht grundsätzlich eine fünfjährige Gewährleistungsfrist, in der man den Verantwortlichen zur Nachbesserung auffordern kann – der entdeckte Mangel muss dann zeitnah beseitigt werden. Dabei kommt es darauf an, den Verantwortlichen exakt zu identifizieren, um Irritationen und eventuelle Mehrkosten zu vermeiden. Die schriftliche Mängelrüge kann auch ohne Fachkenntnis formuliert werden, eine Beschreibung des Sachverhalts mit normalem Vokabular ist zulässig und ausreichend. Experten empfehlen häufig, zunächst auf das explizite Setzen einer Frist zu verzichten, da so Druck erzeugt werde und Streit entstehen könne. Erst wenn der Unternehmer nicht oder nicht vernünftig auf die Mängelrüge reagiert, sollte man den Druck entsprechend erhöhen.
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