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Körperschaftssteuer-Berechnung : im KStG klar geregelt

Bestimmte juristische Personen müssen, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen, Körperschaftsteuer entrichten. Die Körperschaftssteuer-Berechnung richtet sich nach dem Gewinn, der manchmal korrigiert werden muss.

Die Regelungen zur Körperschaftssteuer (KSt) finden sich in Deutschland im Körperschaftssteuergesetz (KStG). Nach §1 Absatz 1 KStG in Verbindung mit §10 und §11 AO umfasst die Körperschaftssteuer das Einkommen von Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen, deren Geschäftsleitung oder Sitz in Deutschland ist. Davon zu unterscheiden ist die beschränkte Körperschaftssteuer nach §2 Absatz 1 KStG, die dann zutrifft, wenn in Deutschland Einkünfte erwirtschaftet werden, die Geschäftsleitung oder der Sitz der Körperschaft aber im Ausland ist. Eine Pflicht zur Entrichtung von Körperschaftssteuer trifft juristische Personen. Dies können beispielsweise Versicherungsvereine, aber auch Kapitalgesellschaften wie eine Aktiengesellschaft sein.

Die Körperschaftssteuer-Berechnung richtet sich nach den Einnahmen der Kapitalgesellschaft, die zu versteuern sind. Grundlage der Berechnung ist der Gewinn, von dem seit 2008 15% Körperschaftssteuer zu entrichten sind. Zunächst muss also der Gewinn nach den Regelungen des Körperschaftssteuer- und des Einkommensteuergesetzes (EStG) festgestellt werden.

Manchmal muss man für die Körperschaftssteuer- Berechnung den ermittelten Gewinn korrigieren - besonders dann, wenn die gemachten Aufwendungen als Aufwand verbucht worden sind. Beispiele unter anderem sind: 1. Betriebsausgaben, die nach § 4 Absatz 5 Nr. 1-11 EStG nicht abziehbar sind. 2. Die Hälfte der Vergütungen des Aufsichtsrates nach § 10 Nr. 4 KStG. 3. Geldstrafen, die im Strafverfahren festgesetzt wurden, nach § 10 Nr. 3 KStG.

4. Die verdeckte Gewinnausschüttung nach § 8 Absatz 3 KStG. Dies bedeutet, dass ein nicht üblicher Vertrag zwischen Kapitalgesellschaft und Anteilseigner abgeschlossen wurde. Folgendes Beispiel: In einer Einmann-GmbH, die sich dadurch auszeichnet, dass sie nur einen Gesellschafter hat, der zudem der Geschäftsführer ist, wird vom Gesellschafter ein wertloses Auto an die GmbH für 80.000 Euro verkauft. Das solch ein Kaufpreis, den die Gesellschaft an den Gesellschafter zahlt, völlig unangemessen ist, ist klar erkennbar. Viel öfter kommt es aber in der Praxis vor, dass sich der Gesellschafter ein überzogenes Gehalt als Geschäftsführer auszahlt. Auch hierhinter steckt eine versteckte Gewinnausschüttung. Der Gesetzgeber sieht in diesen Fällen vor, dass eine steuerliche Korrektur vorgenommen werden muss. Als Grundlage dient hierbei immer die Frage, wie sich „fremde Dritte" untereinander verhalten würden.

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