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Aktuelle Zinssätze von der allgemeinen Lage abhängig

Zinsen sind wichtige Instrumente in der Geldwirtschaft, weil sie quasi den Preis für Geld darstellen. Gäbe es keine Zinsen, dann würde Geld keinen Wert haben, weil man immer welches von Banken leihen könnte.

Banken und andere Kreditinstitute leihen Geld an ihre Kunden, die es für private und geschäftliche Investitionen ausgeben. Je nach der Höhe des Kredites und des Kreditausfallrisikos werden Zinsen auf diese Geldbeträge erhoben. Der Zins muss normalerweise gestaffelt gezahlt werden und wird auf die Raten beaufschlagt, die man der Bank überweisen muss. Letztendlich bestimmen Banken die Höhe des Zinses nach dem statistischen Risiko, dass die Investition scheitert oder der Kreditnehmer pleitegeht und nach dem Leitzins, der durch die Zentralbank vorgegeben wird. Die Zentralbank ist in einem Währungsraum die Institution, welche das Geld letztendlich an die Banken weitergibt. Da Geld aber immer seinen Preis haben muss, damit es nicht zur Inflation kommt, muss die Zentralbank bei Anfragen von anderen, privat geleiteten Bankhäusern Zinsen auf die Großkredite beaufschlagen. Diese werden unabhängig von Regierungen und staatlichen Institutionen von Experten berechnet und können sich auch ändern, weil diese ein wichtiger Regulator der Wirtschaft sind.

Die Leitzinsen werden in der Regel jedes Jahr oder in Halbjahresabständen neu festgelegt. Die individuellen Zinsen für Kredite oder auf Konten bei einzelnen Banken können unterschiedlich sein, liegen aber in etwa auf einem einheitlichen Niveau. Denn die Banken müssen zwar einerseits Gewinne bei der Geldwirtschaft erzielen, dürfen aber andererseits ihre Kunden nicht an Konkurrenzunternehmen verlieren. Insbesondere bei den Zinsen auf Geldanlagen gehen die Kunden immer zu den Banken, welche die höchsten Zinsen auf das Guthaben anbieten. Demnach sind die Sätze wie andere Produkte abhängig von Angebot und Nachfrage, müssen aber in jedem Fall über dem Leitzins liegen. Eine gemäßigte Zinspolitik verspricht auch eine geregelte Wirtschaftspolitik, da Geld das wichtigste Mittel der Wirtschaftsregulierung ist. Die Berechnung des Zinses erfolgt nach einem einfachen Prinzip, meistens wird dabei der Zinseszins angewendet. Der Zinseszins drückt letztendlich nur aus, dass auf das vermehrte Einkommen nach einer neuen Periode wiederum ein prozentualer Aufschlag erfolgt. Demzufolge ist das Guthabenwachstum nicht linear, sondern progressiv oder degressiv, je nachdem in welche Richtung die Zinsen angesetzt werden. Wenn man extrem viele Perioden hat, in dem der Zins angewendet wird, können sich schnell Vielfache des ursprünglichen Geldbetrages ergeben.

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