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Kupferpreis: Ankauf von zahlreichen Faktoren abhängig

Die Preise für Kupfer sind in den letzen Jahren stetig angestiegen. Ursache dafür ist die kontinuierlich wachsende Nachfrage nach Kupfer, vor allem aus China, Indien und weiteren Schwellenländern.

Kupfer ist ein Edelmetall, das in zahlreichen Kabeln, Rohren, Blechen und Schienen verwendet wird. Die weltweit benötigten Mengen an Kupfer übersteigen seit mehreren Jahren deutlich die aktuelle Produktionsmenge. Dies erklärt auch das hohe Niveau des Kupferpreises. China ist sowohl im Verbrauch als auch in der Produktion von Kupfer derzeit eindeutiger Spitzenreiter.

Der Kupferpreis wird von unzähligen Einflussfaktoren bestimmt. Ihr Zusammenspiel ist relativ komplex. Auswirkungen auf den Kupferpreis haben unter anderem die Bildung von Kartellen. Dabei schließen sich mehrere Produzenten zusammen und regulieren das Angebot sowie die Preise. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die politische Instabilität in den meisten Produktionsländern. Da sich mehr als die Hälfte der weltweiten Kupfervorkommen in sogenannten Schwellenländern befinden, wirken sich plötzliche Änderungen im politischen Machtgefüge oft direkt auf den Kupferpreis aus. Beeinflusst wird die Preisgestaltung zusätzlich von Währungsschwankungen und Spekulationsgeschäften im Börsenhandel mit dem Edelmetall. Dies führt dazu, dass der Ankauf von Kupfer im Bereich des Investments größeren Schwankungen unterworfen ist und somit zu den Risikogeldanlagen zählt. Sichere Prognosen über die kurz- und mittelfristige Entwicklung des Kupferpreises sind generell schwer zu treffen. Gehandelt wird Kupfer vorrangig an den wichtigsten Rohstoffbörsen in New York, Shanghai und London. Dies betrifft sowohl Neukupfer als auch Altkupfer. Die Preise für beide Varianten des Edelmetalls orientieren sich aneinander.

Kupfer ist ein nicht nachwachsender Rohstoff. Aufgrund der fast vollständigen Recyclingfähigkeit des Metalls ist die Wiederverwendung von Kupfer zu einem wichtigen Angebotsfaktor im weltweiten Altmetallhandel geworden. Kupferschrott kann mithilfe von elektrischem Strom im Elektrolyse-Verfahren aufbereitet werden. Recycling-Unternehmen und Scheideanstalten kaufen in großen Mengen Kupferschrott auf, um ihn nach der Aufbereitung wieder zu veräußern. Aufgrund des aktuellen Angebotsdefizites bei Neukupfer ist auch die Nachfrage nach aufbereitetem Kupfer sehr hoch. Die Preise, die erzielt werden können, hängen maßgeblich von der Qualität des Materials ab. Besonders wertvoll ist das sogenannte Kupfer Millberry. Dabei handelt es sich um blanke Kupferkabel mit einem großen Querschnitt. Gute Preise erzielen auch Kupferbleche oder Kupferschienen aus blankem Kupfer. Danach folgen Kupferrohre, Kupferbleche oder Kupferschienen aus oxidiertem Kupfer. Am geringsten wird Kupferschrott mit geringem Kupferanteil bewertet. In der Fachsprache heißt diese Sorte Raff, zu ihr zählen zum Beispiel Rohre mit Farbanhaftungen, Draht und Lackkabel. Die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Sorten ergeben sich aus der Höhe des Kupferanteils.

Kupfer gilt mittlerweile als so wertvoll, dass die Diebstahlrate in den letzten Jahren deutlich angestiegen ist. Unternehmen werden laut eigenen Angaben jedes Jahr Oberleitungen und Kabel von erheblichem Wert gestohlen. Auch in den nächsten Jahren ist von einer steigenden Kupfernachfrage auszugehen. Nur durch Erweiterung der Kapazitäten bei der Produktion von Neukupfer wird die weltweite Nachfrage kaum zu stillen sein. Dadurch wird auch das Recycling von Kupferschrott weiterhin eine entscheidende Rolle spielen.

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