Das Faltboot – schnell zerlegbar und einfach aufgebaut
Das Faltboot zeichnet sich dadurch aus, dass es sehr schnell zerlegt werden kann und nur aus wenigen Bauteilen, nämlich dem zerlegbaren Innengerüst und der Bootshaut, die flexibel ist, besteht.
Das Faltboot – schnell und einfach ist es zerlegt und wieder aufgebaut. Das Faltboot besteht grundsätzlich aus einem zerlegbaren Innengerüst und einer Außenhaut des Bootes, die flexibel ist und im Regelfall entweder aus Gummi oder PVC oder aber aus TPU oder Hypalon besteht. Auch Baumwolle oder moderne Verbundstoffe können beispielsweise für das Verdeck verarbeitet werden. Das Bootsgerüst selbst kann aus Holz, hier bevorzugt Esche oder aber Birkensperrholz – bestehen. Das moderne Faltboot wird auch mit einer Innenkonstruktion aus Aluminium oder Kunststoff angeboten. Üblicherweise ist das Faltboot in unseren Breiten als Kanu gebaut. Häufig findet man diese Bauform des Bootes auch als Kajak wieder, während der sogenannte Faltkanadier eher weniger gängig ist und unseren Breiten. Gelegentlich sind Faltboote hier bei uns sogar als Ruderboote oder Jollen anzutreffen, während die Spezialvariante des Faltbootes als Banana-Boot bezeichnet wird und sich durch die Zusammensetzung aus Kunststoffplatten, die zusammenklappbar sind, auszeichnet. Obwohl das Schlauchboot auf den ersten Blick durch seine Möglichkeiten des Zusammenfaltens auch als Faltboot erscheint, hat es aber nicht diese Bezeichnung.
Das Faltboot hat übrigens schon eine sehr lange Tradition, denn bekannt war es schon um 500 v. Chr. Damals wurden Waren mit dem Faltboot transportiert und diese Transporte gingen von Armenien aus nach Babylon. Der Sinn bestand damals darin, die Boote nach der Nutzung zusammenklappen und von Eseln die Bootshäute wieder nach Hause transportieren zu lassen. Auf dieser Bauweise der ersten Faltboote aufbauen, erstellte im Jahr 1905 ein Architekturstudent namens Alfed Heurich das moderne Faltboot. Hier nahm es die Form eines Kajaks an. So konnte er seine erste Fahrt auf der Isar von Bad Tölz nach München durchführen und bis zu seinem Tod legte er mit dem Faltboot mehr als 100.000 Kilometer zurück. In Rosenheim wurde die Entwicklung schließlich von einem Sportartikelhersteller lizenziert und so begann die Serienfertigung der Faltboote. Das Faltboot hat sich im Verlauf der Jahre zu einem sehr beliebten Wasserfahrzeug entwickelt und bei der Deutschen Reichsbahn fand das Faltboot in den 1920er Jahren aufgrund des starken Aufkommens dieser Bootsform dahingehend Beachtung, dass hier am Wochenende Sonderzüge für Faltbootfahrer eingesetzt wurden. Im Jahr 1936 wurde das Fahren mit dem Faltboot sogar als olympische Disziplin durchgeführt.
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