Bundesschatzbriefe: Vergleich zwischen Typ A und Typ B
Bundesschatzbriefe sind in zwei verschiedenen Ausführungen erhältlich. Im Typ A haben die Wertpapiere eine Laufzeit von sechs Jahren. Bei Typ B beträgt die Regel-Laufzeit sieben Jahre.
Grundsätzlich haben Bundesschatzbriefe in beiden Varianten dieselbe Anlagestruktur: Je länger die Anlage gehalten wird, um so größer fällt die Zinsrendite aus. Jedes Jahr wird ein etwas höherer Zinssatz angelegt. Auf diese Weise soll besonders für den Privatanleger ein Anreiz geschaffen werden, Geld über die volle Laufzeit anzulegen. Bei Typ A werden die Zinsen jährlich ausbezahlt. Bei Typ B erhöhen die Zinseinnahmen automatisch die jeweilige Anlagesumme. So fallen die Zinsen im folgenden Jahr noch höher aus.
Wer das möchte - oder aus finanziellen Gründen muss – kann einmal erworbene Bundesschatzbriefe auch vorzeitig zurückgeben. In diesem Fall kann man allerdings nicht von den besonders hohen Zinsen gegen Laufzeitende profitieren. Bei vielen Anlegern ist die Anlage wegen ihrer hohen Sicherheit geschätzt. Denn eine Rückzahlung des Kaufbetrags ist durch den Bund gesichert. Die Mindestsumme, die für die Anlage aufgewendet werden muss, beträgt 50 Euro. Nach oben ist die Grenze offen.
Ein Vergleich zwischen Bundesschatzbriefen vom Typ A und Bundesschatzbriefen vom Typ B kann zeigen, für welche persönliche Situation sich welcher Anlagetypus besser eignet. Für die mittelfristige Finanzplanung von sechs bis sieben Jahren ist die Anlage prinzipiell eine interessante Option. Natürlich hängt es vor allem von den individuellen Präferenzen ab, für welchen Typ man sich entscheidet. Auch ist es maßgeblich, welche anderen Anlageoptionen als Alternative zu Gebote stehen. Für einen Vergleich mit anderen Geldanlagen sollte man eine Möglichkeit der Vermögensbildung heranziehen, die dieselbe Gesamtlaufzeit aufweist. Des Weiteren ist dann zu fragen, ob bei der kurzfristigen Verfügbarkeit, bei Anlagesicherheit und beim Zinssatz vergleichbare Werte zu verzeichnen sind.
In einer solchen Gesamtabwägung kann man entscheiden, welche Option sich für die eigene Vermögensanlage besser oder schlechter eignet. Eine pauschale Beantwortung, welches 'die beste' Anlagemöglichkeit ist, gibt es nicht. Stets sind die konkreten Umstände, Planungen und längerfristige Erwartungen, nicht zuletzt auch die an den allgemeinen Finanzmärkten, zu berücksichtigen.
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