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Bundesschatzbriefe sind festverzinslich und sicher

Wer bei der Anlage seines Vermögens mehr Wert auf Sicherheit, als auf eine hohe Rendite legt, kommt an Bundesschatzbriefen nicht vorbei. Bundesschatzbriefe sind festverzinsliche Wertpapiere mit steigenden Zinssätzen.

bundesschatzbriefe
© Claudia Hautumm / http://www.pixelio.de
Börsencrashs und Bankenkrisen haben einmal mehr gezeigt, dass eine Geldanlage, die hohe Renditen verspricht, auch mit einem hohen Risiko behaftet ist. Je höher die versprochene Rendite ist, umso höher ist in der Regel auch das mit der Anlage verbundene Risiko. Wer es aber vorzieht, sein Geld sicher anzulegen und dafür lieber auf eine hohe Rendite zu verzichten, gleichzeitig eine garantierte Verzinsung wünscht, sollte sich einmal mit Bundesschatzbriefen beschäftigen. Bundesschatzbriefe sind festverzinsliche Wertpapiere, die von der Deutschen Finanzagentur, einer Einrichtung des Bundes, ausgegeben werden. Diese Wertpapiere werden nicht an der Börse gehandelt, können aber kostenlos umgetauscht werden, wenn sich während der Laufzeit herausstellt, dass es Bundesschatzbriefe mit einer höheren Rendite gibt. Die Deutsche Finanzagentur verwaltet auf Wunsch die erworbenen Bundesschatzbriefe, ohne dafür eine Gebühr zu erheben. Der gebührenfreie Kauf, Verkauf oder Umtausch von Bundesschatzbriefen ist ausschließlich per Post oder Online-Banking möglich. In allen anderen Fällen wird eine Verwaltungsgebühr erhoben.

Die Verzinsung der Bundesschatzbriefe erfolgt progressiv, ist also in der Anfangszeit gering und steigert sich von Jahr zu Jahr. Die Vermögensanlage in Bundesschatzbriefen lohnt sich also besonders über einen längeren Zeitraum. Bezüglich der Auszahlung der Zinsen und der Laufzeit von Bundesschatzbriefen gibt es eine Unterscheidung in zwei Typen. Bundesschatzbriefe vom Typ A haben eine Laufzeit von höchstens sechs Jahren. Die darauf anfallenden Zinsen werden am Ende jedes Anlagejahres ausgezahlt und können auf Wunsch erneut in weitere Bundesschatzbriefe investiert werden. Bundesschatzbriefe vom Typ B haben eine Laufzeit von bis zu sieben Jahren. Die auf den Anlagebetrag anfallenden Zinsen werden beim Typ B erst am Ende der Laufzeit zusammen mit dem ursprünglichen Anlagebetrag ausgezahlt.

Die Versteuerung der Zinsen erfolgt in Form der Abgeltungssteuer jeweils dann, wenn die Zinsen ausgezahlt werden. Der Mindestanlagebetrag beläuft sich auf 52 Euro für einen Bundesschatzbrief mit einem Nennwert von 50 Euro.

Entschließt man sich während der Laufzeit doch für eine andere Anlageform, dann können Bundesschatzbriefe vorzeitig zurück gegeben werden, wenn die Laufzeit mindestens ein Jahr beträgt und der Anlagebetrag nicht höher ist als fünftausend Euro. Bundesschatzbriefe werden ausschließlich an natürliche Personen und gemeinnützige Einrichtungen ausgegeben.

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Kommentare

Kolja81
26.08.11, 14:58
Ganz meine Meinung - immerhin liegt die Rendite für 10jährige deutsche Staatsanleihen bei gerade einmal 2,70%, was zeigt, dass viele Anleger sie als sicherr einstufen...
Blindc0w
26.08.11, 10:17
Ich würde das ganze auch derzeit noch als recht sicher einstufen, allerdings gibt es, wie bereits gesagt sichere Geldanlagen die mehr Zinsen bringen. Die Bundesschatzbriefe dagegen als Ramschpapier zu bezeichnen halte ich für nicht richrig bzw überzogen...
Kolja81
19.08.11, 08:19
Also ich würde das Ganze nun etwas differenzierter sehen:

1. Man muss schon sagen, dass Staatsanleihen und auch Bundesschatzbriefe bei weitem nicht mehr so sicher sind, wie viele dachten. Trotzdem denke ich, dass die Bundesrepublik Deutschland immer noch ein recht sicherer Schuldner ist...

2. Die Rendite der Bundesschatzbriefe ist wirklich nicht berauschend, denn es gibt auch vermeintlich sichere Geldanlagen, die mehr Zinsen mit sich bringen.

3. Ich würde Bundesschatzbriefe nach wie vor als recht sichere Geldanlage einstufen, zumal man sich nun wirklich keine Sorgen mehr um sein Geld machen muss, wenn Deutschland tatsächlich pleite sein sollte - das ist dann nämlich das geringste Problem.
ecobrasil
12.08.11, 20:34
Das Einzige was sicher ist, ist die Tatsache dass so ne Aussage jeden Realismus vermissen lässt.
Wer heutzutage so ein Gefasel verbreitet ist entweder nicht Zurechnungsfähig, oder einer der zahlreichen Falschspieler, um nicht einen deftigeren Begriff zu gebrauchen!
Zum Teufel endlich mit diesen Ramschpapieren, die nicht mal die Energie für den Mausklick wert sind, der heute für den Kauf notwendig ist. Dass diese Ramschtitel nicht mal mehr das Papier wert sind, das präsentiert das System selbst ja eindrucksvoll seit vielen Jahren, denn es werden nicht mal mehr bunte Zettel dafür gedruckt.
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