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Schutzgemeinschaft für Bankkunden schützt Geldanleger

Fast jeder Deutsche ist Kunde bei einer Bank. Wie viele Verbraucherschutzorganisationen gibt es auch eine Organisation, die Bankkunden vor diversen Tricks und Unsicherheiten im Bankengeschäft schützt.

Fast jeder hat ein Girokonto. Ohne ein Konto kann man keine normale Arbeitsstelle antreten oder finanzielle Hilfe vom Staat empfangen. Viele Personen haben zudem Kreditverträge mit Bankhäusern abgeschlossen, um eine Geschäftsidee umzusetzen, ein Haus zu kaufen oder andere Schulden umzulagern und langfristig zu begleichen. Es haben also sehr viele Menschen tagtäglich mit Bankhäusern zu tun. Da verwundert es nicht, dass sich eine Gemeinschaft gegründet hat, um sich vor kundenunfreundlichen Maßnahmen vieler Banken zu schützen und davor zu warnen. Da die meisten Personen mehr von den Banken abhängig sind als die Geldhäuser von den Kunden, stellt eine Schutzgemeinschaft vieler Bankkunden ein relevantes Gegengewicht zu den zahlreichen Bankhäusern in Deutschland her.

Die Schutzgemeinschaft warnt vor Fallen und kritisiert Missstände der Bankhäuser. Zum Beispiel undurchsichtige Kapitalgeschäfte, die von vielen Geldhäusern den wenig finanzkompetenten Kunden als sehr lohnenswert verkauft werden. Der Handel mit diversen, undurchschaubaren Zertifikaten war einer der Hauptgründe für das Platzen der Immobilienblase 2008 und damit eine Ursache der weltweiten Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise. Die hochkomplexen Finanztransaktionen über solche Zertifikate erlaubten es einigen pfiffigen Bankern, ahnungslosen Kunden oder anderen Banken praktisch wertlose oder hochriskante Papiere zu verkaufen, ohne auf die Gefahren der Investition deutlich hinweisen zu müssen. Um alle Bankkunden auf solche giftigen Wertpapiere hinzuweisen, überprüft die Schutzgemeinschaft regelmäßig die angebotenen Papiere und warnt die Mitglieder im Bedarfsfall.

Die Gemeinschaft überprüft auch die Angebote, die Banken den Kunden hinsichtlich Krediten und Kontozinsen machen. Sollten die Zinsen in Tagesgeld- und Festgeldkontoangeboten eines Bankhauses rapide fallen oder sich nicht an dem allgemeinen Trend aller anderen Bankhäuser orientieren, weist die Schutzgemeinschaft ihre Mitglieder darauf hin. Das sorgt dafür, dass nur wenige Kunden schlechte Angebote wahrnehmen, sollten viele Personen in der Schutzgemeinschaft sein und dem allgemeinen Ratschlag folgen. Daher muss die Bank ihr Angebot verbessern und an das Niveau der anderen Banken anpassen. Somit funktioniert die Schutzgemeinschaft wie eine Gewerkschaft für Bankkunden. Sie ist ein Überprüfungsorgan von Angeboten, eine Sammlung von Informationen über Bankangebote und auch ein öffentliches Organ für vermeintlich betrügerische Machenschaften der Bankhäuser. Da der Gemeinschaft viele Mitglieder angehören, kommt ihr eine gewisse Bedeutung zu. Somit kann sie die Anliegen deutscher Bankkunden einfacher in die Medien transportieren, als es einem einzelnen Bankkunden möglich wäre.

Diese Präsenz hat die Gemeinschaft schon oft ausgenutzt. Zudem verzeichnet der Verein seit der Wirtschaftskrise einen regen Zulauf. Das liegt daran, dass seit der Finanzmarktkrise das allgemeine Vertrauen in die Bankhäuser in der Bevölkerung stark gesunken ist. Seitdem konzentriert sich die Gemeinschaft zunehmend auf die Überprüfung von Finanzmarktprodukten. Somit möchte man den Mitgliedern einen sicheren Umgang mit Bankhäusern ermöglichen, aber auch präventiv gegen eine neue Bankenkrise arbeiten. Wenn die Banken stärker kontrolliert werden, können auch weniger schlechte Produkte verkauft und damit generiert werden.

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